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Netzausbau im osteuropäischen Flugverkehr: Sky Up Airlines erweitert Flugangebot ab Chișinău im Sommer 2027

Die ukrainische Fluggesellschaft Sky Up Airlines erweitert ihr Streckennetz ab dem Hauptstadtflughafen der Republik Moldau im Sommerflugplan 2027 um vier europäische Direktverbindungen. Ab dem 28. Mai 2027 nimmt die Fluggesellschaft Flüge von Chișinău nach Mailand-Bergamo sowie zum Flughafen Nürnberg auf. Beide Routen sollen jeweils zweimal wöchentlich bedient werden. Für diese Strecken setzt das Unternehmen Maschinen des Typs Boeing 737-800 ein. Im weiteren Verlauf des Frühsommers ergänzt der Anbieter das Streckennetz um zwei Ziele in Kroatien. Ab dem 5. Juni 2027 bedient die Fluggesellschaft zweimal wöchentlich die Küstenstadt Split, bevor am 13. Juni 2027 eine Verbindung nach Pula folgt. Auf diesen beiden Strecken kommen Flugzeuge vom Typ Boeing 737-700 zum Einsatz. Alle vier Flüge werden unter der eigenen Fluggesellschaftskennung U5 durchgeführt. Mit der Ankündigung führt Sky Up Airlines den schrittweisen Aufbau von Flugverbindungen außerhalb der Ukraine fort. Nach der Schließung des ukrainischen Luftraums im Februar 2022 verlagerte die Fluggesellschaft wesentliche Teile ihrer operativen Flotte sowie den Flugbetrieb auf ausländische Stützpunkte. Der Flughafen Chișinău hat sich dabei zu einem zentralen Drehkreuz für die Fluggesellschaft entwickelt, um sowohl die moldauische Bevölkerung als auch Reisende aus der südlichen Ukraine an das europäische Luftverkehrsnetz anzubinden. Luftfahrtexperten bewerten die Ausweitung des Flugangebots ab Chișinău als Reaktion auf die gestiegene Nachfrage nach Direktflügen in der Region. Gleichzeitig verweisen Branchenkenner auf den anhaltenden Wettbewerbsdruck im osteuropäischen Markt, wo auch andere osteuropäische sowie westeuropäische Billigfluggesellschaften Kapazitäten aufbauen. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit der neuen Strecken wird maßgeblich von der Auslastung in der Sommersaison sowie von der Stabilität der operativen Rahmenbedingungen im

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Standortentscheidung für Messewesen: Berlin und Brandenburg sichern Finanzierung der ILA bis 2030

Der Berliner Senat hat die Fortführung sowie die finanzielle Absicherung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) für die Austragungsjahre 2028 und 2030 offiziell bekräftigt. Mit dieser Zusage setzen das Land Berlin und das benachbarte Bundesland Brandenburg die im Frühjahr 2024 getroffene Rahmenvereinbarung zwischen den beiden Landesregierungen, der Messe Berlin, der Flughafengesellschaft BER sowie dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) um. Die Ausrichtung der Branchenmesse auf dem Gelände des Berlin-ExpoCenter Airport im Schönefelder Ortsteil Selchow ist damit für zwei weitere Ausgaben vertraglich fixiert. Die nächste Messe soll vom 17. bis 21. Mai 2028 stattfinden. Der BDLI begrüßte die Zusage der Landesregierungen und verwies auf die Notwendigkeit von langfristiger Planungssicherheit für beteiligte Unternehmen, Forschungseinrichtungen und internationale Verhandlungspartner. Die Leistungsschau dient als zentrale Plattform für den Austausch zwischen Vertretern aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Streitkräften. Für die Hauptstadtregion, in der im Luft- und Raumfahrtsektor rund 17.000 Menschen beschäftigt sind, gilt die Veranstaltung als bedeutender Wirtschaftsfaktor. Bundesweit erwirtschaftet die Branche mit etwa 130.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro. Kritiker und Branchenbeobachter verweisen jedoch auf die erhebliche finanzielle Belastung für die öffentlichen Haushalte der Länder Berlin und Brandenburg, die zur Absicherung des Messebetriebs beitragen. Im internationalen Wettbewerb steht die ILA im ständigen Konkurrenzdruck mit etablierten Luftfahrtmessen wie der Paris Air Show in Le Bourget oder der britischen Farnborough International Airshow. Überdies hat sich das Profil der Messe durch steigende Ausgaben im Verteidigungsbereich spürbar in Richtung der Militär- und Sicherheitstechnik verschoben, was regelmäßig zu Diskussionen über die Ausrichtung und die Vergabe

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Dienstübernahme im Bundesheer: Elf Belgische Schäferhunde im Militärhundezentrum Kaisersteinbruch getauft

Das Militärhundezentrum des Österreichischen Bundesheeres hat am 13. August 2026 im Rahmen seines jährlichen Traditionstages elf Welpen offiziell in den Dienststand übernommen. Bei der Zeremonie in Kaisersteinbruch im Burgenland nahmen Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sowie Vertreter des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) teil, darunter ÖFB-Präsident Josef Pröll, der die Patenschaft für den aktuellen Nachwuchs übernahm. Die symbolische Aufnahme erfolgte durch das Umhängen der Diensthundemarke. Die elf Belgischen Schäferhunde, die Ende Mai 2026 geworfen wurden, beginnen nun ihre mehrjährige Schulung für den militärischen Einsatz. Das zweijährige Ausbildungsprogramm der Jungtiere umfasst nach ersten gesundheitlichen Kontrollen und der Welpenschule die Spezialisierung auf Wach- und Schutzaufgaben sowie den Einsatz als Spürhunde für Sprengstoffe und Suchtmittel. Das 1964 gegründete Militärhundezentrum bildet die zentrale Zucht- und Ausbildungsstätte der Streitkräfte. Derzeit verfügt das Bundesheer über insgesamt 157 Militärhunde und 99 Hundeführer. Ein Teil dieser Einheiten ist direkt in Kaisersteinbruch stationiert, während die übrigen Teams auf andere Dienststellen im gesamten Bundesgebiet und bei Auslandseinsätzen verteilt sind. Die Rassepalette umfasst neben Belgischen Schäferhunden auch Rottweiler, Deutsche Schäferhunde, Labradore und Jagdhunde. Die Anschaffung und Zucht von Diensthunden im Rahmen des Budgetprogramms der Armee wird von Fachleuten als fester Bestandteil des militärischen Schutzauftrags gewertet, ist jedoch auch mit laufenden Kosten für Aufzucht, medizinische Versorgung und Personalbindung verbunden. Die Ausbildung eines voll einsatzfähigen Schutz- oder Spürhundes erfordert intensive Betreuung durch spezialisierte Hundeführer. Zwar ergänzen die Tiere die technische Überwachungsinfrastruktur an militärischen Objekten, die Einsatzfähigkeit hängt jedoch stark von den individuellen Leistungsparametern der einzelnen Tiere sowie der Kontinuität der personellen Kapazitäten in den Staffeln ab. Zusätzlich

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Wandel im Alpentourismus: Französische Bergsportregionen setzen verstärkt auf Sommersaison

Die traditionell vom Wintersport geprägten französischen Alpenregionen bauen ihr Angebot für die Sommermonate gezielt aus. Vor dem Hintergrund sich verändernder Reisebedürfnisse und saisonaler Nachfrageschwankungen setzen Destinationen wie Les Menuires und Pralognan-la-Vanoise im Departement Savoie auf eine Diversifizierung ihrer Outdoor-Aktivitäten. Das Spektrum reicht von der Erweiterung des Mountainbike-Streckennetzes bis hin zu geführten Hochgebirgswanderungen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Auslastung der touristischen Infrastruktur auch außerhalb der schneereichen Monate zu sichern und neue Zielgruppen wie Familien sowie Aktivsportler anzusprechen. In Les Menuires, Teil des umfangreichen Skigebiets Les Trois Vallées, liegt der Schwerpunkt der Sommeraktivitäten auf dem Ausbau des Radsportangebots. Neben drei neuen Downhill-Strecken und einer Technikzone in Val Thorens werden E-Mountainbike-Routen angeboten, die sportliche Betätigung mit regionaler Kultur und Naturkunde verbinden. Zudem spricht die Region Rennradfahrer mit der Befahrung des Col de Tougnète an, der mit knapp 2.000 Höhenmetern zu den anspruchsvollen Passstraßen Frankreichs zählt. Ergänzend sollen gestaffelte Tarife für die Nutzung der Bergbahnen und betreute Jugendprogramme die Attraktivität für Familien erhöhen. Das weiter südöstlich im Tarentaise-Tal gelegene Bergdorf Pralognan-la-Vanoise nutzt dagegen seine Lage am Rande des Nationalparks Vanoise für klassische Bergsportangebote. Der Ort, der das Gütesiegel „Terre d’Alpinisme“ trägt, fokussiert sich auf traditionelles Gletscherwandern und Alpinismus. Angebote wie geführte Zweitages-Touren zur 3.212 Meter hohen Pointe de la Réchasse richten sich auch an Einsteiger ab zehn Jahren, die unter Anleitung von Bergführern Erste Erfahrungen im Hochgebirge sammeln. Als zentraler Stützpunkt dient dabei die bereits 1902 errichtete Schutzhütte Refuge du Col de la Vanoise, die nach Modernisierungsarbeiten als Ausgangspunkt für Touren im Massiv

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Regionales Kulturprogramm in Niederösterreich: Schaugärten veranstalten Thementag rund um Nutzpflanzen

Am 15. August 2026 veranstalten zahlreiche Partnerbetriebe der Initiative „Natur im Garten“ in ganz Niederösterreich einen Thementag, der sich der Nutzung und Kultivierung von Kräutern widmet. Die teilnehmenden Schaugärten bieten Besuchern ein breit gefächertes Programm mit Führungen, Workshops und Mitmachaktionen an. Die Veranstaltungen verteilen sich auf verschiedene Bezirke des Bundeslandes und behandeln Aspekte wie den Anbau, die Trocknung sowie die Verwendung von Pflanzenauszügen im Haushalt und in der Küche. Die Angebote der einzelnen Gärten setzen unterschiedliche Schwerpunkte. So organisieren die Kittenberger Erlebnisgärten im Bezirk Krems ein Programm mit traditioneller Kräutersegnung, während der Arche Noah Schaugarten in Schiltern spezielle Themenführungen anbietet. Im Bezirk Zwettl bietet das Sonnentor Erlebnis Führungen zum Anbau von Teekräutern an, und auf Schloss Hof im Bezirk Gänserndorf stehen praktische Anleitungen zur Ernte und Konservierung im Vordergrund. Auch in den Bezirken Scheibbs, Hollabrunn, St. Pölten und Baden finden entsprechende Aktionen und Workshops statt. Das Landesprogramm nutzt die Aktion, um die heimische Gartenkultur zu fördern und Bürger zu einer Vielfalt an Nutzpflanzen im eigenen Außenbereich anzuregen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Nutzpflanzen für die Gestaltung von Lebensräumen in den Gemeinden. Über die reinen Schautage hinaus stellt die Organisation begleitende Informationsmaterialien und digitale Übersichten im niederösterreichischen Veranstaltungskalender zur Verfügung, um die Nutzung regionaler Pflanzensorten weiter zu verbreiten. Kritische Beobachter von regionalen Kultur- und Tourismusinitiativen verweisen darauf, dass derartige Thementage neben dem Vermittlungsauftrag auch eine wichtige wirtschaftliche Funktion für die teilnehmenden Betriebe und Gastronomieangebote in den ländlichen Regionen erfüllen. Die Kombination aus Bildungsangeboten und Publikumsveranstaltungen soll

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Kurzfristige Netzbereinigung: Volaris streicht neun Inlandsstrecken in Mexiko

Die mexikanische Low-Cost-Fluggesellschaft Volaris zieht Konsequenzen aus einer unzureichenden Streckenauslastung und streicht Ende August sowie Anfang September 2026 insgesamt neun Inlandsverbindungen aus ihrem Flugprogramm. Die Streichungen betreffen operative Abflüge von den regionalen Verkehrsflughäfen Monterrey, Morelia, Puebla und Querétaro. Auffällig ist die extrem kurze Lebensdauer mehrerer Linien: Drei Strecken ab Puebla sowie die Verbindung von Querétaro nach Durango waren erst Anfang Juni 2026 im Flugplan etabliert worden und werden nach nicht einmal drei Monaten Flugbetrieb wieder eingestellt. Im Detail stellt die Fluggesellschaft ab Monterrey die Verbindungen nach Mexicali und Oaxaca ein. Vom Flughafen Morelia entfallen künftig die Zielorte Ixtapa/Zihuatanejo, Mexicali sowie Puerto Vallarta. Am Standort Puebla werden die Routen nach Ixtapa/Zihuatanejo, León/Guanajuato und San Luis Potosí ersatzlos gestrichen. Die letzten Flüge auf diesen Inlandsstrecken finden gestaffelt zwischen dem 29. August und dem 2. September statt. Unabhängig von den Anpassungen im mexikanischen Kernmarkt beendet auch die Tochtergesellschaft Volaris Costa Rica zum 31. Oktober 2026 die internationale Verbindung zwischen San José und Cancún. Branchenbeobachter und Luftfahrtexperten werten die rasche Einstellung der erst im Frühsommer aufgenommenen Routen als Beleg für anhaltenden Restrukturierungsdruck und schwankende Nachfragen im mexikanischen Inlandsverkehr. Volaris nutzt ein Kapazitätsmodell, das unrentable Verbindungen ohne lange Anlaufzeiten streicht, um Verluste auf schwach ausgelasteten Strecken zu begrenzen. Dennoch verdeutlichen die kurzfristigen Flugstreichungen die operativen Risiken für Passagiere in Regionen abseits der großen Drehkreuze, wo rasche Flugplanänderungen das Reiseangebot spürbar ausdünnen. Zudem steht die Fluggesellschaft im mexikanischen Heimatmarkt vor betrieblichen Herausforderungen durch anhaltende Flottenengpässe. Triebwerksinspektionen und dadurch bedingte Bodenzeiten bei Teilen der Airbus-Flotte zwingen das

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Neuausrichtung im Wet-Lease-Geschäft: City Jet schließt Basis in Stockholm und setzt auf Kopenhagen

Die irische Charter- und Wet-Lease-Fluggesellschaft City Jet reorganisiert ihren Flugbetrieb in Skandinavien und verlegt den operativen Schwerpunkt künftig an den Flughafen Kopenhagen. Im Zuge dieser Konsolidierungsmaßnahmen schließt das Unternehmen seine bisherige Basis am schwedischen Hauptstadtflughafen Stockholm-Arlanda. An dem Standort hatte die Airline zuletzt vier Flugzeuge stationiert. Die Schließung führt zum Abbau von rund 70 Arbeitsplätzen bei den Piloten und dem Kabinenpersonal in Schweden. Der Schritt ist Teil einer fortlaufenden Umstrukturierung nach der Übernahme der Fluggesellschaft. Im Oktober 2025 hatte der dänische Unternehmer Lars Thuesen die Airline über seine Investmentgesellschaft City Jet Holding nach einem vorangegangenen Restrukturierungsverfahren vollständig erworben. Durch die Bündelung der Flotte in Kopenhagen strebt das Management eine Effizienzsteigerung bei der Wartung, Personalplanung und Dienstleistungserbringung für Großkunden im Wet-Lease-Segment wie SAS Scandinavian Airlines an. Die Entscheidung zur Schließung des Standorts Stockholm reflektiert die angespannte Lage im europäischen Wet-Lease-Markt, der durch einen hohen Kostendruck und schwankende Auftragszahlen geprägt ist. Die Konzentration auf ein zentrales Drehkreuz soll Leerflüge reduzieren und die Umläufe der Flugzeugflotte optimieren. Für den Flughafen Stockholm-Arlanda bedeutet die Entscheidung den Verlust eines festen Kapazitätsanbieters am Standort sowie den Wegfall qualifizierter Arbeitsplätze in der Region. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Umsetzung der Restrukturierung mit betrieblichen Risiken verbunden bleibt. Die Schließung von Standorten und der damit verbundene Personalabbau können kurzfristig zu organisatorischen Hürden führen. Ob die Fokussierung auf den dänischen Hauptstadthafen ausreicht, um die Ertragslage der Fluggesellschaft im wettbewerbsintensiven europäischen Regio-Flugverkehr dauerhaft zu stabilisieren, wird sich in den kommenden Flugplanperioden zeigen.

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Maßnahmen gegen Übergriffe: ÖBB prüfen Ausweitung des Alkoholverbots an Großbahnhöfen

Das österreichische Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie unter Minister Peter Hanke treibt gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) weitere Schritte zur Erhöhung der Sicherheit im Schienenverkehr voran. Bei einem Vor-Ort-Termin am Wiener Hauptbahnhof beauftragte der Mobilitätsminister die Konzernführung, eine Ausweitung des generellen Alkoholkonsumverbots auf weitere frequenzstarke Großbahnhöfe zu prüfen. Hintergrund der Initiative ist die hohe Zahl sicherheitsrelevanter Zwischenfälle: Nach ÖBB-Angaben steht derzeit rund jede sechste Meldung an den Bahnhöfen in direktem Zusammenhang mit Alkoholkonsum. Die bisherige Hausordnung untersagt lediglich übermäßigen Alkoholkonsum, was im Alltag häufig zu Auslegungsfragen und Konflikten führt. Bislang gilt ein vollständiges Konsumverbot für Alkohol an neun österreichischen Bahnhöfen, darunter seit Kurzem auch am Wiener Westbahnhof. Die Erfahrungen der Bediensteten vor Ort fielen nach ÖBB-Angaben positiv aus, da eindeutige Verhaltensregeln das Eskalationspotenzial bei Personenkontrollen verringern. Neben dem Konsumverbot setzen die Bahn und das Ministerium auf die fortlaufende Umsetzung eines Zehn-Punkte-Plans. Dieser beinhaltet unter anderem den flächendeckenden Einsatz von Bodycams für das Sicherheitspersonal, eine verstärkte Polizeipräsenz an neuralgischen Punkten, einheitliche Meldesysteme für Gewaltvorfälle sowie regelmäßige Deeskalationstrainings für jährlich rund 1.700 Zugbegleiter. Die geplanten Verschärfungen stoßen bei Fahrgastvertretungen und Personalvertretern jedoch auch auf differenzierte Bewertungen. Während die Gewerkschaft Vida klare Regeln und verbesserte Sicherheitsstandards grundsätzlich begrüßt, fordern Arbeitnehmervertreter vor allem eine spürbare Aufstockung des Personals in den Zügen und an den Bahnsteigen. Die Ausrüstung mit Kameras oder das Verhängen von Alkoholverboten könne eine ausreichende Personalpräsenz vor Ort nicht ersetzen, da verlassene Bahnhöfe oder einzeln eingesetzte Zugbegleiter weiterhin Angriffspunkte für aggressive Personen böten. Zudem verweisen Rechtsexperten darauf,

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Erweiterung des Meileneinsatzes: Miles & More verknüpft Prämiensystem mit Booking.com

Das Kundenbindungsprogramm der Lufthansa Group, Miles & More, baut seine Kooperation mit dem Online-Buchungsportal Booking.com aus. Ab sofort können Teilnehmende des Programms ihre gesammelten Prämienmeilen direkt auf der Plattform nutzen, um die Kosten für Hotelübernachtungen und andere Unterkünfte zu reduzieren. Es handelt sich um das erste Loyalitätsprogramm im Luftverkehr, das ein direktes Einlösen von Meilen im Rahmen des Buchungsprozesses bei dem Reiseportal ermöglicht. Bislang beschränkte sich die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Wesentlichen auf das Sammeln von Meilen bei Hotelbuchungen. Der Mechanismus sieht vor, dass Kunden ab einem Mindestbestand von 3.000 Meilen einen variablen Betrag einsetzen können, um den zu zahlenden Bargeldanteil zu verringern. Die Abbuchung der Meilen erfolgt in Echtzeit über eine verknüpfte Schnittstelle auf einer speziell eingerichteten Partnerseite. Aufgrund lokaler Steuern und Abgaben verbleibt bei jeder Transaktion ein Restbetrag, der mit regulären Zahlungsmitteln beglichen werden muss. Zudem ist die Meileneinlösung auf Optionstarife mit sofortiger Bezahlung beschränkt. Finanz- und Luftfahrtanalysten bewerten die Ausweitung von Meileneinlösungsmöglichkeiten im Hotelsektor als gängigen Schritt, um die hohe Zahl angesammelter Prämienmeilen auf den Konten der Kunden abzubauen. Da Meilen in der Konzernbilanz als finanzielle Verbindlichkeiten geführt werden, verringert deren Entwertung oder Einlösung für Fremdleistungen die bilanziellen Risiken der Fluggesellschaft. Dennoch verweisen Branchenbeobachter darauf, dass der Gegenwert pro eingelöster Meile bei bahnfremden oder externen Sachprämien und Hotelpartnern oft geringer ausfällt als bei der Einlösung für Prämieflüge in höheren Buchungsklassen. Für die beteiligten Unternehmen stellt die Verknüpfung eine Möglichkeit dar, Kunden stärker an das eigene Ökosystem zu binden und den Buchungsverkehr über eigene Plattformkanäle zu steuern.

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Gewaltschutz im Bahnverkehr: Gewerkschaft fordert verbindliche Meldepflicht für Übergriffe

Nach einem Ortstermin des Wiener Verkehrsministers Peter Hanke am Hauptbahnhof fordert die Verkehrsgewerkschaft Vida rasche und verbindliche Schritte gegen zunehmende Übergriffe auf das Eisenbahnpersonal. Die stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Olivia Janisch unterstützt zwar die zugesagte Null-Toleranz-Politik gegenüber Gewalt im öffentlichen Verkehr, dringt jedoch auf die umgehende Einführung einer branchenweiten Meldepflicht für alle Sicherheitsvorfälle. Ziel sei die Erstellung eines lückenlosen und einheitlichen Lagebilds, um Schutzmaßnahmen wie gezielte Polizeistreifen oder Sicherheitsdienste punktgenau an besonders gefährdeten Bahnhöfen und auf kritischen Zugstrecken einzusetzen. Der vereinbarte Zehn-Punkte-Plan zur Erhöhung der Sicherheit im Eisenbahnsektor sieht vor, dass nicht nur physische Attacken wie Schläge oder Bespucken erfasst werden, sondern auch psychische Gewaltformen wie Beschimpfungen, Drohungen und Belästigungen. Neben der lückenlosen Registrierung umfasst das Konzept den verstärkten Einsatz von Körperkameras, verbesserte Alarmsysteme, intensivere Deeskalationsschulungen sowie eine engere Kooperation zwischen den Bahnunternehmen und den Polizeibehörden. Die Gewerkschaft betont, dass Schutzausrüstungen wie Stichschutzwesten allein das grundsätzliche Problem nicht lösen können, sondern das Arbeitsumfeld selbst strukturell sicherer gestaltet werden muss. Ein zentraler Kritikpunkt der Arbeitnehmervertretung bleibt die Personalbesetzung in den Zügen und an den Stationen. Um Konflikte bereits im Ansatz zu entschärfen, fordert die Gewerkschaft eine konsequente Doppelbesetzung von Personenzügen mit mindestens zwei Zugbegleitern. Branchenbeobachter und Personalvertreter verweisen jedoch auf die anhaltenden Personalengpässe und die hohen Personalkosten im Schienenverkehr, die einer flächendeckenden Besetzung derzeit entgegenstehen. Die Eisenbahnunternehmen stehen somit vor der Herausforderung, den Schutz der Beschäftigten mit der betrieblichen Machbarkeit abzuwägen. Die Umsetzung der Schutzmaßnahmen liegt nun bei den Entscheidungsträgern in Politik und Unternehmensführungen. Während die Ankündigung von Null-Toleranz-Maßnahmen in der Öffentlichkeit zwar

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