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Air France und Groupe ADP führen Stopover-Programm in Paris ein

Die Fluggesellschaft Air France und Extime Travel, eine Marke des Flughafenbetreibers Groupe ADP, haben das gemeinsamen Programm „Paris Stopover“ gestartet. Das Angebot richtet sich an internationale Transferpassagiere am Drehkreuz Paris-Charles-de-Gaulle, die dort bei einer Mindestumsteigezeit von 27 Stunden eine mehrtägige Unterbrechung ihrer Flugreise einlegen möchten. Das Angebot kombiniert Flugbuchungen mit Hotelübernachtungen, Transfers und Ausflugspaketen für Zeiträume von einer bis vier Nächten. Ziel der Maßnahme ist es, den Anteil von Umsteigepassagieren zur Steigerung der touristischen Wertschöpfung in der Region Île-de-France zu nutzen. Die Einführung basiert auf Marktforschungen, nach denen rund die Hälfte aller ankommenden Air-France-Passagiere in Charles-de-Gaulle auf Anschlussflüge umsteigt. Eine Befragung des Forschungsinstituts Chaire Pégase zeigte, dass bei Passagieren aus Nicht-EU-Staaten beträchtliches Interesse an Zwischenstopps besteht. Treiber sind unter anderem erleichterte Einreise- und Transitbestimmungen, wie der Wegfall von Flughafentransitvisa für Staatsangehörige aus Ländern wie Indien oder Brasilien. Die angebotenen Bausteine umfassen Transfers, Unterkünfte in der Vier- bis Fünf-Sterne-Kategorie sowie Fahrten zu Sehenswürdigkeiten oder Freizeitparks. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht stellt das Programm einen Versuch dar, die Wettbewerbsposition des Pariser Luftfahrtdrehkreuzes gegenüber konkurrierenden Drehkreuzen im Nahen Osten und in Europa zu stärken. Fluggesellschaften wie Emirates, Qatar Airways oder Turkish Airlines nutzen vergleichbare Stopover-Modelle seit Jahren erfolgreich zur Auslastung ihrer Streckennetze und zur Wirtschaftsförderung an ihren Heimatflughäfen. Das Pariser Modell stützt sich dabei auf die Kooperationsvereinbarung „Connect France“, welche die operative Abstimmung zwischen der Fluggesellschaft Air France-KLM und dem Flughafenbetreiber Groupe ADP vertiefen soll. Nichtsdestotrotz stehen dem Konzept auch organisatorische und infrastrukturelle Herausforderungen gegenüber. Die Inanspruchnahme von Stopover-Angeboten hängt maßgeblich von effizienten Passkontroll- und

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Positive Halbjahresbilanz für den Wiener Tourismus: Nächtigungen und Umsätze steigen moderat

Der Wiener Städtetourismus verzeichnet für die ersten sechs Monate des Jahres 2026 ein solides Wachstum. Mit rund 9,26 Millionen Übernachtungen stiegen die Gästezahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent. Haupttreiber dieser Entwicklung waren der Kernmarkt Deutschland mit knapp 1,78 Millionen Nächtigungen sowie der Inlandsreiseverkehr aus Österreich mit rund 1,72 Millionen Buchungen. Als stärkster Überseemarkt behaupteten sich erneut die USA mit 568.000 Übernachtungen. Auch die Umsätze der Beherbergungsbetriebe entwickelten sich positiv: Von Januar bis Mai 2026 erwirtschafteten die Wiener Betriebe einen Netto-Nächtigungsumsatz von 502,7 Millionen Euro, was einem Zuwachs von einem Prozent entspricht. Besonders umsatzstark zeigte sich der Mai 2026, in dem die Einnahmen der Hotellerie auch begünstigt durch Großveranstaltungen um sieben Prozent auf rund 150,6 Millionen Euro kletterten. Im Monat Juni setzte sich die Entwicklung mit 1,77 Millionen Nächtigungen fort. Die durchschnittliche Bettenauslastung im ersten Halbjahr lag unverändert bei 49,1 Prozent, während die Zimmerauslastung mit rund 64 Prozent ebenfalls das Niveau des Vergleichszeitraums von 2025 hielt. Das Gesamtangebot an Hotelbetten in der österreichischen Bundeshauptstadt erweiterte sich im Juni leicht auf rund 84.200 Betten. Verantwortliche aus Politik und der Tourismuswirtschaft bewerten die Zahlen als Beleg für eine stabile Nachfrage, die zur ökonomischen Absicherung von Arbeitsplätzen in Gastronomie, Handel und Kultur beiträgt. Mit einem Auslandsanteil von rund 83 Prozent bleibt der Wiener Markt stark von internationalen Reisenden abhängig. Vor allem Zuwächse aus Herkunftsländern wie der Türkei oder Italien trugen zur positiven Bilanz bei, während einzelne europäische Märkte wie Spanien leichte Rückgänge verzeichneten. Trotz der positiven Gesamtzahlen verweisen Branchenbeobachter auf anhaltende Herausforderungen

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Bodenpersonal kündigt Arbeitsniederlegungen am Flughafen Palma de Mallorca an

Mitten in der Hauptreisezeit drohen am Flughafen Palma de Mallorca spürbare Verzögerungen für Sommerurlauber. Die spanische Gewerkschaft CCOO hat die Beschäftigten des Bodendienstleisters Swissport zu gezielten Arbeitsniederlegungen an vier Tagen Ende Juli und Anfang August aufgerufen. Bestreikt werden sollen die Zeitfenster von 7 bis 12 Uhr sowie von 19 bis 22 Uhr am 28. Juli sowie am 1., 4. und 8. August. Swissport zeichnet am Standort Mallorca für zentral organisierte Abläufe wie den Check-in, die Gepäckverladung sowie die Passagierbetreuung verantwortlich. Betroffen sind Flüge mehrerer namhafter Fluggesellschaften, darunter Tui, Condor, TAP Air Portugal, Air Canada und Etihad Airways. Hinter dem Ausstand stehen anhaltende Auseinandersetzungen über die Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft CCOO fordert neben Gehaltsanpassungen und einer Aufstockung des Personals auch Verbesserungen bei den Arbeitsabläufen sowie konkrete Maßnahmen zum Hitzeschutz für die im Freien tätigen Arbeitskräfte auf dem Vorfeld. Der starke Anstieg des Flugaufkommens während der Sommermonate führt regelmäßig zu einer hohen Arbeitsbelastung des Abfertigungspersonals, weshalb die Arbeitnehmervertretung auf die Durchsetzung verbindlicher Standards drängt. Bisherige Gespräche zwischen der Unternehmensführung und den Gewerkschaftsvertretern erbrachten keine Einigung, wenngleich Verhandlungsbereitschaft signalisiert wird. Obwohl der Flughafenbetreiber derzeit nicht von großflächigen Flugstreichungen ausgeht, ist mit erheblichen Wartezeiten bei der Gepäckaufgabe, an den Kontrollstellen und bei der Flugzeugabfertigung zu rechnen. In Spanien greifen bei Streiks im Verkehrssektor in der Regel behördlich festgelegte Mindestdienstleistungen, die einen Rumpfbetrieb sichern sollen. Dennoch lassen sich Rückstaus in den Terminals sowie Verzögerungen im gesamten Flugplan nicht ausschließen. Da der Streik von den Angestellten eines externen Abfertigungsunternehmens durchgeführt wird, greift die Ausgleichszahlung der

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Neue Ausrichtung in der Forschungsförderung: Bundesregierung setzt auf Verteidigungstechnologie

Die Bundesregierung richtet ihre Förderpolitik für junge Technologieunternehmen neu aus und rückt militärisch nutzbare Innovationen in den Mittelpunkt ihrer staatlichen Unterstützung. Wie aus der neuen Startup- und Scaleup-Strategie des Bundes hervorgeht, sollen die Bereiche Sicherheit und Verteidigung künftig eine vorrangige Rolle bei der Vergabe staatlicher Mittel einnehmen. Um die Weiterentwicklung relevanter Technologien im Inland zu halten, plant der Bund die Einführung eines eigenständigen Finanzierungsmodells. Über dieses Instrument soll es dem Staat ermöglicht werden, direkte Beteiligungen an Startups aus dem Rüstungs- und Verteidigungssektor einzugehen. Ziel der Direktbeteiligungen ist es primär, den Abfluss von Know-how und den Verkauf zukunftsträchtiger Unternehmen ins Ausland zu verhindern. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche verwies auf die hohe Dynamik innerhalb der Branche und die Notwendigkeit, heimischen Anbietern verlässliche Rahmenbedingungen im Inland zu bieten. Mit diesem Schritt reagiert die Politik auf den steigenden Bedarf an modernen Systemen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, der Sensorik sowie der unbemannten Aufklärung. Unternehmen wie der Drohnenhersteller Quantum Systems oder der KI-Entwickler Helsing konnten zuletzt umfangreiche Wagniskapitalinvestitionen aufbauen, was das Interesse privater und staatlicher Akteure an diesem Markt verdeutlicht. Die direkte staatliche Beteiligung an Startups aus dem Verteidigungsektor bringt jedoch finanzielle und rechtliche Abwägungen mit sich. Die Auswahl förderungswürdiger Unternehmen sowie die Bewertung von Hochrisikotechnologien stellen staatliche Institutionen vor komplexe Aufgaben, da Fehlinvestitionen das staatliche Budget belasten können. Branchenbeobachter merken an, dass Venture-Capital-Investitionen durch den Bund bestehende private Märkte nicht verdrängen dürfen, sondern gezielt dort ansetzen müssen, wo privates Kapital aufgrund hoher regulatorischer Hürden im Rüstungsbereich zögert. Darüber hinaus steht die öffentliche Hand vor der

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Ausbau des Frachtsegments: Azorra ordert bis zu 30 Embraer E-Freighter

Die US-amerikanische Leasinggesellschaft Azorra hat mit dem brasilianischen Flugzeugbauer Embraer eine Vereinbarung über die Konvertierung von Passagierflugzeugen zu Frachtflugzeugen abgeschlossen. Der Vertrag umfasst 20 Festbestellungen für den Umbau von E-Jets sowie Optionen für zehn weitere Einheiten. Damit klettert das Gesamtvolumen des Abkommens auf bis zu 30 Maschinen des Typs E-Freighter. Das Geschäft folgt auf die Erstauslieferung und Inbetriebnahme des Modells E190F im Frühjahr 2024. Mit dieser Transaktion steigt Azorra erstmals in den Markt für das Leasing von Frachtflugzeugen ein und ergänzt damit das bestehende Portfolio an Passagier-Regionaljets. Der Frachter E190F wurde entwickelt, um eine Marktlücke zwischen turbopropgetriebenen Frachtflugzeugen und größeren Schmalrumpfflugzeugen wie der Boeing 737 zu schließen. Die umgebauten Maschinen verfügen unter Einbeziehung von Haupt- und Unterdeck über ein Ladevolumen von mehr als 100 Kubikmetern und eine maximale Nutzlast von bis zu 13,5 Tonnen. Zielgruppe sind Logistikdienstleister im Expressgutsektor, die flexible Kapazitäten für dezentrale Streckennetze benötigen. Für Azorra bietet das Umbauprogramm die Möglichkeit, die Nutzungsdauer älterer Passagiermaschinen der E-Jet-Familie durch eine Zweitverwertung als Frachter wirtschaftlich zu verlängern. Trotz der versprochenen Kostenvorteile gegenüber älteren Frachtflugzeugtypen steht das E-Freighter-Programm im internationalen Wettbewerb vor logistischen und Markt-Herausforderungen. Der Umbau von gebrauchten Passagiermaschinen erfordert präzise getaktete Werftkapazitäten und eine verlässliche Versorgung mit Umbausätzen, um Verzögerungen im Prozess zu vermeiden. Zudem hängt der Erfolg des Musters maßgeblich davon ab, wie schnell sich die globale Nachfrage im regionalen Luftfrachtmarkt nach der veränderten Wirtschaftslage stabilisiert. Die Leasinggesellschaft plant, die umgerüsteten Einheiten vor allem in Wachstumsmärkten in Lateinamerika, Südostasien sowie im Nahen Osten und Afrika zu platzieren. Der

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Gerichtsentscheidung in Irland: Ryanair setzt Verfahren gegen eDreams fort

Der irische High Court hat den Einwand des Online-Reiseanbieters eDreams gegen die Zuständigkeit irischer Gerichte abgewiesen. Damit ist der Weg frei für die Fortführung einer Klage der Fluggesellschaft Ryanair gegen das Reiseportal. Die Billigfluggesellschaft wirft eDreams vor, Flugdaten systematisch von der Unternehmenswebsite abzugreifen und Tickets mit unzulässigen Preisaufschlägen an Endkunden weiterzuverkaufen. Mit der aktuellen Entscheidung bestätigte das Gericht die Befugnis der irischen Justiz, den Fall inhaltlich zu verhandeln. Dem aktuellen Beschluss ging eine Richtungsentscheidung voraus, in der sich eDreams verpflichten musste, nicht mehr auf die „Travel Agent Direct“-Plattform von Ryanair zuzugreifen. Ryanair hatte dem Portal vorgeworfen, dieses System ohne Genehmigung für den Weiterverkauf von Flügen genutzt zu haben. Während Ryanair mit mehreren anderen Online-Reisebüros wie Booking.com, Lastminute oder Kiwi bilaterale Vertriebsvereinbarungen geschlossen hat, um direkte Zugänge zu Flugdaten bei festgelegten Preistransparenzstandards zu gewähren, lehnt eDreams entsprechende Abkommen bisher ab. Der juristische Konflikt ist Teil einer langjährigen Auseinandersetzung zwischen Fluggesellschaften und unautorisierten Buchungsportalen über sogenannte Screen-Scraping-Praktiken. Während Fluggesellschaften argumentieren, dass das automatisierte Auslesen von Daten die Ticketpreise künstlich verteuere und Zusatzleistungen vertraulich erschwere, betonen Verbraucherschützer und Reiseportale oft die Bedeutung von Preisvergleichsmöglichkeiten für Transparenz am Markt. Der Ausgang des Verfahrens vor dem irischen High Court könnte Signalwirkung für die Zulässigkeit von Datenabfragen im europäischen Online-Reisevertrieb haben. Unabhängige Beobachter weisen darauf hin, dass die Strategie von Ryanair, exklusive Partnerschaften mit ausgewählten Reiseportalen einzugehen, auch der Kontrolle über die direkten Kundendaten und den Zusatzverkäufen dient. eDreams wiederum steht in mehreren europäischen Ländern in der Kritik von Verbraucherschutzorganisationen wegen intransparenter Gebührenstrukturen und automatisierter Abonnement-Modelle.

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Wartung der Bundeswehr-Chinooks: Boeing und Lufthansa Technik unterzeichnen Rahmenvereinbarung

Der US-amerikanische Luft- und Raumfahrthersteller Boeing und die Sparte Lufthansa Technik Defense haben sich auf Rahmenbedingungen für die künftige Instandhaltung der neuen deutschen Schwerlasthubschrauber vom Typ CH-47F Block II Chinook geeinigt. Das im Rahmen der Farnborough International Airshow unterzeichnete Abkommen legt die Grundlage für die logistische und technische Betreuung der Bundeswehr-Flotte. Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Errichtung eines Ersatzteillager-Netzwerks in Deutschland sowie die Versorgung mit Betriebs- und Verbrauchsmaterialien über die Tochtergesellschaft Lufthansa Technik Logistik Services. Mit diesem Abkommen nimmt der Hamburger MRO-Dienstleister erstmals ein Hubschraubermodell in sein Instandhaltungsportfolio auf. Die Vereinbarung ergänzt die Beschaffung von 60 Transport-Hubschraubern des Typs Chinook, welche die alternden Sikorsky CH-53G der Luftwaffe ersetzen sollen. Um eine hohe Einsatzbereitschaft der Maschinen an den Hauptstandorten Schönewalde/Holzdorf und Laupheim zu sichern, setzen Hersteller und Dienstleister auf eine Kombination aus industriellem Plattformwissen und lokaler Logistikinfrastruktur. Neben den Logistikleistungen soll Lufthansa Technik auch technische Kontrollen und Komponentenreparaturen übernehmen. Bereits zuvor hatten die beiden Konzernpartner Verträge zur Instandhaltung der neuen P-8A Poseidon Seefernaufklärungsflugzeuge der Deutschen Marine abgeschlossen. Die Einbindung deutscher Industrieunternehmen in die Betreuung US-amerikanischer Rüstungsgüter gilt als zentrales Element, um die nationale Souveränität bei Reparatur- und Wartungsarbeiten aufrechtzuerhalten. Durch die Dezentralisierung der Lagerhaltung sollen ersatzteilbedingte Ausfallzeiten verringert und logistische Lieferketten verkürzt werden. Die Einbindung ziviler Instandhaltungsanbieter in militärische Abläufe ermöglicht der Bundeswehr den Zugriff auf bestehende logistische Strukturen, erfordert jedoch eine enge Abstimmung zwischen militärischen Anforderungen und zivilen Betriebsabläufen. Kritiker verweisen darauf, dass die reibungslose Versorgung stark von der kontinuierlichen Bauteilverfügbarkeit des US-Herstellers abhängt. In der Vergangenheit führten Engpässe

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Medienmarke im Freizeitpark: Gardaland nimmt temporäres Minecraft-Event ins Programm auf

Der italienische Freizeitpark Gardaland am Gardasee hat das zeitlich begrenzte Veranstaltungsformat „Minecraft Meet the Mobs“ gestartet. Das Event, das bis zum 28. August 2026 läuft, entspringt einer Kooperation zwischen dem Parkbetreiber Merlin Entertainments und dem Medienkonzern Microsoft beziehungsweise dessen Entwicklerstudio Mojang Studios. Gardaland gehört im Sommer 2026 neben dem britischen Schwesterpark Alton Towers zu den zwei einzigen Standorten in Europa, an denen diese temporäre Attraktion präsentiert wird. Im Zentrum des Angebots stehen Interaktionsmöglichkeiten und Nachbildungen bekannter Figuren aus dem Videospiel. Das Programm umfasst einen sogenannten „Minecraft Hub“ als zentralen Anlaufpunkt, an dem Meet-and-Greet-Aktionen mit nachgestellten Spielcharakteren wie Steve oder dem Creeper stattfinden. Ergänzt wird das Angebot durch eine Schnitzeljagd über den „Baby Mobs Trail“, bei der Besucher an sechs Stationen Stempel sammeln können. Bei Vollständigkeit erhalten die Teilnehmer einen Code für ein digitales Kosmetikobjekt im Videospiel selbst. Zudem veranstaltet das Parkpersonal Kurzaktivitäten auf der Eventfläche und bietet lizenzierte Fanartikel sowie thematische Verpflegung im Parkbereich an. Die zeitweise Einbindung der Videospielmarke reiht sich in eine langfristige Vereinbarung ein, die der Mutterkonzern Merlin Entertainments mit Microsoft abgeschlossen hat. Ziel dieser Unternehmenspartnerschaft ist die physische Umsetzung von Inhalten der meistverkauften Videospielmarke der Welt in den weltweit betriebenen Freizeitparks und Erlebniszentren. Neben kurzzeitigen Events dieser Art sind für die kommenden Jahre auch fest installierte Themenbereiche und Attraktionen in mehreren Parks der Gruppe geplant, um bestehende Besuchergruppen anzusprechen und neue Zielgruppen zu erschließen. Branchenanalysten sehen in der Kooperation einen bewährten Ansatz der Freizeitparkindustrie, um die Eigenmarken der Betreiber durch etablierte Mediennetzwerke aufzuwerten. Während temporäre Formate

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Embraer und britisches Wirtschaftsministerium schließen Abkommen

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer und das britische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft und Handel haben auf der Farnborough International Airshow eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Vereinbarung zielt darauf ab, die industrielle Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Technologie sowie Lieferkettenmanagement auszubauen. Embraer ist seit über vier Jahrzehnten auf dem britischen Markt vertreten und nutzt für seine zivilen sowie militärischen Flugzeugprogramme Komponenten von Zulieferbetrieben aus dem Vereinigten Königreich. Das Abkommen baut auf einer bestehenden Partnerschaft mit der staatlichen Exportkreditagentur UK Export Finance auf, über die in den vergangenen Jahren das Einkaufsvolumen bei britischen Zulieferern schrittweise erhöht wurde. Durch die vertragliche Absichtserklärung soll ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Konzern, dem britischen Aerospace Technology Institute und regionalen Industrieakteuren etabliert werden. Ziel ist die Identifizierung gemeinsamer Entwicklungsprojekte im Flugzeugbau sowie die Einbindung lokaler Ingenieurskapazitäten in die globalen Produktionsabläufe des Herstellers. Für die britische Luftfahrtindustrie bietet die engere Einbindung in die Fertigungsprozesse von Embraer Möglichkeiten zur Auslastung bestehender Fertigungsstätten und zur Sicherung hochqualifizierter Arbeitsplätze. Dennoch verweisen Branchenbeobachter darauf, dass Absichtserklärungen dieser Art zunächst unverbindliche Rahmenvereinbarungen ohne konkrete Abnahme- oder Investitionsgarantien darstellen. Die tatsächliche ökonomische Tragweite hängt von künftigen Einzelaufträgen und der Zuteilung konkreter Entwicklungsprojekte ab. Zudem steht die Kooperation vor den Herausforderungen volatiler globaler Lieferketten und steigender Produktionskosten in der Luft- und Raumfahrtbranche. Ob der angestrebte Ergebnisausbau im britischen Zulieferersektor erreicht werden kann, bleibt eng an die weltweite Nachfrage nach den Verkehrs- und Militärflugzeugen des brasilianischen Herstellers gekoppelt. Beide Seiten betonen jedoch die Notwendigkeit, durch Verbundprojekte die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Flugzeugbau zu sichern.

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Ausbau der Trainingskapazitäten: Turkish Airlines bestellt Flugsimulatoren bei CAE

Die türkische Nationalfluggesellschaft Turkish Airlines hat im Rahmen der Farnborough Airshow eine Vereinbarung mit dem kanadischen Simulatorenhersteller CAE geschlossen. Der Vertrag sieht die Lieferung von fünf Full-Flight-Simulatoren (FFS) und zwei Flight-Training-Devices (FTD) vor. Zudem wurden Optionen für zwei weitere Vollflugsimulatoren vereinbart. Die Neuanschaffungen verteilen sich auf Trainingsgeräte für die Flugzeugmuster Airbus A321neo, Airbus A350 sowie Boeing 787. Sie sollen ab 2027 schrittweise im neuen Schulungszentrum der Fluggesellschaft in Istanbul installiert werden, dessen vollständige Inbetriebnahme für das Jahr 2028 vorgesehen ist. Die Investition ist Teil eines auf zehn Jahre angelegten Programms zur Erweiterung der internen Pilotenausbildung. Turkish Airlines verfolgt das Ziel, ihre aktive Flugzeugflotte bis zum Jahr 2033 auf rund 800 Maschinen nahezu zu verdoppeln. Dementsprechend steigt der jährliche Bedarf an qualifiziertem Cockpitpersonal für Schmal- und Großraumflugzeuge. Um Abhängigkeiten von externen Schulungsanbietern zu reduzieren, baut die Airline ihre eigenen Kapazitäten am Heimatdrehkreuz gezielt aus. Die Zusammenarbeit mit CAE besteht in diesem Bereich bereits seit über zwei Jahrzehnten. Trotz des Ausbaus der eigenen Ausbildungsinfrastruktur steht die Fluggesellschaft vor personellen und organisatorischen Hürden. Der weltweite Mangel an Cockpitpersonal und qualifizierten Fluglehrern erschwert die fristgerechte Rekrutierung für das angestrebte Flottenwachstum. Zudem hängen die Zeitpläne für den Trainingsbetrieb maßgeblich vom Baufortschritt des neuen Ausbildungszentrums sowie den Zulassungsprozessen der Flugsimulatoren durch die zuständigen Luftfahrtbehörden ab. Verzögerungen bei den Auslieferungen von bestellten Flugzeugen durch die Hersteller Airbus und Boeing können zudem die Bedarfsplanung für Schulungsstunden kurzfristig verschieben. Mit dem Kauf der Simulatoren sichert sich Turkish Airlines feste Ausbildungszeiten für ihre Bestands- und Nachwuchspiloten auf den gängigen Musterreihen.

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