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China Eastern startet längste Direktflugroute der Welt: Verbindung Shanghai-Buenos Aires

Die chinesische Fluggesellschaft China Eastern Airlines startet in Kürze eine neue Interkontinentalverbindung, die als der längste Direktflug der Welt gilt. Ab dem 4. Dezember 2025 wird die Airline zweimal wöchentlich die chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai mit der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires verbinden. Die argentinische Regierung erteilte am Mittwoch die offizielle Genehmigung für die neue Route. Die beiden Städte liegen auf fast gegenüberliegenden Seiten des Globus, was die Strecke mit rund 20.000 Kilometern zur längsten Flugverbindung dieser Art macht. Für den Hinflug kalkuliert China Eastern eine Flugzeit von 25,5 Stunden, für den Rückflug sogar 29 Stunden. Zum Einsatz kommen Maschinen des Typs Boeing 777-300ER. Es handelt sich jedoch nicht um einen Nonstop-Flug: Die Verbindung beinhaltet einen technischen Stopp im neuseeländischen Auckland, wo das Flugzeug aufgetankt und die Besatzung gewechselt wird. Passagiere haben während des zweistündigen Aufenthalts die Möglichkeit, die Maschine kurz zu verlassen. Die Aufnahme dieser Verbindung unterstreicht die wachsenden wirtschaftlichen und touristischen Beziehungen zwischen China und Südamerika und intensiviert den Wettbewerb auf den Langstreckenrouten. Die neue Route von China Eastern tritt in direkte Konkurrenz zu bestehenden Verbindungen, wie sie beispielsweise die Lufthansa über ihr Drehkreuz Frankfurt anbietet. Durch die Direktverbindung über den Pazifik mit nur einem Zwischenstopp wird eine neue, zeitsparende Option für Reisende zwischen Ostasien und Südamerika geschaffen. Die Genehmigung für die Strecke wurde im Amtsblatt der argentinischen Regierung veröffentlicht. Der Start der Flugroute am 4. Dezember markiert einen logistischen Meilenstein in der internationalen zivilen Luftfahrt und unterstreicht die strategische Expansion asiatischer Fluggesellschaften in Märkte, die traditionell von europäischen oder

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Schweiz übernimmt neue EU-Luftfahrtregeln: Mehr Cybersicherheit und Marktöffnung für Flugsicherung

Der Gemischte Ausschuss Schweiz-EU hat die Übernahme einer Reihe neuer EU-Luftfahrtbestimmungen beschlossen, die den Schweizer Zivilluftverkehr umfassend modernisieren sollen. Die neuen Regeln, die der Schweizer Bundesrat bereits am 12. November genehmigte, treten am 1. Februar 2026 in Kraft und betreffen die Bereiche Bodenabfertigung, Flugverkehrsmanagement sowie Flugsicherheit. Eine zentrale Neuerung betrifft die Bodenabfertigungsdienste auf Schweizer Landesflughäfen: Die Dienstleister sind künftig verpflichtet, ein Sicherheitsmanagementsystem zu betreiben, das explizit Informationssicherheitsrisiken berücksichtigt. Entsprechende IT-Sicherheitsvorfälle müssen künftig gemeldet werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Cyberresilienz der kritischen Infrastruktur an Flughäfen zu erhöhen, was angesichts der steigenden Bedrohungslage als notwendig erachtet wird. Im Bereich des Flugverkehrsmanagements übernimmt die Schweiz die überarbeitete Verordnung zum einheitlichen europäischen Luftraum (Single European Sky), dessen Teil die Schweiz seit 2006 ist. Dies beinhaltet das gemeinsame Leistungs- und Gebührensystem sowie die Modernisierung der Flugsicherungsinfrastruktur. Für die Schweizer Flugsicherung Skyguide ergeben sich daraus neue Möglichkeiten: Das Unternehmen erhält künftig die Option, bestimmte Dienstleistungen auf dem gesamteuropäischen Markt anzubieten oder einzukaufen. Das Monopol von Skyguide auf zentrale Dienstleistungen wie Streckenflüge sowie An- und Abflüge im eigenen Land bleibt jedoch bestehen. Zusätzlich wurden weitere EU-Rechtsakte übernommen, die unter anderem Wettbewerbsregeln bei Fusionen und die Anerkennung von ausländischen Fluglotsenlizenzen betreffen. Die regelmäßige Übernahme von EU-Erlassen in den Anhang des bilateralen Luftverkehrsabkommens, das die Schweiz und die EU seit 2002 verbindet, stellt die Kompatibilität der beiden Luftfahrtsysteme sicher.

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Skyhub PAD reduziert Flüge nach München: Fehlende Anschlussbuchungen als Ursache

Die Flugverbindungen zwischen dem Flughafen Paderborn/Lippstadt (PAD) und dem Drehkreuz München (MUC) werden im Winterflugplan ausgedünnt. Die Initiative Skyhub PAD nimmt ab dem 8. Dezember die Abendverbindung zwischen den beiden Städten aus dem Flugplan. Dies geht aus Berichten von Lokalmedien hervor. Die Reduzierung der Frequenz ist demnach jedoch nicht auf mangelnde Nachfrage für die Strecke selbst zurückzuführen. Nach Angaben von Skyhub PAD sind die Buchungszahlen für die Verbindung Paderborn–München zufriedenstellend. Das Problem liegt vielmehr in der Weiterreise der Passagiere: Zu wenige Reisende buchten an dem Lufthansa-Drehkreuz in München Anschlussflüge. Dies deutet darauf hin, dass die Verbindung vorwiegend von Pendlern oder Geschäftsreisenden genutzt wird, die München als Endziel haben, während der angestrebte Mehrwert als Zubringer zu internationalen Flügen noch nicht ausreichend erzielt wird. Die Initiative befindet sich derzeit in Gesprächen mit der Lufthansa, um die Anschlussverbindungen für das erste Quartal 2026 zu optimieren. Ziel ist es, die Attraktivität der Strecke als Zubringer für das globale Streckennetz der Lufthansa zu erhöhen. Ungeachtet der vorübergehenden Streichung des Abendflugs peilt Skyhub PAD für das Gesamtjahr 2026 weiterhin eine Marke von 90.000 Passagieren an. Die gestrichene Abendverbindung soll zum Beginn des Sommerflugplans am 30. März 2026 wieder aufgenommen werden. Seit September dieses Jahres bietet Skyhub PAD täglich bis zu drei Verbindungen pro Woche zwischen Paderborn und München an. Die vorübergehende Anpassung des Flugplans spiegelt die Herausforderung regionaler Flughäfen wider, die Wirtschaftlichkeit von Zubringerflügen zu großen Hubs zu gewährleisten.

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Belgien erhöht Luftverkehrssteuer erneut: Airlines warnen vor negativen Folgen für Tourismus

Die belgische Regierung hat im Rahmen des jüngst verabschiedeten Haushalts eine erneute Erhöhung der Flugticketsteuer beschlossen. Ab 2027 wird die Abgabe für jeden abfliegenden Passagier auf 10 Euro angehoben und soll im Jahr 2029 weiter auf 11 Euro steigen, unabhängig von der Flugdistanz. Dies ist die zweite Erhöhung innerhalb kurzer Zeit; bereits im Sommer des Vorjahres hatte die Regierung die Steuer auf Langstreckenflüge auf 5 Euro erhöht, während Kurzstreckenflüge bei 10 Euro verblieben. Die Maßnahme soll jährliche Einnahmen zwischen 168 und 184 Millionen Euro generieren. Die Luftfahrtbranche reagierte scharf auf die Ankündigung. Brussels Airlines erklärte, die höhere Steuer nicht absorbieren zu können und sie direkt an die Passagiere weitergeben zu müssen. Sprecher Nico Cardone kritisierte, Belgien bewege sich „gegen den Trend“ in Europa, da Länder wie Italien und Deutschland ihre Flugsteuern reduzieren oder wie Schweden diese komplett abgeschafft hätten. Die Airline erneuerte ihre Forderung nach besseren Hochgeschwindigkeits-Schienenverbindungen zum Flughafen Brüssel, die Kurzstreckenflüge ersetzen könnten, ohne Reisende zusätzlich zu belasten. Noch deutlicher äußerte sich die Billigfluggesellschaft Ryanair. Sie beschuldigte die belgische Regierung, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu beschädigen. Nach einer bereits erfolgten Steigerung um 150 Prozent im Jahr 2025 führe die erneute Verdoppelung der Steuer dazu, dass Belgien einer der unattraktivsten Luftverkehrsmärkte Europas werde. Jason McGuinness, CCO von Ryanair, warnte davor, dass die wiederholten Steuererhöhungen „Verkehr verdrängen, den Tourismus beschädigen und Arbeitsplätze vernichten“ würden. Ryanair forderte die vollständige Abschaffung der Steuer anstatt einer weiteren Erhöhung. Der breitere europäische Kontext ist allerdings differenziert: Während die meisten EU-Staaten keine nationale Luftverkehrssteuer erheben, sind

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LOT-Maschine in Vilnius von Rollbahn abgekommen – Flughafenbetrieb unterbrochen

Am 26. November 2025 ist ein Flugzeug der LOT Polish Airlines auf dem Flughafen Vilnius (VNO) in Litauen bei der Landung von der Rollbahn abgekommen. Die Embraer E170STD mit der Registrierung SP-LDK, die den Flug LO771 von Warschau nach Vilnius durchführte, geriet während der letzten Phase des Ausrollens von der befestigten Fläche. Die Einsatzkräfte des Flughafens reagierten umgehend auf das Ereignis. Alle 63 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder konnten das Flugzeug sicher über mobile Treppen verlassen und wurden ins Terminal gebracht. Nach Angaben von Augenzeugen und in sozialen Medien veröffentlichten Bildern deutet die Situation auf eine schnee- und eisglatte Rollbahn hin, die mutmaßlich zu dem Zwischenfall beigetragen hat. Offizielle Angaben zur genauen Ursache des Abkommens von der Piste liegen noch nicht vor. Als direkte Folge des Zwischenfalls musste der Flughafen Vilnius den Flugbetrieb vorübergehend einstellen. Die Wiederaufnahme des Betriebs wurde zunächst für 17:00 Uhr Ortszeit angekündigt. Aufgrund der Blockade durch das Flugzeug und der notwendigen Untersuchungen musste der Rückflug der LOT-Maschine annulliert werden. Die technischen Dienste der polnischen Fluggesellschaft arbeiten vor Ort eng mit den litauischen Behörden zusammen, um die genaue Ursache zu klären und das Flugzeug zu bergen. Der Vorfall in Vilnius unterstreicht die Herausforderungen für den Flugbetrieb in nördlichen Regionen, wo winterliche Witterungsbedingungen die Start- und Landeoperationen erschweren können. Internationale Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber sehen sich in den Wintermonaten regelmäßig mit der Notwendigkeit konfrontiert, die Pistenräumung und Enteisungsmaßnahmen unter extremen Bedingungen aufrechtzuerhalten, um die Sicherheit zu gewährleisten.

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Avinor meldet Verkehrswachstum und gestiegene Betriebsgewinne

Der norwegische Flughafenbetreiber Avinor verzeichnet im dritten Quartal 2025 ein stetiges Wachstum des Passagierverkehrs und eine verbesserte finanzielle Performance. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 40,3 Millionen Passagiere an den Avinor-Flughäfen abgefertigt, was einem Anstieg von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und 98 Prozent des Volumens vor der Corona-Pandemie erreicht. Trotz dieser positiven Entwicklung betont der Betreiber, dass der Weg zurück zur vollständigen finanziellen Bilanz weiterhin anspruchsvoll sei. Die operative Effizienz verbesserte sich durch eine Rekord-Sitzplatzauslastung von 74,7 Prozent, was zur Steigerung der Rentabilität des gesamten Netzwerks beitrug. Die Betriebseinnahmen stiegen um 15,4 Prozent auf 10,5 Milliarden NOK (Norwegische Kronen). Der bereinigte Betriebsgewinn (Adjusted Operating Profit) kletterte um 1,06 Milliarden NOK auf 4,15 Milliarden NOK. Auch der Cashflow vor Finanzierung drehte ins Positive und erreichte 779 Millionen NOK, gegenüber einem Defizit im Vorjahr. Demgegenüber stiegen die Kosten um 5,6 Prozent, hauptsächlich getrieben durch Lohn- und Preisdruck sowie das höhere Verkehrsaufkommen. Avinor führt derzeit ein umfangreiches Investitionsprogramm durch. Bisher wurden im Jahr 2025 bereits 2,8 Milliarden NOK für Projekte ausgegeben, darunter das Upgrade des Gepäcksystems am Flughafen Oslo, neue Flugsicherungsanlagen sowie neue Flughafenprojekte in Bodø und Mo i Rana. Trotz begrenzter Möglichkeiten für kurzfristige Kostensenkungen strebt Avinor weiterhin die Stärkung der kommerziellen Einnahmen an, etwa durch eine Ausweitung des Duty-Free-Angebots. CEO Abraham Foss bekräftigte die Verpflichtung zum nationalen Auftrag und dem langfristigen Selbstfinanzierungsmodell der Gruppe. Für die Zukunft erwartet Avinor ein moderates Verkehrswachstum, das von einer steigenden internationalen Nachfrage getragen wird, während sich der nationale Verkehr stabilisieren

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Boeing erhält weiteren Auftrag für 15 KC-46A Pegasus Tankflugzeuge von der US Air Force

Der amerikanische Luftfahrtkonzern Boeing hat von der US Air Force einen neuen Auftrag für 15 zusätzliche Tankflugzeuge des Typs KC-46A Pegasus erhalten. Der Vertrag für das sogenannte „Lot 12“ hat einen Wert von 2,47 Milliarden US-Dollar. Mit dieser Bestellung erhöht sich die Gesamtzahl der vertraglich vereinbarten oder bereits in Dienst gestellten KC-46A Tanker weltweit auf insgesamt 183 Flugzeuge. Die Vertragsunterzeichnung sichert laut Jake Kwasnik, Boeings Vizepräsident und Programmmanager für die KC-46, die Produktionsstabilität des Programms, einschließlich der Lieferkette für Komponenten mit langer Vorlaufzeit. Die Pegasus-Flotte der US Air Force hat bereits mehr als 150.000 Flugstunden in Einsatz-, Trainings- und globalen Betankungsoperationen absolviert, was die intensive operative Nutzung der Flugzeuge unterstreicht. Von den weltweit 183 vertraglich vereinbarten Tankern wurden bislang 98 an die US Air Force ausgeliefert. Darüber hinaus befinden sich sechs Maschinen im Dienst der Japan Air Self-Defence Force, und vier Flugzeuge sind für die Israel Air Force vertraglich fixiert. Der Pegasus gilt als fortschrittlicher Multi-Mission-Tanker, der neben der Luftbetankung auch Fracht- und Passagiertransportaufgaben übernehmen kann. Boeing arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Leistungsfähigkeit der KC-46A. Jüngste Upgrades aus dem Jahr 2024 umfassten Erweiterungen der Missionsbereitschaft, die Verbesserungen bei Kommunikation, Datenkonnektivität und der Situationswahrnehmung mit sich bringen. Diese kontinuierlichen Verbesserungen sollen sicherstellen, dass der Pegasus für die US-Streitkräfte und deren Verbündete ein hochmodernes und einsatzbereites System bleibt.

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Polen bestellt 96 Apache-Kampfhubschrauber – Größter Auslandskunde Boeings

Polen wird zum größten Betreiber des Kampfhubschraubers AH-64E Apache außerhalb der Vereinigten Staaten. Am 26. November schloss Warschau mit dem US-Rüstungskonzern Boeing einen Vertrag im Rahmen eines Foreign Military Sales (FMS) ab, der die Produktion von 96 AH-64E Apache Angriffshubschraubern umfasst. Der Vertragswert wird mit nahezu 4,7 Milliarden US-Dollar angegeben und stellt den umfangreichsten Apache-Auftrag dar, den Boeing jemals von einem nicht-amerikanischen Kunden erhalten hat. Die Auslieferung der Hubschrauber an die polnischen Streitkräfte soll im Jahr 2028 beginnen. Im Vorfeld bereitet sich das polnische Ministerium für Nationale Verteidigung (MND) bereits aktiv vor. Zur Schulung von Piloten und Technikern werden derzeit acht Apache-Hubschrauber von der US Army geleast und in Polen genutzt. Der neue Apache-Kampfhubschrauber der AH-64E-Variante, auch als „Guardian“ bekannt, gilt als die modernste Ausführung und bietet verbesserte Tödlichkeit, Überlebensfähigkeit und Interoperabilität. Mit der Beschaffung beabsichtigt Polen, seine veralteten sowjetischen Hubschrauber des Typs Mil Mi-24 Hind schrittweise zu ersetzen. Als Teil einer Offset-Vereinbarung wird die polnische Industrie in die Logistik und Instandhaltung der Apache-Flotte eingebunden. Boeing verpflichtet sich, entsprechende Wartungs- und Unterstützungsrollen an die polnische Rüstungsindustrie zu übertragen. Darüber hinaus wird Boeing beim Aufbau von Schulungsprogrammen und der Entwicklung eines Verbundwerkstofflabors in Polen unterstützen. Diese Investitionen zielen darauf ab, die heimische Verteidigungsfähigkeit und technologische Basis Polens zu stärken. Polen wird das 19. Land, das sich für den Apache entscheidet, und folgt damit jüngsten Betreibern wie Australien, Indien und Marokko. Die massive Aufrüstung des polnischen Militärs ist Teil der weitreichenden Modernisierungsbestrebungen des NATO-Mitglieds, das seine Luftstreitkräfte in Reaktion auf die veränderte

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Ägypten verschärft Visa-Kontrollen und droht mit Ausweisungen und Einreisesperren

Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für Ägypten aktualisiert und warnt deutsche Staatsangehörige vor verschärften Kontrollen des Aufenthaltszwecks sowie deutlich erhöhten Geldstrafen bei Verstößen. Die ägyptischen Behörden sind in jüngster Zeit verstärkt dazu übergegangen, die Einhaltung der Visabestimmungen zu überwachen und bei Zuwiderhandlungen konsequent Sanktionen zu verhängen. Das Ministerium betont, dass das bei der Einreise beantragte sogenannte „Visa on arrival“ strikt auf den Tourismus beschränkt ist. Wer in Ägypten einer Tätigkeit nachgeht oder an Versammlungen teilnimmt, die nicht dem deklarierten Aufenthaltszweck entsprechen, muss mit Konsequenzen rechnen. Zuletzt sei es auch bei deutschen Staatsangehörigen zu Ausweisungen und Abschiebungen gekommen. Als Gründe werden neben dem Verstoß gegen den Aufenthaltszweck auch die Überschreitung der Visumsdauer oder die Teilnahme an nicht genehmigten Demonstrationen genannt. Besonders problematisch ist die Verhängung von Einreisesperren, die in der Regel nach einer Ausweisung erfolgen. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Reisende von dieser Sperre oft erst erfahren, wenn sie erneut versuchen einzureisen – und nicht bereits beim Check-in in Deutschland. Dies kann für Betroffene zu erheblichen Schwierigkeiten und dem Verlust gebuchter Leistungen führen. Reisende mit Dienst- oder Diplomatenpässen müssen ihr Visum zwingend vorab bei der zuständigen ägyptischen Auslandsvertretung beantragen. Generell wird Reisenden empfohlen, sich bei Zweifel an der korrekten Visumskategorie vorab umfassend zu informieren, um die Einhaltung des richtigen Reisezwecks zu gewährleisten und eine Ausweisung zu vermeiden.

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US-Nationalparks erhöhen Eintrittspreise für ausländische Touristen drastisch

Der Besuch der amerikanischen Nationalparks wird für ausländische Touristen ab dem kommenden Jahr erheblich teurer. US-Präsident Donald Trump hat per Executive Order 14314 mit dem Titel „Making America Beautiful Again“ besiegelt, dass internationale Besucher künftig deutlich mehr bezahlen müssen als US-Bürger. Die Maßnahme soll den Besuch von Nationalparks für amerikanische Familien erschwinglicher machen. Für die elf meistbesuchten Nationalparks wird ab dem 1. Januar ein deutlicher Aufschlag fällig: Internationale Besucher müssen pro Person 100 US-Dollar (zusätzlich zum regulären Eintrittspreis) entrichten. Betroffen sind populäre Ziele wie der Grand Canyon, der Yellowstone, der Yosemite und der Zion Nationalpark. Diese zusätzlichen Einnahmen dienen laut der Regierung Trump dazu, die durch gekürzte Haushaltsmittel für die Instandhaltung der Nationalparks entstehenden Finanzierungslücken auszugleichen. Auch die Jahreskarten, die bislang ein beliebtes und günstiges Angebot für Touristen waren, werden für Ausländer drastisch verteuert. Der Preis für den Jahrespass, der für ein Auto mit bis zu vier Personen gilt, steigt von 80 US-Dollar auf 250 US-Dollar. Amerikaner hingegen zahlen weiterhin den alten Preis. Trotz der signifikanten Erhöhung kann sich der Jahrespass für internationale Reisegruppen, die mehrere Parks besuchen, weiterhin rentieren. Die neue Preispolitik, die unter dem Leitgedanken „America first“ steht, schafft eine klare Preisdifferenzierung zwischen in- und ausländischen Touristen. Die Umsetzung der Exekutivanweisung zielt auf eine finanzielle Entlastung amerikanischer Bürger bei gleichzeitiger Kompensation der Instandhaltungskürzungen durch Gebühren von internationalen Besuchern ab.

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