
Sicherung der regionalen Luftverkehrsinfrastruktur in der Schweiz und im Bodenseeraum
Die politische Debatte um die finanzielle Unterstützung der Schweizer Regionalflughäfen hat eine entscheidende Wendung genommen. In einer aktuellen Abstimmung hat sich der Ständerat, die kleine Kammer des Schweizer Parlaments, gegen die geplanten Sparmaßnahmen des Bundes im Bereich der Flugsicherung ausgesprochen. Mit einer Mehrheit von 23 zu 15 Stimmen votierten die Abgeordneten dafür, die bisherigen Subventionen für die Jahre 2027 und 2028 beizubehalten. Diese Entscheidung stellt einen bedeutsamen Etappensieg für Standorte wie den Flughafen St. Gallen-Altenrhein dar, dessen wirtschaftliche Existenz durch die drohenden Kürzungen unmittelbar gefährdet schien. Der Bundesrat hatte im Rahmen eines umfassenden Entlastungspakets für den Bundeshaushalt ursprünglich vorgesehen, die Beiträge für die An- und Abflugsicherung an Flugplätzen ohne vorrangiges Bundesinteresse zu streichen. Durch das aktuelle Votum gewinnt die Branche nun die notwendige Zeit, um alternative Organisationsmodelle für die Sicherung des Luftraums zu entwickeln, ohne den laufenden Betrieb durch kurzfristige Budgetlöcher zu gefährden. Struktur und Bedeutung der Flugsicherungsfinanzierung Die Flugsicherung an Regionalflughäfen wird in der Schweiz traditionell durch Bundesbeiträge unterstützt. Im Jahr 2024 beliefen sich diese Förderungen auf insgesamt 32,3 Millionen Franken, für das Jahr 2025 sind rund 29,3 Millionen Franken veranschlagt. Der Flughafen Altenrhein, der aufgrund seiner Lage an der österreichischen Grenze eine strategische Rolle für das Bundesland Vorarlberg und die Ostschweiz einnimmt, erhielt zuletzt jährlich etwa vier Millionen Franken aus diesem Topf. Die Kosten für die hochspezialisierten Dienstleistungen der Skyguide, der nationalen schweizerischen Flugsicherungsgesellschaft, sind für kleinere Standorte allein durch Landegebühren kaum zu decken. Die Argumentation des Bundesrates stützte sich auf das Subsidiaritätsprinzip: Da Regionalflughäfen primär lokalen Wirtschafts-








