
Tarifkonflikt bei Lufthansa Cityline: Piloten stimmen über Streik ab
Die tarifliche Auseinandersetzung zwischen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und der Lufthansa-Tochtergesellschaft Cityline hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nachdem die Verhandlungen über einen neuen Vergütungstarifvertrag seit August des vergangenen Jahres ohne zählbares Ergebnis geblieben sind, hat der Vorstand der Gewerkschaft am 18. Februar 2026 die Einleitung einer Urabstimmung beschlossen. Die betroffenen Pilotinnen und Piloten haben nun bis zum 26. Februar Zeit, über die Durchführung von Arbeitskampfmaßnahmen zu entscheiden. Hintergrund des Konflikts sind festgefahrene Positionen bezüglich der künftigen Entlohnung sowie strukturelle Drohszenarien seitens des Arbeitgebers, die von der Gewerkschaft als Druckmittel zurückgewiesen werden. Während das Management auf die wirtschaftliche Notwendigkeit von Einsparungen verweist, fordert die Arbeitnehmerseite faire Bedingungen, solange der operative Flugbetrieb aufrechterhalten wird. Die Hintergründe der gescheiterten Verhandlungen Seit über einem halben Jahr ringen die Tarifparteien um eine Anpassung der Gehälter für das fliegende Personal der Cityline. Die Vereinigung Cockpit betont, dass die bisherigen Gespräche keine tragfähige Basis hervorgebracht haben. Ein zentraler Kritikpunkt der Arbeitnehmervertreter ist die Struktur der Arbeitgeberangebote. Laut Gewerkschaftsangaben wurden zwar nominale Erhöhungen in Aussicht gestellt, diese sollten jedoch durch Kürzungen an anderer Stelle innerhalb des Tarifgefüges gegenfinanziert werden. Solche Nullsummenspiele werden von der Tarifkommission abgelehnt, da sie keine reale Verbesserung der Kaufkraft und keine adäquate Wertschätzung der fliegerischen Tätigkeit darstellten. VC-Präsident Andreas Pinheiro stellte klar, dass die Forderungen der Gewerkschaft moderat und sachlich begründet seien. In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und einer hohen Auslastung im Luftverkehr sei eine zeitgemäße Vergütung unumgänglich. Die Verhandlungsführung der Cityline-Geschäftsführung wird von der Gewerkschaft als unzureichend kritisiert, da bis heute kein Angebot vorliege,








