secondnews

Weitere Artikel aus der Rubrik

secondnews

China greift nach Air Serbia

Dass Etihad Airways bei Air Serbia “raus” will, ist seit dem Kollaps der „Etihad-Partners-Allianz“ ein offenes Geheimnis. Der Staatscarrier aus Abu Dhabi schaffte bereits erste Fakten, denn die Belgrad-Strecke wird eingestellt und das Codeshareabkommen wurde ebenfalls aufgekündigt. Nun hat China ein Auge auf Air Serbia geworden. Laut serbischen Medienberichten soll sich eine Beteiligungsgesellschaft der chinesischen Regierung in Verhandlungen mit Etihad Airways, aber auch mit der serbischen Staatsführung, befinden. Ziel dieser ist es, dass der 49-prozentige Anteil, den momentan der Carrier aus Abu Dhabi hält, verkauft wird. In Serbien hat man hohe Erwartungen an den Einstieg der Chinesen, denn man hofft insbesondere auf verstärkten Incoming-Tourismus. Selbstredend denkt man langfristig und meint dabei die Zeit nach der Corona-Pandemie. Derzeit ist die Informationslage ein wenig verworren, denn ist die Rede davon, dass die Beteiligung entweder seitens einer staatlichen Holding, der wiederum einer der drei staatlichen Airlines Chinas gekauft werden könnte oder aber dass sich eine der drei Fluggesellschaften direkt beteiligt. Sofern die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss kommen, so soll Air Serbia künftig mit einer chinesischen Fluggesellschaft kooperieren. Diese soll im Grunde das, das bislang von Etihad Airways mehr oder weniger halbherzig erbracht wurde, in verbessertem Umfang erbringen. Auch erhofft man sich in Serbien den Zugriff auf neues Fluggerät. In China denkt man auch darüber nach, dass Air Serbia mit Maschinen aus chinesischer Produktion ausgerüstet werden könnte. So schafft man sich Präsenz auf dem europäischen Markt. Die weitere Entwicklung bleibt allerdings abzuwarten, da die Verhandlungen noch in einem sehr frühen Stadium sind.

weiterlesen »

Kurz: „Kostenlose Antigen-Tests für den Urlaub“

Am Freitag verkündete Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) einen neuerlichen Lockdown für die Alpenrepublik. Diesen wird man gegen Ende durch „Freitesten“ verlassen können. Dazu will die Regierung in Kooperation mit den Ländern und dem Bundesheer aufbauen eine engmaschige Testinfrastruktur. Eine Aussage des Politikers ist allerdings verwunderlich, denn er hob hervor, dass man dort künftig auch Testungen für Reisen machen lassen kann. „Jeder wird überall in der Nähe eine Teststation haben, wo man sich kostenfrei testen lassen kann. Viele Länder verlangen für die Einreise ein negatives Testergebnis und man kann sich vor einer Reise dann kostenlos ganz in der Nähe testen lassen“, so Kurz während einer Pressekonferenz. „Wenn man also einen für in den Urlaub fliegen braucht, kann man den schnell und gratis bekommen.“ Bislang propagierte Österreichs Regierung stets, dass nicht notwendige Auslandsreisen unterlassen werden sollen. Ein Verbot hierfür gab es nie, jedoch kommen die beiderseitigen Einreise- und Quarantänebestimmungen bei vielen potentiellen Zielen einem „Defacto-Verbot“ gleich. Die Aussage des Sebastian Kurz, dass die künftigen Testmöglichkeiten auch kostenlos vor Urlaubsreisen in Anspruch genommen werden können, um im Zielland Einreiseerleichterungen zu bekommen, ist daher eine 180-Grad-Kehrtwende seiner bisherigen Äußerungen. Die Angelegenheit hat dennoch einen Haken: Die Regierung beabsichtigt Antigen-Schnelltests durchzuführen. Zwar anerkennt Österreich seit 19. Dezember 2020 die Ergebnisse dieses Testtypus für die Einreise in die Alpenrepublik, jedoch pocht die überwiegende Mehrheit der Staaten weiterhin auf negative PCR-Befunde. Das hat zur Folge, dass die Antigen-Ergebnisse für Reisende wertlos sind, wenn der Zielstaat auf PCR pocht. Auch gilt es zu erwähnen, dass viele Länder

weiterlesen »

Swiss transportierte 14 Tonnen Impfstoff nach Brasilien

Unter der Flugnummer LX96 transportierte die Frachtabteilung von Swiss am Freitag rund 14 Tonnen Covid-19-Impfstoff von Zürich nach São Paulo. Die Maschine hob am Abend des 17. Dezember 2020 in der Schweiz ab. Zuvor war die Lieferung von Peking nach Zürich befördert worden. Die Spezialsendung wurde in zehn Envirotainer RAP-e2 Containern transportiert, welche die Temperatur während des Fluges konstant im Bereich von 2-8 Grad Celsius gekühlt hielten. Zusammen mit dem Speditionspartner PGL Brazil führte Swiss WorldCargo den Transport im Auftrag des brasilianischen Butantan-Instituts durch. Bei der Ankunft wurde das Flugzeug von mehreren prominenten Regierungsvertretern begrüsst, darunter der Gouverneur von São Paulo, Herr João Doria. Die gesamte Sendung enthielt fast 2 Millionen Dosen COVID-19-Impfstoff.

weiterlesen »

Privatreisen sollen 2021 im Trend stehen

Reisen war 2020 nicht einfach – viel Verunsicherung herrschte bezüglich Einreiseformalitäten und aufgrund ständig neuer Corona-Schutzmaßnahmen im Urlaubsgebiet. Viele wagten gar keinen Urlaub – oder wenn, dann nur im eigenen Land oder in wohl bekannten Nachbarländern. Dabei sehnen sich viele Reise-Fans eigentlich nach Abenteuern und Erkundungen. Die wohl sicherste Variante scheint für die Urlaubsplanung 2021 eine Privatreise zu sein: Unter einer Privatreise versteht man einen Urlaub unter der professionellen Leitung eines Reiseveranstalters bzw. Profis vor Ort. Dabei kann die Reise ganz alleine oder mit mehreren Personen, die sich zu einer privaten Gruppe zusammenschließen, sowie einem Reiseleiter oder einem Guide angetreten werden. Mehr und mehr Menschen planen in so einer sicheren “Blase” auf Tour zu gehen – dies zeigen die aktuellen Buchungszahlen von TourRadar, dem weltweit führenden Online-Marktplatz für Rundreisen. “Nach dem schwierigen Jahr 2020 sehnen sich die Menschen in die Ferne – die Reiselust ist trotz des aktuellen Lockdowns ungebrochen. Das sehen wir auch an den jüngsten Buchungszahlen – gerade zum Black Friday haben sich viele dazu entschieden, eine Reise, die flexibel umbuchbar ist für 2021 oder gar 2022 zu planen. Damit sehen wir erste Anzeichen der Erholung in der Branche”, erklärt Travis Pittman, CEO und Gründer von TourRadar. Dabei ist auffällig: “Mit der anhaltenden Covid-19 Pandemie hat sich die Nachfrage nach personalisierten Reisen merklich erhöht. Diesen Druck haben wir auch bei TourRadar gespürt und so konnten wir im Jahr 2020 unser Angebot an Privatreisen fast vervierfachen. Wir bieten nun über 23,000 Individualreisen weltweit an. Ein Großteil dieser Reisen kann

weiterlesen »

Euro Atlantic und TAP loten enge Zusammenarbeit aus

Momentan ist die Lage bei nahezu allen europäischen Fluggesellschaften äußerst stark angespannt. In Portugal wird nun offen darüber gesprochen, ob TAP Air Portugal und der Mitbewerber Euro Atlantic Airways möglicherweise eng kooperieren könnten. Im Parlament war die Rede von einer eventuellen Partnerschaft zwischen den beiden Carriern. Die Regierung zeigt sich dieser Idee aufgeschlossen und offen gegenüber. Viele Details wurden noch nicht besprochen bzw. beschlossen. So ist auch völlig unklar, ob die beiden Firmen eventuell fusionieren könnten oder nur im Bereich des Vertriebs kooperieren. Seitens Euro Atlantic Airways fanden bereits erste Vorgespräche mit den Gewerkschaften statt. Diese hatten allerdings keinen verbindlichen Charakter, sondern vielmehr sollen die Ansichten der Arbeitnehmervertreter in mögliche offizielle Verhandlungen mit TAP Air Portugal einfließen. Euro Atlantic will mit diesem Weg offensichtlich verhindern, dass es zu erheblichem Widerstand kommt. „Eine Partnerschaft zwischen TAP und Euro Atlantic AIrways wäre für beide Unternehmen eindeutig von Wert. Auf unserer Seite gibt es eine weit verbreitete Verfügbarkeit, dass wir Teil der Lösung für die Wiederherstellung von TAP sein wollen. Wir verfügen über sofortige technische und operative Kapazitäten, um Verpflichtungen einzugehen und Kooperationsprojekte zu erstellen“, sagte Euro-Atlantic-Chef Eugénio Fernandes gegenüber dem Jornal Económico. Weiters sagte er, dass betriebliche und technische Bereiche, Codesharing, Personal, Betriebsgebäude und Training für eine Zusammenarbeit in Frage kommen könnten. Allerdings müssten mögliche Details ausverhandelt werden. Das Ziel ist aber ganz klar: Die beiden Carrier sollen so gemeinsam Kosten sparen und sich nicht gegenseitig die Preise kaputt machen.

weiterlesen »

Niederlande bannen UK-Flüge

Nachdem im Vereinigten Königreich eine neue Mutation des Coronavirus festgestellt wurde, verhängten die Niederlande einen Bann für Passagierflüge. Dieses gilt bis vorläufig 1. Jänner 2020 und soll verhindern, dass die Mutation vom Inselstaat aufs Festland „importiert“ wird. Der Flugverkehr, ausgenommen Frachtflüge, wird auf Empfehlung des Instituts für Gesundheit und Umwelt vorläufig ausgesetzt. Die Regierung fasste diesen Beschluss kurzfristig. Laut offizieller Mitteilung habe man die nun in UK beschriebene Variante des Virus bereits Anfang dieses Monats auch in den Niederlanden festgestellt. Den Fall wird man weitergehend untersuchen. Die Behörden des Vereinigten Königreichs haben eine neue Mutation des Coronavirus entdeckt, die ersten Erkenntnissen nach noch stärker ansteckend sein soll. Ob diese gefährlicher ist oder aber ob die Impfstoffe gegebenenfalls wirkungslos sind, steht noch nicht fest. Entsprechende Untersuchungen laufen momentan.

weiterlesen »

Shutdown für Lufthansa-Verwaltung beginnt

Erstmals in der Geschichte der Deutschen Lufthansa AG wird der größte Verwaltungsstandort, der sich auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens befindet, geschlossen. Fast alle Mitarbeiter befinden sich seit heute in Kurzarbeit. Der Konzern kündigte an, dass die Maßnahme bis Feber 2021 anhalten soll. Anschließend soll der Betrieb des Lufthansa Aviation Centers wieder hochgefahren werden. Komplett ruhig wird es aber nicht werden, denn sowohl am offiziellen Firmensitz in Köln als auch am Standort Frankfurt werden jene Mitarbeiter, die zwingend unverzichtbar sind, weiterhin tätig sein. Sofern möglich soll weitgehend Home-Office genutzt werden. Kurz gesagt: Die Lufthansa-Verwaltung in Frankfurt am Main tritt heute in eine Art „Notbetrieb“. Der offizielle Firmensitz der Deutsche Lufthansa AG befindet sich in Köln. Der Standort Frankfurt am Main ist allerdings wesentlich größer und ist der Arbeitsort der überwiegenden Mehrheit des administrativen Personals der größten Fluggesellschaft Deutschlands. Seit einigen Jahren steht immer wieder die Schließung des Hauptsitzes in Köln zur Diskussion, wurde jedoch bislang nicht vollständig umgesetzt. Intern wird Köln „Hauptverwaltung“ genannt. Frankfurt trägt den Namen „Lufthansa Aviation Center“.

weiterlesen »

DER Touristik baut 253 Vollzeitstellen ab

Der Reisekonzern DER Touristik baut in Köln und Frankfurt am Main 253 Vollzeitstellen ab. Laut Mitteilung sollen auch 14 Führungspositionen eingespart werden. Das Unternehmen relativiert dies und spricht nur von „rechnerischen Vollzeitstellen“ und strebt an mittels Abfindungen möglichst viele Mitarbeiter zum freiwilligen Verlassen des Unternehmens bewegen zu können. Dennoch wurde mit dem Betriebsrat eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen. Das Produktmanagement wird nun unter einheitliche Leitung gestellt. Bislang agierten die Standorte weitgehend unabhängig voneinander. Firmenchef Ingo Burmester erklärt, dass man aufgrund der Reisebeschränkungen keine andere Wahl habe und nun Doppelstrukturen aus Kostengründen auflösen muss.

weiterlesen »

Polen greift LOT mit 630 Millionen Euro unter die Flügel

Die polnische Regierung wird der staatlichen LOT kurzfristig 230 Millionen Euro bereitstellen. Das Geld soll über eine Kapitalerhöhung eingebracht werden. Lokale Medien berichten, dass ein Darlehen in der Höhe von 400 Millionen Euro in einem weiteren Schritt gewährt werden soll. Unterm Strich soll LOT noch vor dem Jahresende 630 Millionen Euro bekommen. Die Regierung gab bereits grünes Licht, jedoch steht die Zustimmung der EU-Kommission noch aus. Beim polnischen Star-Alliance-Mitglied ist die Anzahl der beförderten Passagiere stark eingebrochen. Coronabedingt werde man heuer maximal zwei Millionen Reisende haben. Im Vorjahr waren es noch 12 Millionen Passagiere.

weiterlesen »

IAG will Kaufpreis für Air Europa erst in 2026 bezahlen

Die jeweiligen Aufsichtsräte der International Airlines Group und der Konzerntochter Iberia haben grünes Licht für die Übernahme des Mitbewerbers Air Europa gegeben. Der Kaufpreis beträgt nur noch 500 Millionen Euro und soll erst im Jahr 2026 bezahlt werden. Weiters will die IAG offensichtlich keinen Einfluss des Staats. So setzt man als Bedingung, dass die Sociedad Estatal de Participaciones Industriales keine Aufsichtsräte entsenden soll. Der aufgrund der Corona-Pandemie ins Leben gerufene Staatsfonds gewährt Air Europa ein Darlehen in der Höhe von 475 Millionen Euro. Ob sich die Regierung auf das späte Bezahlen des Kaufpreises einlassen wird und darüber hinaus auf Aufsichtsratssitze verzichten wird, bleibt abzuwarten.

weiterlesen »