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Im Frühjahr: 1000 Lufthansa-Piloten steht die Entlassung bevor

Unlängst hat Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärt, dass die Kranich-Airline in abgespeckter Form aus der Corona-Krise fliegen werde. Das würde sowohl die Flotte als auch das Personal betreffen. Im Zuge dessen werden bis Jahresende rund 29.000 Angestellte vor die Tür gesetzt. Doch damit hört es nicht auf: Die AUA-Mutter droht erneut mit Entlassungen im Frühjahr.  „Mangels Einigung wird es wohl erstmals in der Geschichte unseres Unternehmens im zweiten Quartal 2021 so weit sein, dass uns 500 Kapitäne und 500 Erste Offiziere verlassen müssen“, so Spohr in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“. Damit würden 20 Prozent der rund 5000 Flugzeuglenker der Gesellschaft wegfallen. Es gehe „ausgerechnet um die Beschäftigtengruppe mit den höchsten Tarifgehältern“, so der Manager weiter. „Innovative Teilzeitmodelle für die nächsten Jahre müssten möglich sein, um den unzweifelhaft vorhandenen Personalüberhang mit möglichst wenig Kündigungen zu kompensieren.“ In den anderen Beschäftigungsgruppen gelte der jeweils vereinbarte Kündigungsschutz.

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Flughäfen erteilen klare Absage: Flugsicherung soll nicht zentralisiert werden

Vor einigen Tagen brachte der Salzburger SPÖ-Chef David Egger eine politische Debatte ins Rollen, indem er die Öffentlichkeit über Zentralisierungsabsichten der Flugsicherungsbehörde Austro Control informierte. Die Reaktionen der Bundesländerflughäfen ließen nicht lange auf sich warten. Sie sehen vor allem die Sicherheit des Flugverkehrs gefährdet.  Die Corona-Krise zwingt auch die AC zum Handeln. Unlängst erklärte Austro-Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl gegenüber dem ORF, dass derzeit neue Maßnahmen diskutiert würden. Ein mögliches Szenario könnte auch die Zentralisierung der staatlichen Aufsichtsagentur nach Wien sein. So könnten auf lange Sicht Personalkosten eingespart werden – diese seien ohnehin astronomisch hoch. Doch der Preis, den man dafür zahlen müsse, sei noch höher, betonen die Chef-Fluglotsen der fünf großen Bundesländer-Flughäfen Österreichs. Nicht nur wichtige Arbeitsplätze würden verloren gehen, auch die für diesen Flughafen nötige Expertise, heißt es. Gerade bei schwierigen Wetterverhältnissen seien Piloten auf die Unterstützung von regionalen Lotsen mit genauen Ortskenntnissen angewiesen, so Kajetan Uriach von der Gewerkschaft Vida: „Es ist wichtig, dass man gerade in der Flugsicherung die Fachleute lokal verankert hat. Sie können Lagen schneller und besser einschätzen als Fachkräfte aus der Ferne – aus Wien über technische Systeme. Deshalb wäre diese Zentralisierung ein Wahnsinn.“ Darüber hinaus würden berechtigte Gründe zur Annahme bestehen, dass eine Zentralisierung der Umwelt einen zusätzlichen Schaden zufügen würde. Denn gerade in verkehrsstarken Monaten sei die Zusammenarbeit der Fluglotsen auf dem Tower untereinander, aber auch mit den lokalen Partnern beim Flughafen selbst unerlässlich. Nur so lasse sich ein sicherer, reibungsloser und schneller Ablauf sicherstellen. Experten befürchten durch eine digitalisierte Zentralisierung nach Wien auch längere Planungs-

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Singapore Airlines stellt D-A-CH-Vertrieb neu auf

Singapore Airlines stellt das Vertriebsteam für die Deutschland-Österreich-Schweiz-Region neu auf und schafft einen gemeinsamen Sales-Bereich für das D-A-CH-Gebiet, das unter der Leitung von Patrick Bucher steht. Darüber hinaus ist er in seiner Rolle als „Regional Alliance Manager Europe & Sales Manager Germany, Switzerland & Austria“ zuständig für die wichtige „Joint Venture“ Partnerschaft mit der Lufthansa Gruppe sowie die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Star Alliance. Patrick Bucher erhält Unterstützung von Thomas Rosenbrock in seiner Funktion als Agency Sales Manager Germany, Switzerland & Austria sowie von Daniel Fanconi als Alliances & Corporate Sales Manager Germany, Switzerland & Austria. Thomas Rosenbrock und Daniel Fanconi berichten beide an Patrick Bucher. Neben der Neuausrichtung der Vertriebsstruktur verstärkt die asiatische Fluggesellschaft auch ihren vielfach prämierten Kundenservice mit einer neuen Position. Ab sofort ist Reinhold Theil als Sales Operations & Priority Passenger Services / Customer Relations Manager Germany, Switzerland & Austria unter anderem für die Vielflieger-Mitglieder der „Priority Passenger Services“ (PPS) verantwortlich.

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Für 35 Euro: Flughafen Wien bietet Antigen-Schnelltests an

Im Health Center des Flughafens Wien-Schwechat werden nun zum Preis von 35 Euro auch Antigen-Schnelltests durchgeführt. Diese werden ergänzend zu den wesentlich teureren PCR-Tests angeboten. Für die Inanspruchnahme des Schnelltests ist keine Terminreservierung notwendig. Nach dem Rachenabstrich soll der Befund binnen kurzer Zeit auf Deutsch und Englisch an den Probanden zugeschickt werden. Manche Länder anerkennen negative Antigen-Tests für die Erlangung von Einreiserleichterungen. Passagiere sollten sich jedoch unbedingt darüber informieren, ob ein negatives Testergebnis zur quarantänefreien Einreise berechtigt. Das ist in vielen Staaten derzeit nämlich nicht der Fall. Weiters ist es wichtig zu eruieren, ob Antigen-Befunde anerkannt werde oder aber ob ausschließlich PCR-Ergebnisse zugelassen sind. PCR-Tests kosten am Flughafen Wien 120 Euro.

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50 Jahre Saab 105OE: „Time to say goodbye“

Gestern Vormittag fand im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und hochrangigen Vertretern des Bundesheeres am Fliegerhorst Vogler in Hörsching das „Fly-out“, die offizielle Verabschiedung der Saab 105 OE, statt. Mit über 156.500 Flugstunden und fast 254.000 Einsätzen zur Sicherheit der Bevölkerung, beendet das Flugzeug nach 50 Jahren seinen aktiven Dienst mit Jahresende. Im Rahmen des „Fly-out“ enthüllt Verteidigungsministerin Tanner eine Saab 105 OE mit einer speziellen Tiger-Sonderlackierung „50 Jahre im Dienste Österreichs“. Tanner hob in ihrer Ansprache neben den vielschichtigen Aufgaben der Saab 105 OE besonders die Leistungen des Personals hervor. „Das ist das Ende einer beeindruckenden Ära. Nur durch die herausragenden Leistungen unserer Techniker und der Piloten, die diesen Jet bis zur Perfektion beherrschen, war ein so langer und sicherer Flugbetrieb möglich. Gerade am kritischen Ende einer Systemlaufzeit hat ihr Engagement den reibungslosen und vor allem sicheren und unfallfreien Flugbetrieb garantiert“, so Ministerin Tanner in ihrer Ansprache. Die Saab 105 OE versehen noch bis Jahresende ihren Dienst in der Luftraumüberwachung. Deren Aufgabe übernimmt ab 2021 der Eurofighter.

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Lufthansa will sich von Condor lösen

Die Fronten verhärten sich: Die Lufthansa Gruppe löst eine langjährige Vereinbarung über Zubringerdienste zu Condor-Langstreckenflügen mit Ende Mai 2021 auf.  Nahtlose Gesamtreisen mit durchgechecktem Gepäck und nur einem Ticket sind damit für die Umsteiger unter den Condor-Gästen nicht mehr möglich. Eine Hiobsbotschaft für den Ferienflieger, der sich nur durch staatliche Hilfe zu retten wusste. Flugstrecken wie Zürich–Frankfurt–Jamaika würden somit der Vergangenheit angehören. Auf Anfrage von Travel Inside bestätigt Magdalena Hauser, Director Communications Condor, die Neuigkeiten: „Wir können bestätigen, dass die Lufthansa Gruppe das sogenannte ‚Special Prorate Agreement‘ mit Condor zu Juni 2021 gekündigt hat. Die Vereinbarung läuft bis Ende Mai uneingeschränkt weiter, die Zubringeroption für die nächsten sechs Monate für unsere Gäste ist also gesichert. Die Optionen für die Zeit danach prüfen wir.“ Der Kranich-Konzern begründete den Schritt damit, dass man aktuell die eigenen Flieger auslasten und Arbeitsplätze sichern müsse. Condor hingegen lässt Unternehmenskreisen zufolge prüfen, welche wettbewerbsrechtlichen Schritte gegen die Lufthansa möglich sind. 

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EU-Leitlinien: „Schafft die Quarantäne ab“

Die neuen Richtlinien der ECDC in Kooperation mit der EASA reden den Regierungen ins Gewissen: Sie schließen ein erhöhtes Risiko zur Infektionsverbreitung bei Flugreisenden aus und empfehlen die Abschaffung der Quarantänepflicht für einreisende Passagiere. Die Luftfahrtbranche erlebt seit dem Ausbruch der Pandemie ihre größte Krise. Weil sich die Situation im zweiten Halbjahr vielerorts verschärft, rechnet der Branchenverband IATA mit noch größeren Verlusten im laufenden Jahr – eine Erholung sei nicht einmal in Sichtweite. Insbesondere die umstrittenen Quarantäne-Auflagen bei der Reiserückkehr stellen das größte Hindernis für die Wiederbelebung des Flugverkehrs dar. Diese Regelung nehmen sich das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) in den kürzlich veröffentlichten EU-Leitlinien zur Brust. Sie fordern die Abschaffung der Quarantäne-Pflicht. Das Dokument, das auf Untersuchungen, Gutachten und daraus resultierenden Empfehlungen von Experten der ECDC und der EASA basiert stellt klar: ein erhöhtes Risiko zur Verbreitung des Virus durch Flugreisende ist ausgeschlossen. Denn Flugreisende würden weniger als ein Prozent aller aufgedeckten Covid-19-Fälle darstellen. Somit wären besondere Auflagen überflüssig und würden einzig und allein den Fluggesellschaften schaden, die ohnehin schon am Boden liegen würden. Zuspruch gibt es auch vonseiten der Gremien der Flugbranche. So gaben IATA, der Dachverband der Fluggesellschaften, der Verband A4E (Airlines for Europe), ACI (Airports Council International) und ERA (European Regions Airline Association) eine gemeinsame Erklärung heraus, in der sie die Regierungen nachdrücklich aufforderten, die Quarantäne für Passagiere unverzüglich abzuschaffen.  Ob es zu einer Aufhebung der Quarantäne kommt, bleibt mehr als fraglich. Zumal in der Vergangenheit

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Eurowings rechnet mit 50 Maschinen bis Ostern 2021

Die bevorstehende Zulassung erster Corona-Impfstoffe in der Europäischen Union macht die Lufthansa-Tochter Eurowings optimistischer. Noch sind die Einreise- und Quarantänebestimmungen äußerst kompliziert, jedoch sieht Firmenchef Jens Bischof Licht am Ende des Tunnels. Derzeit soll die Buchungslage für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sehr gut sein. Im Gespräch mit der Rheinischen Post erklärte Bischof, dass etwa 30 Maschinen im Einsatz sein werden. Bis zu den Osterferien soll die Anzahl auf etwa 50 Flugzeuge hochgefahren werden. Für den weiteren Jahresverlauf prognostiziert der Manager etwa 80 bis 90 Maschinen.

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Korean Air brachte Impfstoffbestandteil nach Europa

Korean Air brachte am 8. Dezember 2020 einen wichtigen Bestandteil für Corona-Impfstoffe nach Amsterdam. Diese befanden sich an Bord von Flug KE925. Anschließend erfolgte der Weitertransport an einen Herstellungsort. Die Temperaturen wurden während des gesamten Transportprozesses unter -60 °C gehalten. Die COVID-19-Impfstoffe erfordern eine Kühlkette, die während des gesamten Transports und der Lagerung über eine Temperaturkontrolle verfügt. Je nach Produkttyp sind unterschiedliche Temperaturbereiche erforderlich, zum Beispiel Tieftemperaturen unter -60 °C, Kühlung unter -20 °C oder Temperaturerhalt zwischen 2 und 8 °C. Korean Air hat die Impfstoffbestandteile in speziellen Behältern für medizinische Artikel, die Tieftemperaturen unter -60 °C halten und Temperaturen sogar ohne Strom 120 Stunden lang unter -70 °C halten können, transportiert. Die im September von Korean Air gestartete COVID-19-Task Force für den Transport von Impfstoffen hat den Tieftemperaturtransport von COVID-19-Impfstoffen vorbereitet. „Die Task Force von Korean Air überprüft alle Aspekte, die den Transport von Impfstoffen betreffen. Wir entwickeln derzeit ein effizientes System und eine starke Infrastruktur für dessen sichere und schnelle Verteilung“, so Eum Jae Dong, Senior Vice President und Leiter der Cargo Business Division bei Korean Air. „Korean Air Cargo verfügt über eine nachgewiesene Expertise im Transport von Arzneimitteln. Wir haben im Juni letzten Jahres vom Airlineverband IATA das Zertifikat CEIV Pharma (Center of Excellence for Independent Validators on Pharmaceutical Handling) erhalten, das die hervorragende Qualität des Lufttransports von Arzneimitteln bescheinigt.“ „Aufgrund unserer umfangreichen Erfahrung in der Lieferung von Spezialfracht ist Korean Air bereit, den Impfstoffbestandteil und die Impfstoffe so sicher und schnell wie möglich zu transportieren“, fügt

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Air Algérie muss Flottenerneuerung verschieben

Aufgrund der Corona-Pandemie wird Air Algérie wohl länger auf neue Flugzeuge warten müssen. Zwar bekam man im Vorjahr grünes Licht für 30 bis 40 neue Maschinen, doch nun steigt die Regierung wieder auf die Bremse. Grund dafür ist, dass Air Algérie wegen der Pandemie einen Verlust von mehr als 250 Millionen Euro eingeflogen hat. Das von der Regierung eigentlich für die Modernisierung vorgesehene Budget wird also lieber für Stabilisierung und Rettung des Unternehmens verwendet. Auch jene sechs Maschinen, die in der ersten Tranche hätten gekauft werden sollen, wurden auf die lange Bank geschoben. Ob und wann das Projekt wieder angepackt wird, ist noch völlig offen.

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