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Militärische Drohnenflüge an der NATO-Ostflanke beeinträchtigen den zivilen Flugverkehr

Der Einflug russischer Kampfdrohnen in den Luftraum von NATO-Mitgliedsstaaten wie Polen und Rumänien hat weitreichende Auswirkungen, die nun auch den zivilen Luftverkehr betreffen. Michael O’Leary, der Chef der Billigfluggesellschaft Ryanair, warnte auf der Hauptversammlung seiner Airline in Dublin, daß solche militärischen Störungen in den kommenden Jahren zu einem andauernden Problem für Fluggesellschaften in Europa werden könnten. Die jüngsten Vorfälle haben an der NATO-Ostflanke zu einer erhöhten militärischen Wachsamkeit geführt, wobei Kampfflugzeuge zum Einsatz kamen und Flughäfen vorübergehend geschlossen wurden. Diese Maßnahmen, die zur Sicherung des Luftraums ergriffen werden, haben weitreichende Konsequenzen für den Flugbetrieb, die Pünktlichkeit und die Abläufe der Fluggesellschaften, wie der Fall von Ryanair zeigt. Die Situation unterstreicht das zunehmende Konfliktpotential an der Grenze zwischen Rußland und den NATO-Staaten. Sicherheitsreaktion und betriebliche Auswirkungen Die jüngsten Vorfälle an der Ostgrenze der NATO haben die Spannungen in der Region weiter verschärft. Nach mehreren Drohnen-Vorfällen hat Polen mit Entschlossenheit reagiert. Radarsysteme erfaßten die unbemannten Flugobjekte, woraufhin Kampfflugzeuge aufstiegen, um sie unschädlich zu machen. Diese militärischen Reaktionen, die darauf abzielen, die Souveränität des Luftraums zu verteidigen, haben auch unmittelbare Auswirkungen auf den zivilen Flugverkehr. Die vorübergehende Schließung von Flughäfen ist eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, um Kollisionen und andere Zwischenfälle zu vermeiden. Am vergangenen Wochenende erfaßten Radars auch im rumänischen Luftraum russische Drohnen, was zeigt, daß es sich nicht um einen Einzelfall handelt, sondern um ein andauerndes Muster. Michael O’Leary hob die Problematik aus der Perspektive einer Fluggesellschaft hervor. Er bezeichnete die Situation zwar nicht als direktes Sicherheitsproblem im Sinne einer Gefahr für die

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Silversea führt neues Tarifkonzept für Luxuskreuzfahrten ein

Die Luxusreederei Silversea revolutioniert ihr Angebot mit der Einführung des neuen Tarifmodells „The Luxury of Choice“. Seit dem 11. September 2025 können Reisende zwischen drei verschiedenen Tarifoptionen wählen, die ihnen eine noch nie dagewesene Freiheit bei der Gestaltung ihrer Kreuzfahrt ermöglichen. Die Reederei reagiert damit auf den Wunsch ihrer anspruchsvollen Klientel nach noch individuelleren Reiseerlebnissen. Während das bewährte umfassende All-inclusive-Konzept an Bord erhalten bleibt, werden die neuen Tarife um flexible Extras ergänzt, die sich an unterschiedliche Bedürfnisse und Planungspräferenzen anpassen. Diese strategische Neuausrichtung positioniert Silversea in der hart umkämpften Luxuskreuzfahrtbranche als Vorreiter für maßgeschneiderte Reisen, bei denen das Erlebnis an Land ebenso im Fokus steht wie der Komfort auf dem Schiff. Die neuen Tarifmodelle im Detail: Von flexibel bis spontan Das neue Konzept von Silversea umfaßt drei klare Tarifoptionen, die auf die unterschiedlichen Planungsstile der Gäste zugeschnitten sind. Der All-Inclusive Plus Tarif ist das umfassendste Angebot der Reederei. Er richtet sich an Reisende, die größtmögliche Flexibilität und Sicherheit wünschen. Dieser Tarif ermöglicht eine erstattungsfähige Anzahlung und beinhaltet das sogenannte „Fare Guarantee Programm“, welches den Gästen zusätzliche Sicherheit bietet. Abhängig von der gewählten Kreuzfahrt erhalten die Passagiere ein Guthaben für Landausflüge, das sie flexibel vor, während oder nach der Reise für verschiedene Landprogramme nutzen können. Für Expeditionsreisen sind in diesem Tarif bereits spannende Landausflüge, Zodiac-Touren und Fachvorträge sowie Inlandsflüge enthalten. Ein weiteres Highlight sind die inkludierten Hotelübernachtungen vor und nach der Kreuzfahrt, die den Reisenden einen sorgenfreien Start und ein entspanntes Ende ihrer Reise ermöglichen. Der All-Inclusive Tarif ist für Hochseereisen

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Boeing im Arbeitskampf: Streik der Rüstungsarbeiter in Missouri und Illinois geht in die siebente Woche

Der amerikanische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing sieht sich mit einem andauernden Arbeitskonflikt konfrontiert. Nachdem die Gewerkschaftsmitglieder des IAM District 837 in den Verteidigungsanlagen in Missouri und Illinois ein weiteres Vertragsangebot abgelehnt haben, geht der Streik in seine siebente Woche. Am 12. September 2025 lehnten die rund 3.200 Arbeiter, die in der Gegend von St. Louis Kampfflugzeuge und andere militärische Systeme herstellen, den Vorschlag mit 57% zu 43% ab. Der Streik, der am 4. August 2025 begann, wirft ein Schlaglicht auf die tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten zwischen den Arbeitern und der Unternehmensleitung, insbesondere in Bezug auf finanzielle Leistungen und Vergütungen. Die Streitpunkte: Gehälter, Zusatzleistungen und Bonuszahlungen Die Ablehnung des jüngsten Vertragsangebots von Boeing ist primär auf die Unzufriedenheit der Belegschaft mit den angebotenen Zusatzleistungen zurückzuführen. Obwohl das Unternehmen eine durchschnittliche Erhöhung der Gesamtvergütung von etwa 45% über einen Zeitraum von fünf Jahren anbot, reichte dies den Arbeitern nicht aus. Nach Ansicht der Gewerkschaft waren die vorgeschlagenen Verbesserungen bei den 401(k)-Beiträgen, einem wichtigen Pensionsplan in den USA, nicht ausreichend. Zudem fehlte eine Bonuszahlung bei Vertragsabschluß, die vergleichbar wäre mit der, die andere IAM-Mitglieder in anderen Boeing-Werken erhalten hatten. Boeing bezeichnete das Angebot als das bislang beste und betonte, daß es Anpassungen auf der Grundlage des Feedbacks der Gewerkschaft vorgenommen hatte. Trotzdem war die Belegschaft nicht bereit, das Angebot zu akzeptieren. Brian Bryant, der internationale Präsident der IAM-Gewerkschaft, sagte, die Mitglieder würden sich nicht mit den „Halbherzigkeiten von Boeing“ zufriedengeben. Der Abstimmungsausgang zeige die Solidarität und Entschlossenheit der Arbeiter, die ihre Vorschläge als unzureichend ansehen.

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Der Kampf um Subang: Scoot drängt auf Expansion

Die Billigfluggesellschaft Scoot, eine Tochter der Singapore Airlines Group, strebt eine deutliche Expansion ihrer Präsenz am malaysischen Flughafen Kuala Lumpur Subang an. Dies bestätigte ihr Chief Executive Leslie Thng in einem Interview mit der Zeitung New Straits Times. Obwohl der Flughafen mit erheblichen Infrastrukturproblemen zu kämpfen hat, die bereits dazu führten, daß Fluggesellschaften wie Air Asia und Firefly ihre Jet-Operationen wieder verlagerten, sieht Scoot ein großes Potential in der Drehscheibe. Die Nachfrage nach Flügen zwischen Subang und Singapur sei „fantastisch“, so Thng. Scoot betreibt bereits tägliche Flüge auf dieser Strecke, möchte aber bei Genehmigung der malaysischen Regierung „viel mehr Flüge“ von Subang aus anbieten. Der Wunsch nach Expansion unterstreicht die strategische Bedeutung des kleineren, zentrumsnahen Flughafens für Fluggesellschaften und Reisende gleichermaßen. Wachsende Nachfrage und strategische Vorteile Die Entscheidung von Scoot, auf eine Expansion in Subang zu drängen, basiert auf dem Erfolg der bestehenden Route. Thng hob die starke Nachfrage hervor und betonte, daß die Strecke von den Passagieren gut angenommen werde. Die Fluggesellschaft betreibt derzeit tägliche Flüge zwischen Singapur Changi und Subang mit Flugzeugen des Typs Airbus A320. Die Nähe von Subang zum Geschäftszentrum von Kuala Lumpur macht den Flughafen zu einer attraktiven Option für Reisende, die Zeit sparen und bequemer reisen möchten. Die Strategie von Scoot sieht eine duale Präsenz in der Metropolregion Kuala Lumpur vor. Die Fluggesellschaft bedient neben Subang auch den größeren Kuala Lumpur International Airport (KLIA) sowie zehn weitere malaysische Destinationen wie Penang und Langkawi. Dieser Ansatz bietet den Passagieren die Flexibilität, ihren Start- oder Ankunftsort

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Aeroflot setzt auf heimische Produktion und plant Großbestellung von 90 MS-21-Flugzeugen

Die russische staatliche Fluggesellschaft Aeroflot plant, bis Ende 2025 einen Großauftrag für 90 Yakovlev MS-21-Flugzeuge zu unterzeichnen. Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur TASS. Dieser Schritt ist Teil einer ehrgeizigen Strategie, das Flottenwachstum inmitten eines von internationalen Sanktionen geprägten Umfeldes voranzutreiben. Aeroflot-Chef Sergey Aleksandrovsky bestätigte, daß das Unternehmen beabsichtigt, seine Flotte bis 2030 auf 460 Flugzeuge zu erweitern. Das primäre Ziel dabei ist es, den Anteil heimischer Flugzeuge auf 50 Prozent der Gesamtflotte zu steigern. Mit diesem Plan versucht die russische Luftfahrtindustrie, sich von der Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu lösen und die heimische Produktion zu stärken, die durch die Sanktionen nach 2022 massiv beeinträchtigt wurde. Die MS-21-Flugzeuge, die ursprünglich auf westliche Komponenten angewiesen waren, werden nun in einer vollständig russifizierten Version hergestellt. Vom Westen abgeschnitten: Die Wende zur heimischen Luftfahrtproduktion Seit der Invasion der Ukraine im Februar 2022 steht Rußlands Luftfahrtsektor unter starken Sanktionen. Diese Beschränkungen verbieten den Zugang zu ausländischen Flugzeugen, Ersatzteilen und Wartungsdienstleistungen. Infolgedessen sind russische Fluggesellschaften gezwungen, sich auf heimische Lösungen zu konzentrieren, ein Sektor, der bis dahin ebenfalls stark auf westliche Bauteile angewiesen war. Sowohl die Sukhoi Superjet– als auch die Yakovlev MS-21-Flugzeuge wurden ursprünglich mit Triebwerken und anderen Komponenten aus dem Westen ausgestattet. Die MS-21-Flugzeuge der ursprünglichen Generation (MS-21-300) nutzten beispielsweise Triebwerke von Pratt & Whitney und Hilfstriebwerke (APU) von Honeywell. Obwohl von Anfang an geplant war, heimische Komponenten einzusetzen, beschleunigten die Sanktionen die vollständige Lokalisierung der Produktion. Das Projekt, eine vollständig russifizierte MS-21 zu entwickeln, wurde massiv vorangetrieben. Der erste Flug der komplett russischen

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Embraer kämpft mit Lieferkettenproblemen und peilt die 100-Flugzeug-Marke im Jahr 2028 an

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer, der weltweit drittgrößte Produzent von Verkehrsflugzeugen, hat seine langfristigen Produktionsziele neu justiert. Konzernchef Francisco Gomes Neto gab in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters bekannt, daß das Unternehmen erst im Jahr 2028 wieder 100 Verkehrsflugzeuge pro Jahr ausliefern werde. Als Hauptursache für die verhaltene Wachstumsplanung nannte er anhaltende und unvorhersehbare Probleme in der globalen Lieferkette. Trotz einer kontinuierlichen Erholung von der Pandemie-Krise, bei der Embraer seine Auslieferungen seit 2021 stetig steigern konnte, wird das kommende Jahr 2026 als besonders herausfordernd für die Produktion angesehen. Gleichwohl stützt ein solider Auftragsbestand die Wachstumsprognosen des Unternehmens, welches mit einem neuen Großauftrag aus den USA einen wichtigen Meilenstein erreicht hat. Herausforderungen in der Lieferkette und strategische Weitsicht Die Luftfahrtindustrie kämpft seit Jahren mit Störungen in den Lieferketten, die durch die Pandemie, geopolitische Spannungen und Engpässe bei Rohstoffen und Komponenten verursacht werden. Auch Embraer bleibt von diesen Problemen nicht verschont. Francisco Gomes Neto erläuterte, daß die Triebwerkslieferungen für die Jets der neuen Generation (E2) sich zwar verbessert hätten, es nun aber neue Schwierigkeiten mit Rumpfteilen aus Europa und GE-Aerospace-Triebwerken für die älteren E1-Jets gebe. Die Prognose von 77 bis 85 Auslieferungen für das laufende Jahr, nach 73 im Jahr 2024, spiegelt diese Realität wider. Der CEO gab einen ehrlichen Einblick in die Planungen des Unternehmens: „2026 wird noch ein herausfordernderes Jahr für die Produktion von Verkehrsflugzeugen“. Die Strategie des Unternehmens sei es, nur das zu versprechen, was auch gehalten werden könne. Erst ab 2027 werde Embraer seinen „starken Wachstumsplan“ wieder aufnehmen.

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Sommer 2025: Stuttgarter Flughafen mit 1,6 Millionen Passagieren

Der Stuttgarter Flughafen (STR) hat eine der verkehrsreichsten Ferienzeiten seiner jüngeren Geschichte hinter sich. Seit dem Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg Ende Juli 2025 sind über 1,6 Millionen Passagiere am STR gestartet oder gelandet, was die dynamische Erholung des Reiseverkehrs in der Region unterstreicht. Vom Allzeithoch ist man aber noch weit entfernt. Die Abläufe am Flughafen verliefen trotz des hohen Passagieraufkommens reibungslos, was auf eine effiziente Organisation und funktionierende Prozesse im Terminal und auf dem Vorfeld hindeutet. Am heutigen Freitag, dem 12. September 2025, erreicht der Flughafen mit 285 Starts und Landungen seinen verkehrsreichsten Tag des Jahres und damit den Höchststand der letzten fünf Jahre. Die beliebtesten Reiseziele der Fluggäste waren Istanbul, Palma de Mallorca und Antalya. Die gute Auslastung setzt sich voraussichtlich auch in den kommenden Monaten fort, da die Nachsaison für Urlaubsreisen und die Rückkehr der Geschäftsreisenden die Nachfrage weiter stützt. Verkehrsrekord und reibungslose Abläufe Die Passagierzahlen des Sommers spiegeln nicht nur die Reiselust der Bevölkerung wider, sondern auch die gestiegene Betriebsfähigkeit des Flughafens. Trotz des hohen Verkehrsaufkommens kam es zu keinen größeren Störungen. Die Passagiere konnten die Sicherheitsschleusen und Check-in-Schalter zügig passieren, und die Abfertigung der Flugzeuge am Vorfeld funktionierte ohne nennenswerte Verzögerungen. Die operative Stabilität des Flughafens ist ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Reisenden und die Effizienz der Fluggesellschaften. Die Spitzenreiter unter den Reisezielen zeigen die Vorlieben der süddeutschen Fluggäste. Istanbul hat sich als wichtiges Drehkreuz etabliert, das nicht nur als Endziel, sondern auch als Umsteigepunkt für weiterführende Flüge dient. Palma de Mallorca, das

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Der italienische Knoten: Lufthansa strebt Mehrheitsübernahme der Ita Airways an

Die Lufthansa-Gruppe steht möglicherweise vor einem entscheidenden Schritt in ihrer Expansionsstrategie in Südeuropa. Einem Bericht der italienischen Zeitung Corriere della Sera zufolge plant der deutsche Luftfahrtkonzern, seinen Anteil an der italienischen Staatsairline Ita Airways bis zum Sommer 2026 von derzeit 41 Prozent auf 90 Prozent aufzustocken. Die angestrebte Mehrheitsübernahme wäre der Höhepunkt eines Prozesses, der die Integration der ehemaligen Alitalia-Nachfolgerin in das globale Netzwerk der Lufthansa-Gruppe vorantreibt. Für die Aufstockung des Anteils sei die Zahlung von weiteren 325 Millionen Euro sowie eine erfolgsabhängige Summe von bis zu 100 Millionen Euro vorgesehen. Eine endgültige Entscheidung über den Deal werde im April oder Mai 2026 erwartet. Während sich die Lufthansa zu den Spekulationen nicht äußern wollte, deutet der Zeitplan auf eine Beschleunigung des Übernahmeprozesses hin. Schrittweise Übernahme: Vom Erstkauf zur Mehrheit Die enge Verknüpfung der Lufthansa-Gruppe mit der italienischen Staatsairline ist das Ergebnis eines sorgfältig geplanten Prozesses. Im Jahr 2023 hatte die Lufthansa bereits 41 Prozent der Anteile an Ita Airways erworben, um die langjährige und verlustreiche Geschichte der Alitalia zu beenden und die Fluggesellschaft in das profitable Netzwerk des deutschen Konzerns zu integrieren. Diese erste Transaktion galt als strategisch wichtiger Schritt, um die Marktposition in Italien zu stärken, einem der wichtigsten Reisemärkte Europas. Die Übernahme der Ita Airways durch die Lufthansa-Gruppe war nicht ohne Hindernisse. Die Verhandlungen zogen sich über lange Zeit hin, da die italienische Regierung und die EU-Kommission strenge Bedingungen für den Verkauf der Staatsairline stellten. Seit Anfang 2025 wird Ita Airways aktiv in das Netzwerk der Lufthansa integriert.

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Kreuzfahrtbranche im Spannungsfeld zwischen ersten Schritten und mangelnder Veränderung

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat mit der Veröffentlichung seines aktuellen Kreuzfahrtrankings eine differenzierte Bilanz der Branche gezogen. Während einzelne Reedereien erste positive Entwicklungen zeigen, bleibt der umfassende Wandel zu modernen Antriebstechnologien und die Abkehr von althergebrachten Praktiken nach Ansicht der Umweltexperten weiterhin unzureichend. Der NABU kritisiert in seinem Bericht insbesondere die fortgesetzte Abhängigkeit von Schweröl und das mangelhafte Engagement bei der Einführung von synthetischen Kraftstoffen. Obwohl der Verband einige „vorbildliche Schritte“ lobt, fehlt es an einem konsequenten Kurswechsel, der die Branche in eine neue Ära führen würde. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, daß ein Großteil der Schiffe weiterhin mit herkömmlichen Treibstoffen betrieben wird, während die Investitionen in fortschrittliche Technologien die Ausnahme bleiben. Schweröl: Ein hartnäckiges Erbe der Seefahrt Ein zentraler Kritikpunkt des NABU-Rankings ist die weiterhin weit verbreitete Nutzung von Schweröl. Dieser hochviskose und schmutzige Treibstoff, ein Rückstand aus der Erdölraffination, ist für seine negativen Auswirkungen auf die Umwelt bekannt. Die Untersuchung zeigt, daß nur vier der bewerteten Reedereien den Einsatz von Schweröl vollständig ausgeschlossen haben. Der Großteil der Kreuzfahrtflotte ist nach wie vor auf diesen Treibstoff angewiesen. Viele Unternehmen setzen zudem auf sogenannte Abgaswäscher, die als Übergangslösung zur Reduzierung von Schwefelemissionen dienen sollen. Der NABU bemängelt, daß diese Wäscher die Schadstoffe nicht eliminieren, sondern sie stattdessen in das Meerwasser leiten, was zu einer zusätzlichen Belastung der marinen Ökosysteme führt. Der Verband unterstreicht, daß die Kreuzfahrtbranche in diesem Punkt hinter den Erwartungen zurückbleibt. Zwar werden neue Schiffe mit Technologien wie LNG (Liquefied Natural Gas) oder auch Flüssiggas gebaut, doch der

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Rechtlicher Konflikt im thailändischen Luftraum: Pilotengewerkschaft klagt gegen den Einsatz ausländischer Piloten

Ein rechtlicher Streit im thailändischen Luftverkehr wirft ein Schlaglicht auf die Arbeitsmarktpolitik und die Zukunft der nationalen Luftfahrtindustrie. Der thailändische Verwaltungsgerichtshof prüft derzeit eine einstweilige Verfügung, die von der Thai Pilots Association gegen das Arbeitsministerium eingereicht wurde. Ziel der Klage ist es, den Einsatz ausländischer Piloten auf Inlandsflügen zu unterbinden. Die Klage, die im März eingereicht wurde, entstand, nachdem die Regierung eine befristete Ausnahmeregelung für den Einsatz ausländischer Besatzungen beschlossen hatte. Die Regierung begründete den Schritt mit einem Mangel an einheimischem Flugpersonal, eine Darstellung, die von der Gewerkschaft vehement bestritten wird. Der Präsident der Gewerkschaft, Teerawat Angkasakulkiat, warnt, daß die Kabinettsentscheidung einen Präzedenzfall schaffen könnte, der langfristig zur Öffnung des nationalen Arbeitsmarktes für ausländische Piloten führen könnte. Hintergründe des Konflikts: Ein nasser Leasingvertrag als Auslöser Der unmittelbare Auslöser für den Rechtsstreit ist ein sogenannter „Wet-Lease“-Vertrag, den die Fluggesellschaft Thai VietJetAir im Dezember 2024 mit Avion Express aus Vilnius, Litauen, abgeschlossen hatte. Bei einem Wet-Lease-Vertrag mietet eine Fluggesellschaft ein Flugzeug samt Besatzung, Wartung und Versicherung von einem anderen Unternehmen. Im Rahmen dieses Vertrages setzte Thai VietJetAir zwei Airbus A320-200 von Avion Express ein, um Flüge zwischen den thailändischen Städten Bangkok Suvarnabhumi, Phuket und Chiang Mai während der Wintersaison 2024/25 durchzuführen. Die thailändische Regierung, vertreten durch das Kabinett, hatte diese Vereinbarung genehmigt. Das Arbeitsministerium hatte zuvor eine befristete Befreiung von den Beschränkungen für ausländische Piloten erteilt. Die offizielle Begründung hierfür war ein angeblicher Mangel an lokalem Flugpersonal. Die Thai Pilots Association ficht diese Begründung jedoch an und argumentiert, daß viele thailändische Piloten

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