secondnews

Weitere Artikel aus der Rubrik

secondnews

Keine AUA-Tickets auf Leipzig-Nürnberg: Warum eigentlich?

Bis Ende Oktober 2020 ist Austrian Airlines im innerdeutschen Flugverkehr tätig. Zumindest auf den ersten Blick, denn zwischen Leipzig und Nürnberg verkauft man keine Point-to-Point-Tickets. Warum eigentlich? Ist das etwa verboten? Nein, die Ursache ist viel simpler, wie die AUA auf Anfrage erklärt. „Wir planen dieses Routing aktuell ja nur bis Ende Oktober, also sehr kurz. Die Bahn fährt die Strecke mehrmals täglich in zwei Stunden. Und nachdem innerdeutsche Flüge auch nicht unser Geschäftsmodell sind, sehen wir hier keine geschäftliche Grundlage für ein Angebot“, so ein Austrian-Airlines-Sprecher. Und ein Argument, das durchaus auch nachvollziehbar wäre: Aufgrund des Routings kann Austrian Airlines keinen Nonstop-Rückflug anbieten. Die Maschine fliegt zunächst von Wien nach Leipzig, anschließend nach Nürnberg und dann wieder zurück in die österreichische Hauptstadt. Somit kann man keinen sinnvollen Rückflug anbieten, denn ein Umstieg in Wien kann hinsichtlich der Reisezeit weder mit der Bahn, noch mit dem Fernbus oder Auto mithalten. Der Kundenkreis, der oneway von Leipzig/Halle nach Nürnberg fliegen möchte, dürfte so klein sein, dass er defacto nicht vorhanden ist. Somit machen Kunden, die aus Leipzig nach Wien reisen wollen einen kleinen Zwischenstopp in Nürnberg und jene, die von Wien nach Nürnberg wollen lernen den Flughafen Leipzig/Halle – zumindest vom Sitzplatz durchs Fenster – kennen.

weiterlesen »

Delta pensioniert B767-300, B717 und CRJ-200

Nachdem Delta Air Lines der McDonnell Douglas MD-80-Reihe bereits die Pension beschwerte, droht nun den Maschinentypen Boeing 717, Boeing 767-300 und Bombardier CRJ200 das gleiche Schicksal. Das Unternehmen erklärte, dass man die Flotte vereinfachen und modernisieren möchte. Delta ist mit 88 Einheiten der weltgrößte Betreiber der Boeing 717, die ursprünglich als McDonnell Douglas MD-95 entwickelt wurde. In den letzten Jahren wurde die Teilflotte massiv aufgestockt und der Konzern sicherte sich aus der ganzen Welt Exemplare dieses heckgetriebenen Jets. Bis 2025 sollen die Zweistrahler die Delta-Flotte verlassen. Übrigens: Delta war auch jene Airline, die zwar mit Unterbrechungen, die DC-9 besonders lange nutzte. Kein anderer großer Carier setzte so lange auf dieses Muster. Derzeit schmücken 56 Boeing 767-300 den Flugzeugpark von Delta. Diese sollen ebenfalls bis 2025 ausgemustert werden. Die Regionaljets des Typs Bombardier CRJ-200 werden von so genannten Regionalpartnern betrieben. Das SkyTeam-Mitglied ist derzeit Eigentümerin von 23 CRJ-200ER und 17 CRJ-200LR. Diese sind an diverse Regio-Airlines verleast und Delta mietet diese im Rahmen von ACMI-Aufträgen wieder zurück. Weitere Einheiten befinden sich in anderer Eigentümerschaft, werden jedoch ebenfalls im Auftrag von Delta betrieben, so dass die Teilflotte aus insgesamt 119 Einheiten besteht.

weiterlesen »

IAG: Vueling heizt den Wettbewerb in Frankreich an

Mitten in der Coronakrise verschärft sich der Konkurrenzkampf im französischen Inlandsmarkt. Eigentlich wollte die französische Regierung die Anzahl der Domestic-Flights zu Gunsten von Eisenbahnverbindungen stark minimieren. Mit dem Markteintritt von Vueling im französischen Inlandsverkehr tritt zumindest temporär das Gegenteil ein. Zwar ist das Angebot, das die IAG-Tochter ab Paris-Orly anbieten wird, zunächst noch äußerst überschaubar, doch sendet man ein äußerst klares Signal an den Mitbewerber Air France-KLM und den Billigableger Transavia France. Ab 16. Oktober 2020 wird Vueling jeweils an Freitagen und Sonntagen die Ziele Marseilles, Brest Guipavas und Montpellier bedienen. Aufgrund der Flugzeiten ist durchaus ableitbar, dass ganz gezielt Privatkunden bzw. Pendler angesprochen werden sollen. Das kann man als kleine Kampfansage an Air France-KLM interpretieren. Aufgrund des Umstands, dass Vueling zahlreiche Slots in Orly hält, ist je nach Marktentwicklung ein jederzeitiger Ausbau möglich und auch angekündigt. In Paris-Orly ist Vueling kein Newcomer, sondern es handelt sich um die drittgrößte Basis im Netz der IAG-Tochter. Bislang beschränkte man sich allerdings auf internationale Ziele. Das ändert sich nun, denn immerhin will man auch die Slots der gescheiterten Konzernschwester Level (OpenSkies) sichern. Wenig überraschend: Transavia France wird ab 3. November 2020 ebenfalls Inlandsflüge ab Orly anbieten. Auch ab Nantes tritt der Air France-Ableger ins Inlandsgeschäft ein. Neben dem Platzhirsch sind auch die Billigflieger Volotea, Easyjet und Ryanair innerhalb von Frankreich tätig. Es bahnt sich also eine Verschärfung des Konkurrenzkampfes an und das obwohl die französische Regierung eigentlich Inlandsflüge sprichwörtlich abdrehen wollte.

weiterlesen »

Ryanair kündigt Basis in Beauvais an

Die Ryanair-Tochter Malta Air wird auf dem Flughafen Paris-Beauvais eine Basis errichten. Zunächst werden zwei Boeing 737-800 stationiert. Die Inbetriebnahme soll am 3. Dezember 2020 erfolgen. Zuletzt eröffnete die Ryanair Group in Paphos und Manchester neue Stützpunkte. In Stuttgart und Düsseldorf macht man allerdings alles dicht und kündigte den Lauda-Mitarbeitern. Beauvais befindet sich deutlich weiter als Charles de Gaulle und Orly vom Stadtzentrum entfernt. Der Airport wird fast ausschließlich von Wizzair und Ryanair genutzt. Die ersten Linienflüge wurden im Jahr 1997 vom irischen Billigflieger durchgeführt. Der Flughafen Beauvais steht immer wieder in der Kritik, denn der Fernbusverkehr nach Paris ist mit einer langen Reisezeit, die sich aufgrund der Verkehrslage verlängern kann, verbunden. Die Ryanair Group unterhält künftig inklusive Beauvais vier Stützpunkte in Frankreich. Während Mitbewerber Wizzair seit dem Start der Corona-Pandemie die Eröffnung zahlreicher neuer Bases ankündigte und teilweise auch bereits durchführte, gab es bei Ryanair mehrere Schließungen. Unter anderem werden die Lauda-Bases Düsseldorf und Stuttgart geschlossen. Beauvais ist die erste Neueröffnung seit Beginn der Corona-Pandemie.

weiterlesen »

Spohr: Corona-Schnelltests sollen Transatlantikverkehr ankurbeln

Wie zu erwarten spricht sich auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr für Corona-Schnelltests aus – und zählt auf die Unterstützung der Deutschen Bundesregierung. Diese neuartige Teststrategie soll den Transatlantikverkehr erleichtern und wieder in Schwung bringen. Dies sei der Schlüssel zur Wiedereröffnung zahlreicher Strecken, so der Vorstandschef des MDax-Konzerns am Freitag auf einer virtuell abgehaltenen Luftverkehrskonferenz. Passagiere, die mit einem negativen Attest von Bord gehen, können dadurch etwaige Reisebeschränkungen aushebeln. Schon in diesem Jahr sollen erste Flüge auf diese Art und Weise stattfinden – um die nötigen Zustimmungen der jeweiligen Regierungen werde derzeit verhandelt, wie airliners.de berichtet.

weiterlesen »

Elektroflugzeug ES-19 soll bis 2026 fliegen

Wie das schwedische Start-Up-Unternehmen Heart Aerospace bekannt gab, soll ihr Projekt eines Full-Electric-Regionalflugzeug namens ES-19 bis 2026 die Marktreife erhalten. Die Aufnahme des kommerziellen Flugbetriebes ist bei skandinavischen Regionalfluggesellschaften geplant. Die ES-19 ist als 19-sitziges Commuter-Flugzeug mit einem Einsatzradius von etwa 400 Kilometern mit bis zu 215 Knoten Fluggeschwindigkeit konzipiert. Man spricht damit vornehmlich Fluggesellschaften wie die norwegische Wideroe mit einem dichten Inlandsnetz samt Flugplätzen mit rund 750m Pisten an. Dort versehen derzeit Turboprop-Flugzeuge des Typs Bombardier Dash 8 die wichtigen Verbindungsflüge im Norden Europas, daher soll die ES-19 als völlig emissionfreies Regionalflugzeug eine wichtige Alternative für die Zukunft werden. Gebaut wird die ES-19 am Säve Flygplats nahe Göteborg, den Stammsitz von Heart Aerospace, welche sowohl von der schwedischen Regierung als auch von der Europäischen Union als Start-Up-Unternehmen unterstützt werden.

weiterlesen »

Druckabfall bei AUA-Dash-8 wegen kaputter Dichtung

Am Donnerstag kam es auf Austrian-Airlines-Flug OS 177, durchgeführt mit der DHC Dash 8-400 mit der Registrierung OE-LGK, zu technischen Problemen. Das in Kanada gebaute Turbopropflugzeug befand sich auf dem Weg von Wien nach Stuttgart. Der Kapitän entschied sich zur Umkehr und Rücklandung in Wien-Schwechat. Das wichtigste jedoch vorab: Die beiden Piloten landeten die DHC Dash 8-400 sicher auf dem größten Flughafen Österreichs. Die Passagiere wurden anschließend mit einem Ersatzflugzeug (Embraer 195) nach Stuttgart gebracht. Bedingt durch die unfreiwillige Umkehr verspätete sich der Flug OS 178 (Stuttgart-Wien). Ursache der für die Passagiere ungewöhnliche Situation war eine simple Dichtung, die noch dazu wenig kostet. Diese versagte ihren Dienst, wodurch des zu einem leichten, aber deutlich spürbaren Druckabfall in der Kabine gekommen ist. Ein Sprecher erklärte, dass es sich um die Dichtung der Frachttür handelte. Dies wurde vom unternehmenseigenen Technikbetrieb festgestellt und bereits behoben. Nach Angaben von Austrian Airlines leitete der Flugkapitän umgehend einen raschen Abstieg von rund 8.000 Metern auf etwa 3.000 Meter ein. Kurzfristig wurde auch Luftnotlage erklärt, doch diese wurde dann wieder zurückgenommen. Für die 21 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder, die sich an Bord der OE-LGK befunden haben, soll der Druckabfall deutlich spürbar gewesen sein. Alle Reisenden konnten die DHC Dash 8-400 unbeschadet verlassen und die 21 Gäste wurden anschließend mit einem Embraer 195 nach Stuttgart gebracht. Die Auslastung auf diesem Flug lag übrigens bei gerundet 28 Prozent. Der Maschinentyp DHC Dash 8-400 ist bei Austrian Airlines mit 76 Sitzen bestuhlt. Davon waren 21 Stück mit Passagieren besetzt, was

weiterlesen »

Wizz: Mit Reisebeschränkungen maximal 50 Prozent Kapazität

Die Billigfluggesellschaft Wizzair geht derzeit davon aus, dass im Oktober 2020 rund die Hälfte der Vorjahreskapazität angeboten und durchgeführt werden kann. Allerdings ist man für den Winterflugplan 2020/21 eher zurückhaltend. Das Management des Lowcost-Carriers gilt als durchaus risikofreudig. Im Wizzair-Wording würde man wohl sagen, dass man sich als „Pionier“ sieht. Doch die Kehrseite ist auch, dass kaum ein Carrier so häufig das Streckennetz, den Flugplan und die Frequenzen ändert wie Wizzair und das ganz unabhängig von Corona. Wenn es binnen weniger Wochen oder Monate finanziell nicht passt, wird die Strecke dichtgemacht. Genau das zeigt sich auch während der Corona-Krise in Wien, denn äußerst frühzeitig nahm das Unternehmen wieder diverse Routen auf, baute das Streckennetz um und stellte einige Destinationen wieder ein oder veränderte die Frequenzen sehr häufig. Letzteres kann zum Ärgernis für Passagiere werden, denn das Unternehmen weigert sich beharrlich eine Ersatzbeförderung mit einer anderen Airline zur Verfügung zu stellen, obwohl es dazu gesetzlich verpflichtet wäre. Doch auch Wizzair muss momentan der Realität ins Auge blicken: Zwar ist man vergleichsweise besser als so mancher andere Anbieter durch die Krise gekommen, doch die Nachfrage ist derzeit europaweit auf einem historischen Tief. Unabhängig davon welches Logo auf dem Rumpf zu sehen ist: Die Fluggesellschaften haben nur wenige Vorausbuchungen, denn Passagiere, die reisen wollen oder müssen, buchen extrem kurzfristig. Wizzair und Ryanair verramschen viele Tickets für einstellige Europreise. Wenn auch das nicht hilft, dann muss der Rotstift her. Diesen „Rotstift“ erzwingen indirekt die europäischen Regierungen, denn die äußerst unterschiedlichen Einreise- und Quarantänevorschriften wirken

weiterlesen »

Köln braucht Hilfe: 100 Millionen Euro beantragt

Die Corona-Krise hat tiefe Spuren in den Finanzen des Flughafens Köln/Bonn hinterlassen. Derzeit geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz auf etwa 220 Millionen Euro sinken wird. Indes wurde auch bekannt, dass der Aufsichtsrat den Vertrag mit Airportchef Johan Vanneste verlängert hat. Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus, dass der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 120 Millionen Euro sinken wird und das operative Ergebnis um 50 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert liegen wird. Die momentane finanzielle Situation wurde im Nachgang der jüngsten Aufsichtsratssitzung als angespannt beschrieben. Zur Linderung sollen nun 100 Millionen Euro beim Infrastruktur-Corona-Fonds des Bundeslands Nordrhein-Westfalen beantragt werden. Hinsichtlich der Passagierzahlen ist das Bild in Köln/Bonn ebenfalls triest. Im September lag die Anzahl der Reisenden, die diesen Airport nutzten, um 79 Prozent unter dem Vorjahreswert. Köln ist aber kein Einzelfall, denn ein ähnliches Bild ist an fast allen europäischen Flughäfen sichtbar. Die Erholung des Luftverkehrs geht nicht nur sehr langsam voran, sondern erleidet durch neue Einreise- und Quarantänevorschriften wieder Rückschläge. Die Folge daraus ist, dass viele Airlines ihre Kapazitäten neuerlich zurückfahren. Der Aufsichtsrat ist aber offensichtlich der Meinung, dass Johan Vanneste der richtige Mann ist, um Köln/Bonn aus der schwersten Krise in der Flughafengeschichte zu führen. Der Manager ist seit Mai 2018 im Amt und wird es auch noch länger bleiben. Das Unternehmen teilte mit, dass der Kontrakt um fünf Jahre verlängert wurde.

weiterlesen »

Ryanair: Dem Aufwärtstrend folgen drastische Kürzungen

Die irische Ryanair Group beförderte im August 2020 rund sieben Millionen Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ist es weniger als die Hälfte. Die Auslastung wird seitens des Carriers mit 73 Prozent angegeben und damit um 24 Prozent unter dem Wert, der im August 2019 erreicht wurde. Angesichts der Corona-Pandemie hinkt dieser Vergleich natürlich etwas. Die traditionell reisestarken Monate Juli und August 2020 direkt miteinander zu vergleichen ist daher ein wenig sinnvoller. Ryanair zählte im Juli 2020 4,4 Millionen Passagiere und steigerte sich dann im August 2020 auf sieben Millionen Reisende. Bis 30. Juni 2020 bediente der Konzern nur ausgewählte Strecken im Rahmen einer Art „Corona-Notflugplans“. Einige Tochtergesellschaften, darunter Buzz und Lauda, standen mit Ausnahme weniger Charter- und Rückholerflüge, lange still. In der Betrachtung der Auslastung der Ryanair Group zeigt sich ein bemerkenswertes Detail, denn die Werte für April, Mai und Juni 2020 werden überhaupt nicht kommuniziert. Geflogen wurde – wie erwähnt – nur auf wenigen Strecken und das mit geringer Frequenz. Vermutlich war der Loadfactor dermaßen niedrig, dass ihn Michael O’Leary lieber nicht in der Öffentlichkeit sehen möchte, obwohl das angesichts des Umstands, dass die gesamte Branche knallhart getroffen wurde und alle unter diesem Problem leiden, gar keine Schande wäre. Im Juli und August 2020 lag die Auslastung bei Ryanair um rund 25 Prozent unter den Vorjahreswerten. Unter Berücksichtigung des stark reduzierten Angebots lässt sich daraus ableiten, dass der Absatz erheblich reduziert war. Doch auch diese Werte dürften für die Zukunft recht uninteressant sein, da im Juli und

weiterlesen »