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Aeroflot setzt auf heimische Produktion und plant Großbestellung von 90 MS-21-Flugzeugen

Die russische staatliche Fluggesellschaft Aeroflot plant, bis Ende 2025 einen Großauftrag für 90 Yakovlev MS-21-Flugzeuge zu unterzeichnen. Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur TASS. Dieser Schritt ist Teil einer ehrgeizigen Strategie, das Flottenwachstum inmitten eines von internationalen Sanktionen geprägten Umfeldes voranzutreiben. Aeroflot-Chef Sergey Aleksandrovsky bestätigte, daß das Unternehmen beabsichtigt, seine Flotte bis 2030 auf 460 Flugzeuge zu erweitern. Das primäre Ziel dabei ist es, den Anteil heimischer Flugzeuge auf 50 Prozent der Gesamtflotte zu steigern. Mit diesem Plan versucht die russische Luftfahrtindustrie, sich von der Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu lösen und die heimische Produktion zu stärken, die durch die Sanktionen nach 2022 massiv beeinträchtigt wurde. Die MS-21-Flugzeuge, die ursprünglich auf westliche Komponenten angewiesen waren, werden nun in einer vollständig russifizierten Version hergestellt. Vom Westen abgeschnitten: Die Wende zur heimischen Luftfahrtproduktion Seit der Invasion der Ukraine im Februar 2022 steht Rußlands Luftfahrtsektor unter starken Sanktionen. Diese Beschränkungen verbieten den Zugang zu ausländischen Flugzeugen, Ersatzteilen und Wartungsdienstleistungen. Infolgedessen sind russische Fluggesellschaften gezwungen, sich auf heimische Lösungen zu konzentrieren, ein Sektor, der bis dahin ebenfalls stark auf westliche Bauteile angewiesen war. Sowohl die Sukhoi Superjet– als auch die Yakovlev MS-21-Flugzeuge wurden ursprünglich mit Triebwerken und anderen Komponenten aus dem Westen ausgestattet. Die MS-21-Flugzeuge der ursprünglichen Generation (MS-21-300) nutzten beispielsweise Triebwerke von Pratt & Whitney und Hilfstriebwerke (APU) von Honeywell. Obwohl von Anfang an geplant war, heimische Komponenten einzusetzen, beschleunigten die Sanktionen die vollständige Lokalisierung der Produktion. Das Projekt, eine vollständig russifizierte MS-21 zu entwickeln, wurde massiv vorangetrieben. Der erste Flug der komplett russischen

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Embraer kämpft mit Lieferkettenproblemen und peilt die 100-Flugzeug-Marke im Jahr 2028 an

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer, der weltweit drittgrößte Produzent von Verkehrsflugzeugen, hat seine langfristigen Produktionsziele neu justiert. Konzernchef Francisco Gomes Neto gab in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters bekannt, daß das Unternehmen erst im Jahr 2028 wieder 100 Verkehrsflugzeuge pro Jahr ausliefern werde. Als Hauptursache für die verhaltene Wachstumsplanung nannte er anhaltende und unvorhersehbare Probleme in der globalen Lieferkette. Trotz einer kontinuierlichen Erholung von der Pandemie-Krise, bei der Embraer seine Auslieferungen seit 2021 stetig steigern konnte, wird das kommende Jahr 2026 als besonders herausfordernd für die Produktion angesehen. Gleichwohl stützt ein solider Auftragsbestand die Wachstumsprognosen des Unternehmens, welches mit einem neuen Großauftrag aus den USA einen wichtigen Meilenstein erreicht hat. Herausforderungen in der Lieferkette und strategische Weitsicht Die Luftfahrtindustrie kämpft seit Jahren mit Störungen in den Lieferketten, die durch die Pandemie, geopolitische Spannungen und Engpässe bei Rohstoffen und Komponenten verursacht werden. Auch Embraer bleibt von diesen Problemen nicht verschont. Francisco Gomes Neto erläuterte, daß die Triebwerkslieferungen für die Jets der neuen Generation (E2) sich zwar verbessert hätten, es nun aber neue Schwierigkeiten mit Rumpfteilen aus Europa und GE-Aerospace-Triebwerken für die älteren E1-Jets gebe. Die Prognose von 77 bis 85 Auslieferungen für das laufende Jahr, nach 73 im Jahr 2024, spiegelt diese Realität wider. Der CEO gab einen ehrlichen Einblick in die Planungen des Unternehmens: „2026 wird noch ein herausfordernderes Jahr für die Produktion von Verkehrsflugzeugen“. Die Strategie des Unternehmens sei es, nur das zu versprechen, was auch gehalten werden könne. Erst ab 2027 werde Embraer seinen „starken Wachstumsplan“ wieder aufnehmen.

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Sommer 2025: Stuttgarter Flughafen mit 1,6 Millionen Passagieren

Der Stuttgarter Flughafen (STR) hat eine der verkehrsreichsten Ferienzeiten seiner jüngeren Geschichte hinter sich. Seit dem Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg Ende Juli 2025 sind über 1,6 Millionen Passagiere am STR gestartet oder gelandet, was die dynamische Erholung des Reiseverkehrs in der Region unterstreicht. Vom Allzeithoch ist man aber noch weit entfernt. Die Abläufe am Flughafen verliefen trotz des hohen Passagieraufkommens reibungslos, was auf eine effiziente Organisation und funktionierende Prozesse im Terminal und auf dem Vorfeld hindeutet. Am heutigen Freitag, dem 12. September 2025, erreicht der Flughafen mit 285 Starts und Landungen seinen verkehrsreichsten Tag des Jahres und damit den Höchststand der letzten fünf Jahre. Die beliebtesten Reiseziele der Fluggäste waren Istanbul, Palma de Mallorca und Antalya. Die gute Auslastung setzt sich voraussichtlich auch in den kommenden Monaten fort, da die Nachsaison für Urlaubsreisen und die Rückkehr der Geschäftsreisenden die Nachfrage weiter stützt. Verkehrsrekord und reibungslose Abläufe Die Passagierzahlen des Sommers spiegeln nicht nur die Reiselust der Bevölkerung wider, sondern auch die gestiegene Betriebsfähigkeit des Flughafens. Trotz des hohen Verkehrsaufkommens kam es zu keinen größeren Störungen. Die Passagiere konnten die Sicherheitsschleusen und Check-in-Schalter zügig passieren, und die Abfertigung der Flugzeuge am Vorfeld funktionierte ohne nennenswerte Verzögerungen. Die operative Stabilität des Flughafens ist ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Reisenden und die Effizienz der Fluggesellschaften. Die Spitzenreiter unter den Reisezielen zeigen die Vorlieben der süddeutschen Fluggäste. Istanbul hat sich als wichtiges Drehkreuz etabliert, das nicht nur als Endziel, sondern auch als Umsteigepunkt für weiterführende Flüge dient. Palma de Mallorca, das

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Der italienische Knoten: Lufthansa strebt Mehrheitsübernahme der Ita Airways an

Die Lufthansa-Gruppe steht möglicherweise vor einem entscheidenden Schritt in ihrer Expansionsstrategie in Südeuropa. Einem Bericht der italienischen Zeitung Corriere della Sera zufolge plant der deutsche Luftfahrtkonzern, seinen Anteil an der italienischen Staatsairline Ita Airways bis zum Sommer 2026 von derzeit 41 Prozent auf 90 Prozent aufzustocken. Die angestrebte Mehrheitsübernahme wäre der Höhepunkt eines Prozesses, der die Integration der ehemaligen Alitalia-Nachfolgerin in das globale Netzwerk der Lufthansa-Gruppe vorantreibt. Für die Aufstockung des Anteils sei die Zahlung von weiteren 325 Millionen Euro sowie eine erfolgsabhängige Summe von bis zu 100 Millionen Euro vorgesehen. Eine endgültige Entscheidung über den Deal werde im April oder Mai 2026 erwartet. Während sich die Lufthansa zu den Spekulationen nicht äußern wollte, deutet der Zeitplan auf eine Beschleunigung des Übernahmeprozesses hin. Schrittweise Übernahme: Vom Erstkauf zur Mehrheit Die enge Verknüpfung der Lufthansa-Gruppe mit der italienischen Staatsairline ist das Ergebnis eines sorgfältig geplanten Prozesses. Im Jahr 2023 hatte die Lufthansa bereits 41 Prozent der Anteile an Ita Airways erworben, um die langjährige und verlustreiche Geschichte der Alitalia zu beenden und die Fluggesellschaft in das profitable Netzwerk des deutschen Konzerns zu integrieren. Diese erste Transaktion galt als strategisch wichtiger Schritt, um die Marktposition in Italien zu stärken, einem der wichtigsten Reisemärkte Europas. Die Übernahme der Ita Airways durch die Lufthansa-Gruppe war nicht ohne Hindernisse. Die Verhandlungen zogen sich über lange Zeit hin, da die italienische Regierung und die EU-Kommission strenge Bedingungen für den Verkauf der Staatsairline stellten. Seit Anfang 2025 wird Ita Airways aktiv in das Netzwerk der Lufthansa integriert.

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Kreuzfahrtbranche im Spannungsfeld zwischen ersten Schritten und mangelnder Veränderung

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat mit der Veröffentlichung seines aktuellen Kreuzfahrtrankings eine differenzierte Bilanz der Branche gezogen. Während einzelne Reedereien erste positive Entwicklungen zeigen, bleibt der umfassende Wandel zu modernen Antriebstechnologien und die Abkehr von althergebrachten Praktiken nach Ansicht der Umweltexperten weiterhin unzureichend. Der NABU kritisiert in seinem Bericht insbesondere die fortgesetzte Abhängigkeit von Schweröl und das mangelhafte Engagement bei der Einführung von synthetischen Kraftstoffen. Obwohl der Verband einige „vorbildliche Schritte“ lobt, fehlt es an einem konsequenten Kurswechsel, der die Branche in eine neue Ära führen würde. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, daß ein Großteil der Schiffe weiterhin mit herkömmlichen Treibstoffen betrieben wird, während die Investitionen in fortschrittliche Technologien die Ausnahme bleiben. Schweröl: Ein hartnäckiges Erbe der Seefahrt Ein zentraler Kritikpunkt des NABU-Rankings ist die weiterhin weit verbreitete Nutzung von Schweröl. Dieser hochviskose und schmutzige Treibstoff, ein Rückstand aus der Erdölraffination, ist für seine negativen Auswirkungen auf die Umwelt bekannt. Die Untersuchung zeigt, daß nur vier der bewerteten Reedereien den Einsatz von Schweröl vollständig ausgeschlossen haben. Der Großteil der Kreuzfahrtflotte ist nach wie vor auf diesen Treibstoff angewiesen. Viele Unternehmen setzen zudem auf sogenannte Abgaswäscher, die als Übergangslösung zur Reduzierung von Schwefelemissionen dienen sollen. Der NABU bemängelt, daß diese Wäscher die Schadstoffe nicht eliminieren, sondern sie stattdessen in das Meerwasser leiten, was zu einer zusätzlichen Belastung der marinen Ökosysteme führt. Der Verband unterstreicht, daß die Kreuzfahrtbranche in diesem Punkt hinter den Erwartungen zurückbleibt. Zwar werden neue Schiffe mit Technologien wie LNG (Liquefied Natural Gas) oder auch Flüssiggas gebaut, doch der

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Rechtlicher Konflikt im thailändischen Luftraum: Pilotengewerkschaft klagt gegen den Einsatz ausländischer Piloten

Ein rechtlicher Streit im thailändischen Luftverkehr wirft ein Schlaglicht auf die Arbeitsmarktpolitik und die Zukunft der nationalen Luftfahrtindustrie. Der thailändische Verwaltungsgerichtshof prüft derzeit eine einstweilige Verfügung, die von der Thai Pilots Association gegen das Arbeitsministerium eingereicht wurde. Ziel der Klage ist es, den Einsatz ausländischer Piloten auf Inlandsflügen zu unterbinden. Die Klage, die im März eingereicht wurde, entstand, nachdem die Regierung eine befristete Ausnahmeregelung für den Einsatz ausländischer Besatzungen beschlossen hatte. Die Regierung begründete den Schritt mit einem Mangel an einheimischem Flugpersonal, eine Darstellung, die von der Gewerkschaft vehement bestritten wird. Der Präsident der Gewerkschaft, Teerawat Angkasakulkiat, warnt, daß die Kabinettsentscheidung einen Präzedenzfall schaffen könnte, der langfristig zur Öffnung des nationalen Arbeitsmarktes für ausländische Piloten führen könnte. Hintergründe des Konflikts: Ein nasser Leasingvertrag als Auslöser Der unmittelbare Auslöser für den Rechtsstreit ist ein sogenannter „Wet-Lease“-Vertrag, den die Fluggesellschaft Thai VietJetAir im Dezember 2024 mit Avion Express aus Vilnius, Litauen, abgeschlossen hatte. Bei einem Wet-Lease-Vertrag mietet eine Fluggesellschaft ein Flugzeug samt Besatzung, Wartung und Versicherung von einem anderen Unternehmen. Im Rahmen dieses Vertrages setzte Thai VietJetAir zwei Airbus A320-200 von Avion Express ein, um Flüge zwischen den thailändischen Städten Bangkok Suvarnabhumi, Phuket und Chiang Mai während der Wintersaison 2024/25 durchzuführen. Die thailändische Regierung, vertreten durch das Kabinett, hatte diese Vereinbarung genehmigt. Das Arbeitsministerium hatte zuvor eine befristete Befreiung von den Beschränkungen für ausländische Piloten erteilt. Die offizielle Begründung hierfür war ein angeblicher Mangel an lokalem Flugpersonal. Die Thai Pilots Association ficht diese Begründung jedoch an und argumentiert, daß viele thailändische Piloten

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Lukaschenko läßt politische Häftlinge frei und erzielt Lockerungen für Belavia

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat nach intensiven Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über 50 politische Gefangene freigelassen und abgeschoben. Als direkte Gegenleistung für diesen Schritt haben die USA Sanktionen gegen Belarus gelockert, insbesondere gegen die staatliche Fluggesellschaft Belavia. Der litauische Präsident Gitanas Nauseda bestätigte, daß 52 Personen, darunter sechs Litauer, sicher die Grenze zu Litauen überquert hätten. Dieser Austausch ist Teil einer diplomatischen Annäherungsstrategie, die Lukaschenko seit Monaten verfolgt, um die internationalen Beziehungen seines Landes zu verbessern und die wirtschaftlichen Folgen der westlichen Strafmaßnahmen zu mindern. Während die Freilassung von prominenten Oppositionellen wie Nikolai Statkewitsch gemeldet wurde, bleibt das Schicksal anderer bekannter politischer Häftlinge, wie Maria Kolesnikowa, weiterhin ungewiß. Ein „großer Deal“ mit weitreichenden Implikationen Der Austausch politischer Gefangener gegen die Lockerung von Sanktionen ist ein Schachzug, der die komplexe Lage in der belarussischen Politik und den diplomatischen Beziehungen zu den westlichen Ländern widerspiegelt. Lukaschenko, der seit 1994 an der Macht ist, hatte die Freilassungen bereits bei einem Treffen mit dem US-Sonderbotschafter John Coale in Minsk angedeutet. Er äußerte, er habe kein Interesse daran, diese Personen hinter Gitter zu halten, und wäre bereit, „einen großen Deal abzuschließen“, wenn die USA die Freilassung wünschen würden. Diese Wortwahl deutet auf eine pragmatische Herangehensweise hin, bei der die Freilassung von Gefangenen nicht als humanitärer Akt, sondern als Verhandlungsobjekt gesehen wird. Unter den freigelassenen Gefangenen, die aus Litauen, Lettland, Polen, Deutschland, Frankreich und Großbritannien stammen, befindet sich laut dem Bürgerrechtszentrum Wjasna auch der ehemalige Präsidentschaftskandidat Nikolai Statkewitsch. Sein Schicksal ist ein Symbol für

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EU-Parlament beschließt umstrittene Pauschalreiserichtlinie und löst Besorgnis in der Tourismusbranche aus

Die Tourismusbranche in Europa steht vor einer unsicheren Zukunft. Das EU-Parlament hat in einer jüngsten Abstimmung eine umstrittene Position zur Neufassung der Pauschalreiserichtlinie angenommen, die bei Interessenvertretern der Reise- und Hotelbranche auf heftige Kritik stößt. Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros, und Georg Imlauer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), äußerten sich enttäuscht über das Abstimmungsergebnis. Ihrer Ansicht nach bleiben wesentliche Definitionen, insbesondere die des Begriffs „Pauschalreise“, weiterhin unklar. Sie warnen vor einer erheblichen bürokratischen Mehrbelastung für Klein- und Mittelbetriebe sowie vor „existenzbedrohenden“ Strafen bei Verstößen gegen die zukünftige Richtlinie. Der Kompromiß, der nun in den Trilogverhandlungen verhandelt werden soll, scheint nicht die erhoffte Rechtssicherheit für die Unternehmen zu bringen. Bürokratische Last und unklare Definitionen Der Hauptkritikpunkt der Branchenvertreter ist die nach wie vor unklare Definition des Begriffs „Pauschalreise“. Nach dem Vorschlag des Parlaments, der sich stärker an der Position der EU-Kommission orientiert, droht jede Buchung, die innerhalb von 24 Stunden nach einer vom Unternehmer initiierten Aufforderung zu einer Zusatzleistung erfolgt, als Pauschalreise zu gelten. Georg Imlauer von der Hotellerie bemängelt, daß der Begriff „Aufforderung“ nicht klar definiert sei, was zu erheblicher Rechtsunsicherheit für Hoteliers führen würde. Viele Familienbetriebe und Kleinunternehmen könnten ungewollt in die Rolle von Reiseveranstaltern gedrängt werden, ohne die notwendigen Ressourcen oder das Wissen für die damit verbundenen, komplexen gesetzlichen Auflagen zu haben. Die WKÖ und andere Branchenverbände argumentieren, daß die Mitgliedsstaaten im EU-Rat die Schwächen des ursprünglichen Kommissionsentwurfs besser erkannt hätten. Der Rat hatte sich in seiner Position für klarere und praxisorientiertere

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Konflikte und Handel: Israelische Rüstungshersteller von der Dubai Air Show ausgeschlossen

Die Spannungen im Nahen Osten wirken sich erneut auf die internationale Geschäftswelt aus. Rüstungsunternehmen aus Israel wurde die Teilnahme an der diesjährigen Dubai Air Show verwehrt, einer der weltweit größten und wichtigsten Fachmessen für die Luft- und Raumfahrtindustrie. Eine Sprecherin des israelischen Verteidigungsministeriums bestätigte auf Anfrage den Ausschluß. Obwohl die Entscheidung den Berichten zufolge bereits vor einem kürzlich erfolgten israelischen Angriff auf Katar gefallen sein soll, hat der jüngste Vorfall die diplomatischen Beziehungen in der Region weiter belastet und die Debatte über die Rolle von Rüstungsgeschäften in einer politisch fragilen Region neu entfacht. Die Dubai Air Show, die alle zwei Jahre stattfindet, wäre für israelische Firmen eine wichtige Plattform gewesen, um ihre Produkte zu präsentieren und neue Märkte zu erschließen. Diplomatische Verwerfungen und wirtschaftliche Folgen Die Entscheidung, israelische Unternehmen von der prestigeträchtigen Messe auszuschließen, ist ein deutliches Zeichen für die anhaltende politische Empfindlichkeit im Nahen Osten. Am Dienstag hatte die israelische Luftwaffe versucht, die Führungsspitze der islamistischen Hamas in Katar anzugreifen, was in der Region zu großer Empörung geführt hat. Dieser Vorfall könnte die Beziehungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel, die sich in den letzten Jahren durch die Abraham-Abkommen normalisiert hatten, unter Druck setzen. Ein Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, erklärte, daß die Organisatoren die israelischen Unternehmen bereits vor dem Angriff auf Katar informell über den Ausschluß informiert hätten. Ein offizieller Brief der Organisatoren, aus dem der Finanzdienst Bloomberg zitiert, ist auf Dienstag datiert – dem Tag des Angriffs. Der Ausschluß ist somit nicht nur eine

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Boeing-777-9-Zulassung verzögert sich erneut, aber Auslieferung an Lufthansa für 2026 bestätigt

Der amerikanische Luftfahrtriese Boeing sieht sich erneut mit Herausforderungen im Rahmen seines Langstreckenprogramms 777X konfrontiert. Konzernchef Kelly Ortberg hat kürzlich in einer Investorenkonferenz eingeräumt, daß Boeing bei der Zulassung der 777-9 hinter dem Zeitplan zurückfällt. Trotz positiver Flugtestergebnisse, die keine neuen technischen Probleme offenbarten, stehe dem Unternehmen noch „ein Berg an Arbeit“ bevor, um die finale Zulassung zu erreichen. Diese Äußerungen führten zu einem klaren Kursverlust der Boeing-Aktie. Die Auslieferung des ersten Flugzeugs an den Erstkunden Lufthansa wird nun für das Jahr 2026 angestrebt. Die 777X-Familie, die bereits jahrelange Verzögerungen hinter sich hat, nähert sich zwar der Zielgeraden, kämpft aber weiterhin mit den strengen Anforderungen der US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA. Ein steiniger Weg zur Zertifizierung Der Weg zur Markteinführung der Boeing 777-9 ist von zahlreichen Rückschlägen geprägt. Der Erstflug des Flugzeugs fand bereits im Januar 2020 statt, doch die folgenden Jahre waren von technischen Problemen und globalen Ereignissen, wie der Pandemie, überschattet. Insbesondere Probleme mit den Triebwerken und strukturelle Bedenken führten immer wieder zu Verzögerungen. Die FAA hat die Zulassungsanforderungen nach den Zwischenfällen mit der Boeing 737 MAX drastisch verschärft, was den Zertifizierungsprozeß für neue Flugzeugtypen erheblich verlängert hat. Boeing hatte die 777-9 im Sommer dieses Jahres in die entscheidende Zulassungsphase „TIA 2C“ (Type Inspection Authorization) überführen können. Um die Tests zu beschleunigen, wurde die Testflotte um ein fünftes Flugzeug verstärkt. Diese fünfte Testmaschine, die im August ihren ersten Flug absolvierte, dient vor allem der Durchführung von Lärmtests, die für die endgültige Zulassung unerläßlich sind. Nach Angaben von Ortberg seien zwar bei

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