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Schiphol-Urteil: Ein wegweisender Sieg für die Luftfahrtindustrie

In einem entscheidenden Urteil hat der Oberste Gerichtshof der Niederlande eine richtungsweisende Entscheidung getroffen, die weitreichende Folgen für die Luftfahrtindustrie und die Lärmbekämpfung an Flughäfen haben könnte. Das Urteil, das eine Reduzierung der Flugbewegungen am Flughafen Amsterdam Schiphol blockiert, wurde von KLM Royal Dutch Airlines und der International Air Transport Association (IATA) begrüßt. Dieses Urteil bestätigt die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes zur Lärmbekämpfung gemäß den Richtlinien der Europäischen Union (EU). Der langwierige Rechtsstreit begann im Februar 2023, als die niederländische Regierung entschied, die Kapazität von Schiphol von 500.000 auf 440.000 Flüge pro Jahr zu reduzieren. Eine versuchsweise Begrenzung auf 460.000 Flüge pro Jahr sollte vom 1. November 2023 bis Oktober 2024 umgesetzt werden. Dieser Schritt wurde als Reaktion auf die anhaltenden Lärmbeschwerden von Anwohnern in der Umgebung des Flughafens initiiert. Die Reduzierung sollte den Lärmpegel senken und die Lebensqualität der Anwohner verbessern. Jedoch sahen KLM und die IATA diese Entscheidung als unrechtmäßig an und reichten eine Klage ein, die von mehreren anderen Fluggesellschaften unterstützt wurde, darunter Air Canada, United Airlines, FedEx Express, Delta Air Lines, JetBlue Airways, British Airways, Vueling Airlines, Lufthansa, TUI fly (Niederlande), Corendon Dutch Airlines, easyJet und die US-Lobbygruppe Airlines for America. Das Urteil und seine Begründung Das Bezirksgericht Noord-Holland entschied am 5. April 2023 in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren, dass die niederländische Regierung bei der Einführung der Obergrenze nicht das richtige Verfahren eingehalten habe. Am 7. Juli 2023 hob das Berufungsgericht diese Entscheidung auf und erlaubte Schiphol, die Kapazität ab März 2024 um 12 % zu reduzieren.

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Boeing erhält Großbestellungen für 737 Max Jets und 777-Frachter

Nach einer Phase der Unsicherheiten und Herausforderungen kann Boeing endlich positive Nachrichten verkünden. Der Flugzeugvermieter Aviation Capital Group (ACG), eine Tochtergesellschaft der Tokyo Century Group, hat seine Bestellung für Boeing 737 Max Jets erheblich ausgeweitet. Dies stellt einen bedeutenden Aufschwung für den amerikanischen Flugzeughersteller dar, der sich in den letzten Jahren mit diversen Problemen konfrontiert sah. Am 15. Juli 2024 gaben Boeing und ACG bekannt, dass ACG 16 Boeing 737 Max 8 und 19 737 Max 10 fest bestellt hat. Mit dieser neuen Bestellung hat ACG insgesamt 82 737 Max Jets geordert. Dies ist eine erhebliche Erweiterung, nachdem das Unternehmen bereits im September 2023 sieben 737-8 und sechs 737-10 gesichert hatte. Thomas Baker, CEO und Präsident der ACG, betonte den strategischen Wert dieser Bestellung: „Diese Festbestellung für weitere 737 Max-Flugzeuge erhöht den strategischen Wert des Auftragsbestandes der ACG, unterstützt eine wichtige Säule unserer Wachstumsstrategie und bekräftigt unser Engagement, in moderne und treibstoffeffiziente Flugzeugtechnologie zu investieren.“ Marktnachfrage und technische Herausforderungen Die erneute Bestellung von ACG unterstreicht die Marktnachfrage nach der 737 Max-Familie, insbesondere wegen ihrer Flexibilität und Treibstoffeffizienz. Brad McMullen, Senior Vice President of Commercial Sales and Marketing bei Boeing, erklärte: „Die heutige Nachbestellung zeigt die Marktnachfrage nach Flugzeugen der 737 Max-Familie, da die Kunden von ACG flexible, treibstoffeffiziente Flotten betreiben wollen.“ Die 737 Max 10, das größte Modell der Familie, befindet sich jedoch noch im Zertifizierungsprozess. Technische Probleme, insbesondere mit dem Vereisungsschutzsystem, haben sowohl die 737 Max 10 als auch die 737 Max 7 betroffen. Diese Herausforderungen müssen gelöst werden,

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Undefinierbarer Geruch zwingt Eurowings-Flug zur Rücklandung in Berlin

Ein Eurowings-Flug auf dem Weg von Berlin nach Manchester musste am Morgen des 15. Juli 2024 aufgrund eines „undefinierbaren Geruchs“ in der Kabine eine Notlandung am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) durchführen. Das Flugzeug, ein Airbus A319 mit der Flugnummer EW8470, kehrte nach dem Start rasch um und landete sicher in Berlin. Obwohl keine Verletzungen gemeldet wurden, sorgte die unzureichende Informationspolitik der Fluggesellschaft für Frustration unter den Passagieren. Das Flugzeug startete planmäßig um 08:00 Uhr Ortszeit vom Flughafen BER und stieg auf eine Höhe von 10.000 Fuß. Kurz darauf bemerkte die Besatzung einen undefinierbaren Geruch in der Kabine und entschied sich, zur Sicherheit nach Berlin zurückzukehren. Die Maschine landete sicher um 08:26 Uhr. Laut Angaben der Fluggesellschaft wurde das Flugzeug nach der Landung gründlich untersucht, doch es konnte keine eindeutige Ursache für den Geruch gefunden werden. An Bord befanden sich 150 Passagiere, von denen viele das Finale der Fußball-Europameisterschaft 2024 am Tag zuvor besucht hatten. Nach der Landung wurden die Passagiere und die Besatzung über die Flugzeugtreppe evakuiert und mit einem Bus zurück zum Terminal gebracht. Frustration und Kritik der Passagiere Obwohl keine Verletzungen gemeldet wurden, zeigten sich viele Passagiere verärgert über die mangelhafte Betreuung und Kommunikation seitens Eurowings. In den sozialen Medien beschwerten sich zahlreiche Reisende darüber, dass kein Vertreter der Fluggesellschaft am Terminal zur Verfügung stand, um sie über die weitere Vorgehensweise zu informieren. Stattdessen fühlten sich viele von ihnen allein gelassen und unzureichend betreut. Eurowings reagierte später und teilte der NY Post mit, dass alle betroffenen Passagiere auf

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Günstigere Pilotenausbildung bei Lufthansa Aviation Training: Ein Schritt in Richtung mehr Zugänglichkeit

Die Lufthansa Aviation Training (LAT) hat jüngst bekanntgegeben, die Kosten für die Pilotenausbildung an der European Flight Academy (EFA) erheblich zu senken. Der Eigenanteil der Auszubildenden beträgt nun lediglich 10.000 Euro. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Ausbildung zum Verkehrspiloten für eine breitere Zielgruppe zugänglich zu machen und damit die Einstiegsbarrieren zu senken. Im Rahmen des neuen Modells benötigen angehende Piloten lediglich einen Schulungsvertrag mit der EFA. Daraufhin erhalten sie ein Finanzierungsangebot von Brain Capital, einem spezialisierten Finanzierungspartner. Das Besondere an diesem Modell ist, dass zusätzliche finanzielle Sicherheiten nicht erforderlich sind. Dies soll den Zugang zur Pilotenausbildung weiter erleichtern. Die Gesamtgebühren für die Pilotenausbildung betragen nun 120.000 Euro, wobei LAT unter anderem die gestiegenen Kosten durch die Inflation als Grund für die Erhöhung anführt. Trotz dieser Erhöhung übernimmt der Finanzierungspartner den Löwenanteil der Kosten – 110.000 Euro. Die Rückzahlung dieses Betrags beginnt erst nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und sobald die Absolventen ein jährliches Bruttoeinkommen von mindestens 30.000 Euro erzielen. Über einen Zeitraum von elf Jahren wird dann ein fester Prozentsatz des Bruttoeinkommens, maximal elf Prozent, abgezogen. In einem Interview mit airliners.de erläuterte LAT-Chef Matthias Spohr die Hintergründe der Entscheidung. Er betonte, dass die hohe Qualität der Ausbildung trotz der Kostensteigerung gewährleistet bleiben müsse. Spohr erklärte zudem, dass die Ausbildungskosten international betrachtet nicht ungewöhnlich seien und dass es unüblich sei, dass Fluggesellschaften diese Ausbildung vollständig finanzieren. Ein zentrales Anliegen war die Frage, ob die hohen Eigenkosten eine zu hohe Hürde darstellen. Spohr sagte dazu: „Deswegen wollten wir ein Finanzierungsmodell finden,

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Lufthansa und Condor: Ein erbitterter Rechtsstreit um Zubringerflüge

Inmitten einer der größten Krisen der Luftfahrtindustrie, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, entfachte ein hitziger Rechtsstreit zwischen den deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Condor. Im Zentrum des Konflikts steht die Kündigung der Kooperation über Zubringerflüge durch die Lufthansa und die darauf folgende Klage von Condor. Nach ersten Erfolgen für Condor wendet sich das Blatt nun zugunsten der Lufthansa. Lufthansa kündigte vor einigen Jahren ihre Kooperation mit Condor, die vorsah, dass Condor-Passagiere zu günstigen Konditionen Zubringerflüge zum Drehkreuz Frankfurt nutzen konnten. Diese Entscheidung, getroffen inmitten der Pandemie im Jahr 2020, wurde von Condor angefochten. Das Bundeskartellamt entschied daraufhin, dass die Kündigung einen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Lufthansa darstelle und verhängte die Verpflichtung, das Special Prorate Agreement (SPA) fortzusetzen. In einer jüngsten Wendung hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf einer Beschwerde der Lufthansa stattgegeben. Das Gericht äußerte Zweifel an der Befangenheit der Richter in der vorherigen Entscheidung und setzte den Beschluss des Bundeskartellamts vorerst außer Kraft. Dies bedeutet, dass die Lufthansa vorerst nicht verpflichtet ist, Condor Zubringerflüge zu den festgelegten Konditionen zu gewähren. Lufthansa-Sprecherin Anja Lindenstein begrüßte die Entscheidung und erklärte, dass diese den bisherigen Beschluss des Bundeskartellamts aufhebe. Auch Condor bestätigte die vorläufige Aussetzung der Entscheidung, betonte jedoch, dass bereits gebuchte Tickets weiterhin gültig seien und neue Tickets inklusive Zubringerflüge weiterhin gebucht werden könnten. Beide Fluggesellschaften haben sich auf eine befristete Fortführung des SPA zu angepassten Konditionen bis zum Ende des Sommerflugplans 2024 geeinigt. Reaktionen und Implikationen Die Entscheidung des OLG Düsseldorf wird von der Lufthansa als wichtiger rechtlicher Sieg gefeiert. Allerdings

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China Eastern fliegt doch nicht nach Wien

Die Fluggesellschaft China Eastern hat die geplante Aufnahme der Strecke Shanghai Pu Dong-Wien in ihren Flugplan abgelehnt. Diese hätte am 22. Juni 2024 aufgenommen werden sollen. Die Fluggesellschaft China Eastern hat die Strecke Shanghai Pu Dong-Wien vorerst aus ihrem Flugplan gestrichen. Die ursprünglich für den 22. Juli 2024 geplante Aufnahme des Flugbetriebs wurde kürzlich auf den 29. Juni verschoben und schließlich aus dem Flugplan gestrichen. China Eastern hatte laut dem Portal Aero Routes drei wöchentliche Flüge mit einer A330-200 geplant. Ob die Route wieder aufgenommen wird, ist noch unklar.

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Der Flughafen Dubrovnik wird auch im Winter angeflogen

Der Flughafen Dubrovnik möchte auch im Winter erfolgreich Flüge anbieten und so eine Saisonabhängigkeit im Sommer vermeiden. Diesbezüglich werden bereits Verhandlungen mit Fluggesellschaften geführt, um bestehende Sommerflüge auch im Winter durchzuführen. Der Flughafen Dubrovnik möchte sich nicht nur im Sommer saisonal bewähren, sondern auch im Winter erfolgreich Flüge und bestehende Flugverbindungen anbieten. Zu diesem Zweck werden zahlreiche Verhandlungen mit bereits in Dubrovnik ansässigen Fluggesellschaften aufgenommen, damit diese ihre im Sommer aufgenommenen Flugverbindungen auch im Winter anbieten. Der Low-Cost-Carrier Ryanair wird den Flughafen Dubrovnik auch nach der Sommersaison anfliegen: Geplant sind Flüge von Wien, Charleroi und London Stansted. Auch die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines will ihre Sommerverbindung zwischen Warschau und Dubrovnik teilweise in den Winter verlegen. Bis zum 31. Dezember sollen zwei wöchentliche Flüge auf dieser Strecke durchgeführt werden, die dann bis zum 1. März eingestellt werden.

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Ab Montreal: Air Transat nimmt Flüge nach Tulum auf

Die Fluggesellschaft Air Transat plant eine wöchentliche Flugverbindung nach Tulum. Diese soll in der Wintersaison dieses Jahres aufgenommen werden. Die Fluggesellschaft Air Transat plant die Aufnahme einer Flugverbindung zwischen Montreal und Tulum. Die Strecke soll in der Wintersaison ab dem 22. Dezember einmal wöchentlich bedient werden. Der Flug wird mit einem Airbus A321 durchgeführt, berichtet das Portal Aero Routes. Der Flugbetrieb soll vom 22. Dezember bis zum 2. März aufrechterhalten werden.

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EVA Air: Erhöhung der Kapazität auf den Flügen nach Wien

Die Fluggesellschaft EVA Air wird im August 2024 die Kapazität auf der Strecke Taipei Taoyuan-Wien erhöhen. Vom 11. bis 30. August wird eine Boeing 787-10 Dreamliner eingesetzt. Die Fluggesellschaft EVA Air plant im August 2024 die Kapazität auf der Strecke zwischen Taipeh Taoyuan und Wien zu erhöhen. Die Airline plant dazu den Einsatz einer Boeing 787-10 Dreamliner, die vom 11. bis 30. August eingesetzt werden soll. Die Strecke wird dreimal wöchentlich bedient, berichtet das Portal Aero Routes.

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Früher als im Jahr 2023: Air Serbia fertigt zwei Millionen Passagiere ab

Die serbische Fluggesellschaft Air Serbia hat heute ihren zweimillionsten Passagier begrüßt. Diese Zahl konnte in diesem Jahr elf Tage früher als im Vorjahr erreicht werden. Air Serbia konnte heute den zweimillionsten Passagier abfertigen. Diese Zahl konnte die Airline elf Tage früher als im Jahr 2023 erreichen. Im Jahr 2023 konnte die Fluggesellschaft diese Millionenmarke am 19. Juli erreichen, in diesem Jahr war es bereits der 8. Juli, wie das Portal Ex-Yu Aviation News berichtet.

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