
Äthiopiens Megaprojekt am Horn von Afrika: Baubeginn für den Milliarden-Hub in Bishoftu
Mit einer feierlichen Grundsteinlegung am 10. Januar 2026 hat Äthiopien den offiziellen Startschuss für eines der ehrgeizigsten Infrastrukturprojekte des afrikanischen Kontinents gegeben. In Anwesenheit von Premierminister Abiy Ahmed und der Führungsspitze von Ethiopian Airlines begannen die Bauarbeiten für das neue internationale Drehkreuz in Bishoftu. Mit einem Investitionsvolumen von rund 12,5 Milliarden US-Dollar soll etwa 45 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Addis Abeba ein Flughafen entstehen, der in seiner Endausbaustufe zu den kapazitätsstärksten der Welt zählen wird. Das Projekt zielt darauf ab, die bestehenden infrastrukturellen Engpässe im afrikanischen Luftverkehr zu beseitigen und die zentrale Rolle Äthiopiens als logistische Drehscheibe zwischen Asien, Europa und dem Rest Afrikas zu zementieren. Das Design sieht ein System von vier Start- und Landebahnen vor, wobei die erste Phase bereits bis zum Jahr 2030 abgeschlossen sein soll, um ein Passagieraufkommen von jährlich 60 Millionen Menschen zu bewältigen. Strategische Neuausrichtung fernab von Bole International Der derzeitige Hauptflughafen der Fluggesellschaft, der Addis Ababa Bole International Airport, stößt trotz zahlreicher Erweiterungen in den letzten Jahren zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Aufgrund seiner Lage mitten im Stadtgebiet von Addis Abeba und der beträchtlichen Höhe von über 2.300 Metern über dem Meeresspiegel sieht sich der operative Betrieb mit physischen und logistischen Einschränkungen konfrontiert. Das neue Gelände in Bishoftu liegt deutlich niedriger, was die Startleistung der Flugzeuge verbessert und somit höhere Nutzlasten sowie größere Reichweiten bei vollbeladenen Maschinen ermöglicht. Laut Mesfin Tasew, dem Vorstandsvorsitzenden der Ethiopian Airlines Group, ist der neue Hub nicht nur eine Antwort auf das Wachstum der nationalen Fluggesellschaft, sondern eine notwendige








