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Lufthansa will CRJs verkaufen und Swiss will A220-100 loswerden

Der Lufthansa-Konzern treibt die Umgestaltung seiner Flottenstruktur bei den Regional- und Zubringerflugzeugen voran und trennt sich schrittweise von kleineren Flugzeugtypen. Nach der Einstellung des Flugbetriebs der Tochtergesellschaft Lufthansa Cityline steht die gesamte Flotte von 23 Flugzeugen des Typs CRJ-900 zum Verkauf. Parallel dazu hat die Konzernschwester Swiss International Air Lines entschieden, ihre Teilflotte von neun Flugzeugen des Typs Airbus A220-100 nicht mehr reaktivieren zu wollen und mittelfristig vollständig auszumustern. Beide Maßnahmen stehen im Kontext einer breiter angelegten Anpassung des Zubringernetzes an den Drehkreuzen Frankfurt, München und Zürich, mit der die betriebliche Komplexität verringert und die Wirtschaftlichkeit auf den Kurzstrecken verbessert werden soll. Verkauf der Canadair-Regionaljets nach Ende von Lufthansa Cityline Die Entscheidung, die 23 Flugzeuge des Typs CRJ-900 der bisherigen Tochtergesellschaft Lufthansa Cityline abzustoßen, folgt auf die vorzeitige Einstellung des Flugbetriebs dieses Bereiches im April 2026. Als Gründe für die Beendigung des Cityline-Betriebs nannte der Konzern gestiegene Treibstoffkosten sowie anhaltende Verluste im Zubringersystem. Konzernchef Carsten Spohr bestätigte am 4. August 2026 im Rahmen einer Pressekonferenz, dass sich das Unternehmen bereits in Verkaufsverhandlungen mit mehreren interessierten Parteien befindet. Ziel sei es, die Flugzeuge mit einer Kapazität von jeweils 90 Sitzplätzen zum bestmöglichen Preis am Markt zu platzieren. Der Übergang im Zubringerverkehr erfolgt schrittweise. Die Aufgaben im Kurzstreckennetz rund um die zentralen Drehkreuze Frankfurt am Main und München übernimmt die neu aufgestellte Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines. Diese setzt auf ein anderes Flottenkonzept, wodurch die Canadair-Regionaljets im internen Betrieb nicht mehr benötigt werden. US-Markt als Zielregion für gebrauchte Regionalflugzeuge Bei der Suche nach

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Bamboo Airways stoppt Ticketverkauf für Inlandsflüge

Die vietnamesische Fluggesellschaft Bamboo Airways hat ihren regulären Linienflugbetrieb weitgehend eingestellt und verkauft seit dem 1. August 2026 keine Einzeltickets mehr für wichtige heimische Strecken. Auf den Hauptverbindungen des Landes, darunter die Trassen zwischen Ho-Chi-Minh-Stadt und Hanoi, Hanoi und Da Nang sowie Ho-Chi-Minh-Stadt und Da Nang, melden die Buchungssysteme der Gesellschaft keine verfügbaren Flüge mehr. Die Flotte des Unternehmens, die in Spitzenzeiten bis zu 44 Flugzeuge umfasste, ist auf lediglich drei Maschinen geschrumpft. Nach Branchenberichten befindet sich davon aktuell nur noch ein einziges Flugzeug im aktiven Flugdienst. Bei dieser verbliebenen Maschine handelt es sich um einen Airbus A321-200 mit dem Kennzeichen VN-A227, der primär für einzelne Charterverbindungen eingesetzt wird. Über den 22. August 2026 hinaus hat das Unternehmen bislang keinen operativen Flugplan veröffentlicht. Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund massiver finanzieller Altlasten, juristischer Verflechtungen der ehemaligen Muttergesellschaft sowie anhaltender Beschwerden von Passagieren und Reisebüros über ausstehende Rückerstattungen. Charterbetrieb als vorübergehendes Restgeschäft Der derzeitige Flugbetrieb von Bamboo Airways beschränkt sich im Wesentlichen auf vertraglich vereinbarte Gruppenreisen. Der verbliebene Airbus A321-200 wird hauptsächlich auf einer Charterroute zwischen dem internationalen Flughafen Da Nang und dem internationalen Flughafen Macau eingesetzt. Diese Flüge führt die Fluggesellschaft im Auftrag eines Reiseunternehmens durch, das das gesamte Flugzeug für Reisegruppen anmietet. Nach der Durchführung des Fluges QH9588 von Da Nang nach Macau am 1. August 2026 ist ein weiterer Hin- und Rückflug für den 20. August 2026 terminiert. Die voraussichtlich letzte Rotation auf dieser Strecke, ein Flug von Da Nang nach Hanoi, soll am 22. August 2026 stattfinden.

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WestJet: Fluggesellschaft und Kabinenpersonal verständigen sich auf vorläufiges Abkommen

Die kanadische Fluggesellschaft WestJet und die Vertretung ihres Kabinenpersonals haben nach einem kurzen, aber wirkungsvollen Arbeitsausstand eine vorläufige Tarifvereinbarung erzielt. Wie das Unternehmen am 3. August 2026 mitteilte, führt die Einigung zur sofortigen Einstellung der Streikmaßnahmen, die zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugbetriebs und zahlreichen Flugstreichungen geführt hatten. Die Gewerkschaft Canadian Union of Public Employees (CUPE) Local 8125 wies darauf hin, dass die Arbeitsniederlegung maßgeblich dazu beigetragen habe, eine Lösung am Verhandlungstisch herbeizuführen. Im Zentrum des Konflikts standen Fragen der Entlohnung für Tätigkeiten außerhalb der reinen Flugzeiten, insbesondere bei Bodendiensten und Vorbereitungsarbeiten. Die Vereinbarung sieht Anpassungen am bisherigen Vergütungssystem sowie allgemeine Lohnsteigerungen vor. Das Abkommen muss nun noch von den Mitgliedern der Gewerkschaft im Rahmen einer Abstimmung ratifiziert werden. Unterdessen arbeitet die Fluggesellschaft daran, den regulären Flugbetrieb schrittweise wiederherzustellen. Hintergründe des Tarifkonflikts und Ursachen der Arbeitsniederlegung Der Streik des Kabinenpersonals bei WestJet begann am 2. August 2026, nachdem die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag ins Stocken geraten waren. Die Vertretung der Beschäftigten hatte im Vorfeld betont, dass die unbezahlte Arbeitszeit einen zentralen Streitpunkt darstellte. Im traditionellen Vergütungssystem vieler Fluggesellschaften wird das Kabinenpersonal vorrangig für die reine Flugzeit entlohnt, während Zeiten für das Boarding der Passagiere, Sicherheitskontrollen an Bord oder Verzögerungen am Boden oft nur eingeschränkt oder gar nicht berücksichtigt werden. Gewerkschaftspräsidentin Alia Hussain betonte nach Erreichen der vorläufigen Einigung, dass das Abkommen wesentliche Fortschritte enthalte. Das bestehende System der Fluggutschriften werde dahingehend weiterentwickelt, dass mehr der tatsächlich geleisteten Arbeitsaufgaben des Kabinenpersonals anerkannt und vergütet werden. Zudem enthalte die Vereinbarung eine Prämie

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Übernahmeverhandlungen bei Easyjet: Fristverlängerung schafft gleiche Bedingungen für Apollo und Castlelake

Die britische Fluggesellschaft Easyjet hat die Frist für ein mögliches Übernahmeangebot der US-Investmentgesellschaft Castlelake verlängert und zeitlich mit der Frist des Mitbewerbers Apollo Management zusammengeführt. Wie das Unternehmen am 3. August 2026 bekannt gab, läuft die Frist für die Abgabe eines verbindlichen Kaufs- oder Verzichtsangebots für beide Bieter nun bis zum 7. August 2026 um 17:00 Uhr Ortszeit. Diese Maßnahme erfolgte auf Antrag des Vorstands von Easyjet und mit Genehmigung der britischen Übernahmebehörde, dem Panel on Takeovers and Mergers, jedoch ohne vorherige Zustimmung der beiden Interessenten. Ziel dieser Terminangleichung ist es, Marktverzerrungen zu vermeiden und eine faire Verhandlungsgrundlage für die Führung der Fluggesellschaft zu schaffen. Derzeit liegt das Angebot von Apollo Management finanziell vor dem Vorschlag von Castlelake. Die Führung von Easyjet betont jedoch, dass weiterhin Unsicherheit über das Zustandekommen einer Transaktion besteht und empfiehlt den Aktionären vorerst kein Handeln. Neuausrichtung der Fristen und Rolle der Regulierungsbehörde Ursprünglich lief die Frist für Castlelake nach den Regeln des britischen Übernahmerechts bis zum 3. August 2026 um 17:00 Uhr. Nach den Bestimmungen der zuständigen Aufsichtsbehörde hätte die Investmentgesellschaft bis zu diesem Zeitpunkt entweder ein verbindliches Übernahmeangebot vorlegen oder öffentlich erklären müssen, kein Angebot abgeben zu wollen. Durch die Entscheidung des Vorstands von Easyjet, eine Angleichung der Termine beim Panel on Takeovers and Mergers zu beantragen, erhielten beide Kaufinteressenten dieselbe Zeitspanne bis zum 7. August 2026. Die Gleichstellung der beiden Verhandlungspartner verhindert, dass ein Bieter durch eine frühere Frist unter Zeitdruck gerät oder der andere von der Reaktionszeit des Konkurrenten profitiert. Indem Easyjet

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Schifffahrt auf der Donau in Wien als Freizeitangebot bei extremen Sommertemperaturen

Rekordtemperaturen und anhaltende Hitzewellen prägen den Sommer in Österreich, wobei in Wien-Stammersdorf bereits die Grenze von 40 Grad Celsius überschritten wurde. Vor diesem Hintergrund gewinnen kühlende Freizeitaktivitäten im städtischen Raum für die Bevölkerung sowie für Gäste der Stadt an Bedeutung. Eine Möglichkeit zur Erholung bieten Flussfahrten auf der Donau und dem Donaukanal. Die Flug- und Schifffahrtsbranche sowie der Städtetourismus verzeichnen in solchen Hitzeperioden eine veränderte Nachfrage. Österreichs größtes Binnenschifffahrtsunternehmen, die DDSG Blue Danube, die sich im gemeinsamen Eigentum der Verkehrsbuero-Gruppe und der Wien Holding befindet, hält ihren Betrieb im Wiener Stadtgebiet aufrecht. Trotz der aktuellen hydrologischen Herausforderungen durch Niedrigwasser auf den ostösterreichischen Fließgewässern führt das Unternehmen täglich mehr als ein Dutzend Abfahrten durch. Das Angebot reicht von kurzen Kanalrundfahrten bis hin zu mehrstündigen Panoramatouren, die durch kulinarische Komponenten ergänzt werden. Hydrologische Rahmenbedingungen und betriebliche Anpassungen bei Niedrigwasser Der anhaltende Mangel an Niederschlägen im Einzugsgebiet der Donau hat zu spürbar gesunkenen Wasserständen geführt. Solche Niedrigwasserphasen stellen die Passagierschifffahrt auf europäischen Binnenwasserstraßen vor betriebliche Aufgaben, da der Tiefgang der Schiffe maßgeblich darüber entscheidet, welche Abschnitte sicher befahren werden können. Flachgehende Schiffe ermöglichen es den Betreibern, den Liniendienst auch bei extrem geringen Pegelständen fortzusetzen. Geschäftsführer Johannes Kammerer verweist auf die Konstruktion der aus neun Schiffen bestehenden Flotte der DDSG Blue Danube, deren geringer Tiefgang einen kontinuierlichen Betrieb erlaubt. Dennoch erzwingt die hydrologische Lage auf einzelnen Strecken Routenanpassungen. So muss die sogenannte Große Donaurundfahrt, die regulär etwas mehr als drei Stunden dauert und zweimal täglich um 10.30 Uhr sowie um 14.00 Uhr beim Schifffahrtszentrum

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Norwegian Cruise Line: Höherer Nettogewinn im zweiten Quartal bei anhaltend hohem Schuldenstand

Der Kreuzfahrtkonzern Norwegian Cruise Line Holdings hat im zweiten Quartal 2026 seinen Umsatz um 4,9 Prozent auf knapp 2,3 Milliarden Euro gesteigert. Der Nettogewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 26 Millionen Euro auf 194 Millionen Euro zu. Trotz dieser verbesserten Quartalszahlen blickt die Unternehmensführung verhalten auf die kommenden Monate. Der Buchungsstand für die nächsten zwölf Monate liegt nach Konzernangaben unter dem angestrebten Niveau. Verantwortlich dafür sind eine schwächere Nachfrage bei der Hauptmarke Norwegian Cruise Line sowie die Auswirkungen des anhaltenden Nahostkonflikts auf die Routenplanung. Um der Entwicklung entgegenzuwirken, plant der Konzern Anpassungen im Marketing und im Vertrieb sowie zusätzliche Kostensenkungen. Zudem wurde der Verkauf des Kreuzfahrtschiffs Oceania Sirena vereinbart, welches jedoch noch bis zum Frühjahr 2028 per Chartervertrag weiterbetrieben werden soll. Ende Juni 2026 beliefen sich die Gesamtschulden des Unternehmens auf 13 Milliarden Euro. Ursachen für die verhaltene Buchungsentwicklung Die Schwäche bei den Vorausbuchungen betrifft nicht alle Segmentbereiche des Konzerns gleichermaßen, zeigt sich jedoch deutlich bei der Kernmarke Norwegian Cruise Line. Konzernchef John Chidsey räumte ein, dass neben externen Faktoren auch interne Versäumnisse bei der Vermarktung und der Vertriebssteuerung zu dem Rückgang beigetragen haben. Die Auslastung und die Preissetzungsmacht hingen in den vergangenen Monaten hinter den Erwartungen zurück. Ein weiterer Belastungsfaktor bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten. Aufgrund der anhaltenden Konflikte in der Region mussten Fahrpläne angepasst, Passagen durch das Rote Meer gestrichen und Ausweichrouten geplant werden. Diese Umroutungen führen zu Veränderungen im Reiseangebot und beeinträchtigen die Nachfrage auf Routen, die traditionell höhere Erträge erwirtschaften. Um die Vertriebsleistung

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Eurowings: Steigendes Passagieraufkommen und veränderte Nachfragemuster treffen auf hohe Standort- und Kerosinkosten

Die Fluggesellschaft Eurowings hat das erste Halbjahr 2026 mit einer weitgehend stabilen operativen Leistung abgeschlossen, sieht sich jedoch im Bereich der Ertragslage mit finanziellen Belastungen konfrontiert. Trotz witterungsbedingter Beeinträchtigungen zu Jahresbeginn sowie Streikmaßnahmen der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit erreichte die Fluggesellschaft bei insgesamt 75.000 durchgeführten Flügen eine Verlässlichkeit im Flugbetrieb von knapp 99 Prozent. Mehr als zehn Millionen Passagiere nutzten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 das Streckennetz der Tochtergesellschaft der Lufthansa Group. Die durchschnittliche Auslastung der eingesetzten Maschinen stieg dabei auf 85,3 Prozent. Der gemessene Kundenzufriedenheitswert, ausgedrückt durch den Net Promoter Score, lag bei einem Wert von 47. Nach Erhebungen des Unternehmens gaben rund 71 Prozent der befragten Fluggäste an, sich erneut für ein Flugangebot von Eurowings entscheiden zu wollen. Ungeachtet dieser operativen Kennzahlen schloss das Punkt-zu-Punkt-Geschäftsfeld des Konzerns – welches Eurowings sowie die Beteiligung am Joint Venture SunExpress umfasst – das erste Halbjahr 2026 mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Adjusted EBIT) von minus 252 Millionen Euro ab. Die Bilanz wurde vor allem durch drastisch gestiegene Treibstoffaufwendungen im Zuge geopolitischer Krisen im Nahen Osten sowie durch die Abgaben- und Gebührenstruktur am Luftverkehrsstandort Deutschland belastet. Verlagerung von Verkehrsströmen und Ausbau der Präsenz an den Flughäfen Die geschäftliche Entwicklung im zweiten Quartal 2026 war stark von externen Faktoren und veränderten Routenplanungen geprägt. Die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten zwangen die Fluggesellschaft dazu, ihr Flugprogramm kurzfristig anzupassen. Strecken in die bisher wachsende Golfregion wurden vorübergehend aus dem Angebot gestrichen oder in der Frequenz reduziert. Die frei werdenden Flugzeugkapazitäten wurden stattdessen

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Swiss: Solides operatives Ergebnis bei anhaltend hohem Kostendruck durch Kerosinpreise und Wartungsaufwand

Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines hat das erste Halbjahr 2026 mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Adjusted EBIT) von 189,3 Millionen Schweizer Franken abgeschlossen. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 195,1 Millionen Schweizer Franken. Die operativen Erträge der Tochtergesellschaft der Lufthansa Group stiegen im selben Zeitraum um 3,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Schweizer Franken. Während eine ungebrochen starke Passagiernachfrage – insbesondere in den höheren Buchungsklassen auf Langstrecken – sowie zeitweise veränderte Verkehrsströme in Asien das Ergebnis stützten, wirkten stark gestiegene Treibstoffkosten und anhaltende Ausgaben für Flugzeugwartungen belastend. Um den finanziellen Druck abzufedern, setzte das Management frühzeitig Spar- und Effizienzprogramme um. Die Unternehmensführung betrachtet das Jahr 2026 als Übergangsphase, um die Kostenstrukturen zu festigen und Voraussetzungen für erneutes Wachstum ab dem Jahr 2027 zu schaffen. Belastungsfaktoren im operativen Umfeld: Treibstoffkosten und Flottenwartung Die finanzielle Entwicklung von Swiss im ersten Halbjahr 2026 war maßgeblich von Entwicklungen auf den globalen Rohstoffmärkten geprägt. Nach dem Ausbruch geopolitischer Auseinandersetzungen im Nahen Osten verzeichnete die Airline drastische Preissteigerungen beim Flugkraftstoff. Im zweiten Quartal 2026 lagen die Kerosinkosten der Gesellschaft um rund 50 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Da der Treibstoff den größten Einzelposten in der Gesamtkostenstruktur einer Fluggesellschaft darstellt, konnten auch bestehende Finanzinstrumente zur Preissicherung die Mehrbelastung nur teilweise ausgleichen. Zusätzlich verzeichnete das Unternehmen anhaltend hohe Aufwendungen im Bereich der Flottenwartung. Mehrere Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der A320neo-Familie waren von den branchenweiten Überprüfungs- und Instandhaltungsprogrammen für Geared-Turbofan-Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney betroffen. Diese technischen Erfordernisse führten zu längeren

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Austrian Airlines: Einbruch des operativen Ergebnisses durch erhöhte Treibstoffkosten und geopolitische Verwerfungen

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines hat im ersten Halbjahr 2026 erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50 Millionen Euro auf minus 93 Millionen Euro. Als wesentliche Ursache nennt das Unternehmen die Eskalation der Krise im Nahen und Mittleren Osten. Anhaltende militärische Auseinandersetzungen und die damit einhergehende Verknappung des Rohölangebots führten trotz bestehender Absicherungsgeschäfte zu treibstoffbedingten Mehrkosten von über 60 Millionen Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Zusätzlich bewirkten streitkräftebedingte und aus Sicherheitsgründen notwendige Aussetzungen von Verbindungen in die Region Ausfälle beim Ertrag im zweistelligen Millionenbereich. Die Fluggesellschaft reagiert auf diesen Ergebniseinbruch mit einer Straffung ihres Winterflugplans, der Einstellung defizitärer Inlandsstrecken und Effizienzsteigerungen im administrativen Sektor, hält jedoch an zugesagten Investitionen in die Flottenerneuerung fest. Finanzieller Druck und betriebliche Anpassungsmaßnahmen Trotz eines Umsatzanstiegs um vier Prozent von 1,12 Milliarden Euro auf 1,22 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2026 führten die exogenen Kostentreiber zu einem negativen Halbjahresergebnis. Das Angebot an Sitzkilometern verharrte mit 13,53 Milliarden auf dem Niveau des Vorjahres, während die Verlässlichkeit des Flugbetriebs mit einer Erfüllungsquote von 98,8 Prozent weitgehend stabil gehalten werden konnte. Die Vorstands-Vorsitzende Annette Mann wies darauf hin, dass die drastisch gestiegenen Kerosinkosten sowie der Wegfall margenstarker Routen im Nahen Osten durch die Erhöhung der Ticketpreise bis zum Sommerbeginn nur teilweise kompensiert werden konnten. Um die finanziellen Einbußen zu begrenzen, leitete die Unternehmensführung Anpassungen im Projektportfolio sowie administrative Einsparungen ein. In den operativen Kernbereichen wie Flugbetrieb, Flugzeugwartung und Bodenabfertigung wird die Rekrutierung von Personal fortgeführt,

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Lufthansa Group verzeichnet deutlichen Gewinnrückgang infolge gestiegener Treibstoffkosten und Streikbelastungen

Der Luftfahrtkonzern Lufthansa Group hat im zweiten Quartal 2026 trotz eines Umsatzanstiegs um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro einen spürbaren Rückgang des operativen Ergebnisses hinnehmen müssen. Das bereinigte Betriebsergebnis (Adjusted EBIT) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 870 Millionen Euro auf 383 Millionen Euro. Als maßgebliche Ursache für den Einbruch weist das Unternehmen um rund 750 Millionen Euro gestiegene Treibstoffaufwendungen aus, die vor allem aus der Preisentwicklung am Kerosinmarkt im Zuge des Nahostkonflikts resultierten. Zusätzliche Belastungen von mindestens 150 Millionen Euro entstanden durch Arbeitsausstände im Frühjahr. Trotz einer ungebrochen hohen Passagiernachfrage – insbesondere in den oberen Buchungsklassen und auf Strecken nach Asien – konnte die Steigerung der Durchschnittserlöse den Kostenanstieg im Kerngeschäft nicht vollständig auffangen. Vor dem Hintergrund anhaltender Marktvolatilität und verkürzter Buchungsfristen hat der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr 2026 angepasst und rechnet nun mit einem Adjusted EBIT in einer Bandbreite zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro. Entwicklung der Passagier-Airlines und Netzwerkanpassungen Im Segment der Netzwerk-Airlines, zu dem neben der Kernmarke Lufthansa auch Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines gehören, lag das Angebot im zweiten Quartal 2026 um drei Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus sechs Streiktagen im April 2026 sowie aus operativen Streckenoptimierungen auf den Kurzstreckennetzen, bei denen unter anderem das Angebot des Flugbetriebs der Lufthansa CityLine angepasst wurde. Trotz des verringerten Flugangebots stieg die durchschnittliche Auslastung der Maschinen leicht auf 81,6 Prozent. Die Stückerlöse kletterten um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Erlöse auf den Asien-Verbindungen

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