
Sicherheitszwischenfall am Flughafen Neapel: Flugunfallbehörde untersucht kritische Startfreigabe auf besetzter Piste
Die italienische Flugunfallbehörde Agenzia Nazionale per la Sicurezza del Volo (ANSV) hat eine offizielle Untersuchung zu einem schwerwiegenden Zwischenfall am Flughafen Neapel-Capodichino eingeleitet. Am 27. März 2026 kam es auf der Start- und Landebahn 24 zu einer gefährlichen Situation, als einem Airbus A320 der Fluggesellschaft Easyjet Europe die Freigabe zum sofortigen Start erteilt wurde, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt noch ein Bodenfahrzeug auf der Piste befand. Nur durch die Aufmerksamkeit der Cockpitbesatzung, die das Hindernis rechtzeitig identifizierte und die Maschine vor dem Beschleunigen stoppte, konnte eine potenzielle Kollision verhindert werden. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Pistenincursionen an europäischen Verkehrsflughäfen, die international für Besorgnis hinsichtlich der Bodenkontrollverfahren sorgen. Während der Airbus mit der Registrierung OE-INL seinen Flug nach Mailand-Malpensa mit Verzögerung sicher fortsetzen konnte, konzentrieren sich die Ermittler nun auf die Rekonstruktion der Funkkommunikation und die Analyse der Radardaten des Towers. Im Fokus steht die Frage, warum die visuelle und technische Überwachung des Rollfeldes das Fahrzeug nicht rechtzeitig als Hindernis für den abfliegenden Verkehr einstufte. Ablauf des Zwischenfalls auf Runway 24 Am Vormittag des 27. März bereitete sich die Besatzung von Flug Easyjet Europe 4119 auf den Abflug in Richtung Norditalien vor. Die Wetterbedingungen am Golf von Neapel waren zum Unfallzeitpunkt stabil, was eine gute Sicht auf die Infrastruktur des Flughafens ermöglichte. Der Airbus A320 rollte zur Startposition der Bahn 24. Nach Erhalt der Anweisung zum Aufrollen erteilte der zuständige Fluglotse im Kontrollturm die Freigabe für einen sofortigen Start. In diesem kritischen Moment bemerkten die Piloten jedoch








