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Kanada: Airbus A321XLR absolviert „Tiefkühltest“

Der europäische Flugzeugbauer führte im kanadischen Iqaluit mit dem Maschinentyp Airbus A321XLR einen viertägigen Bodentest bei kaltem Wetter durch. Dieser ist auch Bestandteil des Zulassungsverfahrens. Das langstreckentaugliche Muster wird von zahlreichen Carriern sehnlichst erwartet, weil es im direkten Vergleich mit Widebodies sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb günstiger ist. Allerdings ist es zu Verzögerungen gekommen, so dass derzeit damit gerechnet wird, dass die Indienststellung nicht vor Ende 2024 bzw. Anfang 2025 erfolgen kann. Einige Wochen zuvor hatte eines der anderen A321XLR-Testflugzeuge einen ähnlichen Besuch in Iqaluit absolviert, wo der Betrieb der Hydraulik und anderer Systeme bei extrem kalten Temperaturen geprüft wurde – nach einem nächtlichen „Einweichen“ bei minus 40 Grad Celsius. „Dieses Mal haben wir das Wasser- und Abwassersystem der Kabine getestet, was eine nächtliche Sickertemperatur von unter -15 Grad Celsius in der ungeheizten Kabine erforderte. Zu diesem Zweck wurden in mehreren aufeinanderfolgenden Nächten mehrere Kältebäder bei geöffneten Türen durchgeführt, während die Außentemperatur bei etwa minus 20 Grad Celsius lag“, so der Hersteller. Der Test ist so konzipiert, dass die wärmere Umgebung in der Kabine und unter dem Passagierdeck, wo viele Systeme untergebracht sind, bei Minusgraden im ausgeschalteten Zustand einfrieren kann. Vor Ort brachte Airbus ein Team von mehr als 30 Personen mit, darunter sechs Piloten, Flugtestingenieure, einen Testflugingenieur und einen Fachingenieur für die Kabine. Das Wartungsteam bestand aus Mechanikern, Elektrikern, Qualitätsprüfern, Instrumentierungsspezialisten, Systemdesignern und technischen Fotografen.

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Ita Airways steckt tief in den roten Zahlen

Die Fluggesellschaft Ita Airways musste das Geschäftsjahr 2022 mit einem Nettoverlust in der Höhe von rund 486 Millionen Euro abschließen. Der Umsatz wird mit 1,6 Milliarden Euro ausgewiesen. Indes befinden sich die Verhandlungen mit dem Kaufinteressenten Lufthansa in einer heißen Phase. Ita Airways führte im Vorjahr rund 97.000 Linienflüge durch. An Bord hatte man etwa 10,1 Millionen Fluggäste. Da der Carrier erst im Herbst 2021 gestartet ist, war das Jahr 2022 das erste vollständige Betriebsjahr. Insofern fehlt es an Vergleichsdaten. Die Umsätze wurden in den ersten Monaten durch die Pandemie beeinträchtigt und die Ergebnisse wurden durch den anschließenden Anstieg der Treibstoffkosten und den Ausbruch des russisch-ukrainischen Konflikts „erheblich beeinträchtigt“. Für das Jahr 2023 erwartet Ita Airways ein „weiteres deutliches Wachstum“, das durch eine Erweiterung der Flotte erreicht werden soll, die es der Fluggesellschaft ermöglicht, mehr Ziele anzufliegen. Lufthansa und die italienische Regierung verhandeln derzeit über eine vierzigprozentige Beteiligung an Ita Airways. Dazu reist auch Kranich-Konzernchef Carsten Spohr nach Rom. Lokale Medien spekulieren, dass Lufthansa nicht mehr als 200 Millionen Euro auf den Tisch legen möchte. Damit liegt das Angebot deutlich unter den Preisvorstellungen der Regierung.

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NSPA bestellt weiteren Airbus A330MRTT

Die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) hat einen weiteren Airbus A330 Multi-Role Tanker Transport (MRTT) bestellt und damit die multinationale MRTT-Flotte (MMF) auf zehn Flugzeuge aufgestockt. Diese Ankündigung folgt auf die Entscheidung Belgiens, die Anzahl seiner Flugstunden in dem Programm mit zusätzlichen 1.100 Flugstunden pro Jahr zu erhöhen. Die multinationale MRTT-Flotte (Multinational Multi Role Tanker Transport Fleet, MMF) bietet den sechs teilnehmenden Nationen strategische Transport-, Luftbetankungs- und medizinische Evakuierungsfähigkeiten: Belgien, die Tschechische Republik, Deutschland, Luxemburg, die Niederlande und Norwegen. Diese Nationen unterzeichneten eine Absichtserklärung, die es ihnen ermöglicht, die Kosten anteilig entsprechend der nationalen Verpflichtung der Flugstunden pro Jahr zu teilen. „Seit der Auslieferung des ersten Flugzeugs im Jahr 2020 und insbesondere seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine schützt das MMF die europäische Souveränität und stellt seine Fähigkeiten als Mehrzweck-Tankflugzeug unter Beweis“, sagte Jean Brice Dumont, Leiter des Geschäftsbereichs Military Air Systems bei Airbus Defence and Space. „Mit diesem neuen Auftrag hat die NSPA bereits einen von vier optionalen MRTTs erworben, die über die neun zuvor bestellten Flugzeuge hinaus angefordert wurden, was die hohe Kundenzufriedenheit unterstreicht.“

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Österreich: APF erkämpfte für Passagiere 1.603.428 Euro

Im Jahr 2022 konnte die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte in ihren Schlichtungsverfahren insgesamt 1.603.428 Euro an Entschädigungen und Erstattungen für Reisende erwirken. Der größte Anteil entfällt mit 1,5 Millionen Euro auf den Flugsektor, gefolgt vom Bahnbereich mit 114.600 Euro und vom Busbereich mit 3.300 Euro. Im Schnitt bedeutet dies für die Fahr- und Fluggäste eine Leistung von 448 Euro pro abgeschlossenem APF-Verfahren. „Angesichts des gestiegenen Reiseaufkommens im Jahr 2022 war leider auch mit einem Anstieg an Unregelmäßigkeiten zu rechnen“, zieht Maria-Theresia Röhsler, Leiterin der APF, Bilanz. „Ein Großteil des erwirtschafteten Betrags für Reisende kommt aus Verfahren zu kurzfristigen Flugausfällen. Im Bahnbereich hatten wir noch nie so viele Anfragen und Schlichtungsverfahren wie im letzten Jahr. Es freut mich besonders, dass wir die überwiegende Mehrheit dieser Verfahren unbürokratisch, außergerichtlich, schnell und absolut kostenlos für Passagiere lösen konnten. Die gestiegenen Antragszahlen zeigen deutlich den Stellenwert der APF in der österreichischen Schlichtungslandschaft.“ „Die Reiselust war 2022 groß und insbesondere einige Fluglinien und Flughäfen waren gefordert – und mitunter überfordert –, die Reisenden an ihr Ziel zu bringen. Fliegen wurde insgesamt wieder (zeit-)aufwendiger. Aber auch im Bahnbereich überstieg die Nachfrage an einigen besonders starken Reisetagen fallweise die Kapazität der angebotenen Züge. All dies bescherte der Apf vermehrten Zulauf. Es ist erfreulich zu sehen, dass die Erfolgsquote erneut hoch war und die Expertinnen und Experten der Apf im weitaus größten Teil der Schlichtungsfälle eine Einigung zwischen den Parteien herbeiführen konnten“, so Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne). Überwiegende Mehrheit betraf die Luftfahrt Die meisten Verfahren wurden im

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Swiss sucht Erste Offiziere mit Vorerfahrung

Die Lufthansa-Tochter Swiss wird entgegen der vormaligen Praxis in den kommenden Jahren auch Erste Offiziere, die bereits über die vollständige Pilotenausbildung verfügen, einstellen. Man ist sowohl an Personen mit und ohne gültigem Typerating interessiert. Aus verschiedenen Gründen pausierte Swiss während der Coronapandemie die Ausbildung von Flugzeugführerin. Dies hat auch negative Auswirkungen, denn man hat zu wenige Nachwuchspiloten aus der konzerneigenen Kaderschmiede. Um den Bedarf an zusätzlichen Piloten sicherstellen zu können, nimmt man nun auch Erste Offiziere mit Vorerfahrung auf. „Wir freuen uns, bald auch erfahrene Co-Pilotinnen und Co-Piloten neu bei uns begrüßen zu dürfen. Die Ausbildung neuer Piloten dauert rund zwei Jahre. Um auch mittelfristig einen stabilen Flugbetrieb sicherzustellen, sind wir darauf angewiesen, bereits ausgebildete First Officer einzustellen“, so Stefan-Kenan Scheib, Head of Flight. Für die Tätigkeit als Piloten bei Swiss sind neben einem einwandfreien Leumund sowie einer integren, reifen sowie loyalen Persönlichkeit mit Sozialkompetenz und Führungspotential verschiedene Kriterien zu erfüllen, die Anforderungsbedingungen finden sich auf der Homepage des Carriers. Erfahrene Bewerber mit einem gültigen Airbus Type Rating werden bevorzugt behandelt. Die positiv assessierten First Officer erhalten einen unbefristeten Arbeitsvertrag, die Ausbildung erfolgt bei Lufthansa Aviation Training in Glattbrugg.

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Graz feiert Comeback der Berlin-Strecke

Lange musste der Grazer Flughafen auf das Comeback der Berlin-Verbindung warten, aber nun wird diese Route von Eurowings vorerst viermal wöchentlich bedient. Anfang Mai 2023 kommt eine fünfte Rotation hinzu. Geflogen wird jeweils an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch, Donnerstag (ab Mai) und Sonntag. Eingesetzt werden Mittelstreckenjets der Typen Airbus A319 und A320. Die Flugzeit beträgt rund 75 Minuten. Vor der Corona-Pandemie hatten unter anderem SkyWork Airlines und Easyjet diese Stecke, die damals noch nach Tegel führte, im Portfolio. „Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt erstmals von Graz direkt nach Berlin fliegen“, so Eurowings CEO Jens Bischof. „Mit der neuen Strecke binden wir die Steiermark stärker als zuvor an die bundesdeutsche Hauptstadtregion an. Gleichzeitig können jetzt viele Berliner und Brandenburger wesentlich einfacher den Süden Österreichs entdecken. Gleiches gilt für die Metropolregion Hamburg: Am 5. Mai startet die neue Verbindung zwischen Graz und der Hansestadt mit 4 wöchentlichen Rotationen. Wir freuen uns gemeinsam mit dem Flughafen Graz über den erfolgreichen Ausbau unseres Streckennetzes.“ Eurowings baut ihre Präsenz am Flughafen Graz in diesem Jahr deutlich aus. Neben Berlin starten im Mai eine neue Flugverbindung 4 Mal pro Woche nach Hamburg. Mit der Stationierung eines Flugzeugs in Graz werden auch Flüge in beliebte Urlaubsziele wie Chania (Kreta) und Larnaca (Zypern), sowie Hurghada, Karpathos, Korfu, Kos und Rhodos angeboten. Die Flüge nach Palma de Mallorca werden auf 3 wöchentliche Flüge aufgestockt und ab 14. Mai an den Flugtagen Dienstag, Donnerstag und Sonntag angeboten. „Der Start der Berlin-Verbindung ist der Auftakt einer umfangreichen Angebotserweiterung der

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Hamburg: Air India hat ersten Airbus A321neo übernommen

Die Fluggesellschaft Air India hat Ende der vergangenen Woche den ersten Airbus A321neo übernommen. Die Maschine wurde bereits von Hamburg (Finkenwerder) nach Delhi überstellt, jedoch noch nicht in den aktiven Liniendienst gestellt. Erst kürzlich sorgte der indische Carrier mit Großbestellungen, die bei Airbus und Boeing getätigt wurden, für Aufsehen. Der neue Mehrheitseigentümer Tata Sons will die Flotte, die als in die Jahre gekommen gilt, möglichst zügig erneuern. Für die nächsten Jahre sieht man auf dem Subkontinent eine stark steigende Nachfrage. Der erste Airbus A321neo wurde in Hamburg endmontiert und am 25. März 2023 offiziell von Air India übernommen. Der Mittelstreckenjet trägt die indische Registrierung VT-RTD und soll in Kürze in den Liniendienst gestellt werden. Es handelt sich um das erste von vorerst acht Flugzeugen dieses Typs, die über einen Leasinggeber bezogen werden. Im Rahmen einer Großbestellung, die direkt beim europäischen Flugzeugbauer getätigt wurde, sind unter anderem 70 Airbus A321neo enthalten.

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Hongkong: Cathay Pacific will 50 Airbus A320neo einflotten

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific befindet sich momentan in Gesprächen mit Leasinggebern, um bis zu fünfzig Airbus A320neo einflotten zu können. Damit will man die begehrten Maschinen schneller erhalten, denn die Lieferslots beim europäischen Flugzeugbauer sind über Jahre hinweg ausgebucht. Konkret will Cathay Pacific laut einem Bericht von Bloomberg die Flugzeuge nicht leasen, sondern den Lessoren abkaufen. Man würde zwar Direktbestellungen bei Airbus vorziehen, jedoch müsste man bis zum Ende dieses Jahrzehnts auf die Auslieferungen warten. Das dauert dem Konzern mit Sitz in Hongkong zu lange, denn seit der Öffnung der Grenzen ist die Nachfrage stark angezogen. Die 50 Flugzeuge sollen sowohl bei der Mainline als auch bei der Tochter HK Express eingesetzt werden. Das Unternehmen lehnt einen Kommentar zur Berichterstattung von Bloomberg ab und verweist lediglich darauf, dass man mit Leasinggebern und Flugzeugbauern in regelmäßigem Kontakt stehen würde. Bislang wurden die für Cathay Pacific fliegenden Maschinen im Regelfall gekauft. Hingegen fliegt die Tochter HK Express überwiegend mit Leasingflugzeugen. Derzeit besteht die Flotte der Mainline aus 191 Flugzeugen, wobei es sich überwiegend um Widebodies handelt. Lediglich 16 Einheiten gehören der Gattung der Schmalrumpfflugzeuge an.

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Betriebsversammlung: Ryanair stichelte gegen AUA-Streichungen

Aufgrund von Betriebsversammlungen, die von Gewerkschaft Vida und Betriebsrat Bord einberufen wurden, musste Austrian Airlines am Dienstag, den 28. März 2023 rund 100 Flüge streichen. Besonders im Deutschland-Österreich-Verkehr kam dies zu einem ungeschickten Zeitpunkt, denn am Montag sind aufgrund eines großflächigen Streiks sehr viele Flüge zwischen den beiden Staaten ausgefallen. Ende der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Geschäftsleitung von Austrian Airlines das bisherige Angebot an das fliegende Personal nachgebessert hat. Dem Vorschlag nach soll es für die Beschäftigten mehr Lohn geben, wobei die Bezüge der Flugbegleiter in den untersten Senioritätsstufen besonders stark steigen sollen. Vorab wollte sich die Gewerkschaft nicht in die Karten blicken lassen und verwies darauf, dass der Betriebsrat das Angebot zunächst im Rahmen der Betriebsversammlungen mit den Mitarbeitern besprechen wird. Auch am Mittwoch wird es punktuell zu Verspätungen und Ausfällen kommen. Das hängt damit zusammen, dass sich einige Maschinen nicht an jenen Airports, an denen sie eigentlich sein sollten, befinden. Davon sind beispielsweise Langstreckenflüge in die Vereinigten Staaten von Amerika betroffen. Austrian Airlines erklärte unter anderem, dass man versucht habe die betroffenen Passagiere proaktiv auf andere Verbindungen umzubuchen. Der Konkurrent Ryanair nutze die Gelegenheit für eine Werbeaktion. Man legte so genannte „Rettungstarife“ ab 69 Euro auf und behauptete, dass Austrian Airlines „hunderte Flüge“ habe streichen müssen. „Ryanair rettet wieder einmal den Tag in Wien, nachdem Austrian Airlines am Dienstag, den 28. März, kurzfristig Hunderte von Flügen gestrichen hat. Ryanair bietet Rettungstarife ab nur 69 € an, um den österreichischen Reisenden, die durch die jüngsten kurzfristigen Annullierungen

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Symbolische Entscheidung: EU-Kommission erklärt Alitalia-Kredit für rechtswidrig

Die EU-Kommission hat entschieden, dass auch ein im Jahr 2019 an Alitalia gewährtes staatliches Darlehen in der Höhe von 400 Millionen Euro illegal war. Die Wettbewerbshüter ordneten an, dass Italien das Geld zurückfordern muss. Die Entscheidung hat aber eher symbolische Bedeutung. Alitalia musste im Mai 2017 Insolvenz anmelden und wurde mit Hilfe von staatlichen Krediten, die in mehreren Tranchen gewährt wurden, bis Herbst 2021 in der Luft gehalten. Der Nachfolger Ita Airways gilt laut EU-Kommission nicht als Rechtsnachfolger, so dass dieser nicht für die Schulden von Alitalia aufkommen muss. Da sich der vormalige Flagcarrier seit einiger Zeit in Liquidation befindet und zahlreiche Assets bereits verkauft wurden, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass ausreichend Mittel vorhanden sind, um die Anordnung der EU-Kommission erfüllen zu können. Mitbewerber, die gegen die Notkredite, die Alitalia gewährt wurden, geklagt hatten, argumentierten von Anfang an damit, dass sie den Verdacht haben, dass die italienische Regierung planen würde, dass der insolvente Carrier das Geld nie zurückführen muss. Die EU-Kommission hat nun angeordnet, dass das Darlehen in der Höhe von 400 Millionen Euro zurückgefordert werden muss. Weiters wurde im Jahr 2017 ein Kredit im Ausmaß von 900 Millionen Euro gewährt. Auch diesen konnte Alitalia bis heute nicht zurückführen. Aufgrund des Insolvenzverfahrens ist davon auszugehen, dass der italienische Steuerzahler das Geld nie wiedersehen wird und daher die Entscheidung der EU-Kommission lediglich symbolische Bedeutung hat.

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