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Quartalszahlen: Pratt & Whitney mit 2,5 Milliarden U.S.-Dollar Verlust

Der U.S.-amerikanische Triebwerkshersteller Pratt & Whitney steckt tief in den roten Zahlen. Die Konzernmutter RTX musste für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Verlust im Ausmaß von 984 Millionen U.S.-Dollar verkünden. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal hat man noch 1,4 Milliarden U.S.-Dollar verdient. Das Gruppenergebnis wurde maßgeblich von der Triebwerkssparte Pratt & Whitney in den Keller gezogen. Dieser musste einen operativen Verlust von 2,5 Milliarden U.S.-Dollar verkünden. Der Umsatz lag nur noch bei 926 Millionen U.S.-Dollar – etwa 83 Prozent weniger als im dritten Quartal des vorherigen Geschäftsjahres. Hinter der finanziellen Miesere steckt, dass es zu einem Rückruf nahezu aller GTF-Triebwerke gekommen ist. In den Scheiben ist ein Metallpulver enthalten, das sich als problematisch herausgestellt hat. Diese Triebwerke werden hauptsächlich beim Maschinentyp Airbus A320neo eingesetzt. Da Pratt & Whitney nicht schnell genug Tauschtriebwerke liefern kann, mussten zahlreiche Carrier bereits Teile ihrer A320neo-Reihe-Flugzeuge stilllegen. Indirekt sind auch andere Maschinentypen betroffen, da der Hersteller stark auf das GTF-Problem fokussiert ist und es als Folge daraus auch bei anderen Antrieben zu Lieferverzögerungen kommt. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Probleme binnen kurzer Zeit behoben werden können. Derzeit geht Pratt & Whitney davon aus, dass es etwa drei Jahre dauern bis alle Triebwerke überholt sind. Im Schnitt werden in diesem Zeitraum etwa 350 Maschinen pro Jahr nicht zur Verfügung stehen. Betroffen sind nur jene Flugzeuge der A320neo-Reihe, die mit Triebwerken dieses Herstellers ausgestattet sind. Jene, die zum Beispiel auf Leap der Konkurrenz setzen, sind nicht betroffen. Das Finanzergebnis des RTX-Konzerns ist jedenfalls

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Polen: Vinci und IFM beteiligen sich an künftigem Zentralflughafen

Die Unternehmen Vinci Airports und IFM Global Infrastructure Fund wurden in Polen als bevorzugte Investoren für die Errichtung des geplanten neuen Zentralflughafens nahe Warschau ausgewählt. Die beiden Unternehmen sollen rund acht Milliarden polnische Zloty investieren. Die Errichtung des neuen Airports gilt als Prestigeprojekt der derzeit amtierenden Regierung. Derzeit ist geplant, dass der Neubau im Jahr 2028 ans Netz gehen soll. Der Staatscarrier Lot soll diesen Flughafen zu einem großen Drehkreuz entwickeln. In diesem Zusammenhang wurde kürzlich bekannt, dass diese Airline die Flotte stark erweitern will. Der Neubau wird eine Kapazität für etwa 40 Millionen Passagiere und eine Million Tonnen Fracht pro Jahr haben, so ein Sprecher der staatlichen CPK. Es handelt sich um ein ziviles Projekt, jedoch ist auch eine militärische Mitnutzung vorgesehen. Von der Eröffnung an soll der Zentralflughafen auf dem Schienenweg sowie mittels Fernbusse mit den größten Städten Polens verbunden werden. Es wird davon ausgegangen, dass der eine oder andere Regionalflughafen, der momentan an Warschau-Chopin angebunden ist, künftig nur noch auf dem Landweg mit dem geplanten Großflughafen verbunden sein wird. Noch hat man nicht endgültig über die Zukunft des Chopin-Airports entschieden, denn derzeit gibt es verschiedene Varianten. Dieser könnte für den Point-to-Point-Verkehr am Netz bleiben, als General Aviation Platz genutzt werden oder aber vom Netz genommen werden. Aufgrund der innerstädtischen Lage gilt das Areal als äußerst wertvoll. Indirekte Auswirkungen hat das Bauprojekt auch auf die Standorte Radom und Modlin. Der zuerst genannte Airport wird ohnehin nur sehr schwach genutzt, denn lediglich Lot und künftig auch Wizz Air bieten

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Lufthansa lässt City Airlines im Sommer 2024 starten

Der jüngste Flugbetrieb der Lufthansa Group, City Airlines, soll im Sommer 2024 den Flugbetrieb aufnehmen. Die Maschinen werden in Frankfurt am Main und München stationiert und sollen neben Lufthansa Cityline und Air Dolomiti für Zubringerdienste eingesetzt werden. Ab November 2023 beginnt die Rekrutierung des operativen Personals. Zum Start werden Pilotinnen und Piloten sowie Mitarbeitende für die Kabine gesucht. In einer Mitteilung von Lufthansa heißt es, dass auch englischsprachige Piloten berücksichtigt werden. Dies ist ein Paradigmenwechsel, denn bislang waren gute Deutschkenntnisse eine Grundvoraussetzung für einen Job beim Kranich. Für interessierte Wechsler innerhalb des Konzerns können Angebote zu freiwilligen Wechselkonditionen verhandelt werden. Dies umfasst insbesondere das Personal von Lufthansa CityLine. „Mit City Airlines wollen wir Perspektiven für die kommenden Jahrzehnte schaffen und nachhaltig Arbeitsplätze am Standort Deutschland sichern. Nur so können wir wachsen und die Drehkreuze in München und Frankfurt nachhaltig stärken“, so Jens Fehlinger, Geschäftsführer von City Airlines. Zunächst wird City Airlines mit gebrauchten Airbus A319 an den Start gehen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auf Regionaljets der Embraer E2-Reihe oder Airbus A220 umgeflottet werden. Laut City Airlines laufen derzeit die Evaluierungen. Eine endgültige Entscheidung bei welchem Hersteller über die Muttergesellschaft bestellt wird ist noch nicht gefallen.

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Flughafen Klagenfurt wegen Powerbank, USB-Verteiler und Asia-Food evakuiert

Am Dienstag, den 24. Oktober 2023, musste der Flughafen Klagenfurt kurzzeitig gesperrt werden. Gegen 10 Uhr 15 entdeckten die Mitarbeiter bei der Sicherheitskontrolle einen verdächtigen Gegenstand. Die Polizei ordnete vorsorglich die Evakuierung des Terminals an. Ein Sprengstoffexperte nahm dann das verdächtige Handgepäckstück, das laut Mitteilung der Exekutive einem asiatischen Passagier gehört haben soll, genauer unter die Lupe. Nach sehr kurzer Zeit konnte der Beamte Entwarnung geben, denn die verdächtigen Gegenstände stellten sich als harmloser USB-Verteiler, Powerbank und asiatische Lebensmittel-Spezialität heraus. Erklärt wurde der Vorfall damit, dass die drei Gegenstände auf der Röntgenaufnahme unglücklich übereinandergelegen haben sollen. Die Exekutive hob unmittelbar nach der Entwarnung des Experten die Sperre auf. Um etwa 10 Uhr 40 konnte der reguläre Flugbetrieb wiederaufgenommen werden. Allerdings hatte dies für den Austrian-Airlines-Flug nach Wien Auswirkungen: Dieser verspätete sich um etwa 30 Minuten. Da es in Klagenfurt ohnehin nicht sonderlich viele Flüge gibt, kommt es extrem selten vor, dass sich Flüge hier Verspätungen, die am Boden verursacht werden, einfangen. Am Dienstag ist es aufgrund besonderer Vorsicht des Sicherheitspersonals bzw. der Polizei passiert. Die Evakuierung hatte aber für jene Personen, die die Sicherheitskontrolle bereits absolviert hatten, die „Nebenwirkung“, dass diese wegen dem Verlassen des Sicherheitsbereichs (zum Zweck der vorsorglichen Räumung) erneut kontrolliert werden mussten. Offiziellen Angaben nach soll aufgrund der temporären Sperre des Terminals niemand seinen Flug verpasst haben.

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Wien: Wieder Probleme und Verzögerungen beim neuen Fernbusterminal

Der geplante Fernbusterminal für Wien ist abermals ins Stocken geraten. Diesmal gibt es erhebliche Unstimmigkeiten zwischen der Wien Holding und der Investorengruppe DBR um Ariel Muzicant und Markus Teufel. Das städtische Unternehmen hat nun bekanntgegeben, dass der Vertrag aufgelöst wurde. Schon seit vielen Jahren ist man sich innerhalb der Politik einig, dass Wien wieder einen zentralen Fernbusbahnhof braucht. Es gibt allerdings erhebliche Abweichungen wo dieser denn errichtet werden soll. Einige sprechen sich für die so genannten Waldmanngründe in der Nähe des Hauptbahnhofs, wo die Österreichische Postbus AG bereits jetzt ein Busterminal betreibt aus. Andere wollen einen Neubau beim Verteilerkreis, aber die Stadt Wien hat im Jahr 2021 entschieden, dass dieser beim Stadion Center entstehen wird. Dort unterhält die Firma Geschwindl bereits jetzt einen kleinen Busterminal für den Fernverkehr. Einstiger zentraler Busbahnhof ist heute ein Shopping-Center Mehr oder weniger fix ist lediglich, dass die Postbus AG den Bestand beim Hauptbahnhof nicht mehr betreiben will, denn Eigentümer ÖBB riecht das Geld, denn man vermutet, dass man die bahneigenen Grundstücke gewinnbringend vermarkten und damit verbauen kann. Blaguss Reisen, Betreiber des Busbahnhofs unter der Autobahnbrücke in Erdberg, würde den Bestand nach der Eröffnung des Neubaus auflassen. Derzeit ist Erdberg nämlich jener Busbahnhof, der von den meisten Anbietern genutzt wird. Zunehmend entdeckt Flixbus zwar auch die Waldmanngründe für sich, denn dort ist das Ambiente allemal ansprechender als unter der A23-Brücke. Ein Nischendasein fristet der Standort Stadion Center, denn seit der Übernahme von Mein Fernbus durch Flixbus fahren hier nur noch wenige Busse, vorwiegend in Richtung

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Perm: Boeing 737 von Smartavia verpasst das Pistenende

Am Dienstag, den 24. Oktober 2023 ist die von Smartavia betriebene Boeing 737-800 mit der Registrierung RA-73654 nach der Landung auf dem Flughafen Perm rund 50 Meter über die Landebahn hinausgeschossen. Der Mittelstreckenjet befand sich unter der Flugnummer 5N583 auf dem Weg von St. Petersburg (Pulkovo) nach Perm. Der Flug ist bis zur Landung ohne Auffälligkeiten verlaufen. Die Maschine kam auf der Runway nicht rechtzeitig zum Stehen und überschoss das Pistenende. Dabei ist die RA-73654 ins Schleudern geraten. Diese Boeing 737-800 kam auf einer Wiese zum Stehen. Offiziellen Angaben nach konnten die sechs Besatzungsmitglieder und 186 Fluggäste das Flugzeug unverletzt verlassen. Aufnahmen zeigen, dass das Aussteigen direkt auf dem Feld erfolgt ist. Anschließend wurde die RA-73664 aus ihrer misslichen Lage herausgeschleppt. Es handelt sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art, der sich auf dem Flughafen Perm ereignet hat. Erst am 22. September 2023 ist eine von Turkish Airlines unter der Marke Anadolujet betriebe Boeing 737 über das Pistenende hinausgerutscht. Fast identisch ist es am 8. Jänner 2023 einem baugleichen Flugzeug von Pobeda geschehen.

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Auch Frankfurt betroffen: Bamboo Airways stellt Langstreckenflüge ein

Die vietnamesische Fluggesellschaft Bamboo Airlines zieht sich aus dem Langstreckengeschäft zurück. Dies hat zur Folge, dass man den Betrieb der Boeing 787-9-Flotte beenden wird. Man will sich künftig auf den Inlandsverkehr fokussieren. Die Entscheidung, dass man das Geschäftsmodell neu ausrichtet, hat auch Auswirkungen auf Deutschland, denn die Verbindungen nach Frankfurt am Main werden gestrichen. Weiters baut man Personal, das im Ausland, beispielsweise in Australien stationiert ist, ab. Die entsprechenden Kündigungsschreiben wurden bereits ausgehändigt. Ursprünglich bestand die Dreamliner-Flotte von Bamboo Airways aus drei Einheiten. Eines der Leasingflugzeuge hat man bereits Anfang Oktober 2023 an AerCap zurückgegeben. Die beiden anderen sollen demnächst an Calc retouniert werden. Bamboo Airways will künftig primär innerhalb des Vietnams fliegen. Punktuell wird man auch internationale Strecken, die mit Airbus-A320-Familie-Flotte bzw. Embraer 190 erreichbar sind, anbieten. Die Neuausrichtung kommt nicht rein zufällig, denn es wird kolportiert, dass der Carrier mit den Langstreckenflügen erhebliche Verluste gemacht hat. Das Unternehmen nannte keine genauen Zahlen, jedoch kommt die Geschwindigkeit des Rückzuges aus diesem Segment durchaus überraschend.

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Fahrplanwechsel: Neue Nacht- und Fernverbindungen bei den ÖBB

Der europaweite Fahrplanwechsel im Eisenbahnverkehr per 10. Dezember 2023 bringt auch bei den Österreichischen Bundesbahnen einige Neuerungen. Beispielsweise legt man zusätzliche Nachtzugverbindungen auf. Ab 10. Dezember 2023 sind die neuen Nightjet-Garnituren zunächst auf den Strecken ab Wien und Innsbruck nach Hamburg im Einsatz. Die Railjets der neuen Generation werden gerade fertiggestellt und bieten den Fahrgästen ab Frühjahr 2024 auf der Brennerstrecke (München – Innsbruck – Bozen – Verona) mehr Komfort. 2025 kommen noch 27 neue Fahrzeuge für den inneralpinen Verkehr auf Schiene. Im Bereich der Nachtzüge gibt es laut den ÖBB folgende Neuerungen: Der Flughafen Wien soll ebenfalls besser angebunden werden. Nach Graz gibt es künftig um 21 Uhr 33 eine neue Verbindung und nach Linz um 0 Uhr 02. Weiters sind künftig alle Railjet-Verbindungen von/nach Flughafen Wien über das Airrail-Angebot der Austrian Airlines buchbar. International unterwegs: neue Fernverkehrsverbindungen im Überblick Kürzlich wurde bekannt, dass die ÖBB vorerst 14 Doppelstockzüge des Typs Stadler Kiss III bestellt haben. Diese setzt der Konkurrent Westbahn schon länger erfolgreich ein. Die ÖBB werden ihr erstes Exemplar voraussichtlich im Jahr 2026 in den Liniendienst stellen. Die bestehenden – einstöckigen – Railjet-Wägen sollen sukzessive modernisiert werden. Das entsprechende Programm startet im kommenden Jahr. Im Süden Österreichs geht der Kärntner Abschnitt der Koralmbahn inkl. der Zulaufstrecke Wolfsberg – St. Paul im Lavanttal in Betrieb und bringt einige Verbesserungen für die Pendler, wie z.B. schnellere Fahrzeiten, einen Stundentakt auch am Wochenende für die S-Bahn Wolfsberg – Klagenfurt oder zusätzliche REX-Verbindungen zur Hauptverkehrszeit. Für flexiblere Mobilität abseits der Fahrpläne

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Swiss und SBB dehnen Air-Rail auf den Flughafen Genf aus

Die Schweizerischen Bundesbahnen und die Fluggesellschaft Swiss erweitern ihre seit einigen Jahren bestehende „Air-Rail“-Kooperation. Im Fokus steht nun auch der Flughafen Genf, der auf dem Schienenweg mit durchgehenden Tickets verbessert angebunden werden soll. Swiss-Fluggäste, die über die Bahnhöfe Lausanne, Freiburg oder Bern reisen, haben neu die Wahl zwischen einem Anschluss an den Flughafen Zürich oder an den Flughafen Genf. Sie können die neue Verbindung vom oder an den Flughafen Genf ab sofort buchen und nutzen. So können sie beispielsweise direkt und ganz bequem von New York via Genf nach Lausanne, Freiburg oder Bern reisen. Darüber hinaus machen beide Unternehmen einen weiteren wichtigen Schritt bei der technischen Integration ihrer Systemlandschaften und versehen Swiss Tickets künftig mit SBB QR-Code. Ziel ist eine verbesserte Bordkartenkontrolle und Kundenbetreuung. Die Folge aus dieser Neuerung ist auch, dass Reisende wählen können, ob diese über die Flughäfen Zürich oder Genf reisen möchten. Bisher war lediglich der Hauptbahnhof Genf an das Air Rail Streckennetz angebunden. „Gemeinsam mit der SBB arbeiten wir intensiv daran, unseren Gästen ein immer maßgeschneiderteres Mobilitätsangebot zu unterbreiten. Wir freuen uns sehr, darüber, dass wir mit der Anbindung des Flughafens Genf einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht haben und wir unseren Gästen aus der Westschweiz neben einer größeren Auswahl auch ein noch nahtloseres und bequemeres Reiseerlebnis bieten können“, so Tamur Goudarzi Pour, Chief Commercial Officer der Swiss. Zur Verbesserung der Bordkartenkontrolle werden die Swiss- Tickets neu mit dem SBB QR-Code versehen. Damit vollziehen die beiden Unternehmen einen weiteren Schritt bei der Integration ihrer jeweiligen Systemlandschaften. Das

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Ita-Übernahme: Lufthansa bekommt bürokratischen Gegenwind der EU-Kommission

Die EU-Kommission scheint den Einstieg von Lufthansa bei Ita Airways besonders genau zu prüfen, denn die Behörde verlangt ein rund 600 Seiten starkes „Notifizierungsdokument“, das zum Teil durchaus unübliche Angaben enthalten muss. Laut einem Bericht des Handelsblatts sollen Lufthansa und Ita Airways mit umfangreichen Anforderungen seitens der EU-Kommission konfrontiert sein. Es wird eine etwa 600 Seiten starke Notifizierung verlangt. In dieser müssen auch Auskünfte über die künftigen Bordmenüs erteilt werden. Aus Kreisen der Lufthansa ist zu hören, dass es sich um einen enormen bürokratischen Aufwand handeln würde, der mitunter viel Zeit in Anspruch nehmen könnte. Die EU-Kommission scheint es in Sachen Lufthansa diesmal besonders genau zu nehmen. Dahinter könnte durchaus stecken, dass man die umstrittene Staatshilfe, deren Bewilligung gerichtlich aufgehoben wurde, weitgehend nach den Wünschen der Deutschen Regierung „durchgewunken“ hatte. Später wurde die lasche Prüfung für rechtswidrig erklärt, wobei ein Berufungsverfahren vor dem EuGH anhängig ist und der Kranich-Konzern eigenen Angaben nach die Darlehen bereits vollständig getilgt hat. Offensichtlich prüft man seitens der EU-Kommission nun wesentlich genauer und verlangt detaillierte Angaben, die so tief ins Detail gehen, dass selbst über geplante Speisen an Bord der Ita Airways Auskunft erteilt werden muss. Zunächst will Lufthansa mit 41 Prozent einsteigen und dafür 325 Millionen Euro auf den Tisch legen. Bis zum Jahr 2025 könnte man auf 90 Prozent aufstocken und später dann vollständig übernehmen. Der Plan ist mit jenem, den man bei Brussels Airlines vollzogen hat, vergleichbar. Allerdings ist es nun fraglich, ob angesichts des enormen Aufwands, der für die Unterlagenanforderung der

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