
Ufo: Urabstimmungen bei Lufthansa und Cityline läuten neue Phase des Arbeitskampfes ein
Die Fronten im deutschen Luftverkehr verhärten sich massiv, da die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) den Weg für weitreichende Streikmaßnahmen geebnet hat. Am heutigen Mittwoch hat die Gewerkschaft offizielle Urabstimmungen für das Kabinenpersonal der Kernmarke Lufthansa sowie der Tochtergesellschaft Lufthansa Cityline eingeleitet. Dieser Schritt folgt auf monatelange, ergebnislose Verhandlungen über neue Manteltarifverträge und soziale Absicherungen. Während die Gewerkschaft der Konzernleitung eine Blockadehaltung und die Ignoranz zentraler Mitarbeiterinteressen vorwirft, steht das Unternehmen vor der Herausforderung, in einem volatilen Marktumfeld die Kostenstrukturen flexibel zu halten. Die Abstimmungen, die bis zum 27. März 2026 andauern, könnten bereits in der kommenden Osterreisezeit zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugplan führen. Besonders brisant ist die Situation bei Lufthansa Cityline, wo die geplante Einstellung des Flugbetriebs die Existenz von rund 800 Flugbegleitern bedroht und die Forderung nach einem rechtlich bindenden Sozialplan ins Zentrum der Auseinandersetzung rückt. Branchenexperten warnen, dass ein positiver Ausgang der Urabstimmung eine Welle von Arbeitskämpfen auslösen könnte, die den gesamten Konzern in einer Phase der operativen Neuausrichtung empfindlich trifft. Eskalation bei der Kernmarke: Der Streit um den Manteltarifvertrag Bei der Deutschen Lufthansa AG konzentriert sich der Konflikt primär auf die Ausgestaltung des Manteltarifvertrags, der die allgemeinen Arbeitsbedingungen wie Einsatzzeiten, Ruhephasen und Urlaubsregelungen definiert. Die Gewerkschaft UFO sieht sich hier mit Forderungen der Arbeitgeberseite konfrontiert, die auf eine deutliche Erhöhung der Flexibilität und eine damit einhergehende Steigerung der Arbeitsbelastung abzielen. Harry Jaeger, Leiter der Tarifpolitik bei UFO, betont, dass die Verhandlungen an einem Punkt angelangt seien, an dem ein bloßer Austausch von Argumenten am Verhandlungstisch keine Fortschritte








