
Politische Botschaften in WLAN Netzwerken lösen Pilotenintervention aus
In der modernen Luftfahrt hat die Sicherheit an Bord oberste Priorität, wobei das Verantwortungsbewusstsein der Piloten weit über die rein technische Steuerung des Flugzeugs hinausgeht. Ein jüngster Vorfall an Bord einer Maschine der US Fluggesellschaft United Airlines verdeutlicht die schmale Gratwanderung zwischen Meinungsfreiheit und der Aufrechterhaltung der Ordnung in der Kabine. Ein Passagier hatte einen mobilen Hotspot aktiviert, dessen Netzwerkname eine politisch provokative und mit Kraftausdrücken versetzte Botschaft zur Nahostthematik enthielt. Die Reaktion des Kapitäns war unmittelbar und drastisch: Er drohte mit der Einschaltung der Bundespolizei FBI, sollte das Netzwerk nicht innerhalb von dreißig Sekunden deaktiviert werden. Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Ereignissen, bei denen digitale Kennungen in Flugzeugen zu massiven Verzögerungen, Sicherheitsüberprüfungen und polizeilichen Ermittlungen führten. Eskalation über den Wolken Der Vorfall ereignete sich während eines regulären Flugbetriebs, als Fluggäste in der Liste der verfügbaren WLAN Netzwerke auf einen Hotspot mit dem Namen Free Palestine, F Zionists aufmerksam wurden. Die Nachricht verbreitete sich schnell unter den Passagieren und erreichte schließlich das Cockpit. Der verantwortliche Pilot entschied sich gegen den diskreten Weg über das Kabinenpersonal und wählte stattdessen das Bordansagesystem für eine unmissverständliche Warnung. Berichten zufolge forderte er die betreffende Person auf, den Hotspot sofort abzuschalten, andernfalls werde das Flugzeug bei der Landung von Bundesagenten empfangen. Augenzeugen beschreiben die Atmosphäre nach dieser Durchsage als extrem angespannt. Während ein Teil der Fluggäste die harte Linie des Piloten unterstützte, empfanden andere das Vorgehen als überzogen, da von der rein textlichen Botschaft keine unmittelbare physische Gefahr für die Flugsicherheit








