
Krisenvorsorge im Luftraum: Britische Regierung lockert Slot-Regulierung wegen drohender Treibstoffengpässe
Die britische Luftfahrtbranche bereitet sich auf einen Sommer unter erschwerten Bedingungen vor. Angesichts drohender Kerosinknappheit infolge der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten hat die Regierung in London weitreichende Notfallpläne vorgelegt. Um ein Chaos an den Flughäfen durch kurzfristige Flugstreichungen zu verhindern, sollen Fluggesellschaften künftig die Möglichkeit erhalten, ihre Flugpläne bereits Wochen im Voraus auszudünnen, ohne dabei ihre wertvollen Start- und Landerechte, die sogenannten Slots, zu verlieren. Verkehrsministerin Heidi Alexander betonte, dass diese Flexibilität notwendig sei, um die Stabilität des Flugverkehrs zu gewährleisten und sicherzustellen, dass Reisende nicht erst am Abfluggate von Annullierungen erfahren. Die Neuregelung zielt darauf ab, Ressourcen effizient zu bündeln und insbesondere touristische Langstrecken- und Ferienverbindungen gegenüber hochfrequentierten Kurzstrecken-Businessrouten zu priorisieren. Geopolitische Risiken und die Abhängigkeit von Importen Der Hintergrund dieser außergewöhnlichen Maßnahme ist die prekäre Versorgungslage mit Flugtreibstoff. Großbritannien importiert etwa 65 Prozent seines Kerosinbedarfs, wobei ein erheblicher Anteil traditionell aus dem Nahen Osten stammt. Durch die Eskalation des Iran-Krieges und die damit verbundene Sperrung der Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Versorgungsadern für den europäischen Markt unterbrochen. Experten der Internationalen Energieagentur (IEA) warnen bereits davor, dass Europa ohne alternative Bezugsquellen bis Juni mit ernsthaften Engpässen konfrontiert sein wird. Verkehrsministerin Heidi Alexander erklärte, dass die Situation derzeit zwar stabil sei und keine unmittelbaren Störungen vorlägen, die Lage sich jedoch stündlich ändern könne. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, hat die Regierung bereits damit begonnen, die Importe aus den USA und von der westafrikanischen Küste hochzufahren. Zudem wurden die vier inländischen Raffinerien angewiesen, ihre Produktion auf das Maximum








