
Pläne für Flottenwachstum und Teilprivatisierung bei der Fluggesellschaft Tap Air Portugal
Die portugiesische Fluggesellschaft Tap Air Portugal steht vor weitreichenden Veränderungen ihrer operativen und eigentumsrechtlichen Struktur. Nach dem bevorstehenden Auslaufen von wettbewerbsrechtlichen Beschränkungen der Europäischen Union, die im Zuge staatlicher Rettungsbeihilfen während der Pandemie auferlegt wurden, bereitet das Unternehmen eine deutliche Vergrößerung seiner Flugzeugflotte für die Jahre 2027 und 2028 vor. Parallel dazu läuft die Frist für die Einreichung verbindlicher Angebote zur Teilprivatisierung der Fluglinie ab, bei der etablierte europäische Luftfahrtkonzerne um eine Minderheitsbeteiligung werben. Diese Entwicklungen versprechen zwar eine Ausweitung des Flugangebots, werfen jedoch auch Fragen bezüglich der langfristigen Wirtschaftlichkeit und der verbleibenden staatlichen Einflussnahme auf. Wegfall der europäischen Auflagen ermöglicht Kapazitätsaufbau Während der weltweiten Pandemie erhielt Tap Air Portugal umfangreiche finanzielle Unterstützung durch den portugiesischen Staat, um das Überleben der Gesellschaft zu sichern. Die Europäische Kommission in Brüssel genehmigte diese Hilfen jedoch nur unter strengen Auflagen zum Schutz des freien Wettbewerbs. Eine der einschneidendsten Maßnahmen war die Deckelung der operativen Flugzeugflotte auf maximal 99 Maschinen. Diese künstliche Begrenzung verhinderte über Jahre hinweg, dass die Fluggesellschaft auf die wieder anziehende Nachfrage im internationalen Luftverkehr mit einer Ausweitung ihrer Kapazitäten reagieren konnte. Mit dem Auslaufen dieser Auflagen plant die Führung von Tap Air Portugal nun eine deutliche Aufstockung der Flotte. Nach Informationen der portugiesischen Wirtschaftszeitung Jornal Económico hat die Fluggesellschaft für die Jahre 2027 und 2028 einen Lieferplan vereinbart, der den Zulauf von bis zu 24 neuen Airbus-Flugzeugen vorsieht. Diese Vereinbarung, die in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Airbus und verschiedenen Leasingpartnern getroffen wurde, umfasst 22 Flugzeuge der modernen A320neo-Familie für Kurz-








