
Beendigung des Wetlease-Abkommens zwischen IndiGo und Norse Atlantic Airways
Die norwegische Langstreckenfluggesellschaft Norse Atlantic Airways steht vor einer organisatorischen und betrieblichen Neuausrichtung ihrer Flottenkapazitäten. Grund hierfür ist die Entscheidung der indischen Fluggesellschaft IndiGo, ein bestehendes Abkommen über das Leasen von sechs Großraumflugzeugen vom Typ Boeing 787-9 vorzeitig zu beenden. IndiGo wird den Betrieb von gechartertem Großraumfluggerät zum 25. Oktober 2026 einstellen und die Leasingvereinbarungen mit Norse zum 31. Oktober 2026 aufheben. Als Ursachen nennen beide Unternehmen veränderte Rahmenbedingungen durch geopolitische Konflikte im Nahen Osten, die zu gestiegenen Treibstoffpreisen, Luftraumsperrungen und spürbaren Flugzeitverlängerungen auf den Trassen zwischen Indien und Europa geführt haben. Für Norse Atlantic bedeutet das Ende der Vereinbarung die Rückkehr von sechs Maschinen in den eigenen Verfügungsbereich. Dies fällt zeitlich mit der Einleitung eines formalen Prüfungsprozesses zusammen, der in einem Verkauf, einer Fusion oder einer Partnerschaft des norwegischen Unternehmens münden könnte. Hintergründe und Bedingungen der vorzeitigen Vertragsauflösung Das Wetlease-Abkommen zwischen der norwegischen Gesellschaft und IndiGo war als Übergangslösung konzipiert. IndiGo hatte die sechs Flugzeuge vom Typ Boeing 787-9 ab dem Jahr 2025 übernommen, um den Aufbau eigener Langstreckenverbindungen zu überbrücken, bis werkseigene Maschinen vom Typ Airbus A350-900 beim indischen Marktführer eintreffen. Die Vereinbarung sah vor, dass Norse das Fluggerät sowie die Flugkapitäne und Ersten Offiziere stellte, während IndiGo das Kabinenpersonal stellte. Durch den Konflikt im Nahen Osten und die damit verbundenen Einschränkungen bei der Nutzung des Luftraums verschlechterte sich die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Streckennetzes. Umfliegungen gesperrter Zonen verlängerten die Flugzeiten zwischen indischen Flughäfen und Zielorten in Westeuropa erheblich, was in Kombination mit den gestiegenen Flugkraftstoffpreisen die betrieblichen Aufwendungen








