
Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung analysiert Flugschreiber einer Boeing 787-9 der Vietnam Airlines
Die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Ermittlungen zu einer schweren Störung des Flugbetriebs am Flughafen München aufgenommen. Am 15. August 2026 kam es beim Start einer Boeing 787-9 der Fluggesellschaft Vietnam Airlines zu einer Bodenberührung des Flugzeughecks, einem sogenannten Tailstrike. Das Langstreckenflugzeug hob erst im allerletzten Bereich der Startbahn ab. Nach zwei Stunden in der Luft und dem Ablassen von Treibstoff kehrte die Maschine mit rund 270 Insassen sicher nach München zurück. Während Passagiere und Besatzung unverletzt blieben, erlitt das Flugzeug Beschädigungen am Rumpf und am Fahrwerk. Die BFU untersucht nun in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerbehörden die Ursachen für die verzögerte Rotation und die geringe Beschleunigung. Verlauf des Startvorgangs und Feststellungen der Flugunfalluntersuchung Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen der in Braunschweig ansässigen Untersuchungsbehörde setzte sich die Boeing 787-9 der Vietnam Airlines am Samstagnachmittag um 13.57 Uhr auf der Startbahn 26L des Münchner Flughafens in Bewegung. Ziel des Fluges war die vietnamesische Hauptstadt Hanoi. Während des Anrollens erreichte das Flugzeug die berechnete Abhebegeschwindigkeit erst sehr spät im Verlauf der Startstrecke. Beim Einleiten des Steigflugs, der sogenannten Rotationsphase, hob das Bugrad ab, woraufhin das Heck der Maschine den Asphalt der Piste berührte. Die Ermittler der BFU stellten bei der Erstbegehung des Geländes eindeutige Schleif- und Reifenspuren am äußersten Ende der Startbahn fest, die dem betroffenen Passagierjet zugeordnet werden konnten. Das Flugzeug überflog die Bahnneigung und die Platzgrenze nur mit geringer Höhe, bevor es in den Steigflug überging. Rückkehr nach München und Notlandung mit Fahrwerkschaden Nach dem Vorfall stieg die Flugbesatzung auf








