
Verschiebung der Fluglärmbelastung durch veränderte Abflugroute am Frankfurter Flughafen
Am Flughafen Frankfurt am Main hat die Einführung der geänderten Abflugroute Cindy S im Sommer 2025 zu einer spürbaren Neuverteilung des Fluglärms in der südhessischen Region geführt. Während dicht besiedelte Gebiete im Norden von Darmstadt wie Arheilgen und Kranichstein eine Entlastung erfahren, verzeichnen weiter südöstlich gelegene Kommunen wie Erzhausen, Egelsbach, Messel sowie der Norden von Wixhausen eine Zunahme der Lärmimmissionen. Die Umstellung basiert auf Untersuchungen des Forums Flughafen und Region sowie Beschlüssen der Fluglärmkommission und der Festlegung durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung. Erste Auswertungen nach knapp einem Jahr Messbetrieb bestätigen die im Vorfeld ermittelten Prognosen. Dennoch regt sich in den neu belasteten Gemeinden anhaltender Protest gegen die Streckenführung und das Zustandekommen der Entscheidungen. Hintergründe der Streckenverlegung und verfahrenstechnische Grundlagen Die Flugstrecke mit der Kennung Cindy S, die vormals unter der Bezeichnung Amtix kurz geführt wurde, gehört zu den am stärksten frequentierten Abflugkorridoren des Frankfurter Flughafens. Flugzeuge, die auf der Startbahn West in Richtung Süden abheben oder vom Parallelbahnsystem starten, werden über diesen Korridor nach Südosten geleitet. In der früheren Streckenführung überflogen die Maschinen dicht bewohnte Stadtteile im Norden Darmstadts. Im Rahmen des Maßnahmenprogramms Aktiver Schallschutz untersuchte das Forum Flughafen und Region seit 2018 verschiedene Alternativen, um die Anzahl der vom Fluglärm betroffenen Personen zu verringern. Ziel der Planungen war es, die Flugspuren in Bereiche zu verlegen, die eine geringere Besiedlungsdichte aufweisen. Nach der Prüfung von drei Modellvarianten sprach sich die Fluglärmkommission im Oktober 2024 für eine nördliche Verschiebung aus. Nach der rechtlichen Festlegung durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung trat die








