
Neue Ermittlungsergebnisse zum Zwischenfall eines Airbus A320neo von Air India
Der Zwischenfall auf dem Air India Flug 2379 am 4. August 2026 rückt zunehmend in den Fokus internationaler Luftfahrtbehörden und Sicherheitsexperten. Was auf dem Weg von Phuket nach Delhi zunächst als Folge unvorhersehbarer Turbulenzen in Reiseflughöhe eingestuft wurde, erweist sich nach Auswertung der Flugdatenrekorder als komplexes technisches Versagen. Eine vorläufige technische Analyse des Flugzeugherstellers Airbus stellt fest, dass die Maschine des Typs Airbus A320neo mit dem Kennzeichen VT-EXO binnen kürzester Zeit einen Druckverlust in allen drei Hydraulikkreisläufen erlitt. Infolgedessen sackte das Flugzeug um rund 300 Fuß (etwa 90 Meter) ab, was zu erheblichen Unruhen in der Kabine und Verletzungen bei Passagieren und Besatzung führte. Parallel zu den technischen Ermittlungen belasten positive Drogentests beim Flugkapitän die Untersuchung. Sequenzieller Druckverlust in allen drei Hydrauliksystemen Flugzeuge der Airbus-A320-Familie verfügen über drei voneinander unabhängige Hydrauliksysteme, die intern als grüner, blauer und gelber Kreislauf bezeichnet werden. Diese Dreifachredundanz soll sicherstellen, dass selbst beim Ausfall von zwei Systemen die Manövrierfähigkeit des Flugzeugs jederzeit gewährleistet bleibt. Ein gleichzeitiger oder unmittelbar aufeinanderfolgender Ausfall aller drei Systeme galt in der zivilen Luftfahrt bislang als äußerst unwahrscheinlich. Die Auswertung des Digital Flight Data Recorders zeigt jedoch, dass kurz vor dem Zwischenfall über dem Bundesstaat Odisha sequenziell der Druck in allen drei Leitungen abfiel. Erst fiel das grüne System aus, binnen einer Sekunde folgten das blaue und das gelbe System. Durch diesen vollständigen Verlust des Hydraulikdrucks standen den Piloten für etwa vier Sekunden wichtige Steuerflächen – darunter das Höhenruder für die Längsneigung und die Querruder für die Rollbewegung – nicht zur








