
Diskrepanz bei den Startberechnungen führt zu Vorfall bei einem Passagierflug ab London Luton
Die britische Regierungsbehörde für die Untersuchung von Flugunfällen, die Air Accidents Investigation Branch, hat einen detaillierten Untersuchungsbericht zu einem schwerwiegenden operativen Zwischenfall auf dem Flughafen London Luton vorgelegt. Eine Passagiermaschine des Typs Airbus A320-214 der Fluggesellschaft Easyjet leitete den Startlauf von einer Pistenkreuzung aus ein, obwohl die zuvor im Cockpit durchgeführten Sicherheits- und Leistungsberechnungen zwingend die Nutzung der gesamten Startbahnlänge vorschrieben. An Bord des Linienfluges mit der Flugnummer EZY2335 nach Málaga befanden sich zum Zeitpunkt des Geschehens 180 Passagiere sowie sechs Besatzungsmitglieder. Obwohl der Startvorgang ohne sichtbare Komplikationen verlief, das Flugzeug normal abhob und den Flug nach Südspanien ohne Schäden oder Verletzte beendete, stufte die staatliche Untersuchungsbehörde das Ereignis gemäß den nationalen Meldekriterien als schwerwiegenden Vorfall ein. Die Diskrepanz zwischen den theoretisch berechneten Leistungsparametern und den realen Bedingungen auf dem Rollfeld wurde erst Stunden später durch das automatisierte Datenüberwachungssystem der Fluggesellschaft aufgedeckt. Der nun veröffentlichte amtliche Bericht verweist auf eine Verkettung von menschlichen Faktoren, Bestätigungsfehlern und prozeduralen Schwachstellen während der Startvorbereitungen im Cockpit, woraufhin die Fluggesellschaft bereits umfassende Anpassungen ihrer internen Sicherheitsabläufe in die Wege geleitet hat. Die chronologische Abfolge der Ereignisse während der Flugvorbereitung am Boden Der Zwischenfall ereignete sich am Vormittag auf dem stark frequentierten Londoner Vorortsflughafen Luton. Die Cockpitbesatzung des zweistrahligen Airbus A320-214 mit der Luftfahrzeugregistrierung G-EZUK befasste sich im Rahmen der standardisierten Flugvorbereitung mit der Ermittlung der notwendigen Startleistung. In einer ersten Planungsphase beabsichtigten die Piloten, für den Abflug von der Startbahn 25 die Pistenkreuzung Alpha zu nutzen. Solche sogenannten Intersectionsstarts sind im modernen Luftverkehr an








