
Kein Interesse der Golf-Airlines an Mattala: Sri Lankas „Geisterflughafen“ bleibt ohne internationale Nutzer
Die Bemühungen der sri-lankischen Regierung, den Mattala Rajapaksa International Airport (MRIA) als alternatives Drehkreuz für große Fluggesellschaften aus der Golfregion zu etablieren, sind vorerst gescheitert. Wie der stellvertretende Minister für Zivilluftfahrt, Janitha Ruwan Kodithuwakku, bestätigte, gab es auf die gezielten Einladungen an die großen Carrier aus dem Nahen Osten keinerlei positive Resonanz. Trotz des Angebots, Lande- und Parkgebühren für Refuelling- und Transitstopps vollständig zu erlassen, zeigten Branchenriesen wie Emirates, Qatar Airways oder Etihad kein Interesse an einer operativen Nutzung des Standorts. Die Absage der Golf-Carrier wiegt schwer, da sie als potenzielle Ankerkunden galten, um den chronisch unterausgelasteten Flughafen im Süden der Insel wirtschaftlich zu beleben. Experten sehen die Gründe für die Ablehnung vor allem in der mangelnden Kapazität für großflächige Netzoperationen sowie in der abgelegenen Lage des Flughafens, die einen effizienten Hub-Betrieb nach internationalem Vorbild erschwert. Fehlende operative Attraktivität für Großfluggesellschaften Die strategische Initiative der staatlichen Zivilluftfahrtbehörde (CAA) zielte darauf ab, den MRIA als Ausweichflughafen in einer Region zu positionieren, in der etablierte Drehkreuze zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Doch die Rückmeldungen der kontaktierten Airlines blieben rein formell und unverbindlich. Minister Kodithuwakku erklärte, dass die Fluggesellschaften zwar ihre Wertschätzung für das Angebot ausgedrückt, jedoch keinerlei Bereitschaft signalisiert hätten, den Flughafen tatsächlich anzufliegen. Ein Hauptgrund für das Desinteresse ist die schiere Größe der Operationen der Golf-Carrier. Diese Fluggesellschaften betreiben komplexe Netzwerke mit Hunderten von Anschlussverbindungen, die eine Infrastruktur erfordern, welche der Mattala-Flughafen mit einer Passagierkapazität von lediglich einer Million pro Jahr nicht bieten kann. Eine Verlagerung auch nur von Teilen des








