
Tourismuskrise in der Karibik: Fluggesellschaften ziehen sich zunehmend vom Standort Kuba zurück
Die touristische Infrastruktur Kubas sieht sich mit einer beispiellosen Verschärfung der logistischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. In den vergangenen Wochen hat sich der Rückzug internationaler Fluggesellschaften von der Karibikinsel massiv beschleunigt, was zu einer drastischen Ausdünnung des Flugangebots aus Europa führt. Die staatliche Fluggesellschaft Cubana de Aviacion hat ihre Verbindungen von Madrid nach Havanna und Santiago de Cuba mit sofortiger Wirkung eingestellt. Auch die ursprünglich für Mai geplante Wiederaufnahme der Direktflüge von Frankfurt am Main wurde auf den Beginn der Wintersaison Ende Oktober verschoben. Diese Entwicklung ist kein isoliertes Phänomen, sondern Teil einer breiteren Marktkonsolidierung, bei der namhafte Anbieter wie Air France ihren Dienst bereits quittiert haben, während andere wie Iberia und Turkish Airlines kurz vor der Einstellung ihrer Routen stehen. Neben verschärften US-Sanktionen unter der Administration von Präsident Donald Trump belasten massive Energieengpässe den operativen Betrieb. Der Wegfall von Erdöllieferungen aus Venezuela und Mexiko zwingt Airlines zu kostspieligen Tankstopps in Drittländern, was die Wirtschaftlichkeit der ohnehin unter Druck stehenden Routen weiter untergräbt. Streichungen und Verschiebungen im europäischen Flugplan Die aktuelle Sommersaison markiert einen Tiefpunkt für die Erreichbarkeit Kubas aus dem europäischen Raum. Die Entscheidung von Cubana, die strategisch wichtige Route von Madrid in den Osten der Insel nach Santiago de Cuba zu kappen, trifft den Individual- und Kulturtourismus schwer. Santiago de Cuba, bekannt für seine historische Kathedrale und als kulturelles Zentrum, ist damit für europäische Reisende kaum noch auf direktem Weg erreichbar. Die Verzögerung der Frankfurt-Verbindungen bedeutet zudem, dass der deutsche Markt bis zum Herbst weitgehend auf Umsteigeverbindungen angewiesen








