
Krise im nigerianischen Luftverkehrssektor: Massive Treibstoffpreissteigerungen gefährden den nationalen Flugbetrieb
Der nigerianische Luftfahrtsektor steht vor einer beispiellosen Belastungsprobe, die weitreichende Konsequenzen für die nationale Wirtschaft und die Stabilität des Landes nach sich ziehen könnte. Nach einem dramatischen Anstieg der Preise für Flugkraftstoff um 300 Prozent innerhalb weniger Wochen hat der nigerianische Luftfahrtminister Festus Keyamo einen dringenden Appell an die heimischen Fluggesellschaften gerichtet. In einem offiziellen Schreiben an die Organisation Airline Operators of Nigeria reagierte der Minister auf die Warnung der Branche, den Flugbetrieb ab dem 20. April 2026 aufgrund der untragbaren Kostenbelastung einzustellen. Die Entwicklung ist alarmierend: Während der Liter Jet-A1-Treibstoff Ende Februar noch bei 900 Naira lag, kletterte der Preis bis Mitte April auf 3.300 Naira. Die Fluggesellschaften sehen sich außerstande, diese Kosten durch laufende Einnahmen zu decken, da die Treibstoffkosten mittlerweile die gesamten Umsätze übersteigen. Die Regierung in Abuja stuft den Sektor als kritisches nationales Gut ein und befürchtet bei einem flächendeckenden Grounding massive Störungen der Logistikketten und der nationalen Sicherheit. Ein für den 22. April angesetztes Notfalltreffen soll nun Lösungen herbeiführen, um den drohenden Stillstand abzuwenden. Dramatische Preisentwicklung und wirtschaftlicher Druck auf die Airlines Die aktuelle Preiseskalation bei Flugkraftstoff in Nigeria ist nach Ansicht der Branchenvertreter nicht allein durch die globale Marktentwicklung zu erklären. Während die weltweiten Rohölpreise im gleichen Zeitraum um etwa 30 Prozent stiegen, verteuerte sich das Kerosin in Nigeria um das Zehnfache dieses Wertes. Die Airline Operators of Nigeria bezeichnen diese Steigerung daher als künstlich und fordern Aufklärung über die Preisgestaltung der Kraftstoffhändler. Für die Fluggesellschaften ist die Schmerzgrenze längst überschritten. Seit mehr als








