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Neuausrichtung der luftfahrttechnischen Lieferketten zur Bewältigung globaler Kapazitätsengpässe

Die globalen Engpässe und Verzögerungen in der luftfahrttechnischen Lieferkette belasten die Luftfahrtindustrie weiterhin in erheblichem Maße und führen zu weitreichenden operativen und finanziellen Konsequenzen für Fluggesellschaften weltweit. Auf dem ersten Weltkongress für Wartung und Technik des internationalen Luftverkehrsverbandes IATA in Madrid wurden die systemischen Defizite der Branche analysiert und vier strategische Prioritäten zur Stabilisierung des Sektors definiert. Die anhaltenden Störungen, die von verzögerten Flugzeugauslieferungen über den Mangel an Ersatzteilen bis hin zu begrenzten Wartungskapazitäten reichen, haben der Luftfahrtindustrie allein im Jahr 2025 Kosten in Höhe von mindestens 11 Milliarden US-Dollar verursacht. Da der Auftragsrückstau bei den Flugzeugherstellern auf über 18.000 Maschinen angewachsen ist und das weltweite Flottenalter einen historischen Höchststand erreicht hat, fordert der Verband eine engere Kooperation aller Akteure entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette. Die ökonomischen Dimensionen der anhaltenden Produktionsverzögerungen Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Lieferkettenkrise beeinflussen die Bilanzen der Fluggesellschaften direkt und dämpfen die Effizienzgewinne, die durch die Modernisierung der Flotten eigentlich erzielt werden sollten. Laut dem aktuellen Bericht des IATA-Generaldirektors Willie Walsh fehlen den Fluggesellschaften derzeit weltweit mehr als 5.000 geplante Ersatzflugzeuge, die fest in die Netzwerkkalkulationen der Unternehmen einkalkuliert waren. Das Ausbleiben dieser moderneren Maschinen zwingt die Betreiber dazu, ältere Flugzeugtypen deutlich länger als ursprünglich geplant im aktiven Dienst zu halten. Als direkte Folge dieser Entwicklung ist das durchschnittliche Alter der weltweiten Flugzeugflotte auf den Rekordwert von 15,2 Jahren gestiegen. Der Weiterbetrieb älterer Modelle ist jedoch mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Zum einen steigen die Aufwendungen für die laufende technische Wartung und die Beschaffung seltenerer Ersatzteile überproportional an.

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Finanzierungszusage der staatlichen US-amerikanischen Export-Import-Bank für Großauftrag von Vietnam Airlines

Die vietnamesische Nationalgesellschaft Vietnam Airlines hat eine weitreichende finanzielle Unterstützung aus den Vereinigten Staaten für ihre geplante Flottenmodernisierung erhalten. Die Export-Import-Bank der USA hat eine feste Finanzierungszusage im Wert von mehr als 2,9 Milliarden US-Dollar erteilt, die direkt an den geplanten Erwerb von 50 Schmalrumpfflugzeugen des Typs Boeing 737 Max 8 gekoppelt ist. Diese Vereinbarung markiert einen strategischen Wendepunkt für die Fluggesellschaft, die damit erstmals Flugzeuge dieser Modellreihe direkt vom US-amerikanischen Hersteller bezieht. Die Auslieferung der Maschinen ist für den Zeitraum zwischen 2030 und 2032 vorgesehen und soll dazu beitragen, die Kapazitäten auf den stark nachgefragten Inlandsstrecken sowie im regionalen asiatischen Flugverkehr erheblich auszuweiten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden wirtschaftlichen Wachstums in Südostasien, das zu einer der am schnellsten expandierenden Luftverkehrsregionen weltweit zählt. Die wirtschaftliche Dimension der US-amerikanischen Unterstützung Die Zusage der staatlichen US-amerikanischen Export-Import-Bank stellt ein zentrales Fundament für die langfristige Finanzierungsstrategie von Vietnam Airlines dar. Mit einem Gesamtvolumen von über 2,9 Milliarden US-Dollar werden die finanziellen Risiken des Großauftrags für die Fluggesellschaft erheblich abgefedert. Solche staatlich abgesicherten Kredite und Garantien sind in der zivilen Luftfahrtindustrie ein bewährtes Mittel, um den Export von Technologiegütern zu fördern und ausländischen Käufern verlässliche Liquiditätsrahmen zu bieten. Für Vietnam Airlines bedeutet diese Unterstützung eine Stärkung der eigenen Kapitalbasis in einer Phase intensiver Investitionen. Die Fluggesellschaft betonte, dass die Absicherung durch die US-amerikanische Institution die Fähigkeit des Unternehmens festigt, die ambitionierten Flottenpläne fristgerecht umzusetzen. Der im Frühjahr 2026 finalisierte Vertrag zwischen der Fluggesellschaft und dem Luftfahrtkonzern Boeing gewinnt durch die nun

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Russische S7 Airlines beschränkt Landerechte für Erste Offiziere nach harten Aufsetzvorgängen

Die russische Fluggesellschaft S7 Airlines hat mit Wirkung zum 1. Juni 2026 eine weitreichende temporäre Betriebsregelung eingeführt, die es der Mehrheit der Ersten Offiziere bis zum 1. Oktober 2026 untersagt, Landungen an den meisten Destinationen des Streckennetzes durchzuführen. Hintergrund dieser ungewöhnlichen Maßnahme ist eine Serie von harten Landungen, bei denen die zulässigen vertikalen Belastungsgrenzen der Luftfahrzeuge überschritten wurden. Die Fluggesellschaft reagiert damit auf die Notwendigkeit, ungeplante Wartungsereignisse und damit verbundene Ausfallzeiten der Flugzeuge zu minimieren. In der zivilen Luftfahrtindustrie gilt dieser Schritt als höchst unüblich, da Co-Piloten regulär einen wesentlichen Teil der Starts und Landungen absolvieren, um ihre fliegerische Praxis aufrechtzuerhalten und sich für die Beförderung zum Kapitän zu qualifizieren. Die Entscheidung beleuchtet die veränderten Prioritäten im russischen Luftverkehrssektor, wo der Erhalt der betriebsbereiten Flotte unter den Bedingungen internationaler Handelsbeschränkungen oberste Priorität genießt. Die geografische Reichweite und Ausnahmen der neuen Flugbetriebsordnung Die vom stellvertretenden Generaldirektor für den Flugbetrieb erlassene Anweisung schränkt die fliegerische Aktivität der Ersten Offiziere drastisch ein. Demnach sind selbstständige Landungen durch den Co-Piloten im viermonatigen Gültigkeitszeitraum nur noch an einer stark begrenzten Anzahl von Heimatflughäfen und Kernbasen der S7 Airlines gestattet. Zu den freigegebenen Destinationen gehören der Flughafen Moskau-Domodedowo, Nowosibirsk, Wladiwostok sowie der Flughafen Irkutsk, wobei an letzterem die Landebahn 12 explizit von der Erlaubnis ausgenommen wurde. Bei allen anderen Zielflughäfen im In- und Ausland ist der amtierende Kapitän verpflichtet, die Steuerung des Flugzeugs während der gesamten Landephase physisch selbst zu übernehmen. Von der strikten Regelung ausgenommen sind lediglich dezidierte Ausbildungs- und Qualifikationsflüge. Erste Offiziere, die sich

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Erpressergruppe Bashe: Mutmaßlicher Cyberangriffs auf die Flughafen Wien AG

Ein mutmaßlicher Cyberangriff auf den Flughafen Wien hat eine Debatte über die IT-Sicherheit kritischer Infrastrukturen und die Methoden internationaler Erpresserbanden ausgelöst. Die cyberkriminelle Gruppierung Bashe behauptet, sensible Datensätze des größten österreichischen Flughafens entwendet zu haben, und droht im Darknet mit deren Veröffentlichung. Als vermeintlichen Beleg publizierten die Akteure Frachtdokumente aus dem Jahr 2025, die unter anderem den Transport von Schusswaffen und Chemikalien dokumentieren. Die Betreibergesellschaft des Flughafens wies die Darstellung einer akuten Bedrohung umgehend zurück und sprach von alten, bedeutungslosen Aufstellungen. Der reguläre Flug- und Abfertigungsbetrieb verzeichnete keinerlei Beeinträchtigungen, und Hinweise auf den Abfluss personenbezogener oder geschäftskritischer Kundendaten liegen nach Angaben des Unternehmens nicht vor. Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie weltweiter Cybersicherheitsvorfälle im Logistik- und Verkehrssektor und beleuchtet die zunehmend aggressive Marketingstrategie moderner Ransomware-Akteure. Die Details der veröffentlichten Frachtdokumente und die Reaktion des Flughafenmanagements Die von den Angreifern als Echtheitsbeweis vorgelegten Datenauszüge umfassen sogenannte Pre-Flight-Reports und detaillierte Ladelisten von Transportflügen. Besondere Aufmerksamkeit erregte dabei ein Dokument des Fluges TP1271 von Wien nach Portugal, aus dem der Transport von Glock-Pistolen mit einem Gesamtgewicht von 1590 Kilogramm hervorgeht. Da diese Waffen bei den portugiesischen Streitkräften als reguläre Dienstwaffe eingeführt wurden, handelt es sich zwar um einen legalen Rüstungstransport, die logistischen Abwicklungsdaten unterliegen jedoch üblicherweise strengen Geheimhaltungsvorschriften. Ein weiterer veröffentlichter Beleg dokumentiert den Transport gefährlicher chemischer Güter auf derselben Flugroute im April 2025. Der Sprecher der Flughafen Wien AG, Peter Kleemann, betonte in einer offiziellen Stellungnahme, dass es sich bei den im Internet aufgetauchten Dokumenten um veraltete Fragmente handle, deren

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Eurowings mit neuem Logo und neuen Strecken

Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings stellt im Frühsommer 2026 die Weichen für die kommende Wintersaison und verkündet eine Ausweitung des Flugangebots ab fünf deutschen Verkehrsflughäfen. Die Ausweitung des Streckennetzes ab Ende Oktober betrifft die Basen Berlin, Köln/Bonn, Hamburg, Hannover und Stuttgart und zielt auf eine gezielte Mischung aus touristischen Warmwasserzielen sowie ethnisch beziehungsweise geschäftlich motiviertem Reiseverkehr ab. Parallel zu diesen operativen Neuerungen verzeichnet die Pauschalreisensparte der Fluglinie, Eurowings Holidays, eine tiefgreifende Veränderung des Konsumentenverhaltens im laufenden Sommergeschäft, die durch einen sprunghaften Anstieg extrem kurzfristiger Buchungen geprägt ist. Flankiert werden diese Entwicklungen von der Einführung eines komplett überarbeiteten visuellen Markenauftritts, der die Positionierung des Unternehmens im europäischen Luftverkehrsmarkt digital und barrierefrei festigen soll. Diese dreigleisige Strategie aus Netzwerkwachstum, dynamischer Auslastungssteuerung im Veranstaltergeschäft und modernisierter Markenidentität spiegelt die aktuellen Anpassungsprozesse im wettbewerbsintensiven Point-to-Point-Luftverkehr wider. Die geografische Verteilung der neuen Flugverbindungen im Winterflugplan Die geplante Expansion für den Winterflugplan 2026/27 umfasst strategische Anpassungen an mehreren dezentralen Standorten in Deutschland, um den spezifischen Nachfragestrukturen der jeweiligen Regionen gerecht zu werden. Die Bundeshauptstadt Berlin sowie die Hansestadt Hamburg erhalten ab Ende Oktober eine direkte Verbindung nach Jerez de la Frontera im Süden Spaniens. Mit dieser Route bedient das Luftfahrtunternehmen die anhaltende Nachfrage nach Destinationen auf der iberischen Halbinsel auch außerhalb der klassischen Sommermonate. Am Flughafen Köln/Bonn fokussiert sich die Fluggesellschaft auf zwei unterschiedliche Marktsegmente: Neben einer kontinentalen Verbindung in das österreichische Klagenfurt wird eine neue Route nach Pristina, die Hauptstadt des Kosovo, eingerichtet. Letztere zielt maßgeblich auf den sogenannten VFR-Verkehr (Visiting Friends and Relatives) ab, der

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Condor: Wiederaufnahme der Windhoek-Flüge angekündigt

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor erweitert ihr Langstreckennetz für das Jahr 2027 und nimmt die namibische Hauptstadt Windhoek wieder in den regulären Flugplan auf. Ab Ende Juni 2027 wird die Fluggesellschaft dreimal wöchentlich nonstop vom zentralen Drehkreuz Frankfurt am Main zum Hosea Kutako International Airport in Windhoek fliegen. Die Flüge ab Deutschland sind für die Wochentage Dienstag, Donnerstag und Samstag terminiert, während die Rückflüge jeweils an den Folgetagen stattfinden. Mit diesem Schritt kehrt eine Destination in das Portfolio des Unternehmens zurück, die bereits von November 2014 bis zum Jahr 2021 erfolgreich bedient wurde. Die Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Fernreisen in das südliche Afrika und bietet sowohl Individualreisenden als auch kommerziellen Reiseveranstaltern neue logistische Kapazitäten auf einer traditionell stark frequentierten Route. Marktanalyse und die wirtschaftliche Bedeutung des namibischen Tourismussektors Namibia hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der stabilsten und gefragtesten Fernreiseziele für den deutschsprachigen Markt entwickelt. Das Land im südlichen Afrika verzeichnet kontinuierlich steigende Besucherzahlen aus Europa, wobei deutsche Staatsbürger statistisch eine der größten Gruppen der ausländischen Urlauber bilden. Die touristische Infrastruktur des Landes ist stark auf Rundreisen, Safaris und den Besuch von Nationalparks wie dem Etosha-Nationalpark ausgerichtet. Windhoek fungiert dabei als der zentrale logistische Dreh- und Angelpunkt, da fast der gesamte internationale Luftverkehr des Landes über den dortigen Flughafen abgewickelt wird und die Stadt den Ausgangspunkt für das nationale Straßen- und Transportnetz darstellt. Für Condor bietet die Wiederaufnahme der Strecke die Möglichkeit, sich in einem profitablen Nischenmarkt der Langstrecke zu positionieren. Der

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Untersuchung nach wiederholten Reifenschäden bei Singapore Airlines auf der Strecke nach Kuala Lumpur

Innerhalb von nur acht Tagen haben zwei verschiedene Passagiermaschinen des Typs Boeing 737 Max 8 der Fluggesellschaft Singapore Airlines bei der Landung auf dem internationalen Flughafen von Kuala Lumpur identische Reifenschäden erlitten. Beide Vorfälle ereigneten sich nach dem Flug auf derselben regulären Linienverbindung mit der Flugnummer SQ114 aus Singapur. Da es sich nachweislich um zwei unterschiedliche Flugzeuge des Typs handelt, rücken bei den beginnenden Untersuchungen neben spezifischen mechanischen Komponenten auch operative Parameter, die Beschaffenheit der Start- und Landebahnen sowie die allgemeinen Wartungsprotokolle der Reifensysteme in den Fokus der zuständigen Luftfahrtbehörden. Die außergewöhnliche Häufung dieser ansonsten seltenen synchronen Doppelreifenschäden auf einer der am stärksten frequentierten internationalen Kurzstrecken Asiens sorgt in der zivilen Luftfahrtbranche für Aufsehen, obwohl bei beiden Ereignissen keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder verletzt wurden. Der zeitliche Ablauf und die betroffenen Flugzeuge Der erste Zwischenfall ereignete sich am 13. Juni 2026, als eine Boeing 737 Max 8 von Singapore Airlines mit dem Luftfahrzeugkennzeichen 9V-MBN nach einem kurzen Flug aus Singapur in Kuala Lumpur aufsetzte. Unmittelbar nach dem Touchdown kam es zu einem doppelten Reifenplatzer am linken Hauptfahrwerk. Aufnahmen von der Landebahn dokumentierten erhebliche strukturelle Schäden an den Gummiprofilen und Felgenkomponenten des betroffenen Fahrwerks. Die Maschine blockierte die Landebahn, bis die technischen Bergungsarbeiten abgeschlossen werden konnten. Nur acht Tage später, am 21. Juni 2026, wiederholte sich das Szenario unter nahezu identischen äußeren Bedingungen. Diesmal war das Flugzeug mit der Registrierung 9V-MBA betroffen, welches ebenfalls die Verbindung Sq114 bediente. Nach der Landung auf dem malaysischen Großflughafen wurde erneut ein doppelter Reifenschaden festgestellt, der

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Regulatorische Hürden und veränderte Prioritäten bei der Zulassung des neuen Großraumflugzeugs von Boeing

Die Markteinführung des neuen zweistrahligen Langstreckenflugzeugs Boeing 777X verzögert sich weiter und wird voraussichtlich erst im Jahr 2027 erfolgen. Während in der öffentlichen Debatte häufig allgemeine Produktionsprobleme und die Bewältigung vergangener Unternehmenskrisen des US-amerikanischen Flugzeugbauers im Vordergrund stehen, liegt der eigentliche Engpass in einem hochspezialisierten und langwierigen behördlichen Prüfverfahren. Die sogenannte ETOPS-Zertifizierung, welche die sichere Durchführung von Langstreckenflügen über abgelegenen Regionen regelt, hat sich zum zeitkritischen Pfad des gesamten Projekts entwickelt. Ohne diese Genehmigung ist das Flugzeug für die internationalen Käufer auf den geplanten Routen wirtschaftlich kaum einsetzbar. Die anhaltenden Verzögerungen wirbeln die langfristige Flottenplanung globaler Fluggesellschaften durcheinander und zwingen diese zu kostspieligen betrieblichen Anpassungen. Die veränderte Dynamik der behördlichen Aufsicht Das Zulassungsverfahren für die Boeing 777X findet unter veränderten ordnungspolitischen Rahmenbedingungen statt. Nach den Zwischenfällen mit der 737-Max-Reihe und den darauf folgenden Reformen im US-amerikanischen Gesetzgebungsverfahren hat die Luftfahrtbehörde FAA ihre Aufsichtspraxis grundlegend verschärft. Die Behörde delegiert deutlich weniger Prüfaufgaben an den Hersteller zurück und wendet ein wesentlich strengeres Prüfverfahren auf neue Flugzeugprogramme an. FAA-Administrator Bryan Bedford verdeutlichte jüngst die Prioritätenaufteilung der Behörde, die direkten Einfluss auf den Zeitplan der 777X hat. Demnach arbeitet die Behörde eine feste Sequenz ab, bei der zunächst die kleineren Modelle 737 Max 7 und anschließend die Max 10 zertifiziert werden sollen. Das Großraumflugzeug 777X ist in dieser behördlichen Warteschlange hinten angestellt und wird erst im Anschluss final geprüft. Diese zeitliche Staffelung schränkt die Flexibilität des Herstellers massiv ein. Der neue Boeing-Vorstandsvorsitzende Kelly Ortberg bestätigte, dass das Unternehmen eine gemeinsame Flugtestorganisation für mehrere Flugzeugprogramme

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Staatliche Budgetintervention zur Absicherung der nationalen Luftfahrtinfrastruktur in Österreich

Die österreichische Bundesregierung wird im Rahmen des kommenden Doppelbudgets für die Jahre 2027 und 2028 finanzielle Mittel in der Höhe von jährlich 30 Millionen Euro bereitstellen, um gezielte Krisenmaßnahmen für den heimischen Luftfahrtsektor umzusetzen. Diese Budgetankündigung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sieht für die zweijährige Budgetperiode ein Gesamtvolumen von 60 Millionen Euro vor. Die staatliche Intervention zielt primär darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Verkehrsflughäfen sowie der angeschlossenen Wirtschafts- und Tourismusregionen angesichts veränderter Marktbedingungen und internationaler Krisen abzusichern. Innerhalb der Luftfahrtbranche, insbesondere vertreten durch die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen, wird diese Maßnahme als notwendiges Signal gewertet, um den wachsenden Kostendruck zu dämpfen. Gleichzeitig fordern die Flughafenbetreiber eine strategische Verknüpfung dieser Mittel mit einer Senkung der nationalen Flugabgabe, um strukturelle Nachteile im europäischen Steuerwettbewerb auszugleichen. Ökonomische Kennzahlen und volkswirtschaftliche Relevanz der Branche Die politische Entscheidung, in Zeiten einer generell angespannten Haushaltslage zweckgebundene Millionenbeträge für den zivilen Luftverkehr zu reservieren, spiegelt die fundamentale Bedeutung des Sektors für die österreichische Gesamtwirtschaft wider. Nach aktuellen Wirtschaftsdaten hängen in Österreich direkt und indirekt mehr als 240.000 Arbeitsplätze an der Luftfahrtindustrie und den damit verbundenen logistischen Dienstleistungen. Mit einer jährlichen Bruttowertschöpfung von rund 25 Milliarden Euro erwirtschaftet die Branche etwa fünf Prozent des gesamten österreichischen Bruttoinlandsprodukts. Besonders eng verzahnt ist der Luftverkehr mit der nationalen Tourismus- und Kongresswirtschaft, die traditionell zu den wichtigsten Säulen des Dienstleistungsexports des Landes zählt. Am größten nationalen Luftfahrt-Drehkreuz, dem Flughafen Wien-Schwechat, treffen rund 40 Prozent aller internationalen Touristen auf dem Luftweg ein. Bei Geschäftsreisen und im wirtschaftlich besonders lukrativen Segment

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Wandel im Urlaubsverhalten: Maritime Ausflüge prägen den weltweiten Küstentourismus

Der klassische Strandurlaub erfährt einen tiefgreifenden strukturellen Wandel, da immer mehr Reisende während ihres Aufenthalts Aktivitäten jenseits des traditionellen Sonnenbadens suchen. Eine umfassende Untersuchung des Tourismusunternehmens Tui Musement, welche Kundenerfahrungen über einen Zeitraum von zwei Jahren analysierte, belegt, dass sich mittlerweile mehr als 88 Prozent aller Küstenurlauber für Bootstouren während ihrer Reise interessieren. Die Nachfrage konzentriert sich dabei primär auf halbtägige Exkursionen, die Naturbeobachtungen, Badestopps und den Besuch kleinerer Inseln miteinander verbinden. Auf Basis von internationalen Kundenbewertungen wurde ein weltweites Ranking der populärsten Regionen für maritime Ausflüge erstellt. Südostasien und Südeuropa kristallisieren sich hierbei als die führenden Zentren dieses Freizeitsegments heraus, unterstützt durch spezifische geografische Gegebenheiten und maßgeschneiderte touristische Angebote vor Ort. Asiatische Destinationen führen das weltweite Ranking an An der Spitze des globalen Interesses stehen zwei Regionen in Thailand, die durch ihre markanten geologischen Formationen und gut ausgebauten maritimen Infrastrukturen überzeugen. Die Insel Phuket belegt mit einer durchschnittlichen Bewertung von 8,89 von 10 möglichen Punkten den ersten Platz im weltweiten Vergleich. Hier konzentriert sich das touristische Angebot vor allem auf Katamaran-Touren zu den Phi-Phi-Inseln. Diese Fahrten beinhalten Stopps an bekannten Naturschauplätzen wie der Maya Bay oder der Bamboo Island, wo vor allem die Kombination aus klarem Wasser und feinen Sandstränden die Kundenpräferenzen bedient. Das Angebot verbindet dabei die klassische Küstenschifffahrt mit organisierten Schnorchelaktivitäten in den Korallenriffen. Direkt dahinter folgt die Region Khao Lak mit 8,80 Punkten. Dieses Reiseziel dient als primärer Ausgangspunkt für Entdeckungstouren in die Phang-Nga-Bucht. Charakteristisch für diese Region sind die vertikal aufragenden Kalksteinfelsen und die weitverzweigten

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