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Fraport: Gerichtsstreit eskaliert – Betriebsratswahl droht die Absage

Am Frankfurter Flughafen eskaliert der seit Langem schwelende Machtkampf um die Betriebsratswahl beim Betreiber Fraport. Das Landesarbeitsgericht Hessen muss in einem Eilverfahren über die Durchführung der bereits für diesen Dienstag angesetzten Wahl für die über 16.000 Beschäftigten entscheiden. Grund ist ein tiefer Konflikt zwischen den Gewerkschaften Verdi und Komba, der durch den Ausschluss der Verdi-Liste vom Wahlvorgang ausgelöst wurde. Der Konflikt wird von einer starken Rivalität zwischen den beiden Gewerkschaften angetrieben. Während Verdi traditionell stark in der Fraport-Muttergesellschaft verankert ist, hat die Konkurrenzgewerkschaft Komba eine große Anhängerschaft in der Tochtergesellschaft Fraport Ground Services (ehemals FraGround). Bereits die letzten gemeinsamen Betriebsratswahlen im Jahr 2024 endeten für Verdi, die einst die Mehrheit stellte, in einem Debakel: Komba gewann damals überraschend 31 von 39 Sitzen, was bei Verdi zu Irritationen führte, da dieses Ergebnis nicht die zahlenmäßigen Verhältnisse der Belegschaft in den jeweiligen Unternehmensbereichen widerspiegelte. Im Nachgang dieser Wahl folgten Strafanzeigen und bis heute laufende Ermittlungen wegen des Verdachts der Wahlmanipulation. Die aktuelle Situation spitzte sich zu, als der Wahlvorstand, der von Komba dominiert wird, die gesamte Liste von Verdi von der diesjährigen Wahl ausschloss. Obwohl Verdi gerichtlich erfolgreich gegen diesen Ausschluss vorging und das Landesarbeitsgericht Hessen die Zulassung der Liste anordnete, wurde die Weisung nicht rechtzeitig umgesetzt. Da die Wahlunterlagen bereits ohne die Verdi-Liste gedruckt und versandt wurden, wären Verdi-Kandidaten bei einer planmäßigen Durchführung der Wahl an diesem Dienstag faktisch nicht wählbar. Dies führte zu einer erneuten gerichtlichen Intervention: Das Arbeitsgericht entschied auf Antrag von Verdi per einstweiliger Verfügung den Abbruch der

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Malediven: Weltweit erstes generationsübergreifendes Rauchverbot tritt in Kraft

Die Malediven, ein Inselstaat im Indischen Ozean, haben als weltweit erstes Land ein dauerhaftes Rauchverbot für eine sogenannte „tabakfreie Generation“ in Kraft gesetzt. Seit dem 1. November 2025 ist es allen Personen, die am oder nach dem 1. Januar 2007 geboren wurden, untersagt, auf den Malediven Tabakprodukte – einschließlich E-Zigaretten – zu kaufen, zu konsumieren oder zu verkaufen. Die Regelung gilt ausdrücklich und ohne Ausnahmen auch für Touristen, die das beliebte Reiseziel besuchen. Das Gesundheitsministerium des Landes betonte die Tragweite des Schritts: Das Verbot umfasse „alle Formen von Tabak“ und markiere einen „historischen Meilenstein“ auf dem Weg zu einer Zukunft ohne Nikotinabhängigkeit. Mit dieser rigorosen Anti-Tabak-Politik setzen die Malediven ein deutliches gesundheitspolitisches Zeichen und positionieren sich als Vorreiter in der globalen Debatte um generationsübergreifende Rauchverbote. Detaillierte Regelung und empfindliche Strafen Die neue Gesetzgebung, die von Präsident Mohamed Muizzu initiiert wurde, verpflichtet alle Einzelhändler auf den Malediven, das Alter der Käufer vor dem Verkauf strengstens zu prüfen. Die Konsequenzen bei Verstößen sind empfindlich: Die Einhaltung des Verbots wird von den maledivischen Behörden streng überwacht. Die Tatsache, dass das Verbot auch für die zahlreichen internationalen Besucher des Inselstaates gilt, erfordert von den Reiseveranstaltern und Resorts eine klare Kommunikationsstrategie, um die Einhaltung der Gesetze durch die betroffenen Jahrgänge sicherzustellen und unangenehme Überraschungen bei der Einreise oder während des Aufenthalts zu vermeiden. Globale Vorreiterrolle nach Neuseelands Kehrtwende Die Malediven übernehmen die Rolle des weltweiten Vorreiters zu einem Zeitpunkt, als andere Nationen, die ähnliche Gesetzesinitiativen verfolgten, auf erhebliche politische Widerstände stießen oder ihre Pläne revidieren

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Cockpitscheibe gerissen: Lufthansa-Flug nach Riad muss umkehren

Ein Riss in einer Cockpitscheibe hat am 30. Oktober 2025 zur Umkehr eines Langstreckenfluges der Lufthansa geführt. Der Airbus A350-900 mit der Flugnummer LH640 war auf dem Weg von München nach Riad, musste jedoch seinen Flug über europäischem Luftraum abbrechen und nach München zurückkehren. Der Vorfall führte zu einer unfreiwilligen Verzögerung der Reisepläne für die Passagiere an Bord. Nach Angaben von Flugverfolgungsdiensten wie Flightradar24 verließ der Airbus A350-900 mit der Kennung D-AIXO seine vorgesehene Flugroute, als er sich über dem Gebiet von Montenegro befand. Die Piloten entschieden, das Flugzeug zunächst in Richtung Belgrad zu steuern. Nach einer Warte- und Manöverschleife trafen sie jedoch die Entscheidung, den Flug ganz abzubrechen und nach München (MUC) zurückzukehren, dem Startflughafen, den die Maschine rund drei Stunden zuvor verlassen hatte. Die Ursache für diesen Abbruch war ein festgestellter Riss in einer der Cockpitscheiben. Risse in Cockpitscheiben können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, darunter Materialermüdung, Spannungen aufgrund extremer Temperaturunterschiede zwischen der Kabine und der Umgebung in großer Höhe, oder externe Einwirkungen wie Vogelschlag oder Hagel. Die Cockpitscheiben moderner Flugzeuge, wie des A350, sind aus mehreren Schichten gefertigt, um bei einem Riss die strukturelle Integrität zu gewährleisten und die Sicherheit der Besatzung nicht zu gefährden. Das Verfahren sieht in solchen Fällen in der Regel die schnellstmögliche Landung auf einem geeigneten Flughafen vor, um die Scheibe zu wechseln. Die Crew handelte gemäß den etablierten Sicherheitsprotokollen der Lufthansa und des Flugzeugherstellers Airbus. Die schnelle Behebung des Schadens durch das technische Personal der Lufthansa ist bemerkenswert. Bereits am Folgetag, dem

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Boeing schließt Verkauf von Digital Aviation Solutions für 10,55 Milliarden Dollar ab

Der Luftfahrtgigant Boeing hat den im April 2025 angekündigten Verkauf wesentlicher Teile seines Geschäftsbereichs Digital Aviation Solutions an die Private-Equity-Gesellschaft Thoma Bravo erfolgreich abgeschlossen. Die Transaktion, die ein Volumen von 10,55 Milliarden US-Dollar in bar umfasst, wurde nach Erhalt aller behördlichen Genehmigungen am 3. November 2025 finalisiert. Zu den veräußerten Unternehmen gehören branchenbekannte Namen wie Jeppesen, ForeFlight, AerData und OzRunways. Diese digitalen Einheiten werden unter dem Dach des neuen, unabhängigen Unternehmens Jeppesen ForeFlight weitergeführt, das seinen Hauptsitz in Denver und San Francisco haben wird. Die neue Gesellschaft wird von Brad Surak geleitet, der zuvor Leiter der Digital Aviation Solutions bei Boeing war. Für Boeing markiert der Verkauf einen entscheidenden Schritt in der strategischen Konzentration auf das Kerngeschäft der Flugzeugherstellung und der zugehörigen Wartungs- und Diagnosedienste. Das Unternehmen verspricht sich von der Veräußerung eine Stärkung der Bilanz und eine Entschuldung, was zur Wiederherstellung des angestrebten Investment-Grade-Ratings beitragen soll. Neuausrichtung auf das Kerngeschäft Der Verkauf der Digital Aviation Solutions ist eine der größten Desinvestitionen von Boeing in den letzten Jahren und spiegelt die klare Absicht des Managements wider, die Unternehmensstruktur zu vereinfachen und sich auf die profitabelsten und strategisch wichtigsten Bereiche zu fokussieren. Der Erlös aus dem Verkauf dient primär der Verbesserung der finanziellen Situation des Konzerns. Kelly Ortberg, President und Chief Executive Officer von Boeing, betonte bereits bei der Ankündigung im April, dass die Transaktion eine „wichtige Komponente der Strategie“ sei, die auf die Konzentration auf das Kerngeschäft und die Priorisierung der Kreditwürdigkeit abzielt. Durch die Stärkung der Bilanz soll die

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Condor nimmt Direktflüge von Stuttgart nach Dubai auf

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor hat ihre Präsenz in Süddeutschland verstärkt und eine neue Direktverbindung zwischen dem Flughafen Stuttgart (STR) und Dubai (DXB) in den Vereinigten Arabischen Emiraten gestartet. Der Erstflug DE2546 hob am Morgen des 3. November 2025 ab. Die neue Route wird viermal wöchentlich bedient und ist auf die hohe Nachfrage der süddeutschen Reisenden nach einem attraktiven Winterziel ausgerichtet. Die neue Strecke ab Stuttgart ergänzt das bestehende Angebot von Condor ab Berlin-Brandenburg (BER). Condor verbindet damit die beiden deutschen Städte Stuttgart und Berlin so häufig mit Dubai wie keine andere deutsche Fluggesellschaft, wobei die Berlin-Verbindung sogar täglich bedient wird. Peter Gerber, CEO von Condor, betonte, dass Dubai ein sehr beliebtes Winterziel der Kunden sei und die neue Verbindung aus Stuttgart eine direkte Reaktion auf die starke Nachfrage aus der Region Baden-Württemberg darstelle. Die Flüge werden in der Regel mit Flugzeugen der Airbus A320-Familie oder der Boeing 757 durchgeführt, die sich für die rund sechs Stunden dauernde Strecke eignen. Von strategischer Bedeutung ist zudem die enge Kooperation mit dem Partner Emirates. Gerber hob hervor, dass Condor gemeinsam mit Emirates über den Drehkreuzflughafen Dubai zahlreiche komfortable Anschlussmöglichkeiten weltweit anbiete. Dies umfasst nicht nur die Langstreckenverbindungen von Emirates, sondern auch das Interline-Abkommen, das Condor im Juni 2024 mit Flydubai unterzeichnete. Über diese Partnerschaften profitieren Condor-Gäste von zusätzlichen Verbindungen in Ziele in Asien, dem Nahen Osten und Afrika, wodurch die Attraktivität der neuen Dubai-Route für Umsteiger erhöht wird. Dubai ist in den Wintermonaten aufgrund des stabilen und warmen Wetters sowie des umfassenden Freizeitangebots

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Konflikt bei der Lufthansa: Pilotengewerkschaft VC kritisiert Spohrs Äußerungen scharf

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat sich in einer aktuellen Stellungnahme überrascht und kritisch über die jüngsten Äußerungen von Lufthansa-Chef Carsten Spohr geäußert. Spohr hatte die Sorgen der Piloten vorrangig auf Zukunfts- und Wachstumsperspektiven reduziert und die Sorge um Betriebsrenten heruntergespielt. Die VC kontert diese Darstellung entschieden und wirft dem Management Versäumnisse vor. VC-Präsident Andreas Pinheiro wies Spohrs Aussage, die Piloten machten sich „wenig Sorge über die Betriebsrenten“, als realitätsfern zurück. Pinheiro merkte an, Spohr wisse erstaunlich gut Bescheid, obwohl er sich in den letzten Jahren kaum die Mühe gemacht habe, mit der Gewerkschaft zu sprechen. Die Mitglieder der VC seien nicht nur besorgt über ihre betriebliche Altersversorgung (bAV) und Zukunftsperspektiven, sondern blickten auch mit „ebenso großer Sorge“ auf Managementfehler der vergangenen Jahre. Die Gewerkschaft betont, dass die Piloten keine „Nebelkerzen“, sondern belastbare Angebote in den offenen Tarifkonflikten erwarten. Die VC fordert die Arbeitgeberseite auf, konkrete Vorschläge für mehrere schwelende Tarifkonflikte vorzulegen. Dies betrifft insbesondere eine verbesserte betriebliche Altersversorgung bei Lufthansa und Lufthansa Cargo, den Vergütungstarifvertrag (VTV) bei Lufthansa CityLine sowie die Tarifierung der neuen Lufthansa City Airlines. Trotz sieben Verhandlungsrunden zur bAV habe die Lufthansa bisher kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Pinheiro stellte klar, dass man sich auf die Tarifthemen konzentriere und die Konzernführung die Unternehmensentscheidungen – auch schlechte – allein treffe, jedoch den bestehenden Konzerntarifvertrag (KTV) zu beachten habe, der unter anderem die Bereederung der Fluggeräte durch Lufthansa-Piloten festlegt. Angesichts der festgefahrenen Situation hat die VC dennoch einen Schritt zur Deeskalation unternommen: Um dem Management ausreichend Zeit für die

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Italienische Staatsbahn FS plant Einstieg in Deutschlands Hochgeschwindigkeitsverkehr

Die italienische Staatsbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) prüft einen strategischen Markteintritt in den deutschen Hochgeschwindigkeitsverkehr. FS, die über ihre Tochtergesellschaften Netinera und TX Logistik bereits im regionalen und Güterverkehr in 14 Bundesländern aktiv ist, plant nun, mit einer Flotte von 50 Hochgeschwindigkeitszügen in das Fernverkehrsnetz einzusteigen. Diese Offensive könnte den Wettbewerb auf den Hauptverkehrsachsen Deutschlands grundlegend verändern. FS-Vorstandschef Stefano Donnarumma bestätigte in einem Interview, dass das Unternehmen eine Expansion in den „renditenträchtigen Bereich der Schnellzüge“ in Deutschland erwäge. Im Rahmen dieser Pläne sollen bereits ab 2026 grenzüberschreitende Verbindungen von Mailand nach München und später bis nach Berlin angeboten werden. Obwohl das Projekt sich noch in der „explorativen Phase“ befindet, hat FS bereits Kontakte zu Infrastrukturbetreibern und Behörden aufgenommen. Eine endgültige Investitionsentscheidung steht noch aus. Der mögliche Markteintritt der Italiener würde den Druck auf den Platzhirsch Deutsche Bahn (DB) signifikant erhöhen und den Fahrgästen potenziell mehr Auswahl und bessere Preise bringen. Strategische Expansion auf Europas Schienen Die Expansion der Ferrovie dello Stato nach Deutschland ist Teil einer breit angelegten europäischen Strategie, die auf die Liberalisierung des Schienenverkehrs reagiert. FS, die in Italien unter der Marke Trenitalia aktiv ist, hat bereits erfolgreich bewiesen, dass sie im Hochgeschwindigkeitssegment in den Wettbewerb mit staatlichen Platzhirschen treten kann. Als Trenitalia France konkurriert das Unternehmen seit Dezember 2021 erfolgreich mit dem französischen Staatsbahnbetreiber SNCF. Auf der Strecke Mailand – Paris sowie neuerdings auch zwischen Paris und Marseille haben die italienischen Hochgeschwindigkeitszüge einen Teil des Marktes erobert und so den Preis- und Qualitätswettbewerb in Frankreich belebt. Der

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Heftiger Widerstand gegen Wizz Air-Basis in Tel Aviv: Israelische Airlines fürchten Preiskampf

Der Plan der ungarischen Billigfluggesellschaft Wizz Air, eine operative Basis am Flughafen Tel Aviv-Ben Gurion zu errichten, stößt auf vehementen Widerstand der drei großen israelischen Fluggesellschaften El Al, Israir und Arkia Airlines. Diese sehen in dem Vorhaben eine direkte Bedrohung ihrer Marktstellung und warnen vor einem ruinösen Preiskampf. Die Eröffnung der Basis ist für April 2026 geplant und würde zunächst die Stationierung von drei Flugzeugen umfassen. Das Vorhaben, das vom israelischen Verkehrsministerium unterstützt wird, zielt darauf ab, den Wettbewerb im Luftverkehrssektor zu beleben und die in Israel als zu hoch empfundenen Flugpreise zu senken. Wizz Air argumentiert, dass die Basis über 200 wöchentliche Flüge zu europäischen Zielen ermöglichen und somit den Konsumenten zugutekommen würde. Die lokalen Anbieter wehren sich jedoch mit Nachdruck. Sie befürchten nicht nur erhebliche finanzielle Einbußen und eine Destabilisierung des Marktes, sondern führen auch Sicherheitsbedenken ins Feld. El Al warnte unter anderem davor, dass die Zulassung einer ausländischen Basis die nationale Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten gefährden und einen gefährlichen Präzedenzfall für andere ausländische Gesellschaften schaffen könnte. Die Kontroverse wird im israelischen Parlament kontrovers diskutiert. Die Bedenken der israelischen Fluglinien sind vor dem Hintergrund gestiegener Ticketpreise seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 zu sehen. Da zahlreiche internationale Fluggesellschaften ihre Verbindungen nach Israel eingestellt oder ausgesetzt haben, stieg die Abhängigkeit von heimischen Anbietern stark an. Dies führte zu einer massiven Steigerung der Gewinne bei Gesellschaften wie El Al, die im Jahr 2024 Rekordergebnisse meldete und mit Sammelklagen wegen angeblich überhöhter Flugpreise konfrontiert ist. Kritiker werfen den israelischen Carriern vor,

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70 Jahre Lufthansa am Flughafen Stuttgart: Ein Jubiläum der Beständigkeit

Die Lufthansa feiert ein bedeutendes Jubiläum am Flughafen Stuttgart (STR): Seit nunmehr 70 Jahren, seit Oktober 1955, verbindet die deutsche Fluggesellschaft die baden-württembergische Landeshauptstadt mit Deutschland, Europa und der Welt. Dieses lange Engagement markiert eine Ära der Stabilität und ist ein wesentlicher Pfeiler der internationalen Erreichbarkeit der Region. Die Aufnahme des Flugbetriebs durch die Lufthansa am STR erfolgte kurz nachdem die Bundesrepublik Deutschland im Mai 1955 die volle Lufthoheit zurückerhalten hatte. Seitdem hat die Airline den Flughafen Stuttgart zu einem wichtigen Standort entwickelt. Über die Drehkreuze Frankfurt am Main und München bindet die Lufthansa-Gruppe Stuttgart an ihr umfangreiches globales Streckennetz an. Ulrich Heppe, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG), hob die Bedeutung der Airline hervor: Die Lufthansa-Gruppe sei der größte Kunde des Flughafens und habe durch ihr Engagement maßgeblich zur Attraktivität und zum Wachstum des Standorts beigetragen. Als Zeichen der langjährigen Partnerschaft soll im kommenden Winter auch die Lufthansa-Lounge am STR für Reisende wieder zugänglich gemacht werden. Im Laufe der Jahrzehnte war die Präsenz der Lufthansa in Stuttgart auch von historischen Momenten geprägt. Die Airline brachte einige der ikonischsten Flugzeugtypen der Luftfahrtgeschichte nach Stuttgart. Unvergessen ist die Landung der ersten Boeing 747, des sogenannten Jumbo-Jets, im Jahr 1970. Auch die legendäre Junkers Ju 52 mit dem Spitznamen „Tante Ju“ erfreute sich großer Beliebtheit und war mit ihren jährlichen Rundflügen ab Stuttgart stets ausgebucht. Diese Ereignisse zeugen von der tiefen Verankerung der Lufthansa in der regionalen Luftfahrttradition und ihrer Rolle als Motor für die Verkehrsanbindung und die wirtschaftliche Entwicklung der Region

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Made in China: Westbahn expandiert mit vier zusätzlichen Triebzügen

Die österreichische Westbahn reagiert auf die dynamisch wachsende Nachfrage im Bahnverkehr mit einem signifikanten Ausbau ihrer Flotte. Das Unternehmen least vier neue Doppelstockzüge des chinesischen Schienenfahrzeugherstellers CRRC. Durch diesen Zuwachs steigt die Gesamtkapazität der Westbahn um beachtliche 28 Prozent auf knapp 10.000 Sitzplätze. Diese Investition ist ein deutliches Signal für die strategische Expansion und die weitere Steigerung der Qualität und Effizienz im Wettbewerb auf der hochfrequentierten Weststrecke. Die Entscheidung für die Züge des Herstellers CRRC fiel nach Angaben der Westbahn aufgrund des überzeugendsten Gesamtpakets aus hoher Qualität, schneller Lieferzeit und ausgeprägtem Innovationsgeist. Die schnelle Verfügbarkeit moderner, leistungsstarker Züge soll es den Fahrgästen ermöglichen, rasch von den Kapazitätsverbesserungen zu profitieren. Westbahn-Geschäftsführer Thomas Posch betont: „Die Westbahn wächst – immer mehr Menschen setzen auf die Bahn für verlässliche und komfortable Mobilität. Mit den neuen Doppelstockzügen schaffen wir mehr Kapazität auf der Weststrecke. Das bedeutet rasch mehr Qualität auf der Schiene.“ Die Zulassung CRRC-Garnituren hat allerdings so einiges an Zeit in Anspruch genommen. Das hängt auch damit zusammen, dass die Westbahn europäischer Erstbetreiber dieser Muster ist. Ausbau des Angebots und Einführung des Halbstundentakts Der Flottenzuwachs von vier neuen Garnituren erhöht die Westbahn-Flotte auf insgesamt 19 Züge. Diese signifikante Steigerung der Kapazität ermöglicht es dem Unternehmen, das tägliche Zugangebot zwischen Wien Westbahnhof und den Endpunkten auf der Weststrecke um 10 Prozent zu erweitern. Zukünftig werden täglich 66 Westbahn-Verbindungen angeboten, was die konsequente Einführung eines lückenlosen Halbstundentakts auf der Hauptverkehrsachse Österreichs gewährleistet. Mit diesem dichteren Fahrplan reagiert die Westbahn direkt auf die Anforderungen des Marktes.

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