Z-ToGo

Weitere Artikel aus der Rubrik

Z-ToGo

Skyexpress startet Dienst zwischen Berlin und Athen

Die griechische Fluggesellschaft Skyexpress hat eine neue Nonstop-Verbindung zwischen dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und Athen aufgenommen. Die Route wird ab sofort viermal wöchentlich bedient und soll sowohl Geschäfts- als auch Urlaubsreisenden zusätzliche Reisemöglichkeiten in die griechische Hauptstadt und darüber hinaus bieten. Zum Einsatz kommen auf dieser Strecke moderne Flugzeuge des Typs Airbus A320neo. Die Flüge werden montags, donnerstags, freitags und sonntags durchgeführt, wobei der Abflug in Berlin jeweils um 14.40 Uhr erfolgt und die Ankunft in Athen (Ortszeit) für 18.25 Uhr geplant ist. Die Flugzeit beträgt dabei rund 2 Stunden und 45 Minuten. Die Flugzeiten sind laut Angaben der Airline auf die Bedürfnisse der verschiedenen Passagiergruppen zugeschnitten. Für Reisende aus Deutschland eröffnet die neue Verbindung in Athen den Zugang zum umfangreichen Inlandsnetz von Skyexpress, das nach eigenen Angaben das größte in Griechenland ist. Die Airline bedient von Athen aus 33 griechische Ziele, was nahtlose Weiterflugmöglichkeiten sowohl zum Festland als auch zu einer Vielzahl der beliebten griechischen Inseln ermöglicht. Dies macht die Route auch in der Herbst- und Wintersaison attraktiv für Reisende, die kürzere Städtetrips oder längere Aufenthalte im Mittelmeerraum planen. Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung des Flughafens Berlin Brandenburg, begrüßte die neue Airline und die Erweiterung des Angebots nach Griechenland. Gerasimos Skaltsas, Chief Commercial Officer von Skyexpress, betonte seinerseits, dass die Aufnahme Berlins in das Streckennetz ein wichtiger Schritt für das Wachstum der Fluggesellschaft in Europa sei und das Engagement unterstreiche, die Anbindung Griechenlands an den deutschen Markt zu stärken. Die griechische Airline setzt auf eine Flotte, die

weiterlesen »

Passagier greift Flugbegleiter an, Alaska-Flug umgeleitet

Ein Vorfall an Bord von Alaska Airlines Flug 1057 auf dem Weg von Portland nach Dallas-Fort Worth hat die anhaltende Herausforderung im US-Luftverkehr im Umgang mit sogenannten „unruly passengers“ (widerspenstigen Passagieren) erneut in den Fokus gerückt. Das Flugzeug musste am frühen Dienstagmorgen in Boise, Idaho, außerplanmäßig landen, nachdem eine 61-jährige Passagierin aus Washington mutmaßlich zwei Flugbegleiter tätlich angegriffen hatte. Der Vorfall, der von der Fluggesellschaft als Sicherheitsvorfall eingestuft wurde, unterstreicht die Notwendigkeit konsequenter Durchsetzung von Verhaltensrichtlinien und wirksamer Deeskalationsprotokolle in einer Zeit, in der die Zahl der Kabinenstörungen auf einem erhöhten Niveau verharrt. Der Vorfall und die sofortige Reaktion der Besatzung Alaska Airlines Flug 1057, ein regulärer Liniendienst, wurde auf dem Weg zum Zielort Dallas-Fort Worth nach Boise umgeleitet. Die örtliche Polizei identifizierte die Frau als Tracy Brkhimer aus White Salmon, Washington. Den Berichten der Polizei von Boise zufolge zeigte die Passagierin ein erratisches Verhalten an Bord. Als Flugbegleiter versuchten, die Situation zu beruhigen, soll die Frau die Besatzungsmitglieder geschlagen haben. Die Besatzung schritt daraufhin gemäß den Sicherheitsprotokollen ein und fixierte die Passagierin bis zur Landung. Die schnellen und entschlossenen Maßnahmen der Kabinenbesatzung ermöglichten eine geordnete Umleitung und Landung in Boise. Nach der Ankunft erstatteten die Flugbegleiter eine sogenannte „citizen’s arrest“ (Festnahme durch Zivilpersonen), und die Frau wurde umgehend der lokalen Polizei übergeben und in das Ada County Jail gebracht. Sie sieht sich nun mit mehreren Anklagen wegen Körperverletzung (misdemeanor battery counts) konfrontiert und musste eine Kaution hinterlegen. Die Maschine verbrachte lediglich etwa 90 Minuten am Boden. Nach einer kurzen

weiterlesen »

Air Astana führt komplexe Großwartungen parallel durch

Die Air Astana Group hat in ihrem Wartungszentrum in Astana einen wichtigen Fortschritt in ihrer technischen Instandhaltung erzielt. Erstmals führte das Unternehmen parallel einen Sechs-Jahres-C-Check und einen Zwölf-Jahres-C-Check an zwei Flugzeugen der Airbus-A320-Familie durch. Diese sogenannten C-Checks zählen zu den aufwendigsten und tiefgreifendsten vorgeschriebenen Wartungsmaßnahmen für Verkehrsflugzeuge und erfordern die komplette Demontage und anschließende gründliche Überprüfung der Maschinen. Bei den nun gewarteten Flugzeugen handelt es sich um einen Airbus A321neo der Air Astana selbst sowie um einen Airbus A320neo der Tochtergesellschaft FlyArystan. Während der Sechs-Jahres-C-Check eine sehr intensive Inspektion darstellt, beinhaltet der Zwölf-Jahres-C-Check zusätzlich eine erweiterte Überprüfung der Flugzeugstrukturen und einzelner Komponenten. Die erfolgreiche Durchführung dieser parallelen Großwartungen demonstriert die gewachsene technische Kompetenz der Air Astana Group in ihren eigenen Wartungsbasen. Die kasachische Fluggesellschaft hat ihre Kapazitäten zur Durchführung solcher sogenannten „Heavy Maintenance“ in den letzten Jahren schrittweise aufgebaut. Seit 2019 wurden in den Wartungsbasen in Astana und Almaty insgesamt 42 C-Checks an Airbus-Maschinen absolviert. Den ersten Sechs-Jahres-C-Check führte Air Astana 2023 durch, gefolgt vom ersten Zwölf-Jahres-C-Check im Jahr 2024. Die Fähigkeit, diese spezialisierten Instandhaltungsmaßnahmen im eigenen Haus vorzunehmen, basiert auf der Qualifizierung des technischen Personals und der Einhaltung strenger internationaler Standards zur Flugsicherheit, was die Position des Unternehmens als regional führender MRO-Anbieter (Maintenance, Repair and Overhaul) stärkt. Nach Abschluss der umfangreichen Arbeiten werden Testflüge zur abschließenden Überprüfung der vollen Betriebsfähigkeit der Flugzeuge durchgeführt. Die interne Durchführung derart komplexer Wartungen trägt dazu bei, die Verfügbarkeit der Flugzeuge zu sichern und die Abhängigkeit von externen Wartungsanbietern zu reduzieren.

weiterlesen »

Embraer und Republic Airways verlängern Wartungsvertrag

Der Flugzeughersteller Embraer und die amerikanische Regionalfluggesellschaft Republic Airways haben eine weitreichende Verlängerung ihres langfristigen Wartungsvertrags (maintenance agreement) bekannt gegeben. Die Vereinbarung sichert die fortlaufende Durchführung von sogenannten schweren Wartungsarbeiten (heavy maintenance) für die Flotte von über 240 Regionaljets der Typen E170 und E175 von Republic Airways. Die Vertragsverlängerung ist nicht nur ein bedeutendes Geschäft für Embraer Services & Support, sondern unterstreicht auch die zentrale Rolle des Wartungszentrums in Nashville, Tennessee, für den US-amerikanischen Regionalflugverkehr. Sie garantiert der Fluggesellschaft planbare Kapazitäten und eine anhaltend hohe technische Verfügbarkeit ihrer Flugzeuge, die täglich nahezu 1.000 Flüge für große US-Fluglinien durchführen. Kontinuität und Umfang des Wartungsabkommens Die am 16. Oktober 2025 bestätigte Vertragsverlängerung ist eine Fortführung der langjährigen Zusammenarbeit, die bereits 2011 ihren Anfang nahm. Für Embraer ist die Verpflichtung zur Betreuung der mehr als 240 Flugzeuge ein wichtiges Zeugnis für die Zuverlässigkeit seiner Kundendienstleistungen. Der Vertrag umfasst die zeitaufwendigen und technisch anspruchsvollen „Heavy Maintenance Visits“ (HMV), die in der Regel nach einer bestimmten Anzahl von Flugstunden oder Landungen fällig werden und tiefgreifende Inspektionen sowie die Überholung von Flugzeugkomponenten beinhalten. Die Bedeutung des Abkommens spiegelt sich in den bereits erbrachten Leistungen wider: Seit Beginn der Kooperation hat Republic Airways in den Embraer-Einrichtungen in Nashville mehr als 650 schwere Wartungsbesuche absolviert und dabei über 3,3 Millionen Arbeitsstunden geleistet. Dieser Erfahrungsschatz zwischen Hersteller und Betreiber trägt wesentlich zur Effizienz und Qualität der zukünftigen Wartungsarbeiten bei. Der neue, verlängerte Vertrag sieht die Durchführung von zusätzlichen 225 schweren Wartungsbesuchen vor. Um diese immense Arbeitslast bewältigen zu können

weiterlesen »

Flughafen Stuttgart lädt zum Thementag in die Terminals

Am Sonntag, den 9. November 2025, veranstaltet der Flughafen Stuttgart (STR) den „Airport Sunday“ und öffnet dazu von 10 bis 17 Uhr den öffentlichen Bereich der Terminals für Besucher. Die Veranstaltung richtet sich an Ausflügler und Interessierte und bietet ein breit gefächertes Programm mit Mitmachaktionen, Gewinnspielen und speziellen Angeboten der ansässigen Händler und Gastronomiebetriebe. Ein zentraler Anlaufpunkt für die Besucher ist das Besucherzentrum SkyLand, das sich in Terminal 3 auf der Galerieebene befindet. Dort stehen am Nachmittag zwei kostenlose Fachvorträge zu Reisethemen auf dem Programm: Costas Kreuzfahrten informiert um 13 Uhr über Neuigkeiten aus der Kreuzfahrtbranche, während TUI Deutschland um 15 Uhr Expertentipps zu aktuellen Reisezielen und Hotels geben wird. Eine vorherige Anmeldung für diese Vorträge ist nicht erforderlich. Speziell für jüngere Besucher gibt es im SkyLand die Möglichkeit, sich ein Glitzertattoo anfertigen zu lassen. Ein weiteres Highlight ist das „Winter Special“ auf der Besucherterrasse „Wolke 7“ im Terminal 3. Von dort aus erhalten Gäste einen unmittelbaren Blick auf das Geschehen auf dem Vorfeld, wie Starts, Landungen und die Abfertigung der Flugzeuge. Die Terrasse bietet zur Stärkung jahreszeitlich passende Speisen wie Glühwein, Waffeln und Bratwurst an. Der Airport Sunday dient als eine Gelegenheit, das Flughafen-Areal abseits des regulären Flugbetriebs zu erleben und sich über das Angebot am Standort Stuttgart zu informieren. Das Besucherzentrum SkyLand, das donnerstags bis sonntags geöffnet ist, bietet ohnehin eine Reihe interaktiver Exponate, darunter ein originales Triebwerksteil einer Boeing 777 und eine Marshaller-Station zum Einwinken von Flugzeugen.

weiterlesen »

Deutscher Luftverkehr im September: Europa-Boom und anhaltende Schwäche bei Inlandsflügen

Die deutschen Flughäfen haben im September dieses Jahres insgesamt 21,88 Millionen an- und abfliegende Passagiere abgefertigt. Obwohl das Aufkommen gegenüber dem Vormonat August saisonbedingt um knapp 800.000 Reisende sank, liegt die allgemeine Erholung des Luftverkehrsstandorts Deutschland bei nahezu 90 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019. Die detaillierten Verkehrszahlen zeigen jedoch eine stark divergierende Entwicklung in den einzelnen Marktsegmenten: Während der Europaverkehr erstmals das Aufkommen von 2019 übertraf, hinkt der innerdeutsche Flugverkehr weiterhin massiv hinterher. Ein stabiles Frachtgeschäft dient der Branche derweil als wichtiger Stabilitätsanker inmitten globaler Handelsunsicherheiten. Das Passagiergeschäft: Getrennte Geschwindigkeiten der Erholung Die Bilanz des Septembers 2025 an den deutschen Hauptverkehrsflughäfen weist Licht und Schatten auf. Mit 21,88 Millionen Passagieren wurde gegenüber dem September des Vorjahres ein Wachstum von 3,5 Prozent erzielt. Dennoch fehlen im Vergleich zum September 2019 noch immer 10,1 Prozent der Reisenden, was die fortbestehende Lücke zur Zeit vor der weitreichenden Branchenkrise verdeutlicht. Kumuliert über die ersten neun Monate des Jahres 2025 nutzten 165,77 Millionen Passagiere die deutschen Airports, was einer Erholung von 86,3 Prozent entspricht. Die Wachstumsdynamik verläuft dabei moderat und wird von Analysten als stabil, aber wenig dynamisch beschrieben. Die Segmentierung der Passagierzahlen offenbart die unterschiedlichen Triebkräfte der Erholung: Europaverkehr: Der neue Wachstumsmotor Das Segment des Europaverkehrs präsentiert sich als Zugpferd des deutschen Luftverkehrs. Mit 15,69 Millionen Passagieren im September überstieg dieser Bereich erstmals das Niveau des Jahres 2019 um beachtliche 4,3 Prozent. Dieser Boom ist zum Teil auf die verstärkte touristische Nachfrage zurückzuführen, wobei beliebte Urlaubsziele in Südeuropa und am Mittelmeer das Vorkrisenniveau bereits

weiterlesen »

Strategische Weichenstellung: Wiener Hotellerie diskutiert zukünftige Gästeströme

Das ÖHV-Forum Wien, das kürzlich im Hilton Vienna Park stattfand, befasste sich intensiv mit den zukünftigen Quellmärkten und der notwendigen Positionierung der Wiener Hotellerie. Vor rund 140 Teilnehmern aus der gesamten Branche lieferten Experten aus Tourismus und Luftfahrt wertvolle Einblicke, um die Branche aktiv mitzugestalten. Im Fokus standen insbesondere die Internationalisierung des Tourismus und die Rolle von Flugverbindungen als Wachstumstreiber. Ein zentrales Thema war die „Visitor Economy Strategy“ des WienTourismus, deren CEO Norbert Kettner das klare Ziel bekräftigte, Wien zur weltweiten Nummer 1-Destination für internationale Tagungen zu machen. Bis 2025 soll mindestens jede zehnte Nächtigung aus dem lukrativen Meetingbereich generiert werden. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner hob indes das erhebliche Marktpotenzial Indiens hervor und betonte die breiten volkswirtschaftlichen Multiplikatoreffekte der Tourismusbranche, die weit über die Hotelbranche hinaus andere Sektoren wie den Handel und die Landwirtschaft stützen. Der renommierte Reisedatenexperte Olivier Ponti unterstrich die essentielle Bedeutung von Flugverbindungen für Wien und bezifferte das weltweite Wachstum der Luftkapazitäten auf sechs Prozent. Er identifizierte insbesondere in der Premiumklasse ein überdurchschnittliches Wachstum von zwölf Prozent, das stark von Familienreisen getragen wird. Ergänzend informierte Julian Jäger, Vorstand des Flughafen Wien, über den geplanten Ausbau des Terminal 3 um 70.000 Quadratmeter, um die Infrastruktur zu stärken. Trotz der langfristig positiven Entwicklung betonte er die Notwendigkeit der Abschaffung der Flugabgabe, die ein klarer Wettbewerbsnachteil sei, insbesondere vor dem Hintergrund des (Teil-)Rückzugs von Fluglinien wie Ryanair und WizzAir. Auch das MICE-Geschäft (Meetings, Incentives, Conventions, Events) bleibt ein wichtiger Pfeiler der Strategie. Anita Paic vom Vienna Convention Bureau präsentierte beeindruckende Zahlen:

weiterlesen »

Saisonauftakt für Martini-Gansl: Wienerwald-Restaurant setzt auf Tradition und Herkunft

Das Restaurant „Chalet Moeller“ am westlichen Stadtrand Wiens läutet die traditionelle Martiniganslzeit ein. Vom 31. Oktober bis zum 23. November 2025 steht der österreichische Klassiker im Zentrum des kulinarischen Angebots. Das Haus im Wienerwald, bekannt für seine gehobene Interpretation der heimischen Küche, legt dabei besonderen Wert auf eine authentische Zubereitung und regionale Herkunft der verwendeten Produkte. Gastgeber Roman Moeller und Küchenchef Angelo Spielauer betonen die Bedeutung der Ganslzeit als jährlichen Fixpunkt, der bewussten Genuss und regionale Verbundenheit symbolisiere. Das Küchenteam bereitet das Martinigansl nach einem bewährten, klassischen Rezept zu, das eine knusprige Haut und saftiges Inneres gewährleisten soll. Begleitet wird das Gericht traditionell von Rotkraut, Serviettenknödel, Maroni und Bratapfel mit Nussfülle. Das „Chalet Moeller“ wurde 2015 im historischen Schottenhof eröffnet und hat sich seither als fixe Größe in der gehobenen Gastronomie etabliert. Als zentraler Qualitätsaspekt wird die Herkunft der Gänse hervorgehoben: Die Tiere stammen wie in den Vorjahren vom „Meierhof Radelsböck“ in Stadt Haag, Niederösterreich. Dieser Hof im Mostviertel ist bekannt für die Aufzucht von Weidegänsen, deren Haltung artgerecht und auf Freiland basiert, wobei die Fütterung überwiegend mit hofeigenem Getreide erfolgt. Die Familie Radelsböck führt den Meierhof bereits seit 1884. Die langjährige Partnerschaft zwischen Restaurant und Zulieferer sichert dem „Chalet Moeller“ die gewünschte Qualität für den saisonalen Höhepunkt. Angesichts der begrenzten Verfügbarkeit der Gänse und der hohen Nachfrage wird den Gästen eine frühzeitige Reservierung empfohlen. Damit positioniert sich das „Chalet Moeller“ erneut als eine der Adressen in der Region, die in den Herbstwochen eine gepflegte Traditionsküche pflegt, die auf präziser

weiterlesen »

Lilium-Patente an US-Konkurrent Archer Aviation verkauft

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens des deutschen Flugtaxi-Pioniers Lilium hat der Insolvenzverwalter das umfangreiche Portfolio an Patenten und Schutzrechten des Unternehmens veräußert. Neuer Eigentümer des geistigen Eigentums ist der börsennotierte US-amerikanische Entwickler von elektrischen Senkrechtstart- und Landeflugzeugen (eVTOL), Archer Aviation Inc. Der Verkauf der Innovationen an einen direkten Wettbewerber markiert einen entscheidenden Schritt in der Abwicklung des insolventen Start-ups. Der Insolvenzverwalter der Lilium GmbH und der Lilium Aerospace GmbH, Ivo-Meinert Willrodt von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH, setzte sich mit dem Verkauf gegen andere Bieter durch. Die Gläubigerausschüsse der in Oktober 2024 und März 2025 in Insolvenz gegangenen Gesellschaften stimmten dem Angebot des US-Unternehmens einstimmig zu. Der Kaufpreis für das über 300 Patente umfassende Portfolio liegt nach Angaben des Insolvenzverwalters im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich. Archer Aviation selbst bezifferte den Kaufpreis in einer Mitteilung auf 18 Millionen Euro. Das 2015 gegründete deutsche Start-up hatte in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel in die Entwicklung seiner eVTOL-Technologie investiert, wobei laut Branchenberichten insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro an Investorengeldern geflossen sein sollen. Das nun an Archer übertragene Patentportfolio beinhaltet Schlüsseltechnologien in zentralen Bereichen der Luftmobilität, darunter Hochvolt-Systeme, Batteriemanagementsysteme, Flugzeugkonstruktion sowie Propeller- und Mantelpropeller-Technologie. Die US-Firma Archer, die in der Entwicklung eigener Fluggeräte wie dem „Midnight“ weiter fortgeschritten ist, beabsichtigt, die erworbenen Technologien zur Beschleunigung ihrer eigenen Zertifizierungs- und Kommerzialisierungsprozesse einzusetzen. Der Insolvenzverwalter begründete die Wahl von Archer Aviation mit der gebotenen hohen Transaktions- und Umsetzungssicherheit. Mit dem rechtswirksamen Kaufvertrag werden in den kommenden Monaten weitere Vermögenswerte von Lilium veräußert, womit die Abwicklung der einstigen

weiterlesen »

EU-Parlamentsausschuss verteidigt Fluggastrechte: Drei-Stunden-Regel und kostenloses Handgepäck bleiben im Fokus

Der Ausschuss für Verkehr und Tourismus des Europäischen Parlaments (TRAN) hat am 13. Oktober 2025 seine Position zur Überarbeitung der EU-Fluggastrechte-Verordnung (EG Nr. 261/2004) festgelegt und sich dabei klar gegen eine Verschlechterung der Verbraucherrechte ausgesprochen. Das Votum des Ausschusses sieht vor, dass Fluggäste auch weiterhin ab einer Verspätung von drei Stunden Anspruch auf Entschädigung haben sollen. Damit stellt sich das Parlament gegen die Pläne des EU-Rates, der eine Anhebung der Schwelle auf vier beziehungsweise sechs Stunden gefordert hatte. Die Abgeordneten des TRAN-Ausschusses sprachen sich nicht nur für die Beibehaltung der geltenden Entschädigungsschwelle aus, sondern schlugen auch eine Erhöhung der Mindestentschädigung von 250 Euro auf 300 Euro bei langen Verspätungen, Annullierungen oder Nichtbeförderung vor. Mit dieser Entscheidung, die eine deutliche Abgrenzung zu den Vorschlägen der EU-Kommission (fünf Stunden) und des Rates (vier bzw. sechs Stunden) darstellt, strebt das Parlament eine Angleichung an internationale Standards an. Ein weiterer wichtiger Punkt der Abstimmung betrifft die Mitnahme von Handgepäck. Der Ausschuss bekräftigte das Recht aller Passagiere auf die kostenlose Mitnahme eines Handgepäckstücks, sofern es die festgelegten Größenanforderungen erfüllt. Diese Haltung zielt darauf ab, eine Vereinheitlichung der Handgepäckregeln zu erreichen und mehr Transparenz für Reisende zu schaffen, um unklare und teils restriktive Regelungen einzelner Fluggesellschaften zu unterbinden. Mit der einstimmigen Verabschiedung der Position am 13. Oktober besitzt das Europäische Parlament nun sein Verhandlungsmandat für die anstehenden Trilog-Gespräche mit dem Rat und der Europäischen Kommission, die unmittelbar begonnen haben. Vertreter des Ausschusses betonten, dass die EU-Fluggastrechte das Fundament des Reisens seien und ihr Schutz von Hunderten

weiterlesen »