
Endstation Reykjavik: Play Airlines stellt den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung ein
Die isländische Billigfluggesellschaft Play Airlines hat mit sofortiger Wirkung den Flugbetrieb eingestellt und sämtliche Flüge annulliert. Diese abrupte Entscheidung, die am 29. September 2025 vom Vorstand der Fly Play bekanntgegeben wurde, ließ Tausende von Passagieren weltweit gestrandet zurück. Als Gründe für den Kollaps nannte der Vorstand eine anhaltende finanzielle Unterperformance, schwache Ticketverkäufe in den letzten Wochen sowie internes Mißtrauen unter den Mitarbeitern als Folge einer Strategieänderung. Die Insolvenz von Play ist ein erneutes Zeichen für die inhärenten Herausforderungen, denen isländische Low-Cost-Carrier auf dem hart umkämpften Markt zwischen Europa und Nordamerika ausgesetzt sind. Der gescheiterte Sanierungsversuch Play Airlines wurde im Jahre 2021 als Nachfolgegesellschaft der ebenfalls gescheiterten WOW Air gegründet und verfolgte zunächst das ambitionierte Ziel, den etablierten Hub-and-Spoke-Modell von Icelandair am Internationalen Flughafen Reykjavik-Keflavik (KEF) zu kopieren und Passagiere günstig zwischen Europa und Nordamerika zu befördern. Angesichts finanzieller Schwierigkeiten wurde im Herbst 2024 ein überarbeitetes Geschäftsmodell eingeführt. Dieses sah eine deutliche Reduzierung der Transatlantik-Ambitionen vor. Anstatt auf den Transitverkehr zu setzen, konzentrierte sich Play fortan stärker auf europäische Routen und Flüge zu den Kanarischen Inseln. Das US-Netzwerk wurde drastisch auf nur drei Städte reduziert: New York Stewart (SWF), Boston Logan (BOS) und Baltimore-Washington (BWI). Im Rahmen dieser Restrukturierung gab Play auch ihr Isländisches Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) zurück. Die operativen Funktionen wurden auf die maltesische Tochtergesellschaft verlagert, während die Back-Office-Funktionen nach Malta und Litauen verschoben wurden. Die Führungsebene hatte die strategischen Anpassungen noch als Quelle des Optimismus bezeichnet. In der Rückschau gestand der Vorstand jedoch ein, daß die neue Strategie zu spät








