Z-ToGo

Weitere Artikel aus der Rubrik

Z-ToGo

Wachstum in der Sommerreisezeit: Deutsche Flughäfen verzeichnen hohe Passagieraufkommen

Die deutschen Flughäfen haben im August 2025 einen weiteren Anstieg des Passagieraufkommens verzeichnet, angetrieben durch die anhaltend starke Nachfrage im Sommerferienreiseverkehr. Insgesamt nutzten 22,67 Millionen Passagiere die Flughäfen in Deutschland, was einem Zuwachs von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Obwohl das Passagieraufkommen damit nahezu 92,1 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 erreicht hat, bleibt die Erholung bei den gewerblichen Flugbewegungen deutlich hinter dem Wachstum zurück. Dies deutet darauf hin, daß die Flugzeuge effizienter ausgelastet werden. Während der internationale und kontinentale Flugverkehr boomt, stagniert der innerdeutsche Verkehr. Der August im Detail: Ein Blick auf die Passagierzahlen Der August war geprägt von der Hauptreisezeit und der damit verbundenen starken Nachfrage. Die Passagierzahlen stiegen im Vergleich zum Vormonat Juli um fast eine Million. Besonders der Europa-Verkehr zeigte eine robuste Erholung mit 16,60 Millionen Reisenden, was einem Wachstum von zehn Prozent gegenüber Juli entspricht. Mit einer Recovery-Rate von 96,1 Prozent zum Jahr 2019 ist das Vorkrisenniveau hier fast wieder erreicht. Auch die interkontinentale Nachfrage wuchs deutlich, mit mehr als 4,20 Millionen Passagieren und einer Recovery-Rate von 92,5 Prozent. Die Erholung im internationalen Flugverkehr hat sich seit Mai bei einem stabilen Niveau von rund 92 Prozent im Europa-Verkehr und 97 Prozent im interkontinentalen Verkehr eingependelt. Im Gegensatz dazu entwickelte sich der innerdeutsche Luftverkehr rückläufig. Im August wurden 1,83 Millionen Passagiere gezählt, was einem Rückgang von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Gegenüber dem August 2019 fehlen noch 47,5 Prozent der Passagiere. Die Ursache für diesen Rückgang liegt vor allem in der saisonal bedingten

weiterlesen »

D328eco: Neue Kooperation für Regionalflugzeuge

Die beiden deutschen Luftfahrtunternehmen VÆRIDION GmbH und Deutsche Aircraft GmbH haben eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung unterzeichnet. Die Kooperation soll die Entwicklung von Regionalflugzeugen vorantreiben, die für den Betrieb auf unterversorgten Strecken konzipiert sind. Die Partner wollen ihre jeweiligen Fachkenntnisse bündeln, um die Entwicklung innovativer Fluglösungen zu beschleunigen. Im Rahmen der Vereinbarung wird Deutsche Aircraft, die als einziger deutscher Hersteller die vollständigen Systemintegrationsfähigkeiten besitzt, die Flugerprobung der Batterietechnologie von VÆRIDION unterstützen. Diese Tests sollen auf dem Flugteststand UpLift D-CUPL des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführt werden. Darüber hinaus bringt Deutsche Aircraft ihre Expertise in den Bereichen Konstruktion und Industrialisierung in die Entwicklung des Microliners von VÆRIDION ein. Die Zusammenarbeit vereint zwei unterschiedliche Ansätze in der Regionalfliegerei: VÆRIDION arbeitet an der Entwicklung eines vollelektrischen Kurzstreckenflugzeugs für neun Passagiere, dem CS23 Microliner. Deutsche Aircraft entwickelt mit der D328eco ein Regionalflugzeug für bis zu 40 Passagiere, das mit konventionellen Kraftstoffen betrieben wird. Beide Unternehmen, die im Großraum München ansässig sind, sehen die Partnerschaft als einen strategischen Schritt, um Innovationen in der Luftfahrt voranzutreiben und die Vernetzung von lokalen Gemeinden zu verbessern. Markus Kochs-Kämper, CTO von VÆRIDION, bezeichnete die Absichtserklärung als einen entscheidenden Moment auf dem Weg zu emissionsfreien Regionalflügen. Frederic Fischer von Deutsche Aircraft unterstrich, daß die Partnerschaft das gemeinsame Engagement für Innovation und die Umgestaltung der Luftfahrt verdeutliche. Die Kooperation sei ein Beispiel für die Stärke der Luftfahrtinnovation in Deutschland.

weiterlesen »

Boeing bietet Zugeständnisse an, um EU-Zustimmung für Spirit AeroSystems-Übernahme zu erhalten

Der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat der Europäischen Kommission neue „Verpflichtungen“ unterbreitet, um die Genehmigung für die geplante Übernahme des Zulieferers Spirit AeroSystems zu sichern. Die Übernahme, die einen Wert von rund 4,7 Milliarden US-Dollar hat, ist ein entscheidender Schritt für Boeing, um die Kontrolle über seine Lieferkette wiederzuerlangen und die Qualitätskontrolle zu stärken. Nachdem die Verpflichtungen am 22. September 2025 eingereicht wurden, hat die Europäische Kommission eine neue Frist für ihre Prüfung bis zum 14. Oktober 2025 gesetzt. Obwohl die genauen Details der Zugeständnisse nicht bekannt sind, deuten offizielle Dokumente der Kommission auf eine wohlwollende Haltung gegenüber der Fusion hin. Hintergründe der geplanten Übernahme Die Übernahme von Spirit AeroSystems durch Boeing ist ein bedeutender Vorgang in der Luftfahrtindustrie. Die Geschichte der beiden Unternehmen ist eng miteinander verknüpft: Spirit AeroSystems entstand 2005 aus der Ausgliederung der Boeing-Fertigungsstätten in Wichita und Oklahoma. Seitdem hat sich Spirit AeroSystems zum weltweit größten unabhängigen Zulieferer von Flugzeugstrukturen entwickelt und liefert Komponenten an mehrere Hersteller, darunter auch den Rivalen Airbus. Die Fusion würde also nicht nur Boeings interne Strukturen verändern, sondern auch weitreichende Konsequenzen für die gesamte Branche haben. Der Hauptgrund für Boeings Bestreben, Spirit AeroSystems zurückzukaufen, liegt in der Notwendigkeit, die Qualitätssicherung und Produktionsstabilität zu verbessern. Seit der Ausgliederung im Jahre 2005 kam es bei Boeing zu wiederkehrenden Problemen mit der Lieferkette und der Produktionskontrolle. Ein dramatischer Vorfall am 5. Januar 2024, bei dem ein Türstopfen von einem Alaska Airlines-Flugzeug des Typs 737-9 kurz nach dem Start wegbrach, verstärkte das öffentliche und regulatorische Vertrauen in

weiterlesen »

Tui meldet Preissteigerungen trotz weniger Buchungen in Deutschland

Der Reisekonzern Tui hat für die laufende Sommersaison in Deutschland einen Rückgang der Buchungszahlen um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Trotzdem konnte das Unternehmen seine Einnahmen steigern, da die durchschnittlichen Reisepreise um drei Prozent angehoben wurden. Wie aus einem aktuellen Buchungsupdate hervorgeht, liege der Fokus der Tui Group auf der Sicherung der Gewinnmarge, was zu einer Reduktion der Gästezahlen bei gleichzeitig höheren Ausgaben pro Reisendem führe. Ein stabileres Bild zeichnet sich für die kommende Wintersaison ab. Für den Zeitraum bis Mitte September meldet Tui ein leichtes Buchungsplus von einem Prozent in Deutschland. Auch hier liegen die Durchschnittspreise um drei Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Beliebte Ziele für den Winterurlaub sind nach Angaben des Konzerns die Kanarischen Inseln, Ägypten, das spanische Festland und die Kapverden. Auf der Fernstrecke verzeichnet Thailand das stärkste Wachstum, während auch Mexiko, die Dominikanische Republik und Jamaika gefragt sind. Obwohl der Winter erst zu einem Drittel verkauft ist, wurden bereits 1,8 Millionen Buchungen registriert, was die Nachfrage nach den klassischen Winterzielen bestätigt. Für die gesamte Gruppe meldet Tui für den Sommer 2025 insgesamt 14,1 Millionen Buchungen, zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Reisekonzern bestätigt dennoch die im August erhöhte Gewinnprognose. Für das Geschäftsjahr 2024/25 wird ein Anstieg des bereinigten operativen Gewinns von neun bis elf Prozent erwartet. Der Konzern, der nach wie vor unter den Auswirkungen der Coronapandemie leidet, soll auch seinen Schuldenstand weiter reduzieren.

weiterlesen »

Flugverbindung Hongkong-Seattle wieder im Programm

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific nimmt ab dem 30. März 2026 die direkte Flugverbindung zwischen Hongkong und Seattle wieder auf. Die Strecke wird fünfmal wöchentlich mit Flugzeugen des Typs Airbus A350-900 bedient. Mit der neuen Route erweitert Cathay Pacific ihr Streckennetz in Nordamerika auf insgesamt neun Destinationen. Die Airline verfolgt das Ziel, die Anbindung aus ihrem Drehkreuz in Hongkong in die Vereinigten Staaten, insbesondere für Reisende aus China und Indien, zu verbessern. Die Wiederaufnahme der Seattle-Flüge ist Teil einer umfassenderen Expansion in Nordamerika. Bereits ab dem 26. Oktober 2025 erhöht die Fluggesellschaft die Frequenz der Flüge nach Dallas-Fort Worth von vier auf sieben wöchentliche Verbindungen. Insgesamt plant Cathay Pacific für den Sommer 2026 über 110 wöchentliche Flüge nach Nordamerika anzubieten, darunter Verbindungen nach Boston, Chicago, Dallas, Los Angeles, New York, San Francisco, Toronto und Vancouver. Parallel zum Ausbau des Streckennetzes investiert das Unternehmen in die Verbesserung des Kundenerlebnisses. So führt Cathay Pacific neue Business-Class-Sitze namens Aria Suite ein, modernisiert die Premium-Economy und Economy-Kabinen und erweitert sein Angebot an Lounges. Für das Jahr 2026 ist die Eröffnung einer neuen, über 900 Quadratmeter großen Flagship-Lounge im Terminal 6 des Flughafens New York JFK geplant. Die wieder eingeführten Flüge nach Seattle sollen nicht nur den Passagierverkehr stärken, sondern auch das Frachtgeschäft unterstützen. Cathay Pacific, eine der größten Frachtfluggesellschaften der Welt, bietet bereits im Sommerverkehr bis zu 40 wöchentliche Frachtflüge nach Nordamerika an. Die neuen Verbindungen werden das bestehende Frachtnetz ergänzen und die Transportkapazität für Waren weiter ausbauen. Zum Start der neuen Route sind zudem

weiterlesen »

Aus für Aushängeschild der Schweizer Luftwaffe

Die Patrouille Suisse, das Jet-Kunstflugteam der Schweizer Luftwaffe, wird im Jahre 2027 aufgelöst. Grund dafür ist die vom Parlament beschlossene Ausmusterung der Kampfflugzeuge des Typs F-5 „Tiger“, mit denen die Staffel seit 1995 fliegt. Die Einstellung des Betriebs dieser Flugzeuge erfolgt aus finanziellen Gründen. Die Entscheidung hat in der Schweiz eine breite Diskussion ausgelöst, da die Patrouille Suisse seit über sechzig Jahren als ein Symbol der Schweizer Armee und der technischen Präzision des Landes gilt. Anstelle der Patrouille Suisse soll zukünftig das PC-7 Team als Aushängeschild der Schweizer Militärluftfahrt auftreten. Dieses Team, das bereits seit 1989 besteht, nutzt Pilatus PC-7 Turboprop-Flugzeuge. Diese Propellermaschinen sind im Betrieb deutlich kostengünstiger als die Jets der Patrouille Suisse. Zwar hat das PC-7 Team international Anerkennung gefunden, jedoch genießt es in der Öffentlichkeit nicht dasselbe Ansehen wie die Patrouille Suisse mit ihren Überschalljets. Die Piloten beider Teams sind aktive Militärpiloten und fliegen neben den Vorführungen auch ihre regulären Einsätze. Militärische Stellen haben die Bedeutung der Patrouille Suisse als kulturelles und symbolisches Element anerkannt, betonen aber, daß die Aufrechterhaltung einer Kunstflugstaffel wichtig sei. Sie heben hervor, daß die Fokussierung auf die neue Generation der Kampfflugzeuge, namentlich der F-35, die die F-5 ersetzen, die vorrangige Aufgabe sei. Die F-5-Flotte, die bis 2027 schrittweise stillgelegt wird, dient derweil noch als Trainingsflugzeug und entlastet die F/A-18-Hornets. Fans der Patrouille Suisse haben noch rund zwei Jahre die Möglichkeit, die letzten Vorführungen des Teams zu sehen. Der Flugplan für das Jahr 2026 wird voraussichtlich im Frühjahr veröffentlicht. Unterdessen ist das PC-7

weiterlesen »

Braunschweig-Wolfsburg eröffnet neuen Terminal

Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg hat einen neuen Terminal eröffnet. Das vier Millionen Euro teure Gebäude wurde in nur einem Jahr Bauzeit fertiggestellt und soll die Passagierabfertigung deutlich verbessern. Der Neubau, der die Anforderungen der internationalen Luftfahrtbehörde ICAO erfüllt, war notwendig geworden, da das denkmalgeschützte Hauptgebäude den modernen behördlichen Vorgaben nicht mehr genügte und zu wenig Platz bot. Der neue Terminal umfaßt eine Fläche von 825 Quadratmetern. Er bietet nun Platz für bis zu 200 Fluggäste und ermöglicht eine effizientere Abwicklung der Prozesse. Bislang mußten bei größeren Passagierzahlen, wie sie beispielsweise bei Werksflügen von Volkswagen anfallen, Passagiere zum Teil im Freien warten. Geschäftsführer Michael Schwarz betonte die Bedeutung des Neubaus für die Zukunft des Flughafens, der maßgeblich von den Charter- und Geschäftsflügen der umliegenden Großkonzerne geprägt ist. Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, der im Eigentum der Stadt Braunschweig, der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG steht, dient hauptsächlich dem Geschäftsreiseverkehr sowie Forschungs- und Entwicklungsflügen. Er wird unter anderem von der Volkswagen AG, der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) sowie vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) genutzt. Der neue Terminal soll die Rolle des Flughafens als regionaler Wirtschaftsfaktor weiter stärken und den steigenden Anforderungen der internationalen Luftfahrt gerecht werden. Die Investition in den neuen Terminal ist Teil einer Strategie, die Infrastruktur des Flughafens auszubauen und an die Bedürfnisse der regionalen Wirtschaft anzupassen. Auch wenn der Flughafen keinen Linienverkehr anbietet, spielt er eine wichtige Rolle für die Logistik und den Geschäftsreiseverkehr der Region.

weiterlesen »

SAS erweitert Streckennetz in Deutschland

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS (Scandinavian Airlines) kündigt die Einführung einer neuen Flugverbindung zwischen der norwegischen Hauptstadt Oslo und Hamburg an. Ab dem 30. März 2026 soll die Strecke zweimal wöchentlich bedient werden. Diese Route ist Teil einer umfassenden Expansion der Fluggesellschaft, die ihr Sommerflugprogramm für das Jahr 2026 als das umfangreichste in ihrer Unternehmensgeschichte bezeichnet. Insgesamt führt SAS neun neue Strecken ein, von denen sechs komplett neue Ziele darstellen. Parallel zur neuen Verbindung nach Hamburg verstärkt SAS auch ihre Präsenz in Deutschland auf bereits bestehenden Routen. Insbesondere die Verbindung zwischen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und Berlin wird ausgebaut, um die Kapazitäten zu erhöhen. Die skandinavische Airline setzt damit ihre Wachstumsstrategie fort, die darauf abzielt, ihre Drehkreuze in Kopenhagen, Oslo und Stockholm zu stärken. Die Expansion wird mit der starken Geschäftsentwicklung des Unternehmens begründet. Die Ankündigungen kommen zu einem Zeitpunkt, in dem SAS eine Umstrukturierung durchläuft. Erst kürzlich wurde bekanntgegeben, daß Air France-KLM im Zuge eines umfassenden Restrukturierungsplanes eine Mehrheitsbeteiligung an SAS übernehmen wird. Die Übernahme soll dem Unternehmen nach Jahren der finanziellen Schwierigkeiten Stabilität bringen. Die Integration in das Bündnis SkyTeam wird der skandinavischen Airline neue Möglichkeiten und Verbindungen eröffnen. Die Fluggesellschaft wird jedoch zunächst noch im Bündnis Star Alliance bleiben, zu dem unter anderem die Lufthansa-Gruppe gehört. Die neuen Flüge sind bereits seit dem 22. September 2025 buchbar. Die geplante Ausweitung des Flugplans unterstreicht die Bemühungen von SAS, ihre Marktposition in Nordeuropa zu festigen und die Anbindung an wichtige europäische Wirtschaftszentren wie Hamburg und Berlin zu verbessern. Das neue

weiterlesen »

Tourismusbranche warnt vor EU-Pauschalreiserichtlinie

Neun deutsche Reise- und Tourismusverbände haben sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen die geplante Revision der EU-Pauschalreiserichtlinie positioniert. Die Verbände, darunter der Deutsche Reiseverband (DRV), der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) und der Deutsche Tourismusverband (DTV), sehen erhebliche Gefahren für die Branche und den Verbraucher. Sie rufen die Bundesregierung auf, die Interessen der deutschen Reisewirtschaft im anstehenden Trilog-Verfahren in Brüssel entschlossen zu vertreten. Die Verbände äußern vor allem Kritik an zwei Punkten der geplanten Novellierung. Zum einen wird die neue Definition der Pauschalreise beanstandet. Sie befürchten, daß Reisemittler, die mehrere einzelne Leistungen vermitteln, automatisch zu Reiseveranstaltern werden und damit die volle Veranstalterhaftung tragen müßten. Dies würde den deutschen Markt, der von zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt ist, massiv belasten. Zum anderen wenden sie sich gegen die geplante Regelung für kostenlose Stornierungen. Die vorgeschlagene Frist von 28 Tagen für Stornierungen bei „unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umständen“ würde nach Ansicht der Verbände zu einer unverhältnismäßigen Risikoverlagerung auf die Veranstalter führen. Deutschland gilt mit einem Marktanteil von 41 Prozent als der wichtigste Pauschalreisemarkt in Europa. Fast ein Drittel aller Urlaubsreisen im Inland werden als Pauschalreise gebucht. Die Verbände argumentieren, daß eine Überregulierung das Rückgrat der heimischen Reisewirtschaft gefährden und schwerwiegende Konsequenzen für Unternehmen, Beschäftigte und Kunden hätte. Sie fordern eine faire Risikoverteilung und eine klare Ausnahmeregelung für Geschäftsreisen, die unter Rahmenvereinbarungen fallen. Das sogenannte Trilog-Verfahren, das am 24. September beginnen soll, ist die finale Verhandlungsrunde zwischen der Europäischen Kommission, dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Parlament. Die Verbände kündigten an, in

weiterlesen »

Swiss setzt auf emotionale Erzählungen in neuem Sicherheitsvideo

Die Swiss International Air Lines stellt ihr neues Sicherheitsvideo vor, das eine Abkehr von der bisherigen animierten Darstellungsweise markiert. Anstelle von Zeichentrickfiguren und computergenerierten Szenen setzt die Fluggesellschaft nun auf reale Personen, Landschaftsaufnahmen der Schweiz und eine emotionale Geschichte. Das Video, das an Bord des ersten Airbus A350 der Fluggesellschaft Premiere feiert, soll die Sicherheitshinweise auf eine neue, einprägsamere Weise vermitteln. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Passagiere zu gewinnen und die wichtigen Informationen für den Notfall besser im Gedächtnis zu verankern. Diese strategische Neuausrichtung spiegelt einen Trend in der Luftfahrtindustrie wider, der die Passagiere durch Storytelling und Markenidentität anspricht. Vom Animationsfilm zur filmischen Erzählung Nach mehr als zehn Jahren löst das neue Video den bisherigen animierten Sicherheitsfilm ab. Oliver Buchhofer, der Chief Operating Officer von Swiss, erklärte, daß die Fluggäste die Hinweise nicht nur sehen, sondern auch für den Ernstfall verstehen und behalten sollen. Die Verwendung von realen Szenen, die Emotionen wecken, soll wesentlich dazu beitragen. Das neue Video ist in eine Geschichte eingebettet, die von einer jungen Frau erzählt, die vor der Heimreise in die Schweiz steht und sich dabei an frühere Reisen erinnert. Die Handlung des Films verknüpft dabei die sicherheitsrelevanten Informationen mit eindrucksvollen Bildern von alpinen Landschaften, Roadtrips und Stadtansichten von Zürich und Genf. Die Entscheidung, auf emotionale Erzählungen zu setzen, ist eine Entwicklung, die in der Luftfahrtbranche zunehmend zu beobachten ist. Fluggesellschaften wie Air New Zealand und British Airways haben bereits in der Vergangenheit mit innovativen Sicherheitsvideos für Aufsehen gesorgt, die von Prominenten besetzt oder

weiterlesen »