Z-ToGo

Weitere Artikel aus der Rubrik

Z-ToGo

British Airways klagt Flughafen Boston und Bodenverkehrsdienst

Die Fluggesellschaft British Airways hat eine Schadensersatzklage gegen den Betreiber des Logan Airport in Boston und einen lokalen Bodenverkehrsdienstleister eingereicht. Die Klage richtet sich gegen Massport, den Flughafenbetreiber, und die Firma Oxford Airport Technical Services. Anlaß ist ein technischer Vorfall im Juni 2022, bei dem ein Flugzeug der Airline beschädigt wurde. Laut der beim US-Bezirksgericht in Boston eingereichten Klage kam es am 8. Juni 2022 vor dem Abflug von Flug BA212 nach London zu einem Ausfall der stationären Stromversorgung. Eine mobile Ersatzeinheit, die daraufhin bereitgestellt wurde, versagte ebenfalls, was zu einer erheblichen Beschädigung des Elektriksystems des Flugzeugs führte. Das Personal von British Airways konnte die Maschine in der Folge nicht neu starten, und der Flug mußte gestrichen werden. Die Reparatur des beschädigten Flugzeugs war so komplex, daß es zur Instandsetzung nach England überführt werden mußte. Dies führte zu einer Ausfallzeit von mehreren Wochen. British Airways beziffert den entstandenen Schaden auf mindestens 293.000 Dollar, was umgerechnet etwa 252.000 Euro entspricht. In dieser Summe sind die Reparaturkosten, die Kosten für die Betreuung der Passagiere und die Umsatzausfälle enthalten. Die Airline fordert zusätzlich zu den direkten Kosten auch Zinsen und die Erstattung der Anwaltskosten. Mit der Klage sollen die finanziellen Verluste geltend gemacht werden, die British Airways nach eigenen Angaben durch den Vorfall entstanden sind.

weiterlesen »

US-Behörden in Kartellstreit: Delta und Aeromexico ersuchen um Aufschub

Die Fluggesellschaften Delta Air Lines und Aeromexico haben sich in einem gemeinsamen Antrag an das US-Verkehrsministerium (DOT) gewandt. Sie protestieren gegen die geplante Aufhebung ihrer Kartellvereinbarung und ersuchen um eine Verlängerung der Umsetzungsfrist. Die ursprünglich für den 25. Oktober dieses Jahres angesetzte Frist soll nun auf den 28. März des nächsten Jahres verschoben werden. Die geplante Aufhebung der Vereinbarung resultiert aus Spannungen zwischen den Regierungen der USA und Mexikos. Die US-Behörden begründen ihren Schritt mit einem Streit über die Luftfahrtpolitik Mexikos, die die strategischen Interessen der USA beeinträchtige. Insbesondere geht es hierbei um Kapazitätsbeschränkungen und andere regulatorische Maßnahmen am Internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt, die die Wettbewerbssituation verändern könnten. Die Kartellfreistellung erlaubt es Delta und Aeromexico, Flugpläne, Preise und Marketing auf Routen zwischen den USA und Mexiko zu koordinieren. Die beiden Fluggesellschaften bilden eine enge Allianz, die durch diese Vereinbarung ermöglicht wird. Die Aufhebung der Genehmigung würde diese Zusammenarbeit beenden und die Unternehmen zwingen, wieder als Konkurrenten aufzutreten, was die Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern beeinträchtigen könnte. Ein Aufschub der Frist gäbe den Fluggesellschaften mehr Zeit, auf die Entscheidung zu reagieren und die möglichen Auswirkungen auf ihr Geschäft zu bewerten. Die Entscheidung über den Antrag liegt nun bei den US-Behörden.

weiterlesen »

Partnerschaft zwischen Ryanair und ESN für Studierende verlängert

Die Fluggesellschaft Ryanair und das Erasmus Studenten-Netzwerk (ESN) setzen ihre langjährige Partnerschaft fort. Die Zusammenarbeit wurde für das akademische Jahr 2025–2026 verlängert und geht damit in ihr neuntes Jahr. Ziel der Kooperation ist es, Studierenden, die am Erasmus-Programm teilnehmen, günstigere Reisemöglichkeiten zu bieten. Im Rahmen der Vereinbarung erhalten registrierte ESN-Studenten Zugang zu einer speziellen Buchungsplattform auf der Webseite von Ryanair. Über diese Plattform können die Studierenden einen Rabatt von zehn Prozent auf vier einfache Flüge (oder zwei Hin- und Rückflüge) erhalten. Zusätzlich ist in jedem gebuchten Flug ein aufgegebenes Gepäckstück von bis zu 20 Kilogramm kostenlos inbegriffen. Die Fluggesellschaft unterstützt mit dieser Partnerschaft das Mobilitätsprogramm der Europäischen Union. Die Verlängerung der Zusammenarbeit soll es den Studierenden weiterhin ermöglichen, kostengünstig zwischen ihren Heimatländern und den Zielen ihres Studienaustausches zu reisen. Die Vergünstigungen können auf dem europaweiten Streckennetz von Ryanair genutzt werden. Die Fortsetzung der Partnerschaft zwischen Ryanair und ESN unterstreicht das beiderseitige Interesse, die Mobilität von Studierenden zu fördern. Sie sichert den Studenten nicht nur finanzielle Vorteile, sondern trägt auch dazu bei, die Attraktivität des Erasmus-Programms weiter zu steigern.

weiterlesen »

Brussels Airlines verzeichnet mehr Passagiere auf Routen in kühlere Regionen

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines verzeichnet in diesem Sommer eine steigende Nachfrage nach Reisezielen mit niedrigeren Temperaturen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Passagiere auf Flügen nach Skandinavien um 12 Prozent. Die Fluggesellschaft hat auf diesen Trend reagiert und ihr Streckennetz um neue Verbindungen in kühlere Gebiete erweitert, darunter Evenes in Norwegen und Funchal auf Madeira. In Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Nordic wurde die Verbindung nach Evenes in Norwegen in das Flugprogramm aufgenommen. Evenes liegt in der Region Ofoten, wo die Temperaturen auch im Hochsommer moderat bleiben. Eine weitere neue Route führt nach Funchal. Trotz der südlichen Lage profitiert die portugiesische Insel von einem Atlantikklima, das ganzjährig für gemäßigte Temperaturen sorgt. Auch bereits bestehende Routen, wie nach Edinburgh in Schottland und nach Bilbao im Norden Spaniens, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Die Fluggesellschaft erklärt die Entwicklung mit den anhaltenden Hitzewellen in vielen Regionen Europas. Passagiere suchen demnach verstärkt nach Reisezielen, die eine Flucht vor den heißen Temperaturen ermöglichen. Die Diversifizierung des Streckennetzes ist eine strategische Antwort auf dieses veränderte Reiseverhalten. Auch andere europäische Städte wie Stockholm, Göteborg, Kopenhagen und Vilnius ziehen in diesem Sommer ein wachsendes Passagieraufkommen an. Die Ausweitung des Angebots in Richtung kühlerer Destinationen zeigt, daß die Fluggesellschaft flexibel auf die Nachfrage am Markt reagiert. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern wie Nordic ermöglicht es, das Portfolio gezielt zu erweitern und neue Kunden anzusprechen.

weiterlesen »

Flughafen Frankfurt verzeichnet Passagierplus im Juli 2025

Der Flughafen Frankfurt (FRA) hat im Juli 2025 insgesamt 6,1 Millionen Reisende abgefertigt. Dies entspricht einem Anstieg von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders gefragt waren europäische Urlaubsziele, darunter Griechenland, Italien und Spanien. Auch auf Interkontinentalstrecken gab es einen Nachfrageschub, vor allem bei Zielen in Thailand und Ostafrika. Neben dem Passagierverkehr stieg auch das Frachtaufkommen um 3,7 Prozent auf 179.055 Tonnen. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch im internationalen Portfolio des Flughafenbetreibers Fraport wider. Die Gesamtzahl der Passagiere an allen aktiv betreuten Flughäfen stieg im Juli um 4,6 Prozent auf rund 22,9 Millionen. Die 14 griechischen Regionalflughäfen verzeichneten einen Anstieg von 2,4 Prozent auf 6,6 Millionen Passagiere. In Bulgarien empfingen die Küstenflughäfen Burgas und Varna 828.538 Passagiere, ein Plus von 4,0 Prozent, während der slowenische Flughafen Ljubljana sogar um 12,2 Prozent auf 181.599 Reisende zulegte. Ein außergewöhnliches Wachstum verzeichneten die beiden brasilianischen Fraport-Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre mit einem Plus von 96,9 Prozent auf 1,3 Millionen Passagiere. Dieser Anstieg ist auf einen Sondereffekt zurückzuführen, da im Juli des Vorjahres massive Überschwemmungen den Flugbetrieb in Porto Alegre stark beeinträchtigten. Der peruanische Flughafen Lima verzeichnete ebenfalls ein Wachstum von 5,4 Prozent. Lediglich der türkische Flughafen Antalya blieb mit 5,6 Millionen Passagieren nahezu unverändert auf Vorjahresniveau. Die Zunahme der Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen und im gesamten Konzern belegt die hohe Reisebereitschaft in der Sommersaison. Die steigende Nachfrage nach Urlaubsreisen, insbesondere nach den beliebten Ferienzielen in Südeuropa, ist ein wesentlicher Treiber dieser positiven Entwicklung.

weiterlesen »

Tschechien verzeichnet anhaltenden Tourismusboom

Der tschechische Tourismussektor verzeichnet im zweiten Quartal 2025 erneut einen deutlichen Aufschwung. Laut Daten von CzechTourism reisten über 6,3 Millionen Gäste ins Land, die insgesamt mehr als 15 Millionen Übernachtungen verbuchten. Sowohl inländische als auch ausländische Touristen trugen zu diesem Wachstum bei. Als Hauptziele erwiesen sich die Hauptstadt Prag, gefolgt von den Regionen Südmähren und Südböhmen. Von den Ankünften entfielen 53,3 Prozent auf tschechische Gäste, doch die Zahl der ausländischen Besucher nimmt zu. Besonders dynamisch entwickelt sich die Nachfrage aus fernen Märkten. Der Direktor von CzechTourism, František Reismüller, erklärte, daß insbesondere die Zahl der Reisenden aus Irland, Argentinien und Japan im Jahresvergleich stark gestiegen sei. Traditionell bleibt Deutschland mit 665.000 Ankünften der wichtigste Auslandsmarkt, gefolgt von der Slowakei und Polen. Die durchschnittliche Verweildauer der Besucher liegt in den Kurregionen wie Karlsbad am höchsten. Als beliebteste Unterkunftsart erwiesen sich die Hotels, die mit 4,4 Millionen Gästen rund 70 Prozent aller Ankünfte verzeichneten. Die Zahl der Übernachtungen in Hotels stieg auf 10 Millionen, was einer Zunahme von 4,1 Prozent entspricht. Auch Pensionsbetriebe konnten ein Wachstum von 5,6 Prozent verzeichnen. Insgesamt waren über die Hälfte der Hotelgäste ausländische Reisende, was die Bedeutung des internationalen Tourismus für die tschechische Wirtschaft unterstreicht. Der anhaltende Aufwärtstrend in der ersten Jahreshälfte, mit insgesamt fast 10,5 Millionen Gästen, läßt für das Gesamtjahr 2025 ein sehr positives Ergebnis erwarten. Die stabile Binnennachfrage und die Rückkehr asiatischer Gäste bilden eine solide Grundlage für ein möglicherweise erfolgreichstes Tourismusjahr der letzten zehn Jahre. Die Regierung und der Tourismusverband verfolgen die Strategie, die

weiterlesen »

Flughafen Gatwick: Streik der Gepäckkontrolleure droht

Der Londoner Flughafen Gatwick (LGW) sieht sich mit einem drohenden Streik seiner Gepäckkontrolleure konfrontiert, der den Flugbetrieb in der arbeitsreichsten Zeit des Jahres erheblich stören könnte. Die Gewerkschaft Unite kündigte an, daß die Angestellten des Dienstleisters ICTS ihre Arbeit in zwei Phasen niederlegen werden: vom 22. bis 26. August sowie vom 29. August bis zum 2. September 2025. Da diese Termine das wichtige August Bank Holiday Weekend einschließen, sind Tausende von Reisenden, die die letzten Ferientage genießen oder sich auf den Heimweg machen wollen, von möglichen massiven Verzögerungen betroffen. Der Kern des Konflikts ist ein Lohnstreit, in dem die Gewerkschaft die geringe Bezahlung der Arbeiter der signifikanten Gewinnsteigerung des Unternehmens gegenüberstellt. Während das Flughafenmanagement versucht, die Passagiere zu beruhigen, macht die Gewerkschaft den Arbeitgeber direkt für das drohende Chaos verantwortlich. Die Wurzeln des Konflikts: Geringe Löhne versus hohe Unternehmensgewinne Der Streikaufruf ist das Ergebnis eines langwierigen Lohnkonflikts, der die Gepäckkontrolleure und die Sicherheitskräfte des Dienstleisters ICTS an den Verhandlungstisch treiben soll. Die Gewerkschaft Unite vertritt die Angestellten und argumentiert, daß diese zu den am schlechtesten bezahlten Arbeitskräften am Flughafen gehören, da ihre Löhne nur „knapp über dem Mindestlohn“ lägen. Dies stehe in krassem Gegensatz zur finanziellen Entwicklung des Arbeitgebers. Unite-Vertreter präsentierten öffentlich Zahlen, die belegen sollen, daß die finanzielle Lage von ICTS eine faire Lohnerhöhung zulasse. Demnach sei der Umsatz des Unternehmens seit 2020 um 110 Prozent auf 170,59 Millionen Pfund im Jahre 2024 gestiegen. Gleichzeitig habe sich der Gewinn vor Steuern auf 6,1 Millionen Pfund erhöht, was einer Steigerung

weiterlesen »

Air Astana meldet deutliches Wachstum im ersten Halbjahr

Die kasachische Fluggesellschaft Air Astana hat für das erste Halbjahr 2025 ein deutliches Wachstum bekanntgegeben. Der operative Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um 24,1 Prozent auf 157 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn nach Steuern verbesserte sich sogar um 131,9 Prozent auf 10,7 Millionen US-Dollar. Der Gesamtumsatz des Konzerns, zu dem auch die Billigfluggesellschaft FlyArystan gehört, wuchs um 12,1 Prozent auf 658,2 Millionen US-Dollar. Die Steigerung der Finanzkennzahlen ist auf ein hohes Passagieraufkommen und eine effiziente Kostenverwaltung zurückzuführen. Nach Angaben des Unternehmens wuchs das Passagieraufkommen um 11,6 Prozent auf 4,5 Millionen. Die Flugkapazität stieg um 17,8 Prozent, was vor allem auf die Ausweitung des internationalen Streckennetzes zurückzuführen ist. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 20 neue Routen eingeführt. Dabei liegt der Fokus der Expansionsstrategie auf schnell wachsenden Märkten in Asien, insbesondere in China und Indien. So hat Air Astana die Flugfrequenz nach China auf wöchentlich 30 Flüge erhöht und eine neue Verbindung von Almaty nach Mumbai eingeführt. Die Fluggesellschaft baute ihre Flotte in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 61 Flugzeuge aus und nahm sechs Flugzeuge der Airbus A320-Familie in Betrieb. Nach der Ausflottung der letzten E2-Maschinen besteht die Flotte nun ausschließlich aus Flugzeugen des Typs Airbus A320 und Boeing 767, was die Flottenstruktur des Unternehmens vereinfacht. Firmenchef Peter Foster betonte, daß diese Vereinfachung sowie Investitionen in Wartungs- und Bodenabfertigungsfähigkeiten die Widerstandsfähigkeit und Effizienz der Fluggesellschaft erhöht hätten. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und des Einflusses der lokalen Währung bleibt der Ausblick für das restliche Jahr positiv. Air Astana erwartet weiteres Wachstum

weiterlesen »

Boeing-Lieferungen: Lufthansa-Konzern prüft strategischen Umweg über die Schweiz

Der deutsche Lufthansa-Konzern erwägt, seine milliardenschweren Bestellungen von Boeing-Flugzeugen künftig über die Schweiz abzuwickeln. Dieser strategische Schachzug, der laut Berichten des „Tages-Anzeigers“ eine Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Regierung vorsieht, zielt darauf ab, das chronische Handelsdefizit zwischen den Vereinigten Staaten und der Schweiz zu verringern und damit die Wahrscheinlichkeit drohender US-Strafzölle zu minimieren. Die Pläne, deren Einzelheiten von allen Beteiligten noch unter Verschluß gehalten werden, könnten den Erwerb von rund 100 Flugzeugen im Wert von 21 Milliarden Schweizer Franken umfassen. Die Swiss, eine Tochtergesellschaft des Lufthansa-Konzerns, steht bei den Verhandlungen mit US-Vertretern im Zentrum der diplomatischen Bemühungen. Die Maßnahme verdeutlicht die zunehmende Politisierung des globalen Handels und die Notwendigkeit für große Unternehmen, sich aktiv in Handelsfragen zu engagieren, um ihre langfristigen Geschäftsinteressen zu sichern. Ein diplomatischer Spagat: Die Rolle der Swiss und der Schweizer Regierung Der „Tages-Anzeiger“ berichtete, daß Swiss-Chef Jens Fehlinger in der vergangenen Woche an einem Treffen in Washington teilnahm, an dem auch die Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter und Wirtschaftsminister Guy Parmelin beteiligt waren. Sie führten Gespräche mit hochrangigen US-Regierungsvertretern, darunter Außenminister Marco Rubio. Ziel war es, die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Schweiz zu erörtern und mögliche Lösungen für die angespannte Lage zu finden. Ein Sprecher der Swiss bestätigte die Gespräche und betonte, daß es insbesondere um „die Rahmenbedingungen für die Einfuhr von Flugzeugen“ gegangen sei. Man habe „mögliche Optionen für den Lufthansa-Konzern, für Swiss, aber auch für die USA und amerikanische Unternehmen“ diskutiert. Die Details der Verhandlungen blieben den Regierungsbehörden vorbehalten. Dieser diplomatische Einsatz zeigt, wie

weiterlesen »

SBB drosselt Ausbau des Nachtzugnetzes

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben ihre ursprünglichen Pläne zum massiven Ausbau des Nachtzugnetzes gestoppt. Nach Informationen von „CH Media“ hat SBB-Chef Vincent Ducrot die geplanten neuen Verbindungen nach Rom und Barcelona eingestellt. Stattdessen soll der Fokus künftig auf den Tagverkehr gelegt werden, wofür ab 2026 neue Hochgeschwindigkeitszüge ausgeschrieben werden. Das Nachtzugangebot der SBB bleibt damit weitgehend unverändert. Als einziger Neuzugang ist eine saisonale Verbindung von Basel nach Kopenhagen und Malmö ab 2026 geplant. Diese Strecke, die dreimal wöchentlich verkehren soll, wird bis 2030 mit Bundessubventionen in Höhe von 47 Millionen Franken finanziert, da der Betrieb andernfalls nicht rentabel wäre. Die Entscheidung der SBB spiegelt die Probleme wider, mit denen auch andere europäische Bahnunternehmen zu kämpfen haben. Hohe Trassenpreise, teure Fahrzeuge und nächtliche Baustellen erschweren das Geschäft. So hat die österreichische ÖBB, Betreiberin der Nightjet-Züge, die Bestellung neuer Nachtzüge von 33 auf 24 Stück reduziert, um mehr in den Tagverkehr zu investieren. Auch andere europäische Anbieter haben ihre Pläne für Nachtzüge deutlich zurückgeschraubt. Zudem sind Nachtzüge im Vergleich zu Tageszügen und Billigflügen oft teurer. Der Nachtzugverkehr bleibt eine Nische. Im Jahr 2024 nutzten nur etwa 600.000 der 11,6 Millionen internationalen Bahnreisenden der SBB einen Nachtzug. Um Kosten zu senken, setzen Bahnunternehmen verstärkt auf externes Personal. So beschäftigt die ÖBB über Dienstleister wie Newrest Mitarbeiter mit niedrigeren Einstiegslöhnen. Die SBB sieht den Nutzen schneller Tagesverbindungen als überwiegend an, was den Nachtzugverkehr zu einer nostalgischen Randerscheinung werden läßt.

weiterlesen »