
Globale Sicherheitsanweisung für Airbus A320-Familie nach Flugkontroll-Zwischenfall
Die europäische Flugsicherheitsbehörde (Easa) hat am 28. November 2025 eine dringende Sicherheitsanweisung (Emergency Airworthiness Directive, EAD) für die weltweit eingesetzte Airbus A320-Flugzeugfamilie erlassen. Die Maßnahme, die eine sofortige Reaktion der Fluggesellschaften erfordert, folgt einer Untersuchung, die ein kürzlich aufgetretenes unerwünschtes Nick-Manöver („uncommanded pitch-down“) mit einem möglichen Fehler in einem zentralen Flugsteuerungscomputer in Verbindung bringt. Um die Betriebssicherheit zu gewährleisten, müssen Luftfahrtunternehmen ein spezifisches Bauteil, den sogenannten Elevator Aileron Computer (ELAC B L104), vor dem nächsten Passagierflug entweder austauschen oder modifizieren. Diese drastische Anordnung wurde durch einen Vorfall ausgelöst, bei dem Passagiere verletzt wurden, und weist auf eine neu identifizierte Schwachstelle in einem häufig verwendeten Hardware- und Softwarestandard hin, die möglicherweise durch äußere Einflüsse wie intensive Sonnenstrahlung hervorgerufen wird. Der globale Luftverkehr steht somit kurzfristig vor logistischen Herausforderungen, da eine der größten Flugzeugflotten der Welt schnell umgerüstet werden muss. Der JetBlue-Vorfall als Auslöser der Untersuchung Die EASA-Direktive geht Berichten zufolge auf einen schwerwiegenden Zwischenfall am 30. Oktober 2025 zurück. Ein Airbus A320-200 der Fluggesellschaft JetBlue, Registrierung N605JB, der den Flug B6-1230 von Cancún nach Newark durchführte, erlebte während der Reiseflughöhe in etwa 35.000 Fuß (FL350) südwestlich von Tampa eine unerwartete Fluglageänderung. Die Besatzung beschrieb das Geschehen als ein Flugkontrollproblem, das zu einem rapiden Sinkflug führte. Das Flugzeug stabilisierte sich kurzzeitig auf rund 20.000 Fuß, bevor es den Sinkflug fortsetzte, um in Tampa eine vorsorgliche Landung durchzuführen. Während des unvorhergesehenen Flugmanövers erlitten Berichten zufolge mindestens drei Personen an Bord Verletzungen, darunter Kopfverletzungen. Verletzte Passagiere wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht, während andere am








