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Russland expandiert Luftfahrttechnik: Belavia wird erster ausländischer Kunde des heimischen ACARS-Systems

Infolge der umfassenden internationalen Sanktionen, die den Zugang russischer Fluggesellschaften zu westlicher Luftfahrttechnologie und Wartungsdienstleistungen stark eingeschränkt haben, hat die staatliche Unternehmensgruppe Rostec die Entwicklung heimischer Alternativen massiv forciert. Ein zentrales Ergebnis dieser Bemühungen ist das digitalisierte Flugfunk- und Berichterstattungssystem ACARS (Aircraft Communications Addressing and Reporting System), das von Infocom-Avia, einer Tochtergesellschaft der Rostec-Tochter Azimuth, entwickelt wurde. Nun hat dieses inländische System einen bedeutenden Erfolg auf dem internationalen Markt erzielt: Die belarussische Fluggesellschaft Belavia hat einen kommerziellen Vertrag über den Einsatz des russischen ACARS-Dienstes unterzeichnet und ist damit der erste ausländische Betreiber, der sich dieser Technologie anschließt. Dieser Vertragsabschluss markiert einen wichtigen Meilenstein in den Bestrebungen Russlands, seine Luftfahrtinfrastruktur technologisch zu isolieren und gleichzeitig in verbündete Märkte zu expandieren. Der Wechsel von Belavia zu der in Russland entwickelten Lösung unterstreicht die wachsende sicherheitspolitische und wirtschaftliche Partnerschaft zwischen Minsk und Moskau und signalisiert die Notwendigkeit für nicht-westliche Akteure, Alternativen zu den vormals dominierenden westlichen Systemen zu schaffen. Der Ersatz westlicher Systeme durch Eigenentwicklung Das Aircraft Communications Addressing and Reporting System (ACARS) ist ein essenzielles digitales Datenfunksystem in der zivilen Luftfahrt. Es ermöglicht die Übermittlung kurzer, textbasierter Nachrichten zwischen Flugzeugen und Bodenstationen, einschließlich der Flugverkehrskontrolle und den operativen Kontrollzentren der Fluggesellschaften. Routinemeldungen wie Abflug- und Ankunftszeiten (die sogenannten OOOI-Zeiten: Out, Off, On, In), Berichte über Triebwerkszustände, Treibstoffverbrauch und Flugfreigaben werden über ACARS digital übermittelt. Dies reduziert die Belastung des Sprechfunks und verbessert die betriebliche Effizienz und die Sicherheit. Nachdem westliche Technologieanbieter ihre Dienste für russische Fluggesellschaften als Reaktion auf die Sanktionen eingestellt

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Royal Jordanian Frachter landet nach Triebwerkschaden außerplanmäßig in Düsseldorf

Eine Frachtmaschine der Fluggesellschaft Royal Jordanian Airlines musste am Montagvormittag außerplanmäßig auf dem Flughafen Düsseldorf landen, nachdem es kurz nach dem Start zu einem Triebwerksausfall gekommen war. Der Frachtflieger, der sich auf dem Weg vom niederländischen Maastricht in die jordanische Hauptstadt Amman befand, landete nach Angaben der Bundespolizei und des Flughafens sicher und kontrolliert. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei wurde der Triebwerksschaden durch einen Vogelschlag ausgelöst, der kurz nach dem Start vom Maastricht Aachen Airport auftrat. Der Vorfall führte zu einer erheblichen Beschädigung des betroffenen Triebwerks. Die Besatzung entschloss sich daraufhin zu einer sogenannten Sicherheitslandung auf dem nächstgelegenen großen Flughafen, der für solche Notfälle die notwendige Infrastruktur bietet. Die Landung in Düsseldorf wurde von einem Sprecher des Flughafens als „sicher und kontrolliert“ beschrieben. Gemäß den obligatorischen Sicherheitsvorschriften wurde die Flughafenfeuerwehr vorsorglich bereitgestellt. Das Flugzeug, bei dem es sich Recherchen zufolge um eine Maschine des Typs Airbus A310-300F oder Boeing 767-300ERF handeln könnte, steht nun am Düsseldorfer Flughafen für eine umfassende technische Untersuchung und Reparatur. Royal Jordanian betreibt eine kleine Flotte von Frachtflugzeugen für ihre Cargo-Operationen, die von Europa und anderen internationalen Drehkreuzen aus den Nahen Osten versorgen. Die Art der geladenen Fracht der verunfallten Maschine wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Die sofortige und kontrollierte Reaktion der Piloten auf den Triebwerksausfall verhinderte eine gefährlichere Situation.

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Air Europa leitet mit 40 Airbus A350-900 eine neue Ära der Langstreckenflotte ein

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa hat auf der Dubai Airshow 2025 einen bedeutenden Kurswechsel in ihrer Flottenstrategie vollzogen und eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) mit Airbus über den Kauf von bis zu 40 Großraumflugzeugen des Typs A350-900 unterzeichnet. Diese strategische Entscheidung bildet das Herzstück der geplanten Erneuerung und Erweiterung der Langstreckenflotte des Unternehmens. Der A350-900 soll die derzeitigen Langstreckenjets von Air Europa, die hauptsächlich aus der Boeing 787 Dreamliner-Familie bestehen, ergänzen und sukzessive ablösen. Die Bestellung wird von Air Europa als ein entscheidender Schritt zur Beschleunigung des rentablen Wachstums, insbesondere auf den Schlüsselmärkten in Lateinamerika, betrachtet. Die Fluggesellschaft setzt auf die Wirtschaftlichkeit und die Leistungsfähigkeit des A350, um ihre Netzwerkerweiterung voranzutreiben und den Passagieren einen herausragenden Reisekomfort zu bieten. Die Vereinbarung stärkt die Position von Airbus in einem traditionell Boeing-lastigen Segment der Air Europa Flotte und unterstreicht die Attraktivität des A350-Programms im globalen Interkontinentalverkehr. Strategische Neuausrichtung und Flottenmodernisierung Die Absichtserklärung zwischen Air Europa und Airbus markiert einen bedeutenden Meilenstein für die spanische Airline. Präsident Juan Jose Hidalgo bezeichnete die Bestellung des A350-900 als einen „Gamechanger für Schlüsseldestinationen in Lateinamerika“. Die Fluggesellschaft will die herausragende Kabinenerfahrung und die optimierte Wirtschaftlichkeit des Musters nutzen, um neue Maßstäbe im Flugverkehr zu setzen und die höchsten Standards im Luftverkehr zu gewährleisten. Air Europa betreibt derzeit ihre Langstreckenflotte mit einer Kombination aus Boeing 787-8 und 787-9 Dreamliner-Maschinen. Die neuen Airbus A350-900 sollen in die Langstreckenflotte integriert werden, um die bestehenden Flugzeuge zu ergänzen und schrittweise ältere Maschinen anderer Hersteller, die in der Vergangenheit betrieben

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Strategische Wende in der Flottenpolitik: Flydubai setzt auf Airbus A321neo

Die Dubai Airshow 2025 wurde am zweiten Tag Zeuge eines bedeutenden Moments in der Geschichte der Luftfahrt: Flydubai, die bisher ausschließlich auf Schmalrumpfflugzeuge von Boeing setzte, hat eine Absichtserklärung über den Kauf von bis zu 150 Flugzeugen der Airbus A321neo-Familie unterzeichnet. Diese strategische Entscheidung markiert den erstmaligen Kauf von Airbus-Flugzeugen durch die Fluggesellschaft und signalisiert eine Diversifizierung der Flotte, welche die langfristigen Expansionspläne des Emirats Dubai und insbesondere des Dubai World Central Flughafens unterstützen soll. Die geplante Integration der A321neo ab 2031 soll Flydubais Kapazitäten und Netzwerk erweitern und positioniert den europäischen Hersteller Airbus, nach einer Dominanz von Boeing-Meldungen am Vortag, prominent auf der Messe. Historischer Flottenwechsel und Vertragsdetails Die Unterzeichnung der Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) fand am 18. November 2025 statt. Die Unterzeichner waren Seine Hoheit Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, der Vorsitzende von Flydubai, und Christian Scherer, der Chief Executive Officer Commercial Aircraft von Airbus. Ebenfalls anwesend war Ghaith Al Ghaith, der Chief Executive Officer von Flydubai. Die Vereinbarung umfasst eine maximale Bestellung von 150 Flugzeugen aus der A321neo-Familie. Dieser Schritt beendet die langjährige, exklusive Abhängigkeit von Boeing in Flydubais Schmalrumpfflotte, die bisher vollständig aus der 737-Familie bestand. Der Wechsel zu Airbus wird in der Branche als ein bedeutendes Zeichen für die Wettbewerbsfähigkeit des A321neo-Programms gewertet. Christian Scherer von Airbus hob die Entscheidung als eine Bestätigung des Mehrwerts hervor, den Airbus in Bezug auf Reichweite, Effizienz und Passagierkomfort biete. Ergänzung der bestehenden Boeing-Bestellungen Die neue Bestellung bei Airbus wird Flydubais bestehende Auftragsbücher bei Boeing ergänzen, nicht

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Blitzschlag im Anflug: Swiss-Airbus in Newark außer Dienst gestellt

Ein Airbus A330-300 der Fluggesellschaft Swiss International Air Lines (Swiss) ist am Flughafen Newark Liberty International in den USA nach einem Blitzschlag im Anflug vorübergehend außer Betrieb. Der Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 15. November 2025, als Flug LX18 aus Zürich im Sinkflug auf den Zielflughafen ein Gewitter durchquerte und dabei von einem Blitz getroffen wurde. Die Piloten der Maschine mit der Kennung HB-JHA meldeten den Blitzschlag umgehend der Flugverkehrskontrolle und konnten das Großraumflugzeug planmäßig und sicher in Newark landen. Trotz der sicheren Landung musste der für den Rückflug nach Zürich geplante Flug LX19 gestrichen werden, da die Maschine aus dem Verkehr gezogen wurde, um eine detaillierte technische Inspektion zu durchlaufen. Standardverfahren nach einem Blitzschlag sehen umfassende Überprüfungen des Rumpfes, der Tragflächen, der Triebwerke und insbesondere der elektronischen und navigationsrelevanten Systeme vor, um eventuelle Schäden auszuschließen. Flugzeuge sind so konstruiert, dass sie Blitzeinschläge in der Regel ohne größere strukturelle Schäden überstehen, da der Blitzstrom meist über die äußere Aluminiumhaut oder die eingebauten Blitzableiter von den Eintritts- zu den Austrittspunkten geleitet wird. Dennoch kann die enorme elektrische Energie empfindliche elektronische Komponenten vorübergehend stören oder dauerhaft beschädigen. Die Betreiber, wie Swiss, führen nach solchen Ereignissen gemäß den Vorschriften des Herstellers Airbus und den Luftfahrtbehörden wie der EASA oder FAA umfassende Wartungsprotokolle durch. Die HB-JHA, die zur Langstreckenflotte der Swiss gehört, bleibt vorerst in Newark, bis die Techniker das Flugzeug vollständig freigegeben haben. Der Ausfall führt zu kurzfristigen operativen Anpassungen im Flugplan der Airline.

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Piloten von Azores Airlines stimmen Privatisierungsvereinbarung zu

Die Privatisierung der Fluggesellschaft Azores Airlines, einer Tochtergesellschaft der SATA-Gruppe, hat eine entscheidende Hürde genommen. Die Gewerkschaft der Zivilluftfahrtpiloten (SPAC) gab bekannt, dass die mit dem Konsortium Newtour/MS Aviation ausgehandelte Vereinbarung in der Versammlung der Piloten des Unternehmens mit einer überwältigenden Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen angenommen wurde. Dieses Ergebnis, das die SPAC-Führung als „historische Vereinbarung“ feiert, gilt als klares Mandat der Belegschaft für die Übernahme und als ein wesentlicher Schritt zur Sicherung der Zukunft der azoreanischen Fluggesellschaft. Die Einigung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Regionalregierung der Azoren hatte zuvor die Möglichkeit einer privaten Verhandlung mit dem Konsortium oder einer möglichen Schließung des Unternehmens in Aussicht gestellt, falls keine tragfähige Einigung erzielt werden könnte. Die Azoren Airlines, die für internationale Flüge vom Archipel verantwortlich ist, befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Umstrukturierungsprozesses, der durch staatliche Beihilfen in Höhe von 453,25 Millionen Euro, die im Juni 2022 von der Europäischen Kommission genehmigt wurden, unterstützt wird. Zu den Auflagen für diese Beihilfen zählte die Veräußerung einer Mehrheitsbeteiligung (51 Prozent). Kernpunkte der Pilotenvereinbarung: Arbeitsplatzsicherheit und Gehaltsschutz Die von der SPAC ausgehandelte Vereinbarung zielt primär darauf ab, die berufliche Würde und die wirtschaftliche Sicherheit der Piloten zu gewährleisten. Wie die Gewerkschaft in einer Erklärung mitteilte, umfasst die Einigung den vollständigen Schutz aller Arbeitsplätze sowie die Unverletzlichkeit des Grundgehalts und der Tagegelder der Piloten. Darüber hinaus sind in der Vereinbarung streng befristete Maßnahmen mit klar definierten Fristen und objektiven Zielen vorgesehen. Zur Gewährleistung der Transparenz und Kontrolle während der gesamten Umsetzungsphase wurden Mechanismen zur

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ILA Berlin 2026 fast ausgebucht: Hohe Nachfrage für Luft- und Raumfahrtmesse am BER

Die Internationale Luft- und Raumfahrtmesse ILA Berlin verzeichnet bereits frühzeitig eine enorme Nachfrage. Für die kommende Ausgabe, die vom 10. bis 14. Juni 2026 am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) stattfindet, sind nach Angaben des Veranstalters, des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), bereits rund 90 Prozent der Ausstellungsflächen vergeben oder reserviert. Dies sei ein halbes Jahr früher als in den Vorjahren. Die Messe, welche Akteure aus Industrie, Politik, Forschung und Streitkräften zusammenbringt, wird auch von politischer Seite unterstützt. Die ILA Berlin, die 2024 rund 95.000 Besucher zählte, wird sich erneut in vier Hauptsegmente gliedern: Aviation, Space, Defence und Supplier. Bereits jetzt haben sich renommierte internationale Branchengrößen wie Airbus, Boeing, Bombardier, Dassault, Lufthansa Technik, MTU Aero Engines und Rolls-Royce als Aussteller angekündigt. Die Bundeswehr tritt traditionell als größter Einzelaussteller auf. Die Besucher können ein umfangreiches Programm erwarten, das sowohl ein Static und Flying Display mit zivilen und militärischen Fluggeräten als auch ein breites Vortragsprogramm auf verschiedenen Bühnen umfasst. Die Messe dient als zentrale Plattform, um Produkte und Innovationen in Hallen, Chalets und auf dem Freigelände zu präsentieren. Im Segment Aviation werden technologische Entwicklung, neue Antriebssysteme und digitale Fertigungsprozesse im Mittelpunkt stehen. Bereits die ILA 2024 hatte einen Schwerpunkt auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gelegt, der auch 2026 weiter vertieft werden soll. Zu den relevanten Themen zählen auch die Entwicklung von elektrischen Senkrechtstartern (eVTOLs) für die urbane Mobilität sowie der Einsatz von Wasserstofftechnologien in der Luftfahrt. Diese Ausrichtung spiegelt die aktuellen Forschungs- und Entwicklungsrichtungen der globalen Luftfahrtindustrie wider. Die frühzeitige

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Loganair sichert Flugverbindungen der Kanalinseln nach dem Kollaps von Blue Islands

Die Luftverkehrsanbindung der Kanalinseln war nach der plötzlichen Betriebseinstellung der regionalen Fluggesellschaft Blue Islands am 14. November 2025 in eine kritische Phase geraten. Der schottische Regionalanbieter Loganair hat jedoch schnell reagiert und angekündigt, bereits ab dem 16. November 2025 Rettungsflüge auf den wichtigsten Strecken aufzunehmen. Zeitgleich signalisierte das Unternehmen Pläne, eine langfristige operative Basis auf Jersey zu etablieren, um die lebenswichtigen Verbindungen zur Nachbarinsel Guernsey und zum britischen Festland dauerhaft zu sichern. Der Zusammenbruch von Blue Islands, die etwa 100 Mitarbeiter beschäftigte, stellte die Regierungen der Kanalinseln vor eine große Herausforderung. Das Einschreiten von Loganair, ergänzt durch die sofortige Kapazitätserhöhung durch die auf Guernsey ansässige Fluggesellschaft Aurigny, gilt als entscheidend für die Aufrechterhaltung der regionalen und überregionalen Konnektivität. Die beiden Fluggesellschaften übernehmen damit temporär die Verantwortung für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs in einer Region, deren wirtschaftliche und soziale Stabilität maßgeblich von zuverlässigen Luftverkehrsverbindungen abhängt. Sofortige Notfallmaßnahmen und „Rescue Fares“ Loganair hat unverzüglich Flüge auf Strecken gestartet, die das Rückgrat des Blue Islands-Netzwerks bildeten. Dazu gehören die Verbindungen von Jersey nach Guernsey, Exeter, Bristol und Southampton sowie die Strecke von Guernsey nach Southampton. Diese Dienste werden zunächst zu speziellen „Rescue Fares“ angeboten, um gestrandeten Blue Islands-Passagieren eine schnelle und kostengünstige Reisemöglichkeit zu bieten. Parallel dazu hat auch Aurigny, die Fluggesellschaft von Guernsey, ihre Kapazitäten rasch erweitert. Das Unternehmen hat zusätzliche Flüge zwischen Guernsey und Southampton sowie zwischen Guernsey und Jersey in den Flugplan aufgenommen. Diese koordinierten Maßnahmen der beiden verbleibenden regionalen Akteure dienen als unmittelbare Stütze für die Inseln, während

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Wizz Air erwartet Umsatzrückgang trotz gestiegenen Halbjahresgewinns

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 ihr operatives Ergebnis überraschend deutlich gesteigert, prognostiziert aber für das Gesamtjahr einen leichten Umsatzrückgang. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 25,9 Prozent auf 439,2 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen von Finanzanalysten, die bei rund 367 Millionen Euro lagen. Trotz dieser positiven Halbjahreszahlen rechnet Wizz Air für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich. CEO Jozsef Varadi begründete den Halbjahresgewinn vor allem mit niedrigeren Treibstoffkosten und einer Reduzierung der Aufwendungen für Flugunterbrechungen. Gleichzeitig bezeichnete er die geplante Winterkapazität als kurzfristige Herausforderung angesichts erwarteter Einbußen bei den Stückerlösen. Das Unternehmen kündigte an, die Kapazität für die kommende Wintersaison entsprechend anzupassen. Analysten bewerteten diesen Schritt zur Stabilisierung des Betriebs als sinnvoll. Um die Kosten zu senken und die Ergebnisse zu verbessern, gab Wizz Air zudem die Verschiebung der Auslieferung von 88 bestellten Airbus-Maschinen bekannt. Die Maschinen sollen nun erst zwischen 2030 und 2033, statt wie ursprünglich geplant bis 2030, in die Flotte aufgenommen werden, was eine der signifikantesten Änderungen im Auslieferungsprofil der nächsten zwölf Monate darstellt. Die Airline kämpft seit Längerem mit Ertragsrückgängen, die auf mehrere enttäuschende Quartale folgten. Wizz Air führt diese Schwierigkeiten auf externe Faktoren zurück, darunter anhaltende Probleme mit Pratt & Whitney-Triebwerken und verzögerte Reparaturen, die die Einsatzfähigkeit der Flotte beeinträchtigen. Hinzu kommen geopolitische Herausforderungen in Osteuropa und dem Nahen Osten. Als Reaktion auf diese Belastungen und zur Zentralisierung der Betriebsabläufe kündigte Wizz Air im Sommer die Schließung der Basen in Abu Dhabi und Wien

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Etihad Airways bekräftigt Expansionskurs: Großauftrag für Airbus A330neo und A350-Familie

Etihad Airways, die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, hat auf der Dubai Airshow 2025 eine signifikante Flottenerweiterung und -modernisierung durch einen Großauftrag an Airbus angekündigt. Die Bestellung umfasst die Aufnahme des Airbus A330-900 in die Flotte sowie eine deutliche Aufstockung der bereits bestellten A350-Familie, wodurch die Airline ihre Kapazitäten auf Kurz-, Mittel- und Langstrecken sowie im globalen Frachtverkehr massiv ausbaut. Die Vereinbarung umfasst eine Festbestellung von sechs Airbus A330-900, wodurch Etihad Airways zum neuesten Kunden für den A330neo wird. Darüber hinaus wurden sieben zusätzliche Passagierflugzeuge des Typs A350-1000 geordert, was die Gesamtbestellung für diesen Typ auf 27 erhöht. Besonders hervorzuheben ist die Verpflichtung für drei weitere A350F-Frachtflugzeuge, wodurch das Gesamtengagement für den A350F auf zehn Maschinen steigt. Ergänzend zu den Festbestellungen wurde ein Leasingvertrag über neun A330-900 mit dem Leasinggeber Avolon bekannt gegeben. Diese strategische Entscheidung unterstreicht Etihads Ziel, eine der modernsten und betriebswirtschaftlich effizientesten Großraumflotten der Welt aufzubauen und die Präsenz Abu Dhabis im globalen Luftverkehr zu stärken. Die Kombination aus A330neo und A350 soll dem Unternehmen die nötige Flexibilität für das geplante Wachstum in verschiedenen Marktsegmenten bieten. Strategische Bedeutung der neuen Großraumflugzeuge Die Flottenentscheidung von Etihad Airways zielt auf die Optimierung des Betriebs in allen wichtigen Marktsegmenten ab. Antonoaldo Neves, CEO von Etihad Airways, betonte die umfassende Bedeutung der neuen Flugzeuge: „Diese Flugzeuge stärken unsere Geschäftstätigkeit auf der Mittelstrecke, der Langstrecke und im Frachtverkehr. Der A330neo bietet die richtige Kombination aus Effizienz und Flexibilität für unser regionales und mittelfristiges Wachstum, während der A350-1000 weiterhin eine außergewöhnliche Leistung

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