Die Südtiroler Fluggesellschaft Skyalps beabsichtigt mindestens zehn weitere de Havilland Dash 8-400 in die Flotte aufzunehmen. Diese will man jedoch nicht primär im eigenwirtschaftlichen Streckennetz einsetzen, sondern im Rahmen von ACMI-Aufträgen für andere Fluggesellschaften. Konkret sieht man bei Skyalps großes Potential für so genannte Capacity Purchase Agreements (CPA). Diese Form der Zusammenarbeit ist in den USA durchaus häufig verbreitet, denn im Rahmen solcher Vereinbarungen kaufen große Fluggesellschaften wie United Airlines, Delta Air Lines oder American Airlines Kapazitäten bei Regio-Carriern zu. Diese bedienen in großem Umfang vordefinierte Strecken. Die Folge daraus: Der Betrieb kleinerer Muster wie Embraer E-Jets, Bombardier CRJs oder auch Turbopropmuster ist auf Subunternehmer wie Mesa Airlines ausgelagert. In Europa ist diese Form der Kooperation zwischen Fluggesellschaften, die über geeignete Regional-Maschinen verfügen, mittlerweile eher selten geworden. In der Vergangenheit hatte die Lufthansa Group mit den damals unabhängigen Anbietern Eurowings, Contact Air und Augsburg Airways ähnliche Vereinbarungen. Ursprünglich handelte sich bei „Team Lufthansa“ um einen Franchise-Verbund, bei dem auch Cirrus Airlines und Rheintalflug die Kranich-Marke und deren Vertriebskanäle gegen eine Lizenzgebühr genutzt haben. Später wurde die Form der Zusammenarbeit dahingehend geändert, dass Cityline, Contact Air, Augsburg Airways und Eurowings im Auftrag und somit auf Rechnung der Lufthansa geflogen sind. Die Auflösung von Lufthansa Regional begann zunächst mit einem blauen Brief an Contact Air und rund ein Jahr später traf es auch Augsburg Airways. Beide genannten Carrier existieren heute nicht mehr. CPA-Geschäft in Europa eher die Ausnahme Lufthansa greift mittlerweile nur noch in Ausnahmefällen auf Wetlease-Dienstleistungen, die von Fluggesellschaften, an denen