Deutscher Reisesicherungsfonds

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Deutscher Reisesicherungsfonds

Veranstalter verzeichnen Umsatzplus im Reisesommer bei verhaltenem Winterauftakt

Der Deutsche Reiseverband (DRV) zieht für das touristische Sommergeschäft eine positive Bilanz, blickt jedoch verhalten auf das bevorstehende Winterhalbjahr. Auf dem am 15. Oktober 2026 in Berlin veranstalteten DRV-Hauptstadtkongress legte Verbandspräsident Albin Loidl die Marktdaten des Forschungsunternehmens Travel Data + Analytics (TDA) vor. Demnach schließt die organisierte Touristik die Sommersaison mit einem Umsatzplus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr ab, während das Gästevolumen um zwei Prozent zulegte. Nach einem starken Frühbucherauftakt hatten geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage ab Ende Februar spürbar gedämpft. Ein anschließender Nachfrageschub im Kurz- und Last-Minute-Segment ab Ende Mai kompensierte die Buchungsverzögerungen. Für den Winter 2026/27 zeichnet sich hingegen eine rückläufige Entwicklung ab, da Verbraucher unter steigendem Kostendruck verstärkt auf Zweitreisen verzichten. Verschiebungen der Nachfrageströme und Nachfragezuwachs im Östlichen Mittelmeer Die Marktauswertung für die Sommersaison verdeutlicht signifikante Verschiebungen innerhalb der gewählten Zielgebiete. Zu den Gewinnern der Saison zählen die klassischen Reiseziele am Mittelmeer. Die Destinationen im östlichen Mittelmeerraum – bestehend aus Griechenland, der Türkei, Ägypten und Tunesien – verzeichneten ein gemeinsames Umsatzplus von acht Prozent und vereinen die Hälfte des gesamten Veranstalterumsatzes auf sich. Innerhalb dieses Segments wuchs das Geschäft mit Griechenland um zehn Prozent und mit der Türkei um neun Prozent. Die westliche Mittelstrecke verzeichnete ein Umsatzplus von fünf Prozent. Gleichfalls legte das Segment der Seereisen und Kreuzfahrten um fünf Prozent zu. Demgegenüber geriet das Fernreisegeschäft unter Druck und büßte 14 Prozent seines Marktanteils beziehungsweise Umsatzvolumens ein. Auslöser hierfür waren zeitweilige Sperrungen von Lufträumen, Anpassungen im Streckennetz internationaler Fluggesellschaften sowie Reisewarnungen des Auswärtigen Amts

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Tui fordert drastische Reformen nach Gerichtsurteil zum Reisesicherungsfonds

Der größte europäische Reisekonzern Tui hat eine umfassende und sofortige Reform des Deutschen Reisesicherungsfonds gefordert und damit die politische Diskussion um die finanzielle Belastung der Tourismuswirtschaft neu entfacht. In einer offiziellen Stellungnahme verlangt das Unternehmen, die laufenden Gebühren für den Fonds unverzüglich auf null zu setzen und die von den Reiseveranstaltern zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen spürbar zu reduzieren. Der Vorstoß erfolgt unmittelbar nach einer richtungsweisenden Entscheidung des Berliner Kammergerichts, das eine Millionenklage des Konkurrenten Dertour gegen den Fonds abgewiesen hatte. Die Reisebranche sieht sich durch das aktuelle System finanziell stark belastet, da mittlerweile beträchtliche Summen an Kapital gebunden sind. Während Branchenverbände und Marktteilnehmer eine finanzielle Entlastung der Unternehmen anmahnen, verweist die Justiz auf die rechtliche Notwendigkeit eines funktionierenden Absicherungssystems für Verbraucher. Die Kritik des Branchenprimus an der staatlichen Aufsicht Das Management von Tui kritisiert die aktuelle Ausgestaltung des Absicherungsmechanismus als ineffizient und sieht darin einen staatlich verursachten Kostentreiber für Pauschalreisen. Nach Angaben des Konzerns haben die deutschen Reiseveranstalter seit der Einführung des Fonds im Jahr 2021 insgesamt rund eine Milliarde Euro an Kapital angesammelt und hinterlegt. Mit diesem Betrag sei ein ausreichendes finanzielles Polster vorhanden, um selbst schwerwiegende und großflächige Marktrisiken verlässlich abzufedern. Weitere Einzahlungen seien daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen. Ein wesentlicher Kritikpunkt von Tui betrifft die blockierte Liquidität innerhalb der Unternehmen. Das in den Fonds eingezahlte Geld fehle den Reiseveranstaltern für strategische Investitionen, technologische Innovationen und den Ausbau des operativen Geschäfts. Zudem bemängelt der Konzern die fehlende Anlagestrategie des Fondsvermögens. Angesichts der herrschenden Geldentwertung verliere das

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Erneuter Führungswechsel beim Deutschen Reisesicherungsfonds

Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) meldet eine weitere personelle Veränderung in seiner obersten Führungsebene. Geschäftsführer Stefan Korsch hat das Unternehmen verlassen, um sich künftig neuen beruflichen Projekten zuzuwenden. Korsch hatte die Position seit April 2025 inne. Die Leitung des Fonds übernimmt bis auf Weiteres Andreas Gent, der erst Ende März 2026 in die Geschäftsführung zurückgekehrt war. Gent wird die Organisation gemeinsam mit dem bestehenden Führungskreis leiten, um die Kontinuität der operativen Geschäfte zu gewährleisten. Dieser Abgang reiht sich in eine Serie von personellen Rochaden ein, die den DRSF in den vergangenen Monaten beschäftigt haben. Erst Ende Februar 2026 schied der Co-Geschäftsführer Ali Arnaout nach dreijähriger Tätigkeit aus, da eine Verlängerung seines Vertrages aufgrund von Unstimmigkeiten über die Rahmenbedingungen scheiterte. Damit verliert der Fonds innerhalb kurzer Zeit zwei seiner zentralen Führungspersönlichkeiten. Der DRSF wurde infolge der Insolvenz von Thomas Cook gesetzlich verankert, um im Falle einer Pleite eines Reiseveranstalters die Rückreise und Erstattungen für Pauschalreisende abzusichern. Die Gesellschafter des Fonds, allen voran der Deutsche Reiseverband (DRV), betonen trotz der personellen Unruhe die strategische Bedeutung der Einrichtung. Achim Wehrmann, Hauptgeschäftsführer des DRV, erklärte, dass man die Geschäftsführung weiter stärken und den DRSF so aufstellen werde, dass künftige Aufgaben bewältigt werden können. Der Fonds fungiert als sichernde Instanz für den gesamten deutschen Reisemarkt und verwaltet erhebliche Finanzmittel, die durch Beiträge der Reiseveranstalter aufgebracht werden. Eine stabile Führung gilt daher als essenziell für das Vertrauen der Branche und der Verbraucher. Branchenexperten beobachten die häufigen Wechsel an der Spitze des erst vor wenigen Jahren gegründeten Fonds

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Führungswechsel beim Deutschen Reisesicherungsfonds: Andreas Gent kehrt zurück

Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) ordnet seine Führungsspitze neu und setzt dabei auf eine bewährte Personalie. Andreas Gent übernimmt zum 1. März 2026 erneut den Posten des Geschäftsführers und leitet die Institution fortan gemeinsam mit Stefan Korsch. Er folgt auf Ali Arnaout, dessen Vertrag nach dreijähriger Laufzeit planmäßig zum 28. Februar endet. Branchenberichten zufolge konnten sich die Gesellschafter und Arnaout nicht auf die Konditionen für eine weitere Zusammenarbeit verständigen. Mit der Rückkehr von Gent, der den Fonds bereits in der kritischen Aufbauphase von 2021 bis 2023 leitete, soll vor allem personelle Stabilität und fachliche Kontinuität in der Absicherung von Pauschalreisen gewährleistet werden. Die Rückkehr erfolgt in einer Phase, in der der DRSF vor wichtigen strukturellen Aufgaben steht. Gent verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Versicherungs- und Finanzwirtschaft, unter anderem durch seine zwanzigjährige Vorstandstätigkeit bei der Hanse-Merkur. Seine Hauptaufgabe wird darin bestehen, die operativen Prozesse weiter zu straffen und die finanzielle Belastung für Reiseveranstalter zu optimieren. Der Fonds, der infolge der Thomas-Cook-Insolvenz durch das Bundesjustizministerium initiiert wurde, verwaltet mittlerweile ein beachtliches Kapital, um im Falle einer Großinsolvenz Rückzahlungen und Rückbeförderungen von Urlaubern zu finanzieren. Die Gesellschafter, zu denen maßgeblich der Deutsche Reiseverband (DRV) gehört, versprechen sich von der Neubesetzung eine effizientere Regulierung der Sicherheitsleistungen. Trotz der personellen Weichenstellung sieht sich der Fonds wachsender Kritik aus Teilen der Branche ausgesetzt. Der Verband unabhängiger Reisebüros (VUSR) bemängelt insbesondere die starren Strukturen und die Höhe der verpflichtenden Beiträge, welche die Liquidität der Veranstalter einschränken würden. Verbandschefin Marija Linnhoff forderte zuletzt eine Überprüfung der staatlichen Aufsichtsfunktion

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DRSF leitet finale Erstattungsphase für FTI-Kunden ein

Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) hat die finale Phase der Erstattung für von den Insolvenzen der Touristikunternehmen FTI und Big Xtra betroffene Kunden eingeleitet. Bislang wurden rund 260 Millionen Euro an etwa 180.000 Antragsteller ausgezahlt. Nach Angaben des Fonds haben rund 22.000 Verbraucher, die eine Pauschalreise oder verbundene Reiseleistungen gebucht haben, noch keinen Antrag gestellt. Der DRSF ruft diese Personen auf, sich umgehend zu melden, um die ihnen zustehende Rückerstattung zu erhalten. Anträge können online über das Erstattungsportal oder per Post eingereicht werden. Der Fonds weist darauf hin, daß die Anträge noch bis Ende 2027 gestellt werden können. Diese Frist basiert auf der gesetzlichen Verjährungsfrist des Bürgerlichen Gesetzbuches. Der DRSF wurde nach der Insolvenz von Thomas Cook eingeführt, um künftige finanzielle Verluste für Pauschalreisende in Deutschland zu vermeiden. Die Insolvenz der FTI-Gruppe gilt als der erste große Härtetest für das neue Sicherungssystem. Die bislang erfolgten Auszahlungen zeigen, daß das System im Falle einer Insolvenz die finanziellen Ansprüche der betroffenen Kunden im Rahmen des Pauschalreiserechts absichern soll.

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Tourismuswirtschaft fordert von der Bundesregierung entschlossene Weichenstellungen für Wachstum und globale Wettbewerbsfähigkeit

Im Herzen der deutschen Hauptstadt, anläßlich des 26. Tourismusgipfels, haben die Spitzen der deutschen Reisebranche, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) und den Deutschen Reiseverband (DRV), einen eindringlichen Appell an die neue Bundesregierung gerichtet. Vor einem hochkarätigen Publikum von rund 350 Teilnehmern aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Medien, versammelt im renommierten Hotel Adlon, formulierten BTW-Präsident Sören Hartmann und DRV-Hauptgeschäftsführer Achim Wehrmann ihre dringenden Erwartungen an die politische Führung des Landes. Im Zentrum ihrer Forderungen standen die Schaffung stabiler und verläßlicher Rahmenbedingungen, der Abbau lähmender Bürokratie und eine Politik, die durch Verläßlichkeit und klare Kommunikation das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Deutschland stärkt. Die Reisebranche, so der Tenor des Gipfels, erwartet von der neuen Regierung nun entschlossenes Handeln, um das immense Wachstumspotential der Branche freizusetzen und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern. BTW-Präsident Sören Hartmann eröffnete die Debatte mit einem klaren Statement: „Wir sind ein Wachstumsmarkt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“ Er unterstrich die immense Bedeutung des Tourismus für die deutsche Wirtschaft, der nicht nur Arbeitsplätze schafft und sichert, sondern auch maßgeblich zur regionalen Wertschöpfung beiträgt. Während Hartmann anerkennend erste positive Signale im aktuellen Koalitionsvertrag der Regierung hervorhob, mahnte er gleichzeitig eine zügige und konsequente Umsetzung der dort avisierten Maßnahmen an, um die dringend benötigten Entlastungen für die Unternehmen der Branche zu realisieren. Das Dreigestirn der Forderungen: Bürokratieabbau, Steuerentlastung und zukunftsweisende Mobilität Die Kernforderungen der Tourismuswirtschaft lassen sich auf drei wesentliche Bereiche konzentrieren. Erstens der Abbau der als erdrückend empfundenen Bürokratie, die insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen der Branche belastet.

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Ein Jahr nach FTI-Insolvenz: Abwicklung verläuft zügig, geringe Quote für Gläubiger erwartet

Ein Jahr nach der Insolvenz von FTI Touristik und Bigxtra zieht Insolvenzverwalter Axel Bierbach eine erste Bilanz und zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Die Abwicklung des ehemals drittgrößten europäischen Reisekonzerns schreite zügig voran. Zahlreiche Beteiligungen, Markenrechte und Vermögenswerte seien verkauft oder stünden kurz vor der Veräußerung, um bestmögliche Erlöse für die über 73.000 Gläubiger zu erzielen, die Forderungen von knapp 980 Millionen Euro angemeldet haben. Wie Bierbach mitteilte, wurden unter anderem die Marken FTI, Flugbörse und drive.de sowie der IT-Dienstleister Anixe Polen, der Luxusveranstalter Windrose und das Servicecenter erf24 verkauft. Auch die Anteile an der TVG Touristik Vertriebsgesellschaft und der RT/Raiffeisen Touristik Group wurden übertragen, wodurch mehrere hundert Arbeitsplätze erhalten werden konnten. Im Hotelbereich seien von ursprünglich 54 Häusern bereits einige veräußert oder übergeben worden, unter anderem in Italien, der Türkei und Griechenland. Für zwei FTI-eigene Hotels in Ägypten stehe eine Lösung kurz bevor. Die Prüfung der angemeldeten Forderungen werde sich voraussichtlich über Jahre erstrecken, und aufgrund der Vermögenslage sei eine geringe Auszahlungsquote für die Gläubiger absehbar, die Bierbach im einstelligen Prozentbereich der Forderungssumme erwartet. Trotzdem zeigte er sich optimistisch bezüglich des bisherigen Abwicklungsprozesses des komplexen Konzerns mit einst 11.000 Beschäftigten und über 100 Gesellschaften. Rund 800 ehemalige Beschäftigte hätten bereits neue Arbeitsplätze gefunden, und etwa 6,3 Millionen Euro sollen als Differenzlöhne an freigestellte Mitarbeiter ausgezahlt werden.

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Deutscher Reisesicherungsfonds entschädigt Kunden von insolventem Aby Reisen

Nach der Insolvenz des auf Abi- und Abschlussfahrten spezialisierten Reiseveranstalters Aby Reisen am 15. April 2025 greift nun der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) ein. Der DRSF bestätigte seine Einstandspflicht und wird Reisende entschädigen, die Pauschalreisen bei Aby Reisen gebucht hatten. Die bereits geleisteten Zahlungen für diese Reisen sollen erstattet werden. Der DRSF kündigte an, sich aktiv mit den betroffenen Kunden in Verbindung zu setzen, sobald die Aby GmbH die notwendigen Kontakt- und Zahlungsinformationen übermittelt und der Fonds diese ausgewertet hat. Die Erstattungen sollen dann innerhalb weniger Wochen beginnen. Alle noch nicht angetretenen Reisen des Veranstalters wurden am 16. Mai abgesagt, und die betroffenen Reisenden wurden darüber informiert. Da es sich um saisonale Reisen handelte, befanden sich zum Zeitpunkt der Insolvenz keine Kunden von Aby Reisen im Urlaub, so daß keine Rückholaktionen notwendig waren. Für Kunden, die Fragen zur Insolvenz von Aby Reisen haben, hat der DRSF eine spezielle Hotline eingerichtet, die montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0 30 / 2 58 98 72 53 erreichbar ist. Der DRSF sichert gemäß seinem gesetzlichen Auftrag Pauschalreisen ab und gewährleistet somit die Rückerstattung geleisteter Zahlungen im Falle einer Insolvenz des Reiseveranstalters.

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Insolvenz des FTI-Reisekonzerns: Eine milliardenschwere Abwicklung mit weitreichenden Folgen

Die Insolvenz des Münchner Reisekonzerns FTI markiert einen tiefen Einschnitt in die europäische Tourismusbranche. Mit einem Schuldenberg von einer Milliarde Euro und der Abwicklung der beiden Kerngesellschaften FTI Touristik und „BigXtra“ Touristik steht der drittgrößte europäische Reiseanbieter vor dem endgültigen Aus. Diese dramatische Entwicklung betrifft nicht nur die 700 Mitarbeiter, die ihre Kündigung erhalten haben, sondern auch Hunderttausende von Reisenden, die nun auf eine Erstattung ihrer Vorauszahlungen hoffen. Der Insolvenzantrag von FTI im Juni 2024 kam für viele nicht überraschend. Bereits im Vorfeld hatte sich die finanzielle Lage des Konzerns zugespitzt. Kunden und Reisebüros wurden zunehmend vorsichtiger, neue Buchungen blieben aus, und Vertragspartner verlangten Vorkasse. Dies führte dazu, dass dem Unternehmen das Geld ausging. Ein weiterer entscheidender Punkt war das Fehlen der obligatorischen Sicherungsscheine beim Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF), ohne die FTI keine Reisen mehr verkaufen konnte. Im Moment der Insolvenzanmeldung befanden sich nur noch rund 30 Millionen Euro auf den Konten des Unternehmens – eine Summe, die in Anbetracht der Schulden und der bevorstehenden Rückzahlungen an Gläubiger und Kunden nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Der Insolvenzverwalter Axel Bierbach sieht die Lage realistisch: „Die gesamte Abwicklung wird Jahre dauern. Das ist ein Marathon.“ Auswirkungen auf Reisende und Gläubiger Rund 60.000 Urlauber, die sich zum Zeitpunkt der Insolvenz auf Reisen mit FTI befanden, wurden weitgehend ohne größere Probleme zurückgeholt. Neue Abreisen wurden sofort gestoppt. Doch für etwa 175.000 Reisende, die ihre Reise bereits ganz oder teilweise bezahlt hatten, stellt sich nun die Frage der Erstattung. Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF)

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Insolvente FTI sagt alle Reisen ab 6. Juli 2024 ab

Der Insolvenzverwalter Axel Bierbach hat die endgültige Absage aller über FTI gebuchten Reisen nach dem 6. Juli 2024 verkündet. Betroffen sind etwa 175.000 Pauschalreisen, die insgesamt einen hohen dreistelligen Millionenbetrag ausmachen. Trotz intensiver Bemühungen und Verhandlungen sei es nicht gelungen, eine Lösung zur Übernahme der Buchungen zu finden, informierte Bierbach. Nach dem Beschluss des Gläubigerausschusses begann FTI sofort mit der Benachrichtigung der betroffenen Kunden, Reisebüros und Hoteliers über die Stornierungen. Alle Pauschalreisen und bestimmte Einzelleistungen, die über FTI Touristik, Big Xtra und die Marke 5 vor Flug gebucht wurden, fallen darunter. Bierbach betonte, dass er zusammen mit dem Deutschen Reisesicherungsfonds hart daran gearbeitet habe, eine Lösung zu finden, um die bereits gebuchten Reisen abzuwickeln. Der Fonds hätte in Zusammenarbeit mit Übernehmern Erstattungsansprüche verrechnen können, was jedoch nicht umsetzbar war. Für Kunden bietet sich nun die Möglichkeit, auf Angebote anderer Veranstalter umzusteigen. Reisebüros können hierbei unterstützen. Ein Trost bleibt jedoch aus für diejenigen, die Einzelleistungen wie Flüge oder Hotels über FTI gebucht haben, da hier kein Anspruch auf Rückerstattung besteht. Die Schwierigkeiten bei der Lösungssuche lagen laut Bierbach auch daran, dass viele lokale FTI-Partner in den Zieldestinationen aufgrund der Insolvenz ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen konnten. Diese Entwicklung sowie die dynamische Wettbewerbssituation im Reisemarkt hätten eine Rettung erschwert. Der Insolvenzverwalter verteidigte die Entscheidung, alle Reisen zu stornieren, als notwendig für das Wohl der Kunden und der FTI-Mitarbeiter. Die Prüfung von Alternativen sei im Interesse aller Beteiligten unerlässlich gewesen.

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