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Memmingen: Flughafen wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Allgäu Airport musste sich in den letzten Tagen rechtfertigen. Etliche Menschen nah beieinander, ohne Mindestabstand und teilweise auch ohne Maske: ein bulgarischer Fluggast machte in Memmingen diese verheerende Entdeckung und dokumentierte diese Situation auch. Der Mann dürfte relativ aufgebracht darüber gewesen sein. Denn wenig später landeten die Bilder im Münchner Merkur und zwangen die Flughafen-Leitung zu einem Statement. Beim Flughafen heißt es dazu, „in Ausnahmefällen“ könne der vorgeschriebene Abstand von 1,50 m nicht eingehalten werden, beispielsweise bei der Einreise, der Gepäckrückgabe oder beim Boarding. Deshalb sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Beschäftigte und Passagiere im gesamten Flughafenterminal Pflicht und es werde darauf an diversen Stellen durch entsprechende Gebotsschilder hingewiesen. Außerdem werde die Einhaltung der Maskenpflicht durch Mitarbeiter und die Landespolizei kontrolliert. Für die Nichteinhaltung der Corona-Regeln durch Passagiere würde der Flughafen keine Verantwortung tragen, berichtet br.de. Das Phänomen des Drängeln liege aber offenbar in der Natur des Menschen und sei durch das Sicherheitspersonal nicht immer zu verhindern.

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Spohr-Bruder ist neuer Chef von Lufthansa Aviation Training

Der Bruder von Carsten Spohr, Matthias Spohr, ist seit 1. Feber 2021 Geschäftsführer von Lufthansa Aviation Training. Zuvor war er Flugbetriebsleiter und Head of Flight Ops Standards and Engineering bei Eurowings. Er folgt auf Stephan Klar, der eine andere Funktion innerhalb des Konzerns übernehmen wird. Über die die bei Eurowings aufgrund des Wechsels des Bruders des Konzernchefs freigewordene Position will die Lufthansa Group zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Als Chief Financial Officer bei Trainings- und Ausbildungstochter fungiert Tiziana Heilig. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe im Team von erfahrenen als auch jungen Kolleginnen und Kollegen an den LAT-Standorten! Ich möchte dabei mitwirken, nicht nur unsere Position im Konzern weiter zu stärken, sondern auch das externe Geschäft voranzutreiben. Lufthansa Aviation Training wird auch in dem bevorstehenden Restart der Airlines der Lufthansa Group eine bedeutende Rolle zukommen“, so Matthias Spohr zu seinem Start bei LAT.

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Hamburg: Airbus-Hygienekonzept lässt zu wünschen übrig

Die Ursache des Corona-Ausbruchs war lange unklar. Jetzt deuten erste Hinweise auf Eigenverschulden des Flugzeugherstellers hin. Die Justizbehörde, die für die Einhaltung des Arbeitsschutzes in Hamburg verantwortlich ist, hat jedenfalls bereits vor dem Ausbruch seine Bedenken über die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen bei Airbus geäußert. Die damalige Überprüfung fiel eher mäßig aus: „Dabei wurde festgestellt, dass Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion nachgebessert werden müssen“, so Christine Osterland, Sprecherin der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz gegenüber mopo.de. Mängel gab es demnach beim Lüften und bei der Verfügbarkeit von Desinfektionsmitteln. Außerdem wurde gegen Regelungen zum Einhalten von Abständen und Masken verstoßen. Diese Umstände haben dem Ausbruch beim größten Boeing-Rivalen wohl in die Karten gespielt – jetzt folgen erste Konsequenzen. Bevor der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, müssen diese Mängel beim Arbeitsschutz nun beseitigt werden. Ansonsten könne die Produktion nicht wieder hochgefahren werden. Vor einigen Wochen hat die zuständige Gesundheitsbehörde rund 500 Beschäftigte des Airbus-Werks Finkenwerder unter Quarantäne gestellt. Bei Sieben der bislang 21 Infizierten konnte die britische CoV-Mutation nachgewiesen werden.

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Erfurt: Ex-Air-Berlin-A330 flog als „Preighter“ FFP2-Masken ein

Der deutsche Regionalflughafen Erfurt-Weimar hatte am Freitagvormittag einen für diesen Airport nicht alltäglichen Gast: Wamos Air setzte um 9 Uhr 30 mit einem „Preighter“ des Typs A330 zur Landung an. Großraumflugzeuge sind auf dem kleinen Flughafen in Thüringen eher die Ausnahme. Im Auftrag der Spedition Röhling brachte Wamos Air mit der EC-MTU, die vor einigen Monaten durch das Entfernen der Sitze in einen „Behelfsfrachter“ umgewandelt wurde, rund zwei Millionen FFP2-Masken von Guangzhou/China nach Erfurt. Rund zwei Stunden dauerte die Entladung und anschließende Betankung des Airbusses durch die Mitarbeiter des Airports. Anschließend flog der „Preighter“ zurück zur Homebase nach Madrid. „Mit diesem wichtigen Frachtflug mit einem Großraumflugzeug beweist der Flughafen Erfurt-Weimar erneut seine wichtige Infrastrukturfunktion für den Freistaat Thüringen“, erklärt Airportchef Gerd Stöwer, der auch darauf hinweist, dass FedEx/TNT fast täglich mit kleinerem Gerät Cargoflüge an diesem Flughafen durchführen. Auch steige die Bedeutung von Erfurt-Weimar im Bereich der Wartung. Der eingesetzte Airbus A330-200 mit der Registrierung EC-MTU hat eine „deutsche Vergangenheit“, denn der Zweistrahler wurde im Jahr 2002 fabrikneu an LTU ausgeliefert. Nach der Übernahme und Integration stand die damalige D-ALPE im Dienst der Air Berlin. Offiziell wurde der A330 im Dezember 2017 an Leasinggeber AerCap zurückgegeben. Seit April 2018 ist Wamos Air der neue Leasingnehmer des fast 19 Jahre alten Großraumjets, der momentan als „Preighter“ fungiert. „Wir haben mit dem Erfurter Flughafen im Frühjahr letzten Jahres schon gute Erfahrung bei der Abfertigung dringend benötigter und zeitkritischer Fracht gemacht und haben uns deshalb wieder für diesen Flughafen entschieden“, so Daniel Brix,

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Ab Samstag: Deutschland bannt Flüge aus fünf Staaten

Luftfahrt-, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen ist es ab Samstag untersagt Passagiere aus Irland, Portugal, Südafrika, Brasilien und dem Vereinigten Königreich nach Deutschland zu befördern. Am Sonntag kommen noch Lesotho und Eswatini dazu. Die deutsche Bundesregierung spricht diesen Bann vorerst bis inklusive 17. Feber 2021 aus, wobei eine Verlängerung möglich ist. Ausnahmen sind beispielsweise für Personen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik, Auslandsdeutsche, Transitreisende und Warenverkehr vorgesehen. Für Lufthansa bedeutet das, dass aus den betroffenen Ländern keine Point-to-Point-Beförderung nach Deutschland erfolgen darf. Umsteiger dürfen allerdings weiterhin zu einem beliebigen deutschen Airport gebracht werden, wenn diese formell nicht einreisen, sondern sich aufgrund dies Flugzeugwechsels im Transit befinden. Momentan bietet der Kranich rund 55 Flüge pro Woche in die betroffenen Staaten, sofern diese im Streckennetz enthalten sind, an. Mit einer kurzfristigen Reduktion ist zu rechnen. Die Regierung prüft derzeit auch, ob Rückholer-Charterflüge für deutsche Staatsbürger, die in den gebannten Staaten „festsitzen“ werden, organisiert werden. Dies würde allerdings nur dann erfolgen, wenn die Routen eingestellt werden. Deutschland ignoriert taggleiche Einigung auf EU-Ebene Bemerkenswert an der Vorgehensweise ist, dass sich die 27 EU-Botschafter am Freitag auf einheitliche, aber striktere Einreiserichtlinien geeinigt haben. So sollen Flug- und Einreiseverbote die Ausnahme sein und die Vorlage von Testbefunden nur in der Kategorie „dunkelrot“ erforderlich sein. Deutschland macht jedoch am gleichen Tag einen Alleingang und bannt mit Portugal und Irland auch Mitglieder der Europäischen Union. Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) doktert derzeit ebenfalls an neuen Einreisebestimmungen. Der erste Entwurf stieß auf erhebliche Kritik seitens des Bundeslands Kärnten. Vorgesehen war, dass

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Berlin: Falscher „Fluglotse“ narrte die Piloten sechs Monate lang

Ein 32-jähriger Berliner soll in den letzten sechs Monaten wiederholt über Funk Kontakt mit Passagier- und Frachtflugzeugen sowie Hubschraubern der Polizei aufgenommen haben. Dabei erteilte er laut Exekutive auch Anweisungen, mit denen er Piloten zu gefährlichen Manövern verteilten wollte. Nun verhaftete die Polizei den Mann. In der Medienerklärung der Exekutive ist zu lesen, dass die Anweisungen des falschen „Fluglotsen“ immer professioneller wurden. „Hierbei soll der Mann Fluganweisungen gegeben haben, die im Laufe der Zeit immer professioneller wirkten und somit geeignet gewesen wären, gefährliche Flugmanöver nach sich zu ziehen“, so die Polizei in einer Aussendung. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag bekam der Berliner Besuch von der Exekutive und diese sollen ihn „auf frischer Tat“ mit zwei Funkgeräten, die auf entsprechende Frequenzen des Flugverkehrs eingestellt waren, erwischt haben. Die Polizei verhaftete ihn aufgrund des Tatverdachts des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Laut Mitteilung soll der Beschuldigte die Aussage vorerst verweigert haben.

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Hahn-Mehrheitseigentümer HNA Group ist insolvent

Der hochverschuldete HNA-Konzern musste in China Insolvenz anmelden. Die Auswirkungen auf den Flughafen Frankfurt-Hahn und andere Beteiligungen sind derzeit noch unklar. Der Firmengruppe gehört unter anderem auch die Fluggesellschaft Hainan an. HNA ging in den letzten Jahren auf eine weltweite Einkaufstour, die jedoch primär mit Krediten finanziert wurde. Der chinesischen Regierung wurde der Schuldenberg irgendwann suspekt, so dass verfügt wurde, dass in China keine weiteren Darlehen gewährt werden dürfen. Anschließend begann man mit dem Verkauf von Tafelsilber wie Swissport. Dem Vernehmen nach haben nun Gläubiger auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über die HNA Group gedrängt. Der Konzern teilte mit, dass man im „Interesse der Gläubiger und in Übereinstimmung mit dem Gesetz den reibungslosen Fortschritt der Unternehmensproduktion sicherstellen“ will. Weitergehend äußerte man sich noch nicht zu der aktuellen Entwicklung. In Deutschland besitzt HNA 82,5 Prozent am Flughafen Frankfurt Hahn. Welche Auswirkungen die Pleite des chinesischen Mehrheitseigentümers auf den defizitären Regio-Airport haben wird, ist momentan noch unklar. Die Firmengruppe aus China soll mit etwa 9,6 Milliarden Euro überschuldet sein.

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Hamburg: Falkland-Sonderflug hebt am Sonntag ab

Am Sonntag wird Lufthansa unter der Flugnummer LH2574 den längsten Nonstopflug in der Firmengeschichte durchführen. Der Airbus A350-900 mit der Registrierung D-AIXP wird Forscher des Alfred-Wegener-Instituts von Hamburg nach Mount Pleasant auf den Falkland-Inseln fliegen. Die Entfernung beträgt 13.700 Kilometer. Der Charterflug soll gegen 21 Uhr 30 mit 16 Besatzungsmitgliedern und 92 Passagieren abheben. An Bord des Sonderfluges sind Wissenschaftler und Schiffbesatzungen, die im Auftrag des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven, für die kommende Expedition mit dem Forschungsschiff Polarstern auf den 15-stündigen Flug gehen. Bereits am Sonntagnachmittag wird der A350-900 aus Frankfurt nach Hamburg überführt. Die Landung auf dem Hamburger Flughafen ist um 16:30 Uhr unter der Flugnummer LH9924 geplant. Der Airbus mit der Kennung D-AIXP und dem Taufnamen der Stadt Braunschweig ist erst seit dem vergangenen Jahr Mitglied der Lufthansa Flotte. Crew und Passagiere in Quarantäne Da die Hygieneanforderungen rund um diesen Flug extrem hoch sind, ist die Lufthansa Crew bereits vor zwei Wochen zeitgleich mit den Passagieren in einem Bremerhavener Hotel in Quarantäne gegangen. Begleitet wurden sie in dieser Zeit von einem virtuellen Informations- und Sportprogramm. So absolvierten sie einen 10.000-Schritte Wettbewerb, eine Idee der Lufthansa Crew, um sich in der ersten Woche der Zimmerquarantäne fit zu halten. Dazu kamen interne Vorträge der mitreisenden Wissenschaftler, die sehr bald virtuell von mehreren hundert Lufthanseaten mitverfolgt wurden. Crew und Reiseteilnehmer werden am Sonntag mit einem Bus von Bremerhaven nach Hamburg fahren. Mit einem eng abgestimmten Hygienekonzept stellt der Flughafen Hamburg für Crew und Expeditionsteilnehmer ein kontaktloses

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BER: Terminal 5 wird temporär geschlossen

Die Corona-Pandemie zwingt den Berliner Hauptstadtflughafen zu weiteren Einschnitten. Wie die Flughafengesellschaft FBB mitteilte, soll das Terminal 5 des BER ab 23. Februar für zunächst ein Jahr schließen.  Als Grund gab das Unternehmen die Corona-bedingt stark rückläufigen Passagierzahlen an, wodurch das erwartete Verkehrsaufkommen bis auf Weiteres vollständig am Terminal 1 abgefertigt werden könne. Damit sollen jährlich rund 25 Millionen Euro gespart werden. Auch das betriebsbereite Terminal 2 soll zunächst noch nicht in Betrieb gehen. Als erste Airline soll demnach die türkische Airline Sunexpress am 1. Februar vom Terminal 5 ins Terminal 1 umziehen. Danach sollen schrittweise weitere Fluglinien verlegt werden, bis der ehemalige Flughafen Schönefeld am 22. Februar komplett geleert wird. „Der Schlummerbetrieb ist so organsiert, dass das Terminal 5, wenn es wieder gebraucht wird, innerhalb weniger Wochen erneut in Betrieb gehen kann“, erklärte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Für 2021 rechne die FBB nur mit rund 10 Millionen Passagieren, die sicher und bequem im Terminal 1 abgefertigt werden könnten, betonte Lütke Daldrup. 

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Rettungspaket für Flughäfen: Finanz- und Verkehrsminister geben wichtige Zusage

Die Rettung naht: Nach den Landesverkehrsministern hat gestern auch die Finanzministerkonferenz den Weg für das dringend erforderliche Rettungspaket für die Flughäfen frei gemacht. Die Länder haben sich in ihren Beschlüssen verpflichtet, die von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer beim Luftverkehrsgipfel am 06. November 2020 zugesagten Hilfen zur Hälfte zu übernehmen.  Die Corona-Krise hat viele Verkehrsflughäfen in große wirtschaftliche Not gebracht. Durch die Pandemie brachen die Passagierzahlen auf das Niveau von 1986 ein. Die Verluste gehen in die Milliarden. Mit nur noch 10 Prozent der sonst üblichen Reisenden stecken die Flughäfen tief im zweiten Lockdown. Doch jetzt können die Airports ein Stück weit aufatmen: „Die politische Blockade über das Flughafen-Rettungspaket, die mittlerweile die Existenz der Flughäfen gefährdet, scheint überwunden. Mit den Beschlüssen der Finanz- und Verkehrsministerkonferenz sind die Bundesländer ihrer Verantwortung für den Luftverkehrsstandort Deutschland nachgekommen. Die vom Bund geforderten Zusagen zur hälftigen Mitfinanzierung haben die Länder erbracht“, so Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV. Jetzt liege der Ball im Feld der Bundesregierung. Die Flughäfen würden darauf vertrauen, dass die in Aussicht gestellten Hilfen so schnell wie möglich geleistet werden, so Beisel weiter. Seit dem Luftverkehrsgipfel am 06. November 2020 sind die Erwartungen an Bund und Länder hoch. Bei diesem Spitzentreffen hatte der Bundesverkehrsminister ein Flughafen-Rettungspaket in Umfang von einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt. Bislang warten die Flughäfen vergeblich auf die Hilfen. Jetzt der erhoffte Lichtblick: die Landes-Finanzminister haben mit ihrem Votum ebenfalls für die finanzielle Unterstützung der Flughäfen gestimmt. 

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