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Lufthansa: Freie Mittelsitze gegen Bezahlung

Der Kranich-Konzern will mit freien Mittelsitzen gegen Aufpreis und kostenpflichtigen Corona-Tests vor dem Abflug neue Geschäftsfelder erschließen. Lufthansa wird auf Langstreckenflügen aufgrund der Corona-Krise freie Mittelsitze gegen Aufpreis anbieten. Dies soll allerdings seinen Preis haben. Vorstandsmitglied Christina Foerster kündigte gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ an: „Billig wird das nicht“. Ein weiteres Geschäftsmodell, das Lufthansa laut dem Medienbericht aufbauen will, sind Corona-Tests an den Hubs Frankfurt am Main und München. Spätestens Anfang Juli sollen in Kooperation mit Laboren Testcenter aufgebaut werden. Innerhalb von vier Stunden sollen die Reisenden das Ergebnis erhalten. Dieses Angebot wird kostenpflichtig sein.

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Condor kann Kredit in zehn Jahren zurückzahlen

Zehn Jahre hat Condor Zeit, um den Staatskredit in der Höhe von 550 Millionen Euro zurückzuzahlen, doch aktiv befindet man sich derzeit nicht auf der Suche nach einem Käufer. Die Fluggesellschaft Condor befindet sich derzeit mit den Sozialpartnern in Gesprächen und kann einen möglichen Stellenabbau nicht mehr ausschließen. Auch das Kurzarbeitergeld wird der insolvente Carrier ab Sommer nicht mehr aufstocken können. Dies erklärte Geschäftsführer Ralf Teckentrup gegen über dem Portal Aerotelegraph.com. Temporär würde Condor derzeit der niedrige Treibstoffpreis in die Hände spielen, denn aufgrund des Schutzschirmverfahrens habe man nur bis inklusive März 2020 hedgen können. Die Folge daraus ist, dass die Ferienfluggesellschaft derzeit zum tagesaktuellen Preis tankt. Dieser ist derzeit vergleichsweise gering, doch sollten die Spritpreise wieder steigen, könnte sich dies zum Bumerang für Condor entwickeln. Die Wetlease-Verträge mit Thomas Cook Aviation und Thomas Cook Balearics habe man im Hinblick auf das laufende Schutzschirmverfahren bereits gekündigt. Auch wurde laut Teckentrup bereits im Dezember des Vorjahres der Abbau von 170 Jobs eingeleitet. Die kürzlich zu Frachtern umgerüsteten Langstreckenmaschinen sollen mit der Wiederaufnahme der Long-Haul-Passagierflüge wieder ihre ursprüngliche Funktion zurückerhalten, so der Airline-Chef gegenüber Aerotelegraph.com. Das Schutzschirmverfahren will Teckentrup voraussichtlich Ende September 2020 verlassen. Allerdings ist man aufgrund der Corona-Pandemie und dem gescheiterten Verkauf an die LOT-Mutter PGL derzeit nicht auf der Suche nach einem Käufer. Der Staatskredit in der Gesamthöhe von zehn Millionen Euro soll „mehr als zehn Jahre“ laufen, erklärte der Manager gegenüber Aerotelegraph.com.

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Varna: Voyage Air wagt neuen Startversuch

Mit einer über 28 Jahre alten Boeing 737-500 will Voyage Air Varna mit diversen deutschen Städten verbinden. Der Unterschied zu den vorherigen Versuchen? Nun hat das Unternehmen AOC und OL. Das bulgarische Start-Up Voyage Air unternimmt heuer einen weiteren Anlauf, um in die Luft zu kommen. In den Jahren zuvor musste man die angekündigten Flüge, unter anderem auch nach Graz, stets wieder absagen. Ab 6. Juli 2020 will man nun mit Boeing 737-500 von Varna aus diverse deutsche Städte anfliegen. Konkret kündigt das Unternehmen Bremen, Erfurt, Münster/Osnabrück, München und Stuttgart an. Weiters will man Kiew-Boryspil und Lodz ansteuern. Im Unterschied zu den Vorjahren verfügt Voyage Air nun sowohl über ein gültiges AOC als auch über eine gültige Betriebsgenehmigung. Dies bestätigte das bulgarische Verkehrsministerium. Der seitens der IATA zugeteilte 2-Letter-Code lauter VO. Dieser wurde in der Vergangenheit von VLM und Tyrolean Airways genutzt. Nach Angaben von Voyage Air ist die eingesetzte Boeing 737-500 mit 126 Sitzplätzen bestuhlt. Die Maschine trägt die Registrierung LZ-TER und wurde im Jahr 1992 gebaut. Zuvor war der Mittelstreckenjet unter anderem bei China Southern Airlines, Transaero und Africa Charter Airline im Einsatz.

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Deutschland: Lauda fliegt nur noch Wetlease

Keine Flüge auf eigene Rechnung, sondern nur noch ACMI-Dienstleistungen für Ryanair wird Lauda künftig ab Stuttgart und Düsseldorf durchführen. Auf Wien und Palma de Mallorca soll dies laut Geschäftsleitung keine Auswirkungen haben. Die Fluggesellschaft Lauda wird mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2020 den Linienflugbetrieb in Düsseldorf und Stuttgart einstellen. Stattdessen fungiert man künftig an diesen beiden Standorten als Wetlease-Provider für Ryanair. Dies teilten die Geschäftsführer David O’Brien und Andreas Gruber am Freitag den deutschen Lauda-Beschäftigten mit. Begründet wird dieser Schritt unter anderem damit, dass Deutschland Lufthansa rund neun Milliarden Staatshilfe gewährt. Mit der Gewerkschaft Verdi will man bis zum 21. Juni 2020 einen neuen Tarifvertrag abschließen, der laut Rundschreiben dazu beitragen soll, dass die A320-Bases Düsseldorf und Stuttgart offenbleiben können und „effiziente, wettbewerbsfähige Wetlease-Services“ für Ryanair zur Verfügung stellen können. Auch schreibt man, dass dadurch die Anzahl der Kündigungen minimiert werden könnte. Interessant ist, dass darauf verwiesen wird, dass die Wiener Crews bereits einen neuen Kollektivvertrag haben und die Rettung ihrer Basis „geschafft haben“. Dennoch wird man aufgrund des reduzierten Flugplans in Düsseldorf und Stuttgart Mitarbeiter abbauen. Diese werden nun aufgefordert ihre persönlichen Umstände bis Montag, 17 Uhr 00, per E-Mail der Personalabteilung in Wien mitzuteilen. Ob die an den beiden deutschen Airports gehaltenen Start- und Landerechte bereits auf Ryanair und/oder Malta Air übertragen wurden, geht aus dem Anschreiben nicht hervor. Auch wird kein Wort darüber verloren, ob die Umwandlung in einen ACMI-Provider für Ryanair nur für Düsseldorf und Stuttgart oder aber auch für Palma de Mallorca und Wien gilt.

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Zeitfracht ist raus bei Blue Air

Luftfahrtgesellschaft Walter befindet sich in Insolvenz. Damit hat man nur noch WDL. Zeitfracht sieht in der Zusammenarbeit keine Zukunft mehr und hat die Beteiligung an der rumänischen Fluggesellschaft Blue Air aufgelöst. Bis zuletzt hielt man zehn Prozent der Aktien. Der Carrier habe aufgrund der Covid-19-Pandemie den Linienflugbetrieb einstellen müssen – nur wenige Charteraufträge führte man in dieser Zeit aus. „Blue Air kann die Entscheidung der Zeitfracht-Gruppe zum Rückzug aus der Blue Air Aviation bestätigten“, wird ein Airlinesprecher zitiert. Zeitfracht wolle sich demnach auf sein Kerngeschäft, dem Logistikgeschäft und die B2B-Fracht, konzentrieren, wie aero.de berichtet.

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2019: Rote Zahlen in Friedrichshafen

Die Pleite der Germania schlug sich im vergangenen Jahr auf die Finanzen des Flughafens Friedrichshafen nieder. Für den Bodensee-Airport lief es anders als geplant, denn die unerwartete Insolvenz der Fluggesellschaft Germania sorgte für rote Zahlen: Ein Minus von rund 2,8 Millionen Euro verzeichnete man im vergangenen Geschäftsjahr. Durch das Ableben der Germania entging dem Flughafen Friedrichshafen ein Umsatz von fast drei Millionen Euro. Ein Verlust, der trotz einiger Zugewinne durch neue Airlines und Strecken nicht aufgeholt werden konnte.   Mit dem Ausbruch der Pandemie sind sowohl der Flugbetrieb sowie die geplanten Flugplanerweiterungen am Flughafen Friedrichshafen zum Erliegen gekommen. Dadurch ist man neuen Herausforderungen, auch in finanzieller Hinischt, ausgesetzt. Doch ab Ende Juni soll auch schon wieder geflogen werden: Reiseziele wie Heraklion, Rhodos, Antalya und Hurghada stehen auf der Tagesordnung. Auch AUA-Mutter Lufthansa möchte ab dem 1. Juli wieder abheben. 

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Air Dolomiti baut Deutschland-Verbindungen aus

Der italienische Kranich-Ableger wird am 15. Juni 2020 nach und nach das Streckennetz wiederaufnehmen. Mit Air Dolomiti wird am Montag eine weitere Lufthansa-Tochter den Linienflugbetrieb schrittweise wieder ausbauen. Der italienische Carrier wird laut Mittelung unter eigener Marke ab München nach Florenz, Venedig und Turin fliegen sowie ab Frankfurt am Main nach Turin und Verona. Im Auftrag von Lufthansa bediente man auch während der Corona-Krise die Strecke Frankfurt-Malpensa. Zusätzlich wird man für die Mainline ab dem größten Airport Deutschlands auch nach Bologna und Venedig fliegen. Die Frequenzen und die Anzahl der Destinationen sollen wöchentlich erhöht werden.

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Flugangebot in München wächst stetig

Auch am zweitgrößten Airport Deutschlands fahren die Fluggesellschaften ihre Angebote wieder hoch. Besonders stark bauen Lufthansa und ihre Töchter aus. Ab 1. Juli 2020 werden ab dem Franz-Josef-Strauß-Flughafen München rund 90 Destinationen erreichbar sein. Der Airport teilte mit, dass vor dem Hintergrund des Wegfalls vieler Reisebeschränkungen die Fluggesellschaften dazu entschlossen haben ihre internationalen Verbindungen schrittweise wiederaufzunehmen. Lufthansa bietet ab kommender Woche wieder eine Vielzahl europäischer Ziele sowie auch weitere Langstreckenverbindungen nach Amerika und Asien an. Seit Anfang Juni fliegt die Kranichlinie bereits nach Chicago, Los Angeles und Tel Aviv. In der zweiten Junihälfte sind auch wieder Verbindungen nach Delhi, Montreal, San Francisco und Seoul geplant. Die Fluggesellschaft Qatar Airways hat ihren Flugbetrieb in München während der vergangenen Wochen und Monate aufrechterhalten und plant ab Juli statt viermal wöchentlich wieder täglich nach Doha zu fliegen. Innerhalb Europas weitet Lufthansa ihren Flugplan aus: Neben Brüssel, Mailand, Rom, Wien und Zürich, die bereits seit Anfang des Monats wieder regelmäßig angeflogen werden, bietet Lufthansa zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Air Dolomiti in den nächsten Wochen bis zu 70 weitere europäische Destinationen an. Dazu zählen auch viele beliebte Urlaubsziele wie zum Beispiel Antalya, Catania, Dubrovnik, Lamezia Terme, Larnaka, Malaga und Nizza. Die Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings ist auf den Strecken nach Hamburg, Köln, Palma de Mallorca und Pristina bereits wieder im Einsatz. Ab dem 25. Juni wird die Airline darüber hinaus regelmäßig nach Olbia fliegen. Schon jetzt finden täglich Flüge der Alitalia nach Rom, der KLM nach Amsterdam und der Luxair nach Luxemburg statt. Air France stellt ihre

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Mai: Lichtblick in Berlin

Immerhin ein bisschen mehr Fluggäste als im April konnten Schönefeld und Tegel im Mai 2020 zählen. Der Flugverkehr an den Berliner Flughäfen bewegte sich im Mai weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Nach dem drastischen Einbruch der Passagierzahlen in den Vormonaten zeigten sich aber dennoch – wenn auch recht kleine – Anzeichen der Erholung. So starteten und landeten an den Flughäfen Schönefeld und Tegel im April 51.979 Menschen. Damit haben sich die Fluggastzahlen im Vergleich zum April zwar nahezu verdoppelt, liegen aber gegenüber dem Vorjahresmonat nur bei 1,6 Prozent.  „Auch der Mai war für die Flughafengesellschaft ein verlorener Monat. Zwar zieht der Flugverkehr nach Wochen des Stillstands ganz langsam wieder an, erreicht aber erst gegen Monatsende 2 bis 4 Prozent des Vorjahreswertes. Für die kommenden Wochen erwarten wir, dass der Flugverkehr schrittweise weiter anzieht. Wir sind an beiden Flughäfen gut darauf vorbereitet, die steigende Anzahl der Flüge unter den geltenden Abstands- und Hygieneregeln sicher durchzuführen“, so Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung. Der Frachtverkehr habe im Mai hingegen einen vergleichsweise weniger starken Rückgang verzeichnet, wie man mitteilt. Insgesamt wurden im vergangenen Monat 961 Tonnen Luftfracht über die beiden Flughäfen abgewickelt. Ein Minus von 68,9 Prozent. In Tegel waren es rund 7 Tonnen (minus 99,6 Prozent) Luftfracht, in Schönefeld 954 Tonnen (minus 14,4 Prozent).

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VC will Lufthansa-Rettung unterstützen

350 Millionen Euro wollen die Piloten der Lufthansa als freiwilligen Krisenbeitrag leisten, doch bislang hat die Vereinigung Cockpit keine Antwort erhalten. Am Donnerstag findet ein Gipfel statt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bekräftigt in einer Aussendung das bereits Ende April vorgelegte Angebot. Demnach sind die Flugzeugführer dazu bereit auf rund 350 Millionen Euro an Gehaltszahlungen zu verzichten, um den Kranich in der Luft zu halten. Am Donnerstag soll ein zweiter Tarifpartnergipfel stattfinden. „Bereits vor über einem Monat hat die VC ein Paket im Wert von knapp 350 Millionen Euro auf den Tisch gelegt, das der Konzernvorstand bislang nicht angenommen hat. Angesichts dieses substanziellen Angebots erwartet die VC, dass mit diesem Beitrag anstehende Projekte partnerschaftlich angegangen werden. Eine Verwendung dieses Beitrags zur Auslagerung von Arbeitsplätzen zu schlechteren Bedingungen ist völlig inakzeptabel“, so die Vereinigung Cockpit in einer Aussendung. „Wir wollen den Kranich in der Luft halten. Wegen der bestehenden Schwierigkeiten sind wir bereit, unser Paket im angebotenen Umfang und ohne weitere Bedingungen zunächst bis Ende 2020 umzusetzen.“ so Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit.

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