Fluggesellschaften

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Flughafen Erfurt-Weimar verzeichnet deutlichen Passagierzuwachs

Der Flughafen Erfurt-Weimar hat nach Ende der Sommerferien in Thüringen eine deutliche Steigerung der Passagierzahlen bekanntgegeben. In den sechswöchigen Ferien wurden insgesamt 63.857 Reisende abgefertigt. Dies entspricht einem Zuwachs von 121 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Als beliebtestes Reiseziel erwies sich wie in den vergangenen Jahren Antalya in der Türkei mit über 41.500 Reisenden. Auf den weiteren Plätzen folgten Mallorca (9.423 Passagiere), Hurghada (8.040 Passagiere) und Kreta (4.201 Passagiere). Die Fluggesellschaften mit den meisten Passagieren waren Sun Express, Eurowings und Air Cairo. Der Juli 2025 stellte mit 42.599 Passagieren den stärksten Sommermonat für den Flughafen seit 2005 dar. Nach Angaben der Geschäftsführung ist die positive Entwicklung auf eine erhöhte Kapazität auf den Hauptstrecken zurückzuführen. Der Flughafen blickt optimistisch auf die kommenden Monate. Aufgrund der hohen Nachfrage haben die Fluggesellschaften ihre Kapazitäten für die kommenden Herbstferien bereits aufgestockt. Die Flugziele für den Sommer 2026 sind ebenfalls schon zur Buchung freigeschaltet.

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Deutscher Luftverkehrsstandort in der Krise

Die deutschen Flughäfen haben im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 99,4 Millionen Passagiere abgefertigt, was einem Rückgang von 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau von 2019 entspricht. Das Wachstum im Passagierverkehr verlangsamte sich laut dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) deutlich auf 2,8 Prozent, nach zehn Prozent im Vorjahr. BDL-Präsident Jens Bischof macht dafür vor allem hohe staatlich veranlaßte Kosten verantwortlich. Diese steigen in diesem Jahr um rund 1,1 Milliarden Euro auf insgesamt 4,4 Milliarden Euro, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts beeinträchtigt werde. Die hohen Kosten führen laut BDL dazu, daß Fluggesellschaften ihre Flotten aus Deutschland abziehen und in Ländern stationieren, in denen die Betriebsbedingungen günstiger sind. Seit 2019 sank die Zahl der in Deutschland stationierten Flugzeuge von europäischen Punkt-zu-Punkt-Airlines von 190 auf 130. Der BDL schätzt, daß dadurch mehr als 10.000 Arbeitsplätze und über vier Milliarden Euro an Wirtschaftskraft verlorengegangen sind. Die geringere internationale Anbindung wirke sich zudem negativ auf den Tourismus, die Gastronomie und die deutsche Wirtschaft aus. Das Angebot an Flugverbindungen und Frequenzen schrumpft ebenfalls. Die Anzahl der Flüge zwischen Deutschland und anderen europäischen Ländern liegt noch 20 Prozent unter dem Wert von 2019. Der innerdeutsche Flugverkehr stagniert bei nur 49 Prozent des Vorkrisenniveaus. Bischof wies darauf hin, daß die staatlichen Kosten bei Inlandsflügen doppelt anfielen, was den wirtschaftlichen Betrieb weiter erschwere. Der BDL fordert eine Entlastung, um den Standort zu stärken, und schlägt vor, die staatliche Belastung pro Passagier von derzeit 35 Euro auf etwa 17 Euro zu halbieren. Eine Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer hätte

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Gewerkschaft UGT kündigt Streiks des Bodenpersonals an spanischen Flughäfen an

In Spanien droht in den kommenden Monaten eine Welle von Streiks des Bodenpersonals. Die Gewerkschaft UGT hat Arbeitsniederlegungen bei den Dienstleistern Azul Handling und Menzies Aviation Ibérica angekündigt. Die Streiks von Azul Handling, dem Abfertiger von Ryanair, sollen von Mitte August bis zum Jahresende an 27 Flughäfen in Spanien stattfinden. Menzies-Mitarbeiter sind für den 16., 17., 23., 24., 30. und 31. August zu landesweiten 24-stündigen Streiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen bei Azul Handling sind an allen spanischen Basen und Arbeitsplätzen geplant. Die Streiks sollen in drei täglichen Zeitfenstern stattfinden und betreffen große Flughäfen wie Madrid, Barcelona, Málaga, Alicante und Palma. Die Gewerkschaft UGT wirft Azul Handling die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Mißbrauch bei Zusatzstunden und ungerechtfertigte Sanktionen vor. Dies ist nicht der erste Konflikt zwischen der Gewerkschaft und dem Abfertiger, bereits in der Vergangenheit gab es Auseinandersetzungen über die Arbeitsbedingungen. Der zweite Konflikt betrifft Menzies Aviation Ibérica, dessen Personal für zahlreiche Fluggesellschaften wie Emirates, British Airways, American Airlines, Easyjet, Turkish Airlines und Wizz Air tätig ist. Die UGT begründet die Streikaufrufe mit schweren Verstößen gegen Tarifverträge, wie ausstehenden Gehaltszahlungen, fehlerhaften Dienstplänen und einer zu geringen Personaldecke. Die angekündigten Streiks fallen in die Hauptreisezeit und könnten an vielen Flughäfen zu erheblichen Störungen und Verspätungen führen, da das Bodenpersonal für die Gepäckabfertigung, das Catering und andere Dienstleistungen am Boden verantwortlich ist. Die Streiks in Spanien reihen sich in eine Serie von Arbeitskämpfen ein, die in der europäischen Luftfahrtbranche in den letzten Jahren immer wieder aufgetreten sind. Die Fluggesellschaften und Abfertiger stehen unter dem Druck

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Krise am Luftverkehrsstandort Deutschland: Airlines ziehen Flugzeuge ab, BDL fordert politische Kehrtwende

Die deutsche Luftfahrtindustrie befindet sich in einer tiefen Krise. Wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) in Berlin mitteilte, haben europäische Fluggesellschaften die Zahl ihrer in Deutschland stationierten Flugzeuge seit 2019 um ein Drittel reduziert. Die Flottenstärke ist von 190 auf nur noch 130 Maschinen gesunken, was nach Einschätzung des BDL zum Verlust von rund 10.000 Arbeitsplätzen und mehr als vier Milliarden Euro Wertschöpfung jährlich geführt hat. Verantwortlich für diese Entwicklung sind laut Branchenvertretern die massiv gestiegenen staatlichen Kosten, die in diesem Jahr ein Rekordniveau von 4,4 Milliarden Euro erreichen. Während die Luftfahrt in fast allen anderen europäischen Ländern einen Boom erlebt, hinkt Deutschland bei der Erholung dramatisch hinterher. Der BDL-Präsident Jens Bischof und andere Branchenvertreter fordern die Bundesregierung eindringlich auf, die im Koalitionsvertrag versprochene Senkung der Luftverkehrsteuer umzusetzen, um den Standort wieder attraktiv zu machen. Ein Land, das den Anschluß verliert: Die traurige Bilanz des Luftverkehrs Die Zahlen, die der BDL bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz präsentierte, zeichnen ein düsteres Bild. Deutschland liegt bei der Erholung des Flugverkehrs nach der Coronakrise auf Platz 28 von 31 europäischen Ländern. Besonders dramatisch ist die Situation bei den europäischen Punkt-zu-Punkt-Fluggesellschaften wie Ryanair oder Easyjet. Ihr Angebot in Deutschland liegt nur noch bei 78 Prozent des Niveaus von 2019, während es im restlichen Europa bereits 129 Prozent erreicht – ein Unterschied von 51 Prozentpunkten. Dies ist ein klares Zeichen dafür, daß diese Airlines, die für ihre Preissensibilität bekannt sind, Deutschland meiden. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung sind die seit 2019 mehr als

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Verbraucherschützer fordern kostenfreien Kabinenkoffer, Airlines wehren sich

Die Auseinandersetzung um die Mitnahme von Handgepäck im Flugzeug hat eine neue Dimension erreicht. Verbraucherschutzverbände aus ganz Europa, angeführt vom deutschen Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), ziehen vor Gericht, um Fluggesellschaften zu zwingen, ihren Passagieren mehr kostenfreien Platz für ihr Handgepäck in der Kabine zu gewähren. Die Airlines, allen voran die Billigfluggesellschaften, beharren jedoch auf ihren restriktiven Regelungen und argumentieren mit der Effizienz des Betriebs und der Freiheit, Tarife nach dem Baukastenprinzip zu gestalten. Im Kern geht es um die Auslegung von EU-Vorschriften und die Frage, was als „angemessenes Handgepäck“ gilt. Die Airlines nutzen den Platz über den Sitzen zunehmend als Einnahmequelle, während Verbraucherverbände dies als „Kostenfalle“ für ahnungslose Reisende anprangern. „Kostenfalle“ Handgepäck: Die rechtliche Auseinandersetzung Der vzbv hat gemeinsam mit europäischen Partnern eine Offensive gegen die Handgepäckpolitik der Fluggesellschaften gestartet. Die Verbraucherschützer argumentieren, daß die derzeitigen Regelungen, bei denen oft nur eine kleine Tasche kostenfrei mitgenommen werden darf, nicht den Erwartungen und Bedürfnissen der Reisenden entsprechen. Ramona Pop, Vorständin des vzbv, spricht von „Kostenfallen“, die insbesondere Passagiere treffen, die erst am Flugsteig bemerken, daß ihr Gepäck zu groß ist, und dann teure Aufpreise zahlen müssen. Die EU-Gesetzgebung bleibt bei der Definition von „angemessenem Handgepäck“ vage, und genau diese Unbestimmtheit machen sich die Airlines zunutze. Der vzbv fordert, daß neben einer kleinen persönlichen Tasche auch ein Rollkoffer mit den empfohlenen Maßen des Airline-Weltverbands IATA (bspw. 55x40x20 cm, was einer Außenlänge von 115 cm entspricht) kostenfrei in die Kabine mitgenommen werden darf. Rollkoffer in dieser Größe werden seit Jahren als Handgepäck verkauft,

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Paris-Orly: Volotea, Air Caraïbes und French Bee bündeln ihre Kräfte

Die Fluggesellschaften Volotea, Air Caraïbes und French Bee haben eine strategische Kooperation bekanntgegeben, die den Reiseverkehr zwischen regionalen Städten in Europa und Langstreckenzielen weltweit erheblich vereinfachen soll. Mit einem am 6. August 2025 unterzeichneten Interline-Abkommen ermöglichen die drei Airlines nun ihren Passagieren, mit nur einem einzigen Ticket und durchgängigem Gepäckservice nahtlos über den Flughafen Paris-Orly zu reisen. Die Vereinbarung, die bereits in Kraft getreten ist, eröffnet Reisenden aus acht regionalen Städten in Frankreich und Italien direkte Anbindungen an attraktive Destinationen in der Karibik, in den französischen Überseegebieten sowie in Nordamerika und auf Réunion. Einheitliches Reiseerlebnis: Die Vorteile für Passagiere Das Interline-Abkommen zielt darauf ab, das Kundenerlebnis zu verbessern und Reisen zu Langstreckenzielen zu optimieren. Für Passagiere, die von den regionalen Flughäfen starten, bietet die neue Kooperation eine Reihe von spürbaren Vorteilen: Diese Verbesserungen sind nicht nur ein Komfortgewinn für die Reisenden, sondern auch eine strategische Maßnahme, um den Tourismus zu fördern und den Zugang zu den Überseeregionen sowie den transatlantischen Märkten zu erleichtern. Erweitertes Streckennetz: Europa trifft die Welt Die neue Partnerschaft erweitert die Anbindung von regionalen Flughäfen an ein globales Streckennetz. Reisende aus acht Städten in Frankreich und Italien – darunter Lourdes, Genua, Turin und Verona – profitieren nun von den erweiterten Reisemöglichkeiten. Die Entscheidung, Paris-Orly als zentrales Drehkreuz zu nutzen, ist bemerkenswert. Während der größere Flughafen Paris-Charles de Gaulle (CDG) traditionell als Hauptdrehkreuz für internationale Flüge in Frankreich fungiert, hat sich Orly zunehmend als wichtiger Knotenpunkt für den Verkehr in die französischen Überseegebiete und zu ausgewählten Langstreckenzielen etabliert.

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Berlin gegen EU-Pläne: Bundesregierung lehnt Aufweichung der Fluggastrechte ab

Die deutsche Bundesregierung lehnt eine geplante Aufweichung der EU-Fluggastrechte entschieden ab. In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen positioniert sich die Regierung gegen eine vom Rat der EU-Verkehrsminister beschlossene Reform. Der EU-Vorschlag sieht vor, die Schwelle für Entschädigungszahlungen für verspätete Flüge von derzeit drei auf bis zu sechs Stunden zu erhöhen und die Entschädigungsbeträge anzupassen. Die Bundesregierung hält eine solche „Abschwächung des Verbraucherschutzniveaus“ für inakzeptabel und tritt weiterhin für einen ausgewogenen Interessenausgleich zwischen Fluggästen, Luftfahrtunternehmen und der Reisebranche ein. Die Haltung Berlins ist ein klares Signal für den Erhalt der bewährten dreistündigen Verspätungsgrenze und könnte die laufenden Verhandlungen auf europäischer Ebene maßgeblich beeinflussen. Ein Vorschlag, der die Fluggäste benachteiligt: Die EU-Reformpläne Die Diskussion über eine Reform der EU-Fluggastrechteverordnung (EG 261/2004) ist nicht neu und wird seit Jahren auf europäischer Ebene geführt. Fluggesellschaften klagen immer wieder über die hohe finanzielle Belastung, die mit den Entschädigungszahlungen verbunden ist, und fordern eine Entlastung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Am 5. Juni dieses Jahres schien der Rat der EU-Verkehrsminister eine politische Einigung gefunden zu haben, die den Forderungen der Fluggesellschaften entgegenkommt. Der Vorschlag sieht eine drastische Erhöhung der Entschädigungsschwellen vor. Demnach sollen Passagiere erst ab einer Verspätung von vier bis sechs Stunden Anspruch auf Entschädigung haben, je nach Flugdistanz. Bislang haben Fluggäste gemäß der geltenden Verordnung ab einer Verspätung von drei Stunden Anspruch auf pauschale Zahlungen. Diese Staffelung soll nach dem Vorschlag des Ministerrates zugunsten der Fluggesellschaften verändert werden. Eine solche Reform würde die Verbraucherrechte deutlich einschränken und

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Airbus kämpft mit Herausforderungen: Auslieferungszahlen im Juli 2025 und die Erfüllung des Jahresziels

Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat im Juli 2025 insgesamt 67 Flugzeuge an seine Kunden übergeben. Obwohl die Auslieferungen im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr etwas zurückgingen, hat das Unternehmen damit nach den ersten sieben Monaten des Jahres 373 Maschinen ausgeliefert und somit 45 Prozent seines ehrgeizigen Jahresziels von 820 Flugzeugen erreicht. Die Zahlen spiegeln die anhaltenden Herausforderungen wider, denen sich der Konzern gegenübersieht. Insbesondere Lieferengpässe bei Triebwerken und anderen wichtigen Bauteilen bremsen die Produktion. Trotz dieser Schwierigkeiten hält das Management unter Führung von Konzernchef Guillaume Faury an den Zielen fest. Der Ausblick auf das zweite Halbjahr bleibt somit von der Frage geprägt, ob der Konzern die Produktion so hochfahren kann, daß das Jahresziel noch erreicht wird. Die nackten Zahlen: Einblicke in die Julibilanz Im Juli 2025 wurden 67 Flugzeuge ausgeliefert, was einem Rückgang von zehn Maschinen im Vergleich zum Juli 2024 entspricht. Die Auslieferungen verteilten sich auf die verschiedenen Flugzeugfamilien von Airbus. Nach sieben Monaten des laufenden Geschäftsjahres steht Airbus nun bei 373 Auslieferungen. Um das Jahresziel von 820 Maschinen noch zu erreichen, müßte der Konzern im zweiten Halbjahr, also in den verbleibenden fünf Monaten, die Produktion deutlich steigern und im Durchschnitt mehr als 89 Flugzeuge pro Monat ausliefern. Dies wäre eine enorme Steigerung der Auslieferungsrate. Historisch gesehen sind die Auslieferungen im vierten Quartal immer am höchsten, da die Hersteller versuchen, ihre Jahresziele zu erfüllen. Ob diese Steigerung ausreichen wird, ist jedoch die entscheidende Frage. Herausforderungen in der Lieferkette: Triebwerke und Materialknappheit Ein wesentlicher Grund für die Verzögerungen sind

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Rekordstrafe für Asiana Airlines: Fusionsauflagen verletzt und Ticketpreise erhöht

Die südkoreanische Fluggesellschaft Asiana Airlines ist von der Fair Trade Commission (FTC) des Landes zu einer Rekordstrafe in Höhe von 12,1 Milliarden Won ($8,7 Millionen) verurteilt worden. Die Strafe, die höchste, die seit 1991 in Südkorea für eine Fusionsverletzung verhängt wurde, folgt auf die Feststellung, daß die Fluggesellschaft Bedingungen mißachtet hat, die mit ihrer Fusion mit Korean Air verbunden sind. Die beiden Airlines, die im Dezember 2024 die endgültige Fusionsgenehmigung erhalten hatten, haben demnach in weniger als einem Jahr gegen die Auflagen verstoßen, indem sie die durchschnittlichen Ticketpreise über das erlaubte Maß hinaus erhöht haben. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen bei der Überwachung von Fusionen in der Luftfahrtindustrie und auf die möglichen negativen Folgen für die Verbraucher. Verbotene Preiserhöhungen: Die Verstoßung gegen Fusionsauflagen Der Prozeß der Fusion zwischen den beiden größten südkoreanischen Fluggesellschaften, Korean Air und Asiana Airlines, ist seit der Ankündigung der Übernahmeabsicht im November 2020 von komplexen regulatorischen Hürden begleitet. Am 12. Dezember 2024 erteilte die südkoreanische FTC die endgültige Genehmigung für die Fusion, jedoch unter strengen Auflagen. Diese sollten den Wettbewerb am Markt schützen und sicherstellen, daß die Verbraucher durch die marktbeherrschende Stellung des fusionierten Unternehmens nicht benachteiligt werden. Eine der zentralen Auflagen war, daß die durchschnittlichen Ticketpreise der beiden Fluggesellschaften die inflationsbereinigten Niveaus von 2019 nicht überschreiten dürfen. Laut einer Erklärung der FTC hat Asiana Airlines in den ersten drei Monaten des Jahres 2025 auf vier Routen diese Preisobergrenze überschritten. Die gravierendste Erhöhung wurde auf der Business-Class-Route zwischen Seoul Incheon (ICN) und Barcelona

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Wettbewerb und finanzielle Hürden: Virgin Australia distanziert sich von Übernahme der Regionalfluglinie Rex

Die australische Luftfahrtindustrie befindet sich in einem Zustand stetiger strategischer Neuausrichtung. Ein aktuelles Kapitel dieser Entwicklung wurde kürzlich durch die Aussagen von Race Strauss, dem Finanzchef von Virgin Australia, bei einer Veranstaltung in Cairns aufgeschlagen. Strauss erklärte, daß Virgin Australia kein Interesse an einer Übernahme der angeschlagenen Regionalfluglinie Rex – Regional Express hat. Als Hauptgrund nannte er die immensen finanziellen Lasten, die mit der notwendigen Erneuerung der veralteten Flugzeugflotte von Rex verbunden wären. Diese Entscheidung unterstreicht die finanzielle Disziplin und die klaren Investitionskriterien, die bei Großunternehmen in der Luftfahrtbranche an der Tagesordnung sind. Während der Mutterkonzern von Rex, Regional Express Holdings, seit nunmehr einem Jahr unter Verwaltung steht und die Suche nach einem Investor andauert, verdeutlicht die Haltung von Virgin Australia die Herausforderungen, die mit der Rettung von Unternehmen mit erheblichem Kapitalbedarf verbunden sind. Die Last der veralteten Flotte: Ein finanzielles Hemmnis Das Hauptargument von Race Strauss gegen eine Übernahme von Rex ist die finanziell herausfordernde Situation des Unternehmens, die er als „significant capital cliff“ (bedeutende Kapitalklippe) bezeichnete. Er betonte, daß ein Unternehmen, das eine so disziplinierte finanzielle Strategie wie Virgin Australia verfolgt, nicht in der Lage sei, die damit verbundenen ökonomischen Hürden zu nehmen. Dies verdeutlicht, daß die Übernahmekosten nicht nur den Kaufpreis an sich, sondern auch die langfristigen Investitionen in die Erneuerung der Flotte umfassen müssen. Ein Blick auf die Flugzeugflotte von Rex, wie sie vom Luftfahrtdatenportal ch-aviation erfaßt wird, bestätigt die Einschätzung von Strauss. Die Flotte besteht hauptsächlich aus zweiundzwanzig Saab 340Bs mit einem Durchschnittsalter von 34,1

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