Flugsicherheit

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Flugsicherheit

Vier Stunden Verspätung wegen einem Joint: Ein Vorfall an Bord und die harten Konsequenzen für Piloten

Ein scheinbar harmloser Akt eines Reisenden führte am 5. August auf dem Flug UA1679 von United Airlines zu einer massiven Verzögerung. Ein Passagier, der in einer Toilette des Flugzeugs Marihuana konsumierte, verursachte eine vierstündige Verspätung, die zur Auswechslung der gesamten Besatzung und zur Ausquartierung aller Passagiere führte. Was auf den ersten Blick wie eine Überreaktion der Airline erscheinen mag, wirft in Wahrheit ein Schlaglicht auf die strikten Sicherheitsvorschriften in der Luftfahrt und die schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen, denen Piloten und Flugbegleiter ausgesetzt sind. Der Vorfall unterstreicht, daß die Autorität des Kapitäns und die Nulltoleranz-Politik der US-Luftfahrtbehörde FAA gegenüber berauschenden Substanzen keine Kompromisse dulden. Die Konsequenzen dieses unverantwortlichen Verhaltens erstreckten sich weit über den Verursacher hinaus und trafen Hunderte von Reisenden. Ein vermeintlich harmloser Akt: Das Missverständnis von staatlichem und föderalem Recht Die Reise von Flug UA1679 begann am San Francisco International Airport (SFO), einem Bundesstaat, in dem der Freizeitkonsum von Marihuana legal ist. Doch was an Land erlaubt sein mag, ändert sich fundamental, sobald man eine Bundes- oder Staatengrenze überschreitet – und gewiß auch, sobald man eine Fluggesellschaft betritt. Flughäfen, Flugzeuge und der gesamte Luftraum unterliegen dem föderalen Recht der Vereinigten Staaten, das den Konsum und Besitz von Marihuana nach wie vor als Straftat betrachtet. Während die Transportsicherheitsbehörde (TSA) nicht aktiv nach geringfügigen Mengen der Substanz in Passagier-Gepäckstücken sucht, wird jeder erkannte Verstoß geahndet. Im vorliegenden Fall ging der Passagier sogar noch einen Schritt weiter, indem er die Substanz an Bord eines kommerziellen Flugzeugs konsumierte und dabei nicht nur ein uraltes

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Fehler in Luftfahrtbericht: Falsche Airline genannt

Eine französische Behörde für die Untersuchung von Luftfahrtvorfällen hat in einem offiziellen Bericht irrtümlich die falsche Fluggesellschaft genannt. Der Bericht bezog sich auf einen sogenannten Tailstrike, einen Zwischenfall, bei dem das Heck eines Flugzeugs die Start- oder Landebahn berührt. Das Ereignis fand am 22. Mai 2025 am Flughafen Paderborn statt. In der Meldung der Behörde wurde das Flugzeug, ein Airbus A320, fälschlicherweise Marabu Airlines zugeordnet. Recherchen ergaben, daß das Flugzeug mit dem betroffenen Kennzeichen tatsächlich von Eurowings Europe Malta betrieben wird. Die Untersuchung des Vorfalls wird von der zuständigen deutschen Behörde geführt. Eine mögliche Ursache für die Verwechslung könnte ein ähnlicher Zwischenfall sein, in den ein Flugzeug von Marabu Airlines involviert war. Dieser Tailstrike ereignete sich im Juni 2024 am Flughafen München. Die Vielzahl an Vorkommnissen und die Übertragung von Daten zwischen internationalen Behörden können eine genaue Zuordnung erschweren. Der Vorfall unterstreicht die Komplexität der Datenerfassung und Berichterstattung im internationalen Flugverkehr. Tailstrikes gelten als gravierende Vorkommnisse, die eine detaillierte Untersuchung zur Gewährleistung der Flugsicherheit erfordern.

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Sicherheitslücke an norwegischem Flughafen aufgedeckt

Am Flughafen Tromsø in Norwegen ist einem Mann ohne gültige Reisedokumente der Zugang zu einem Linienflug gelungen. Der Vorfall ereignete sich an Bord einer Maschine der Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle mit Ziel Oslo. Nach Angaben des Flughafens soll der Mann unbemerkt einem anderen Reisenden durch das Abflug-Gate gefolgt sein. Die Sicherheitslücke wurde erst bemerkt, nachdem der Mann an Bord auffällig geworden war und die Polizei zur Hilfe gerufen wurde. Sowohl der Flughafenbetreiber als auch die Fluggesellschaft haben nach dem Vorfall angekündigt, ihre Sicherheitsabläufe zu überprüfen. Es ist nicht das erste Mal, daß es am Flughafen Tromsø zu einem solchen Ereignis kommt. Bereits 2023 gab es einen ähnlichen Fall, bei dem ein Passagier ohne gültige Papiere versuchte, ein Flugzeug zu besteigen, jedoch noch vor dem Start aufgehalten werden konnte. Die zuständigen Behörden wurden über den aktuellen Vorfall informiert. Solche Vorkommnisse gelten in der zivilen Luftfahrt als schwerwiegende Sicherheitsverletzungen und werfen Fragen über die Wirksamkeit der Kontrollen an Abflug-Gates auf.

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Fehler im Handbuch: Airbus-Flugzeuge von technischem Mangel an wichtigen Sensoren betroffen

Die Luftfahrtindustrie sieht sich mit einem ungewöhnlichen Problem konfrontiert, das die Sicherheit von Tausenden von Flugzeugen berühren könnte: Der Flugzeugbauer Airbus hat einen Fehler in einem Online-Handbuch entdeckt, der die Wartung und den Austausch der sogenannten Anstellwinkelsensoren (Angle of Attack, AoA) betrifft. Der Fehler, der sich über mehr als 15 Jahre in technischen Zeichnungen befand, zwingt nun Fluggesellschaften, weltweit Inspektionen an den Maschinen der A330-, A330neo– und A340-Familie durchzuführen. Obwohl die europäischen Luftfahrtbehörden die Dringlichkeit betonen, sorgen die in modernen Flugzeugen eingebauten Redundanzsysteme für ein hohes Maß an Sicherheit. Der Fall unterstreicht die akribische Sorgfalt, die in dieser Industrie vonnöten ist, da selbst kleine Fehler in der Dokumentation die potentielle Fähigkeit haben, weitreichende Konsequenzen auszulösen. Die Wichtigkeit des Anstellwinkels: Ein Blick auf die Aerodynamik Der Anstellwinkel (AoA) ist für jedes Flugzeug, das sich in der Luft befindet, eine derart entscheidende Variable, daß er als Lebensversicherung des Fluges bezeichnet werden kann. Der Anstellwinkel beschreibt den Winkel zwischen der Anströmrichtung der Luft und der Profilsehne des Flugzeugflügels. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Neigungswinkel der Maschine. Ein einfaches Beispiel kann die Bedeutung veranschaulichen: Hält man seine Hand aus einem fahrenden Auto und neigt sie leicht nach oben, spürt man den erzeugten Auftrieb. Neigt man sie zu stark, geht der Auftrieb verloren, und die Hand „fällt“. Im Flugbetrieb ist dieser plötzliche Verlust des Auftriebs als Strömungsabriß (Stall) bekannt, ein aerodynamischer Zustand, der die Kontrolle über das Flugzeug gefährden kann. Um den AoA kontinuierlich und präzise zu messen, sind die Flugzeuge mit speziellen

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Antonov An-24 rollt in Tjumen über das Ende der Startbahn

Am Montagmorgen ist es auf dem Flughafen Roshchino in Tjumen (Rußland) zu einem Zwischenfall gekommen. Eine Maschine des Typs Antonov An-24 ist während eines Startversuchs über das Ende der Start- und Landebahn hinausgerollt. An Bord des Flugzeuges der russischen Fluggesellschaft Utair befanden sich 40 Passagiere und sechs Crewmitglieder. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Auch die Maschine mit dem Kennzeichen RA-46493 blieb unbeschädigt. Ersten Hinweisen zufolge wird ein technisches Problem mit dem Bremssystem als mögliche Ursache für den Bahnüberschuß vermutet. Eine offizielle Untersuchung wurde eingeleitet, um die genaue Ursache des Vorfalls zu ermitteln. Die Antonov An-24 ist ein älteres russisches Turboprop-Flugzeug, das vorwiegend im Regionalverkehr eingesetzt wird. Der Zwischenfall unterstreicht die Wichtigkeit der regelmäßigen Wartung und der strikten Einhaltung der Sicherheitsvorschriften, insbesondere bei älteren Flugzeugtypen.

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Emirates untersagt Nutzung von Powerbanks an Bord

Die Fluggesellschaft Emirates hat eine neue Regelung für die Mitnahme von Powerbanks angekündigt. Ab dem 1. Oktober 2025 ist die Verwendung der tragbaren Akkus an Bord ihrer Flugzeuge untersagt. Passagiere dürfen die Geräte zwar weiterhin im Handgepäck mitführen, sie jedoch nicht zum Laden anderer Geräte verwenden oder selbst aufladen. Die Airline begründet die Entscheidung mit einer umfassenden Sicherheitsprüfung. In den letzten Jahren sei die Anzahl der Zwischenfälle mit Lithium-Batterien in der Luftfahrtbranche gestiegen. Powerbanks, die vor allem Lithium-Ionen-Batterien verwenden, können bei Überladung oder Beschädigung eine Überhitzung auslösen, die zu Bränden oder Explosionen führen kann. Gemäß den neuen Vorschriften dürfen Reisende nur Powerbanks mit einer Kapazität von weniger als 100 Wattstunden mit an Bord nehmen. Diese müssen in der Sitztasche oder unter dem Vordersitz verstaut werden und dürfen nicht in den Gepäckfächern oder im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Zudem müssen alle Geräte ihre Kapazitätsangaben deutlich aufweisen. Das Verbot der Nutzung geht über die meisten internationalen Bestimmungen hinaus, die bereits das Mitführen von Lithium-Batterien im aufgegebenen Gepäck untersagen. Die strengere Regelung von Emirates zeigt die erhöhte Sensibilität gegenüber den Risiken, die von elektronischen Geräten an Bord ausgehen können.

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EASA verhängt Flugverbot für tunesische Fluggesellschaft

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA hat ein Flugverbot gegen die tunesische Fluggesellschaft Tunisair Express verhängt. Die Regionaltochter der staatlichen Fluggesellschaft Tunisair darf ab sofort den Luftraum der Europäischen Union nicht mehr nutzen. Die Maßnahme ist die Folge einer Entscheidung der europäischen Behörden, die Tunisair Express auf die sogenannte EU-Flugsicherheitsliste gesetzt haben. Diese Liste umfaßt Fluggesellschaften, bei denen erhebliche Sicherheitsbedenken bestehen. Solche Einschränkungen werden üblicherweise bei festgestellten Mängeln in der Wartung oder der behördlichen Aufsicht verhängt. Von dem Flugverbot sind vor allem die Verbindungen nach Italien betroffen, darunter die Routen nach Palermo, Neapel und Catania, sowie die Flüge nach Malta. Die beiden Flugzeuge des Typs ATR 72-600, die für die tunesische Airline im Einsatz sind, dürfen ihren Flugbetrieb innerhalb des Landes nach Djerba und Tozeur jedoch fortsetzen. Die Muttergesellschaft Tunisair ist von der Entscheidung der EASA nicht betroffen und darf weiterhin in die Europäische Union fliegen. Das Flugverbot gegen ihre Regionaltochter unterstreicht die strengen Sicherheitsauflagen, die in Europa für den kommerziellen Luftverkehr gelten.

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Norwegian-Maschine muß nach Triebwerksproblem umkehren

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Norwegian Air Shuttle ist kurz nach dem Start am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) notgedrungen umgekehrt. Die Maschine mit 179 Passagieren an Bord landete sicher, nachdem die Piloten eine technische Warnmeldung zu einem Triebwerk erhalten hatten. Der Flug mit der Nummer DY1123 war planmäßig am Nachmittag mit dem Ziel Bergen in Norwegen gestartet. Nur wenige Minuten nach dem Abheben leiteten die Piloten die Rückkehr zum Startflughafen ein. Etwa 30 Minuten nach dem Start setzte die Maschine sicher auf der Landebahn des BER auf. Die Besatzung handelte nach den strengen Sicherheitsvorschriften, die bei technischen Warnmeldungen zur Anwendung kommen. Die schnelle Entscheidung zur Umkehr dient dazu, die Sicherheit aller Passagiere und Crewmitglieder zu gewährleisten, selbst wenn sich eine Warnung als unbegründet erweisen sollte. Nach der Landung wurden die Passagiere und sechs Crewmitglieder in der Obhut der Fluggesellschaft versorgt. Die Maschine wird nun von Technikern überprüft, um die Ursache der Warnmeldung zu klären.

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Condor-Flug muß nach Triebwerksproblem in Italien landen

Eine Maschine der Fluggesellschaft Condor, die sich auf dem Weg von Korfu nach Düsseldorf befand, hat ihren Flug am Samstagabend abbrechen und in Brindisi (Italien) notlanden müssen. Grund war eine technische Warnmeldung am rechten Triebwerk. Augenzeugen berichteten, daß während des Steigflugs Flammen aus dem Triebwerk schlugen. Die Crew des Fluges 3665 erhielt eine „Parameteranzeige außerhalb des Normbereichs“, woraufhin sie entschied, den nächstgelegenen Flughafen anzusteuern. Die Boeing 757-300 mit 273 Fluggästen und acht Crewmitgliedern an Bord landete rund 40 Minuten nach dem Start sicher in Brindisi. Die Passagiere mußten die Nacht am Flughafen verbringen, da die Organisation von Hotelzimmern für alle Reisenden vor Ort nicht möglich war. Brindisi in Süditalien diente als Ausweichflughafen. Die Boeing 757-300 ist ein älteres Flugzeugmodell, welches Condor im Rahmen seiner Flottenerneuerung schrittweise aus dem Verkehr zieht. Am Sonntagmorgen organisierte Condor eine Ersatzmaschine, um die gestrandeten Passagiere von Brindisi nach Düsseldorf zu bringen. Der Vorfall unterstreicht die Wichtigkeit strikter Sicherheitsprotokolle im kommerziellen Flugverkehr.

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Pilot erleidet Zwischenfall: Sicherheitslandung in Porto unter dem Kommando des Ersten Offiziers

Ein Flug der Fluggesellschaft Ryanair mußte am 10. August 2025 auf dem Weg von Barcelona nach Porto eine Notlandung durchführen, nachdem der Kapitän in der Luft das Bewußtsein verloren hatte. In einer Situation höchster Dringlichkeit übernahm der Erste Offizier das Kommando, erklärte den Luftnotfall und leitete das Flugzeug sicher zu einer Landung auf dem Flughafen in Porto. An Bord befanden sich 137 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, die den Vorfall unbeschadet überstanden. Die gelungene Landung und die reibungslose Koordination zwischen der Crew und den zuständigen Behörden am Boden unterstreichen die Wirksamkeit der strengen Sicherheitsprotokolle, die in der modernen Luftfahrt gelten. Mayday über Portugal: Der Moment der Pilotenkrankheit Der Vorfall ereignete sich am Vormittag auf dem Flug FR4587, der um 08:11 Uhr vom Flughafen Barcelona-El Prat startete und planmäßig um 08:50 Uhr in Porto landen sollte. Während des Endanfluges auf den Flughafen von Porto (OPO) gab der Erste Offizier über Funk den Notruf „Mayday“ aus. Er berichtete den Fluglotsen von der kritischen Situation im Cockpit: Der Kapitän sei plötzlich bewußtlos geworden und mußte aus dem Cockpit entfernt werden. In solchen Momenten der Pilotenkrankheit ist das Training des verbleibenden Piloten von entscheidender Bedeutung. Der Erste Offizier meisterte die Situation mit großer Professionalität. Er übermittelte den Fluglotsen nicht nur die Dringlichkeit der Lage, sondern gab auch präzise Anweisungen für die erwartete Landung: Er informierte die Bodenkontrolle, daß das Flugzeug nach dem Aufsetzen nicht in der Lage sein würde, die Landebahn aus eigener Kraft zu verlassen, und daher einen Schlepper benötigen würde. Diese vorausschauende Planung

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