Flugsicherheit

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Flugsicherheit

Unwetter über Düsseldorf beeinträchtigt Flugverkehr

Ein starkes Gewitter hat am späten Samstagnachmittag den Flugverkehr am Düsseldorfer Flughafen beeinträchtigt. Mehrere anfliegende Flugzeuge mussten in Warteschleifen kreisen, darunter Maschinen aus Paris, Helsinki und Frankfurt. Als Reaktion auf die schlechten Wetterbedingungen mussten zwei Flugzeuge kurz vor der Landung sogar durchstarten. Eine Boeing 737-800 der Fluggesellschaft Corendon Airlines brach den Landeanflug aus rund 130 Metern Höhe ab, um beim zweiten Versuch erfolgreich zu landen. Auch eine Maschine der Tuifly musste nach dem kurzfristigen Abbruch eines Landeversuchs in unter 100 Metern Höhe erneut in die Luft steigen. Solche Manöver sind ein fest eingeplanter Teil der Pilotenausbildung und werden durchgeführt, um in kritischen Wetterlagen oder bei Veränderungen der Windbedingungen eine sichere Landung zu gewährleisten. Der Grund für die Rückkehr des Tuifly-Jets, der zuvor in Richtung Ibiza gestartet war, ist nicht bekannt, da sich die Fluggesellschaft grundsätzlich nicht zu einzelnen Vorfällen äußere. Der Flug wurde am Sonntagmorgen mit einem Ersatzflugzeug nachgeholt. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen bei schwierigen Wetterbedingungen und die Entscheidungen der Piloten, die stets im Sinne der Flugsicherheit getroffen werden.

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Ryanair ernennt neuen Aufsichtsrat für Flugsicherheit

Die Fluggesellschaft Ryanair Holdings plc hat Capt. Ray Conway zum Non-Executive Director im Bereich Flugsicherheit ernannt. Die Ernennung tritt am 1. Oktober 2025 in Kraft, wobei er die Position von Mike O’Brien im Vorstand übernehmen wird. Capt. Conway verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Luftfahrt. Nach seiner Karriere beim irischen Luftkorps kam er 1987 zu Ryanair, wo er von 2002 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2020 als Chefpilot tätig war. Seitdem beriet er internationale Fluggesellschaften in operativen und sicherheitsrelevanten Fragen, einschließlich Ryanair selbst. Die Berufung eines langjährigen Experten in einen nicht-exekutiven Vorstandsposten unterstreicht die strategische Bedeutung, die die Flugsicherheit für das Unternehmen hat. Der Vorsitzende von Ryanair, Stan McCarthy, betonte, daß Conway dem Vorstand mit seiner umfassenden Erfahrung beratend zur Seite stehen werde.

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Kursbestimmung am Scheideweg: US-Verkehrsminister berät mit Airline-Chefs über die Zukunft der Flugsicherung

Der amerikanische Verkehrsminister Sean Duffy hat sich am 10. September 2025 mit den Spitzen der größten US-Fluggesellschaften getroffen, um sich über eine geplante, umfassende Modernisierung des nationalen Flugsicherungssystems zu beraten. Das Treffen, das in einem Klima wachsender Besorgnis stattfand, ist eine Reaktion auf eine Reihe von Vorfällen, die die Mängel der alternden Infrastruktur deutlich gemacht haben. Während die US-Regierung plant, 12,5 Milliarden Dollar in die Flugsicherung zu investieren, fordert Duffy weitere 19 Milliarden Dollar vom Kongreß, um ein System zu reparieren, das von Kritikern als dringend modernisierungsbedürftig angesehen wird. Die Gespräche beleuchten nicht nur die sicherheitstechnischen Herausforderungen, sondern auch die Spannungen zwischen der Regierung und den Airlines in Fragen des Verbraucherschutzes. Sicherheit am Himmel: Eine Kette beunruhigender Vorfälle Der Druck, das amerikanische Flugsicherungssystem zu modernisieren, hat in den letzten Monaten erheblich zugenommen. Ein tragischer Unfall im Januar, bei dem ein Hubschrauber der US-Armee mit einem Regionaljet von American Eagle kollidierte und 67 Menschen ums Leben kamen, hat die Debatte neu entfacht. Hinzu kommen mehrere aufsehenerregende Beinahe-Kollisionen auf Start- und Landebahnen in diesem Jahr, die die öffentliche Besorgnis verstärkten und langjährige Warnungen vor einem dysfunktionalen System untermauerten. Die Schwachstellen des Systems wurden auch durch technische Ausfälle offengelegt. So erlitt der Newark Liberty International Airport (EWR) in New Jersey in diesem Jahr mehrere hochkarätige Ausfälle der Flugsicherung. Am 28. April verlor die Flugsicherungszentrale in Philadelphia (Terminal Radar Approach Control, TRACON) für 60 bis 90 Sekunden Radar und Kommunikation. Die Fluglotsen, die den Verkehr am Flughafen Newark überwachen, konnten in dieser Zeit weder

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Sicherheitsrisiko im Cockpit: Eine Umfrage der Vereinigung Cockpit deckt alarmierende Übermüdung bei Piloten auf

Eine aktuelle Kurzumfrage der Vereinigung Cockpit (VC), der Berufsorganisation der Pilotinnen und Piloten in Deutschland, hat alarmierende Ergebnisse zutage gefördert: Sogenanntes Napping, also das gezielte Einnahmen von kurzen Ruhepausen während des Fluges, hat sich in deutschen Cockpits zu einem weit verbreiteten Phänomen entwickelt. Die Umfrage unter mehr als 900 Piloten zeigt, daß dies nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel ist. Die VC warnt eindringlich davor, daß diese Praxis ein Symptom für eine strukturelle Überlastung der Flugbesatzungen ist und ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Die Organisation fordert die Airlines, Aufsichtsbehörden und die Politik auf, die Ermüdung als ernstzunehmenden Sicherheitsfaktor anzuerkennen und umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit der Fluggäste zu gewährleisten. Napping im Cockpit: Ein Symptom struktureller Probleme Die Umfrageergebnisse der Vereinigung Cockpit sind eindeutig: 93% der befragten Piloten gaben an, in den vergangenen Monaten während eines Fluges ein Napping genutzt zu haben. Dieser Begriff beschreibt eine kontrollierte Ruhephase, die ausschließlich während der Reiseflugphase stattfindet, also nicht während des Starts oder der Landung. Die Häufigkeit, mit der diese Ruhephasen in Anspruch genommen werden, ist ebenfalls besorgniserregend. Für drei von vier Piloten (74%) ist Napping mittlerweile Standard. 44% gaben an, es regelmäßig zu nutzen, und 12% tun dies sogar bei jedem Flug. Ein kleiner, aber signifikanter Teil (7%) konnte die Häufigkeit nicht mehr zählen. Die Ergebnisse der Umfrage, die zwar nicht repräsentativ, aber aufschlussreich ist, zeigen, daß die Situation auf Kurzstrecken (44% der Piloten nutzten Napping) und Langstrecken (56% nutzten Napping) gleichermaßen angespannt ist. Die befragten Piloten stammen aus nahezu allen

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Bericht warnt vor Störung von GPS-Systemen über Nordeuropa

Ein gemeinsamer Bericht von Schweden und fünf weiteren Ländern warnt vor erheblichen Störungen der Satellitennavigation im Luftverkehr über Nordeuropa. Zwischen Januar und April 2025 wurden demnach rund 123.000 Flüge durch GPS-Störungen beeinträchtigt, was eine Gefahr für die Flugsicherheit darstellt. Die Störungen, die mit Standorten in Russland in Verbindung gebracht werden, betrafen dem Bericht zufolge Flüge über Polen, den baltischen Staaten, Finnland und Schweden. In einigen Gebieten verzeichneten Flugzeuge in diesem Zeitraum in mehr als 40 Prozent der Fälle Fehler in ihren Navigationssystemen, wobei es zu falscher Positionsanzeige und Systemausfällen kam. Als Reaktion auf die Vorfälle haben die Behörden Warnungen an Fluggesellschaften herausgegeben. Der schwedische Verteidigungsminister erklärte, die Regierung sei auf andauernde Bedrohungen vorbereitet. Der Bericht wurde der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) übermittelt, um das Problem auf internationaler Ebene zu thematisieren und Gegenmaßnahmen zu koordinieren.

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Münster: Mavi-Gök-Boeing 737-800 schießt über die Piste hinaus

Am gestrigen Abend, dem 3. September 2025, ereignete sich am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) ein schwerwiegender Zwischenfall, als eine Boeing 737-800 der türkischen Fluggesellschaft Mavi Gök nach der Landung über das Ende der Start- und Landebahn hinausschoss. Der Flug mit der Nummer 4M351 aus Antalya, der 190 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord hatte, kam erst wenige Meter jenseits der regulären Piste zum Stillstand. Glücklicherweise gab es keine Verletzten zu beklagen. Dieser Vorfall führte zu einer stundenlangen Einstellung des Flugbetriebes, was die Umleitung mehrerer Flüge zur Folge hatte. Die Untersuchung des genauen Herganges wurde von den zuständigen Behörden bereits aufgenommen. Der Hergang des Zwischenfalls Der Flug 4M351, der planmäßig aus der türkischen Stadt Antalya kam, landete um 20:30 Uhr auf dem FMO. Wie Augenzeugen und erste Berichte nahelegen, verlief die Landung selbst zunächst ohne erkennbare Schwierigkeiten. Das Unglück ereignete sich erst beim Ausrollen des Flugzeuges. Aus noch ungeklärter Ursache konnte das Flugzeug nicht innerhalb der vorgesehenen Strecke zum Stehen gebracht werden. Die Maschine, eine Boeing 737-800, schoss über das Ende der 2.170 Meter langen Piste hinaus und rollte in den angrenzenden Sicherheitsbereich. Dabei wurden mehrere Leuchtfeuer, die zur Kennzeichnung des Pistenendes dienen, beschädigt. Erst im grasbewachsenen Gelände jenseits der befestigten Fläche kam das Flugzeug zum Stillstand. Die Reaktion der Flughafenmitarbeiter und der Rettungsdienste war umgehend. Innerhalb weniger Minuten waren die Feuer- und Rettungskräfte vor Ort. Die Fluggäste wurden über herbeigeschaffte Fluggasttreppen aus dem Flugzeug evakuiert und mit Bussen zum Terminal gebracht. Berichte von Insassen schildern eine ruhige und professionelle Evakuierung. „Es

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Southwest startet mit neuen sekundären Cockpit-Barrieren

Die amerikanische Fluggesellschaft Southwest Airlines hat am 30. August 2025 das erste ihrer Flugzeuge in Betrieb genommen, welches mit einer neuen, sekundären Cockpit-Barriere ausgestattet ist. Bei der Maschine handelt es sich um eine Boeing 737 Max 8. Die Installation dieser zusätzlichen Sicherheitsvorrichtung ist eine direkte Folge neuer Vorschriften der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA, die das Flugdeck vor unbefugtem Zutritt schützen sollen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Sicherheitskonzepts, das in der Luftfahrtindustrie seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten stetig weiterentwickelt wird. Obwohl die Einführung der Barrieren von den Behörden bereits vor Jahren beschlossen wurde, hat die Umsetzung für die Fluggesellschaften zu Kontroversen und Verzögerungen geführt. Die neue Regelung: Hintergrund und Umsetzung Die offizielle Bezeichnung für die neue Vorrichtung lautet installed physical secondary barrier (IPSB). Sie ist als physische, zusätzliche Barriere konzipiert, die zwischen dem Cockpit und der Passagierkabine angebracht wird, um eine kurzzeitige Schwachstelle in der Sicherheitskette zu schliessen. Die Notwendigkeit einer solchen Barriere wurde durch die FAA in ihrer Neuregelung vom Juni 2023 bekräftigt. Diese Regelung ist eine direkte Folge des Federal Aviation Administration Reauthorization Act aus dem Jahre 2018. Obwohl die Cockpit-Türen seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 massiv verstärkt und gesichert sind, bestehen dennoch potenzielle Risiken. Die FAA begründet die Notwendigkeit der neuen Barrieren damit, daß es in der Praxis Situationen gibt, in denen die Cockpit-Türe kurzzeitig geöffnet werden muss. Beispielsweise müssen Piloten die Türe öffnen, um die Toilette aufzusuchen oder Mahlzeiten entgegenzunehmen. Während dieser kurzen Zeiträume könnte das Flugdeck theoretisch für

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Langsamer Abschied von der 100-Milliliter-Regel

Eine der bekanntesten und oft als lästig empfundenen Regelungen an Flughäfen steht vor dem Wandel: Die seit 2006 geltende Beschränkung für Flüssigkeiten im Handgepäck wird an ausgewählten Kontrollstellen deutscher Flughäfen gelockert. Ermöglicht wird dies durch die Einführung von modernsten Computertomografie-(CT)-Scannern, die eine detaillierte und dreidimensionale Durchleuchtung von Gepäckstücken ermöglichen. Diese technologische Neuerung erlaubt es den Behörden, Flüssigkeitsbehälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Litern sicher zu prüfen und von gefährlichen Substanzen zu unterscheiden. Während der Flughafen Frankfurt am Main als größter deutscher Airport die Neuerung ab Mitte September an bestimmten Kontrollspuren einführt, laufen auch in München und Berlin bereits die Vorbereitungen. Die Umstellung verspricht nicht nur eine deutlich höhere Effizienz bei den Sicherheitskontrollen, sondern auch einen spürbaren Komfortgewinn für Reisende. Allerdings gilt zu beachten, daß die neuen Regelungen nur dort angewendet werden, wo auch die neueste Technik installiert ist. Die schrittweise Revolution: Von der 100-Milliliter-Regel zur Zwei-Liter-Flasche Die strikte 100-Milliliter-Regel, die vorschreibt, daß Flüssigkeiten in transparenten, wiederverschließbaren Beuteln mit einem maximalen Fassungsvermögen von einem Liter transportiert werden müssen, wurde im Jahr 2006 eingeführt. Der Grund für diese drastische Massnahme war die Entdeckung eines terroristischen Anschlagsplans, bei dem die Täter versuchten, Flüssigsprengstoffe an Bord von Flugzeugen zu schmuggeln, getarnt als Getränke. Die Regelung, die weltweit an Flughäfen umgesetzt wurde, diente dazu, eine Wiederholung solcher Vorfälle zu verhindern. Sie führte jedoch auch zu längeren Wartezeiten, da Passagiere gezwungen waren, ihre Flüssigkeiten aus dem Handgepäck zu nehmen, um sie gesondert durch die Röntgengeräte zu schicken. Die jetzt bevorstehende Lockerung der Regelung ist

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Knapp an der Katastrophe vorbei: Ein Beinahe-Unglück in Singapur wirft Fragen über Flugsicherheit auf

Ein aktueller Abschlußbericht des singapurischen Transport Safety Investigation Bureau (TSIB) hat die Details eines schwerwiegenden Zwischenfalls am Flughafen Changi offengelegt, der sich beinahe zu einer Katastrophe entwickelt hätte. Am 28. August 2024 landete ein China Eastern Airlines Boeing 777-300ER auf der Landebahn 20R, während sich eine andere Maschine desselben Konzerns, ein Airbus A320neo, noch auf derselben Piste befand und diese nicht rechtzeitig geräumt hatte. Der Bericht zeigt, daß es zu einem sogenannten „Runway Incursion“ (Eindringen in die Start-/Landebahn) kam. Der Fall, der glücklicherweise ohne Personenschäden oder Sachschäden endete, wirft grundlegende Fragen über die Rolle menschlicher Kommunikation und technologischer Sicherungssysteme im modernen Luftverkehr auf. Er verdeutlicht, wie eine Kette von unglücklichen Ereignissen und Mißverständnissen die Sicherheit Tausender von Reisenden gefährden kann. Die Schicksalsminuten auf der Piste: Eine Chronologie des Zwischenfalls Der Vorfall begann, als der China Eastern-Flug CES6017, ein Airbus A320neo, aus Shanghai kommend auf der Landebahn 20R des Changi Airports landete. Das Flugzeug, mit 100 Personen an Bord, war angewiesen, die Landebahn über den Schnellabrollweg W6 zu verlassen. Aufgrund einer zu hohen Geschwindigkeit war dies jedoch nicht möglich. Die Fluglotsen gaben dem A320neo-Piloten eine neue Anweisung, die Landebahn über den Abrollweg W7 zu verlassen. Zeitgleich befand sich ein Boeing 777-300ER-Flug, CES565, ebenfalls aus Shanghai, im Endanflug auf dieselbe Landebahn. Den Fluglotsen war bewußt, daß die Trennung der beiden Maschinen zeitlich eng bemessen war. Obwohl ein automatisiertes System zur Oberflächenbewegung, das sogenannte Advanced Surface Movement Guidance and Control System (ASMGCS), eine gelbe Warnung auf dem Bildschirm des Fluglotsen auslöste, wurde dem

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Über eine Stunde Verspätung: Die Entscheidung eines Piloten, ein Flugzeug nicht zu fliegen

Eine Verzögerung von etwas über einer Stunde auf dem Flug DL466 von Delta Air Lines sorgte am Samstag, dem 16. August 2025, für Aufsehen. Der Grund war weder ein technischer Defekt noch widriges Wetter, sondern eine Entscheidung des Piloten: Er weigerte sich, das Flugzeug zu fliegen, da er auf Grundlage seines „Bauchgefühls“ potenzielle Sicherheitsprobleme befürchtete. Obwohl die Maschine zuvor von der Wartung als flugtauglich erklärt worden war, bestand der Kapitän auf einem Flugzeugwechsel. Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf ein zentrales Prinzip der modernen Luftfahrt: die unantastbare Autorität des Piloten, der als letzte Instanz über die Sicherheit eines Fluges entscheidet. Das Ereignis, das die Passagiere zunächst in der Luftfahrtindustrie für eine ungewöhnliche Aktion halten könnten, ist in Wahrheit ein lehrreiches Beispiel für die kompromißlose Priorität der Sicherheit in der zivilen Luftfahrt. Bauchgefühl gegen Technik: Der Vorfall auf Flug DL466 Der Kapitän des Fluges DL466, der namentlich nur als Shane bekannt ist, hatte die betroffene Boeing 757 bereits auf einem vorhergehenden Flug gesteuert. Nach der Landung in Atlanta von Miami hatte er Mängel an den Höhenruderflächen gemeldet. Die Wartungscrew von Delta Air Lines nahm sich der Sache an und inspizierte das Flugzeug über neun Stunden lang. Nach ihrer umfangreichen Untersuchung fanden die Mechaniker jedoch keine mechanische Ursache für die von den Piloten beschriebenen Probleme und gaben die Maschine wieder für den Flugbetrieb frei. Doch der Kapitän konnte seine Bedenken nicht zerstreuen. Er erklärte den Passagieren vor Ort, er vertraue der Wartung, könne aber das potentielle Risiko nicht ignorieren. Er sagte, er

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