Insolvenzverwalter

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Lilium-Patente an US-Konkurrent Archer Aviation verkauft

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens des deutschen Flugtaxi-Pioniers Lilium hat der Insolvenzverwalter das umfangreiche Portfolio an Patenten und Schutzrechten des Unternehmens veräußert. Neuer Eigentümer des geistigen Eigentums ist der börsennotierte US-amerikanische Entwickler von elektrischen Senkrechtstart- und Landeflugzeugen (eVTOL), Archer Aviation Inc. Der Verkauf der Innovationen an einen direkten Wettbewerber markiert einen entscheidenden Schritt in der Abwicklung des insolventen Start-ups. Der Insolvenzverwalter der Lilium GmbH und der Lilium Aerospace GmbH, Ivo-Meinert Willrodt von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH, setzte sich mit dem Verkauf gegen andere Bieter durch. Die Gläubigerausschüsse der in Oktober 2024 und März 2025 in Insolvenz gegangenen Gesellschaften stimmten dem Angebot des US-Unternehmens einstimmig zu. Der Kaufpreis für das über 300 Patente umfassende Portfolio liegt nach Angaben des Insolvenzverwalters im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich. Archer Aviation selbst bezifferte den Kaufpreis in einer Mitteilung auf 18 Millionen Euro. Das 2015 gegründete deutsche Start-up hatte in den vergangenen Jahren erhebliche Mittel in die Entwicklung seiner eVTOL-Technologie investiert, wobei laut Branchenberichten insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro an Investorengeldern geflossen sein sollen. Das nun an Archer übertragene Patentportfolio beinhaltet Schlüsseltechnologien in zentralen Bereichen der Luftmobilität, darunter Hochvolt-Systeme, Batteriemanagementsysteme, Flugzeugkonstruktion sowie Propeller- und Mantelpropeller-Technologie. Die US-Firma Archer, die in der Entwicklung eigener Fluggeräte wie dem „Midnight“ weiter fortgeschritten ist, beabsichtigt, die erworbenen Technologien zur Beschleunigung ihrer eigenen Zertifizierungs- und Kommerzialisierungsprozesse einzusetzen. Der Insolvenzverwalter begründete die Wahl von Archer Aviation mit der gebotenen hohen Transaktions- und Umsetzungssicherheit. Mit dem rechtswirksamen Kaufvertrag werden in den kommenden Monaten weitere Vermögenswerte von Lilium veräußert, womit die Abwicklung der einstigen

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Das Ende eines einzigartigen Erlebnisses: Die Schließung des Jumbo Hotels in Stockholm

Mit einer Mischung aus Nostalgie und Bedauern wird ein einzigartiges Hotel in Stockholm von der Schließung bedroht. Das Jumbo Stay, einst als Jumbo Hostel bekannt, bot seit seiner Eröffnung im Jahr 2009 ein außergewöhnliches Übernachtungserlebnis – in einem umgebauten Boeing 747-200. Die ehemalige Maschine der Singapore Airlines hatte viele Jahre lang als Hotelflügel in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Arlanda ihre Dienste verrichtet und war besonders bei Reisenden mit einer Leidenschaft für Luftfahrt beliebt. Doch nachdem der Besitzer des Hotels, Oscar Diös, am 21. März 2025 Insolvenz anmeldete, steht das Hotel vor dem Schicksal, abgebaut und verschrottet zu werden. Die Geschichte des Jumbo Hotels begann 2007, als der schwedische Unternehmer Oscar Diös auf die Möglichkeit stieß, eine ausgemusterte Boeing 747 zu einem Hotel umzubauen. Die Maschine, die von Singapore Airlines im Jahr 1979 in Betrieb genommen worden war, sollte am Arlanda Flughafen ihren letzten Flug absolvieren. Diös, der bereits Erfahrung im Umbau von Bahnhöfen, Booten und Leuchttürmen zu Hotels hatte, ergriff die Chance und erwarb das Flugzeug. Mit einer Investition von rund drei Millionen US-Dollar ließ er die Boeing 747-200 in eine Unterkunft der besonderen Art umwandeln. Die Entkernung der Maschine und der Umbau der Innenräume dauerten mehrere Monate. Das Resultat war ein Hotel mit 33 Zimmern und insgesamt 76 Betten, das bei Reisenden und Luftfahrt-Enthusiasten gleichermaßen gefragt war. Das Hotel bestand aus verschiedenen Zimmertypen: Vier Schlafsäle für jeweils zwei bis vier Betten, fünf Standardzimmer sowie drei Suiten, die sich durch einen Mix aus Hostel- und Budgethotel-Ambiente auszeichneten. Besonders der Charme

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Raiffeisen Vertriebs GmbH übernimmt Touristik Vertriebsgesellschaft vollständig

Die Neuausrichtung der Touristik Vertriebsgesellschaft (TVG) nach der FTI-Pleite schreitet voran: Heute hat die Raiffeisen Vertriebs GmbH den 50-prozentigen Anteil der FTI Group an der TVG übernommen. Bereits vor der Insolvenz gehörten der Raiffeisen Vertriebs GmbH 50 Prozent des Reisebüro-Franchise-Systems. Mit der heutigen Übernahme der restlichen 50 Prozent wird die Raiffeisen Vertriebs GmbH nun alleiniger Eigentümer der TVG. „Wir freuen uns, dass wir den Franchise-Partnern mit diesem Schritt nun Planungssicherheit und eine erfolgreiche Zukunft unter einem starken Dach bieten können“, äußerten sich Thomas Bösl und Lars Helmreich, Geschäftsführer der Raiffeisen Vertriebs GmbH. Die Übernahme ermöglicht es der Raiffeisen Vertriebs GmbH, den Namen Sonnenklar TV exklusiv im stationären Reisevertrieb zu nutzen. Zusätzlich wird der Shopping-Sender Sonnenklar TV, der ebenfalls Teil der RT-Gruppe ist, über die Euvia Travel GmbH betrieben. Zudem erwirbt die Raiffeisen Vertriebs GmbH die Markenrechte für die Flugbörse. Die Entscheidung zur Übernahme war bereits in den vergangenen Wochen spekuliert worden. Axel Bierbach von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen, vorläufiger Insolvenzverwalter der FTI Touristik GmbH und BigXtra Touristik, lobte die schnelle Lösung für die Vertriebspartner der TVG. Zu den Reisebüro-Marken der TVG zählen Sonnenklar TV, 5-vor-Flug und Flugbörse. Das Franchise-System umfasst derzeit etwa 230 Reisebüros.

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Gerichtsprozess gegen ehemalige Adria-Geschäftsführer verschoben

Eigentlich hätte am Mittwoch, den 10. Jänner 2024, eine Gerichtsverhandlung gegen zwei ehemalige Geschäftsführer von Adria Airways beginnen sollen. Der Prozess wurde aufgrund eines Streiks in der slowenischen Justiz auf unbestimmte Zeit verschoben. Laut Ex-Yu-Aviation werden die beiden letzten Geschäftsführer von Adria Airways auf 78 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Das Verfahren wurde von Insolvenzverwalter Janez Pustatičnik initiert, denn dieser ist bei der Aufarbeitung der Buchhaltung zum Schluss gekommen, dass Adria Airways schon wesentlich früher als bekannt zahlungsunfähig war. Der Termin für den neuen Prozessauftakt steht noch nicht fest.

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Montenegro-Airlines-Masseverwalter hat zwei Fokker 100 verkauft

Der Insolvenzverwalter von Montenegro Airlines hat bekanntgegeben, dass zwei der einst vier Fokker 100, die der ehemalige Carrier hatte, verkauft werden konnten. Es handelt sich um die 4O-AOL und die 4O-AOP.  Die 35 bzw. 32 Jahre alten Flugzeuge wurden an Airline Fleet Support, ein in den Niederlanden ansässiges Unternehmen, das auf den Handel mit Triebwerken spezialisiert ist, verkauft. Für die beiden verbliebenen Fokker 100 hat der Insolvenzverwalter eigenen Angaben nach keine Angebote erhalten. 

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Flughafen Frankfurt-Hahn geht nun an Egelsbach-Betreiber

Der Flughafen Frankfurt-Hahn wird laut einer Erklärung von Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner an die Triwo AG gehen. Der Käufer ist bereits in der Luftfahrt tätig und betreibt unter anderem die Flugplätze Oberpfaffenhofen, Zweibrücken, Frankfurt-Egelsbach und Mending. Ursprünglich erging der Zuschlag an die Swift Conjoy GmbH, die jedoch trotz wiederholter Aufforderung des Masseverwalters den Kaufpreis nicht überwiesen haben soll. Die Entscheidung wurde aufgehoben und das Bieterrennen wurde erneut eröffnet. Zeitweise sah es danach aus als ob die Muttergesellschaft des Nürburgrings einspringen würde. Nun ging der neuerliche Zuschlag aber an die Triwo AG. „Wir haben ein ganzes Bündel an Sanierungsmaßnahmen umgesetzt, die den Flughafen Hahn wieder attraktiver für Airlines und Passagiere machen und es ermöglicht haben, den Geschäftsbetrieb im Rahmen des Insolvenzverfahrens letztendlich ohne Verluste fortzuführen, um damit die Grundlage für einen Verkauf zu legen. Ich freue mich, dass wir nach einem zum Teil steinigen Weg den Turnaround gemeinsam geschafft haben und bedanke mich persönlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Betriebsräten sowie deren Beratern für ihren professionellen und starken Einsatz während dieser herausfordernden Zeit“, so der Insolvenzverwalter. „Nun ist es aber auch wichtig, dass ein neuer Betreiber das ‚Ruder‘ übernimmt.“ Seinen Angaben nach kann der Flughafen Hahn mittlerweile verlustfrei betrieben werden. Der Abschluss und der Vollzug des jetzt geschlossenen Vertrages stehen noch unter Bedingungen. Die Parteien gehen davon aus, dass diese zeitnah erfüllt werden. Der Kaufpreis ist bereits auf ein Treuhandkonto überwiesen worden. Alle rund 400 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden von der Erwerberin übernommen. Über die Details des Vertrages wurde Stillschweigen

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Insolvenzverwalter: Bei Flybe gehen endgültig die Lichter aus

Nicht einmal ein Jahr hat das Comeback der Regionalfluggesellschaft Flybe angedauert. Nun scheinen endgültig die Lichter auszugehen, denn die beiden Insolvenzverwalter sehen keine Möglichkeit das hochverschuldete Unternehmen zu retten. Die erste Flybe musste am 4. März 2020 Insolvenz anmelden und den Flugbetrieb einstellen. Einige Assets wurden von Thyme Opco übernommen, jedoch zog sich die Wiederaufnahme des Flugbetriebs aus verschiedenen Gründen in die Länge. Einerseits galt es viele rechtliche Themen zu klären und andererseits machte die unklare Lage bezüglich Corona die Angelegenheit nicht gerade einfacher. Im April 2022 war es dann so weit: Die neue Flybe Limited erhob sich wieder in die Luft. Bereits am 28. Jänner 2023, also weniger als ein Jahr später, war dann schon wieder Schluss. Der Carrier musste erneut den Flugbetrieb einstellen und Insolvenz anmelden. Zuvor gab es einige Anzeichen, dass es unrund laufen könnte, denn wiederholt wurden Leasingflugzeuge verspätet oder gar nicht übergeben. Rückblickend betrachtet könnte dies durchaus ein Indiz für die mangelnde Liquidität der „neuen Flybe“ gewesen sein. Die Insolvenzverwalter versuchten zunächst einen Käufer zu finden und anfangs sah es danach aus als ob gar Lufthansa und/oder Air France-KLM Interesse haben könnten. Beiden Konzernen wäre es aber nicht darum gegangen einen Regio-Carrier in UK zu haben, sondern um an begehrte Slots in London-Heathrow und/oder Amsterdam zu kommen. Zuschlagen hat niemand, so dass die Liquidation eingeleitet werden musste. Der Schuldenberg der Pleite-Airline beläuft sich auf rund 82,6 Millionen Pfund. Dabei sind aber bereits etwa 6,5 Millionen Pfund an Barmitteln sowie 62.000 Pfund an zurückzufordernden Kautionen, die

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Frankfurt-Hahn: Insolvenzverwalter löst Vertrag mit Käufer auf

Der Flughafen Frankfurt-Hahn wird definitiv nicht an die Swift Conjoy GmbH gehen. Im Vorjahr ging das Unternehmen im Bieterprozess als Bestbieter hervor und erhielt den Zuschlag. Da der Kaufpreis trotz wiederholter Mahnung nicht überwiesen wurde, löste der Masseverwalter des Airports den Kaufvertrag auf. Nebst der Holdinggesellschaft des Nürnburgrings soll sich auch der türkische Flughafenbetreiber YDA für eine Übernahme des insolventen Airports interessieren. Ende dieses Monats will der Insolvenzverwalter den Gläubigerversammlungen die Angebote präsentieren und zur Abstimmung vorlegen. Es ist mit einer zeitnahen Entscheidung zu rechnen.

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Flyr-Insolvenzverwalter sieht kaum Chancen für Gläubiger

Der Insolvenzverwalter der kürzlich in die Pleite geflogenen Billigfluggesellschaft Flyr hat keine guten Nachrichten für Gläubiger. Nachdem sich der Jurist einen ersten Überblick verschaffen konnte, geht er davon aus, dass für nicht-vorrangige Forderungen keinerlei Finanzmittel vorhanden sein werden. Aus gesetzlichen Gründen muss sich der Masseverwalter zunächst um die Bedienung so genannter bevorrangter Forderungen kümmern. Dabei kann es sich beispielsweise um Löhne der Mitarbeiter und deren Sozialversicherungsbeiträge handeln. Für „normale“ Gläubiger wie Zulieferer und Ticketinhaber sieht er aber regelrecht schwarz: In den klammen Kassen von Flyr soll nur noch so wenig Geld sein, dass keine Mittel mehr für Quoten vorhanden sind.

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Frankfurt-Hahn: Insolvenzverwalter holt neuerlich Angebote ein

Das Rennen um den deutschen Regionalflughafen Frankfurt-Hahn ist wieder offen, denn Masseverwalter Jan Markus Plathner hat Bieter und sonstige Interessenten dazu eingeladen bis 9. März 2023 Angebote abzugeben. Eine Entscheidung soll bis zum 26. März 2023 fallen. „Im Hinblick auf die versagte Genehmigung in den besonderen Gläubigerversammlungen und die neuen Interessenbekundungen möchten wir potenziellen Interessenten die Chance geben, am Investorenprozess teilzunehmen. Im Vordergrund steht aber weiterhin, zeitnah eine Lösung zu erreichen“, so der Jurist. Der Flugbetrieb am Flughafen Frankfurt-Hahn wird im Rahmen des Insolvenzverfahrens weiterhin vollständig fortgeführt. Der Sommerflugplan 2023 wird weitere neue europäische Ziele enthalten, die nonstop ab Frankfurt-Hahn angeflogen werden.

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