Luftfahrt

Weitere Artikel aus der Rubrik

Luftfahrt

Eva Air verbietet Nutzung tragbarer Ladegeräte an Bord

Ab dem 1. März 2025 wird die taiwanesische Fluggesellschaft Eva Air die Nutzung tragbarer Ladegeräte auf all ihren Flügen untersagen. Die Entscheidung folgt einer wachsenden Besorgnis innerhalb der Luftfahrtindustrie über die potenziellen Brandgefahren, die durch das Überhitzen von Lithium-Ionen-Akkus entstehen können – ein Phänomen, das als „thermisches Durchgehen“ bekannt ist. Diese Maßnahme markiert eine weitere Verschärfung der Vorschriften für den sicheren Umgang mit Akkus an Bord von Passagierflugzeugen. Bereits zuvor verbot Eva Air das Verstauen tragbarer Ladegeräte und Lithium-Ionen-Batterien im aufgegebenen Gepäck. Diese mussten bislang im Handgepäck transportiert werden. Anlass für die neuerliche Verschärfung sind sicherheitsrelEvante Vorfälle, insbesondere der Brand an Bord eines Airbus A321 der südkoreanischen Fluggesellschaft Air Busan im Januar 2025. Das Feuer brach auf dem Boden am Flughafen Gimhae in Busan aus und breitete sich schnell auf den oberen Teil des Rumpfes aus. Glücklicherweise konnten alle 176 Passagiere rechtzeitig Evakuiert werden. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass ein tragbares Ladegerät oder eine andere Lithium-Ionen-Batterie in einem Handgepäckstück ursächlich für das Feuer gewesen sein könnte. Eva Air erklärte in einer Mitteilung, dass das Verbot dazu diene, die Sicherheit an Bord weiter zu verbessern. Passagiere werden angehalten, ihre elektronischen Geräte vor dem Boarding vollständig aufzuladen und stattdessen die an den Sitzen vorhandenen AC- und USB-Ladeanschlüsse zu nutzen. Internationale Entwicklung und Reaktionen Eva Air ist nicht die erste Fluggesellschaft, die Maßnahmen gegen tragbare Ladegeräte ergreift. Die ebenfalls in Taiwan ansässige China Airlines rät Passagieren bereits davon ab, während des Fluges externe Akkus zu benutzen. Auch ihre Tochtergesellschaft Mandarin Airlines hat

weiterlesen »

Embraer verschiebt E175-E2-Programm erneut um vier Jahre

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat bekanntgegeben, daß sich das Entwicklungsprogramm für das Regionalflugzeug E175-E2 um weitere vier Jahre verzögern wird. Dies geht aus einer Mitteilung des Unternehmens an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC vom 26. Februar 2025 hervor. Damit setzt Embraer die bereits im Jahr 2022 angekündigte dreijährige Verzögerung fort und verschiebt den geplanten Eintritt des Modells in den Markt weiter in die Zukunft. Als Hauptgrund für die Entscheidung nennt Embraer die sogenannten „Scope Clauses“ in den Vereinigten Staaten, die das maximale Abfluggewicht für Regionalflugzeuge mit bis zu 76 Sitzplätzen begrenzen. Diese vertraglichen Vereinbarungen zwischen den großen US-Fluggesellschaften und deren Pilotengewerkschaften verhindern, daß größere oder schwerere Regionalflugzeuge wie der E175-E2 von Tochtergesellschaften dieser Airlines eingesetzt werden können. Neben regulatorischen Hürden verweist das Unternehmen auf die aktuellen globalen Marktbedingungen. Eine anhaltende Nachfrage nach dem Vorgängermodell E175 trägt ebenfalls dazu bei, daß Embraer sich vorerst auf dieses Flugzeug konzentrieren möchte. „Das Unternehmen geht davon aus, die Entwicklungsaktivitäten nach dem genannten Zeitraum wieder aufzunehmen, was eine Neuprogrammierung des Markteintritts des Flugzeugs zur Folge haben wird“, erklärte Embraer in seiner Mitteilung an die SEC. Schwierigkeiten für die E2-Serie Während sich das kleinste Modell der E2-Familie, der E175-E2, bislang nicht am Markt etablieren konnte, haben die größeren Varianten E190-E2 und E195-E2 eine bessere Resonanz gefunden. Besonders die E195-E2 hat in den vergangenen Jahren Bestellungen von mehreren Fluggesellschaften erhalten und ist in verschiedenen Märkten im Einsatz. Der E175-E2 absolvierte seinen Erstflug im Dezember 2019 und sollte ursprünglich bereits 2021 in Dienst gestellt werden. Aufgrund der Gewichtsbeschränkungen in den

weiterlesen »

Riyadh Air rechnet mit baldigem AOC-Erhalt

Die Luftfahrtindustrie in Saudi-Arabien steht vor einer bemerkenswerten Erweiterung: Riyadh Air, eine von der saudischen Staatsfondsbehörde Public Investment Fund (PIF) gegründete Fluggesellschaft, bereitet sich darauf vor, den Markt zu betreten. Diese neue Airline soll nicht nur den nationalen Luftverkehr bereichern, sondern auch internationale Verbindungen schaffen. Doch trotz intensiver Bemühungen und vieler Ankündigungen gibt es weiterhin Unsicherheiten über den genauen Zeitpunkt der Markteinführung und den aktuellen Stand der behördlichen Genehmigungen. Riyadh Air hat kürzlich angekündigt, dass die Fluggesellschaft in der dritten Jahreshälfte 2025 ihren kommerziellen Betrieb aufnehmen wird. Dies stellt eine Verzögerung im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen dar, die den Start im ersten Quartal 2025 vorsahen. Die Verzögerung bei der Einführung lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen, unter anderem auf die noch ausstehende Ausstellung des sogenannten Air Operator’s Certificate (AOC), welches von der General Authority of Civil Aviation (GACA) des Königreichs erteilt werden muss. Tony Douglas, der CEO von Riyadh Air, erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal Al Arabiya, dass die Fluggesellschaft bereits im Besitz dieses Zertifikats sei. Doch die Airline musste später eine Klarstellung abgeben. In einer Stellungnahme an die Plattform ch-aviation hieß es, dass Riyadh Air „in den letzten Monaten unermüdlich daran gearbeitet habe, alle technischen und flugspezifischen Anforderungen zu erfüllen“, aber das AOC noch nicht erlangt sei. Das Dokument wird für den rechtmäßigen Betrieb der Fluggesellschaft notwendig, sodass ohne diese Genehmigung keine kommerziellen Flüge durchgeführt werden können. Ob das AOC mittlerweile erteilt wurde, konnte nicht verifiziert werden. Anfragen an die saudische Zivilluftfahrtbehörde sowie an die Airline blieben unbeantwortet. Es

weiterlesen »

Ermittlungen nach Zwischenfall auf Widerøe-Flug: Schwere Turbulenzen über Norwegen

Am Freitagabend wurde ein Flug der norwegischen Regionalfluggesellschaft Widerøe unter komplizierten Umständen abgebrochen, als das Flugzeug aufgrund schwerer Turbulenzen nach Bergen zurückkehren musste. Der Flug WF516 von Bergen nach Molde, der mit einer De Havilland Canada Dash 8-400 (Kennzeichen LN-WDP) durchgeführt wurde, geriet in eine Situation, die zu Verletzungen bei zwei Personen führte. Die norwegische Polizei hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet, um den Vorfall genauer zu untersuchen und etwaige Ursachen der starken Turbulenzen zu klären. Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend, als die Passagiere an Bord des Flugzeugs eine dramatische Erfahrung machten. Laut Berichten von Augenzeugen und Passagieren erlebte die Maschine plötzlich eine heftige Abwärtsbewegung, die die Insassen mit voller Wucht traf. Dies führte zu einem sofortigen Kurswechsel, und die Piloten entschlossen sich, das Flugzeug umzukehren und nach Bergen zurückzukehren. Der schnelle Rückflug war notwendig, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, da sich die Turbulenzen als zu gefährlich erwiesen. Einige Passagiere berichteten von einer abrupten Änderung der Flughöhe, die dazu führte, dass sich Gegenstände in der Kabine lösten und Passagiere und Crewmitglieder verletzt wurden. Zwei Personen erlitten dabei leichte Verletzungen. Ein Passagier und ein Crewmitglied wurden nach der Landung in Bergen medizinisch versorgt. Glücklicherweise handelte es sich bei den Verletzungen nicht um schwerwiegende, sodass eine Behandlung vor Ort ausreichte. Die Tatsache, dass der Vorfall unter derartigen Umständen stattfand, hat Besorgnis bei den Betroffenen ausgelöst. Besonders die plötzliche Natur der Turbulenzen und die Schwere des Höhenverlustes werfen Fragen zu den Ursachen und zu den Vorkehrungen der Fluggesellschaft auf. Maßnahmen der Fluggesellschaft

weiterlesen »

FAA mit neuen Sicherheitsempfehlungen für B757-Frachter

Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde (Federal Aviation Administration, FAA) hat eine spezielle Lufttüchtigkeitsanweisung (Special Airworthiness Information Bulletin, SAIB) herausgegeben, die sich auf bestimmte umgebaute Frachtversionen der Boeing 757-200 bezieht. Diese Empfehlung folgt auf einen Vorfall im Jahr 2021, bei dem sich die Hauptfrachttür eines DHL-Boeing-757-Frachters während des Fluges öffnete. Am 13. Februar 2021 startete eine Boeing 757-200 PCF (Precision Conversions Freighter) von DHL um 05:31 Uhr Ortszeit vom Flughafen Leipzig/Halle mit Ziel Frankfurt. Kurz nach dem Start, in einer Höhe von etwa 1.530 Metern, stellte die Besatzung Probleme mit der Druckkabine fest und entschied sich, zum Ausgangsflughafen zurückzukehren. Nach einer sicheren Landung wurde festgestellt, dass sich die vordere Frachttür während des Steigflugs geöffnet hatte. DHL bestätigte später, dass während des Fluges „leichte Teile des Frachttürrahmens“ abgerissen wurden. Die betroffene Maschine, ursprünglich 1992 als Passagierflugzeug ausgeliefert und 2011 zum Frachter umgebaut, wurde nach dem Vorfall außer Dienst gestellt. Ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit Ein vergleichbarer Vorfall ereignete sich 2014 in Russland. Eine Boeing 757-200 PCF der Yakutia Airlines startete in Magadan bei extrem kalten Temperaturen von bis zu -25 Grad Celsius. Nach dem Start öffnete sich die Frachttür aufgrund von Vereisung der Verriegelungsmechanismen, was zu einem Druckabfall in der Kabine führte. Die Maschine kehrte sicher zum Ausgangsflughafen zurück. Untersuchungen ergaben, dass Schnee und Eis die ordnungsgemäße Funktion der Türsensoren beeinträchtigt hatten. Die Umrüstung von Passagier- auf Frachtflugzeuge des Typs Boeing 757-200 umfasst den Einbau einer hydraulisch betriebenen Hauptfrachttür sowie mechanischer Verriegelungen, um die Tür während des Fluges zu sichern. Zusätzlich werden Proximity-Sensoren installiert,

weiterlesen »

Cathay Pacific: Neue Partnerschaft mit Kai Tak Sports Park

Die traditionsreiche Fluggesellschaft Cathay Pacific hat eine neue strategische Partnerschaft bekanntgegeben, die das Unternehmen symbolisch zu seinem ursprünglichen Standort zurückführt. Das ehemalige Gelände des legendären Kai Tak International Airport, einst Heimat der Airline, wird heute als Standort für den hochmodernen Kai Tak Sports Park (KTSP) genutzt. Cathay Pacific wurde nun zum exklusiven „Founding Travel Partner“ dieses neuen Sport- und Veranstaltungszentrums ernannt. Die Partnerschaft unterstreicht die Verbundenheit des Unternehmens mit seiner Heimatstadt Hongkong und seine Ambitionen, als globale Marke für Reisen und Lifestyle neue Maßstäbe zu setzen. Der Kai Tak International Airport war fast 75 Jahre lang das Herzstück des Luftverkehrs in Hongkong, bevor er 1998 geschlossen und durch den neuen Hong Kong International Airport (Chek Lap Kok) ersetzt wurde. Mit seiner spektakulären Lage zwischen den Hochhäusern Kowloons war Kai Tak berühmt für seine anspruchsvollen Anflüge und sein geschäftiges Treiben. Cathay Pacific hatte dort ihren Sitz und betrieb von diesem Flughafen aus den weltweiten Flugverkehr. Heute entsteht auf dem historischen Gelände der Kai Tak Sports Park, ein 28 Hektar großes, hochmodernes Zentrum für Sport, Kultur und Unterhaltung. Mit einer Kapazität von bis zu 50.000 Plätzen wird das neue Stadion der größte Veranstaltungsort dieser Art in Hongkong sein. Die Partnerschaft mit Cathay Pacific wird das Stadion nicht nur international positionieren, sondern auch eine Brücke zwischen der traditionsreichen Vergangenheit des Geländes und der modernen Entwicklung der Stadt schlagen. Einbindung von Cathay Pacific in den neuen Komplex Im Rahmen der Kooperation plant Cathay Pacific eine Reihe von Initiativen, um die Historie und den Einfluss

weiterlesen »

Flydubai und Busy Bee Airways dementieren Übernahmepläne für Go First

Flydubai und der Unternehmer Nishant Pitti, Inhaber von Busy Bee Airways, haben Berichte indischer Medien dementiert, wonach sie gemeinsam die insolvente Fluggesellschaft Go First wiederbeleben wollen. Beide Parteien wiesen die Meldungen unabhängig voneinander zurück. Pitti erklärte auf X (ehemals Twitter), dass es keine Gespräche mit Flydubai gegeben habe und er sich derzeit vor dem National Company Law Appellate Tribunal (NCLAT) befinde. Er betonte, dass Indien mehr, nicht weniger Fluggesellschaften benötige. Auch ein Sprecher von Flydubai bestätigte gegenüber ch-aviation, dass die Airline kontinuierlich nach organischen Wachstumsmöglichkeiten in Indien suche, aber derzeit keine Gespräche über Beteiligungen mit anderen Fluggesellschaften führe. Der Nachrichtendienst Moneycontrol hatte berichtet, dass die Parteien Gespräche mit dem Insolvenzverwalter und den Gläubigern von Go First über den Erwerb von Markenrechten, Inlandsflugrechten und digitalen Vermögenswerten führten. Go First besitzt derzeit keine Flugzeuge oder ein Air Operator Certificate mehr. Das National Company Law Tribunal (NCLT) hatte zuvor die Liquidation von Go First genehmigt, nachdem ein Verkauf der Airline gescheitert war. Pitti versucht jedoch, diese Entscheidung anzufechten und Go First zu übernehmen.

weiterlesen »

Arajet erweitert Flotte mit Boeing 737 Max 8

Die dominikanische Fluggesellschaft Arajet hat mit dem Flugzeugleasingunternehmen BOC Aviation einen Vertrag über den Kauf und das Leasing von fünf Boeing 737 Max 8 Flugzeugen abgeschlossen. Die Auslieferung der mit CFM LEAP-1B Triebwerken ausgestatteten Maschinen ist für die Jahre 2026 und 2027 geplant. BOC Aviation, ein weltweit führendes Flugzeugleasingunternehmen mit Sitz in Singapur, verstärkt mit diesem Deal seine Präsenz im lateinamerikanischen Markt. Arajet, die nationale Fluggesellschaft der Dominikanischen Republik, setzt mit der Erweiterung ihrer Flotte auf Wachstum und die Stärkung ihrer Position im regionalen Luftverkehr. Die Boeing 737 Max 8 gilt als modernes und effizientes Kurz- und Mittelstreckenflugzeug, das den Anforderungen des Luftverkehrsmarktes gerecht wird. Die Fluggesellschaft Arajet wurde 2021 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Santo Domingo. Sie bedient derzeit Ziele in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik. BOC Aviation verfügt über eine Flotte von über 500 Flugzeugen, die an mehr als 80 Fluggesellschaften weltweit verleast werden. Das Unternehmen ist an der Börse von Hongkong notiert.

weiterlesen »

Condor erhält CEIV-Pharma-Zertifizierung und baut Cargo-Geschäft aus

Die deutsche Fluggesellschaft Condor hat zum Jahresbeginn die CEIV-Pharma-Zertifizierung der International Air Transport Association (IATA) erhalten. Damit erfüllt das Unternehmen nun die strengen Anforderungen für den Transport von pharmazeutischen Produkten und garantiert eine lückenlose Einhaltung der Kühlketten sowie hohe Sicherheitsstandards. Der Zertifizierung zufolge entspricht das Logistiksystem von Condor den weltweit einheitlichen Vorgaben im Bereich Sicherheit, Schutz, Compliance und Effizienz. Derzeit bietet Condor den zertifizierten Pharma-Transport auf Direktverbindungen zwischen Frankfurt und Toronto, New York sowie Miami an. Künftig soll dieses Angebot auf weitere Langstreckenverbindungen ausgebaut werden. Laut Dimitri Mougoyannis, Director Ground Operations, sei das Ziel, Kunden eine zuverlässige Transportlösung auf den wichtigsten pharmazeutischen Handelsrouten zu bieten. Mit der Einflottung von 18 neuen Airbus A330-900neo hat Condor seine Frachtkapazitäten bereits erheblich erweitert. Die Maschinen verfügen über eine Ladekapazität von bis zu 14 Tonnen. Das Unternehmen plant, das Cargo-Geschäft weiter auszubauen und sich als verlässlicher Partner im Bereich Pharma-Logistik zu etablieren. Informationen zu Transportmöglichkeiten und Buchungen sind über gängige Luftfrachtplattformen verfügbar.

weiterlesen »

USA: Luftfahrtbranche fordert Notfallfinanzierung zur Verbesserung der Flugsicherung

Die Luftfahrtbranche in den Vereinigten Staaten schlägt Alarm: Nach einer Reihe tödlicher Unfälle, darunter die tragische Kollision eines American-Airlines-Regionaljets mit einem Black-Hawk-Hubschrauber über dem Potomac River in Washington D.C., fordern Vertreter der Branche eine sofortige Bereitstellung von Notfallfinanzierungen durch den Kongress. Ziel ist es, die veralteten Technologien der Flugverkehrskontrolle zu modernisieren und dringend benötigte Fachkräfte einzustellen, um der anhaltenden Personalknappheit an US-amerikanischen Flughäfen entgegenzuwirken. Die Kollision über Washington hat die Debatte über die Sicherheit im US-amerikanischen Luftraum erneut entfacht. Obwohl der verantwortliche Fluglotse in diesem Fall nicht direkt für den Unfall verantwortlich gemacht wurde, zeigt der Vorfall dennoch strukturelle Schwachstellen auf. Die Arbeitsbelastung vieler Fluglotsen ist hoch, da sie oft gleichzeitig den Verkehr von kommerziellen Maschinen und Militärhubschraubern koordinieren müssen. Dies liegt vor allem an der chronischen Unterbesetzung der Kontrolltürme. Nach Angaben der Luftfahrtverbände Airlines for America, Aerospace Industries Association und International Air Transport Association fehlen landesweit etwa 3.500 Fluglotsen. Mehr als 280 der über 300 Flugverkehrskontrollstellen sind unterbesetzt, einige große Flughäfen wie John F. Kennedy International (JFK) und Newark Liberty International (EWR) arbeiten mit nur 60 % der erforderlichen Kapazität. Infolge dessen sind viele Lotsen gezwungen, Überstunden zu leisten und an sechs Tagen in der Woche zu arbeiten. Die FAA hatte bereits im letzten Jahr Flugbeschränkungen für bestimmte Regionen wie den New Yorker Luftraum verhängt, um das Problem zu entschärfen. Industrie fordert umfassende Modernisierung Branchenvertreter drängen darauf, dass der Kongress eine schnelle Bereitstellung von Mitteln für die Modernisierung der Flugsicherungssysteme sowie die Einstellung und Ausbildung neuer Fluglotsen genehmigt. In

weiterlesen »