
Verdi-Tarifabschluss für City Airlines erwartet
Die strukturelle Umgestaltung des Lufthansa-Konzerns erreicht eine entscheidende Phase. Nach intensiven Verhandlungen steht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nach eigenen Angaben kurz vor einem Abschluss zur Ersttarifierung der neuen Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines. Das Vorhaben, die Drehkreuze Frankfurt und München mit einer kosteneffizienteren Struktur zu vernetzen, rückt damit in greifbare Nähe. Nachdem die Gespräche im Januar 2026 durch kurzfristige Angebotsrücknahmen seitens der Arbeitgeberseite ins Stocken geraten waren, deutet nun alles auf eine Einigung in der laufenden Woche hin. Dieser Abschluss ist von besonderer strategischer Bedeutung, da City Airlines langfristig die bisherige Tochtergesellschaft Cityline ersetzen soll. Für die etablierten Fachgewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo stellt die Verhandlungsführung durch Verdi eine Zäsur dar, da sie traditionell die Interessen des fliegenden Personals im Konzern vertreten. Mit der neuen Tarifstruktur zielt die Lufthansa darauf ab, die Personalkosten im Zubringerverkehr durch eine engere Orientierung an internationalen Mindeststandards und Gehaltstabellen von Konzerntöchtern wie Discover Airlines zu optimieren. Die strategische Rolle der City Airlines im Konzerngefüge Lufthansa City Airlines wurde mit dem klaren Auftrag gegründet, die Wettbewerbsfähigkeit auf der Kurz- und Mittelstrecke zu sichern. Das bisherige Modell der Lufthansa Cityline, das über Jahrzehnte die Zubringerflüge für die großen Hubs leistete, gilt innerhalb des Konzernmanagements aufgrund gewachsener Tarifstrukturen als zu kostenintensiv. Der Plan sieht vor, Cityline sukzessive zu verkleinern und bis spätestens 2027 vollständig durch City Airlines abzulösen. Dieser Prozess findet vor dem Hintergrund eines harten Verdrängungswettbewerbs an den europäischen Drehkreuzen statt. Die Neuaufstellung erlaubt es dem Konzern, Arbeitsbedingungen und Gehaltsstrukturen von Grund auf neu zu definieren. Während Cityline an








