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Zubringerflüge für Condor: Lufthansa klagt gegen Entscheidung des Bundeskartellamts

Die Entscheidung des deutschen Bundeskartellamts, dass Lufthansa dem Mitbewerber Condor Zugang zu Zubringerflügen einräumen muss, will der Kranich-Konzern nicht auf sich sitzen lassen. Man klagt gegen den Bescheid der Wettbewerbsbehörde. Damit geht der Dauerstreit zwischen den beiden Unternehmen in die nächste Runde. Lufthansa hatte Condor den Zugang zu Zubringerflügen aufgekündigt. Der Ferienflieger wehrte sich dagegen und brachte unter anderem eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ein. Der Kranich verlängerte daraufhin das Special-Pro-Rate-Agreement, jedoch nur befristet. Die deutschen Wettbewerbshüter haben entschieden, dass Lufthansa dem Mitbewerber Condor nicht nur Zugang zu den Zubringerflügen einräumen muss, sondern ordneten an, dass weitere Tarifklassen für den Ferienflieger geöffnet werden müssen. Lufthansa brachte mit Eurowings Discover einen Konkurrenten auf den Markt, der auf der Langstrecke ein mit Condor vergleichbares Geschäftsmodell verfolgt. Wie zunächst die Fachzeitung FVW berichtete, will Lufthansa die Entscheidung des Bundeskartellamts nicht zur Kenntnis nehmen. Da in Rechtsstaaten grundsätzlich Rechtsmittel gegen behördliche Entscheidungen offenstehen, ist das Erkenntnis der Wettbewerbshüter noch nicht rechtskräftig. Innerhalb offener Frist brachte der Kranich-Konzern eine Klage gegen die Entscheidung ein. Nun müssen Richter entscheiden, wobei damit zu rechnen ist, dass der Instanzenzug voll ausgeschöpft werden könnte bis endgültige Klarheit über die Zubringerflüge vorliegt.

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Deutschland: Maskenpflicht in Flugzeugen vor dem Aus

Eigentlich wollte Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Maskenpflicht an Bord von Verkehrsflugzeugen verschärfen, jedoch scheint es nun anders zu kommen. Die Verpflichtung zur Bedeckung von Mund und Nase in Flugzeugkabinen steht vor dem Aus. Fast alle europäischen Länder haben die Maskenpflicht an Bord schon längst abgeschafft. Deutschland geht allerdings einen einsamen Sonderweg. Karl Lauterbach wollte gar auf FFP2-Masken verschärfen, jedoch hegte sich seitens Koalitionspartner FDP, aber auch seitens der Lufthansa, Widerstand gegen das Vorhaben. Wie zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete wurde die Verpflichtung zur Bedeckung von Mund und Nase in Flugzeugkabinen aus dem Entwurf des Infektionsschutzgesetzes gestrichen. Lauterbach soll diese jedoch bei ungünstigen Zahlen mittels Verordnung anordnen können. Hierzu ist jedoch dann die Zustimmung aller Ressorts, also auch der FDP-Ministerien notwendig. Damit gilt die Maskenpflicht als defacto abgeschafft. In den letzten Wochen ist das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ wiederholt mit Berichten, die ausländischen Fluggesellschaften die Missachtung deutschen Rechts vorwerfen, aufgefallen. Dabei wurde ausgeklammert, dass aufgrund zum Teil jahrzehntealter internationaler Luftfahrtabkommen bei grenzüberschreitenden Flügen an Bord das Recht des Registerstaats gilt. Zunächst prangerte man an, dass Swiss bei Deutschland-Flügen keine Masken mehr verlangt und kurze Zeit später traf es die österreichische Eurowings Europe. Deutschlands größte Fluggesellschaft, Lufthansa, war schon vor einigen Monaten nicht mehr bereit die deutsche Maskenpflicht auf Biegen und Brechen durchzusetzen. In den letzten Wochen positionierte man sich – auch unter Verweis auf die internationale Praxis – klar gegen die Verpflichtung zur Bedeckung von Mund und Nase. Man appelliert in Richtung Freiwilligkeit und sieht beim Zwang war wirtschaftliche Nachteile,

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Lufthansa: VC zieht Streikaufruf zurück

Der für Mittwoch und Donnerstag angekündigte Streik der Lufthansa-Piloten wurde abgesagt. Die „Last-Minute-Verhandlungen“ sollen zu einem Durchbruch geführt haben. Beide Seiten hüllen sich über das Ergebnis noch in Schweigen. Es ist anzunehmen, dass Details noch verhandelt werden. Die Vereinigung Cockpit setzte bereits frühzeitig ein Signal an die Arbeitgeberseite und nahm den Streikaufruf für Lufthansa und Lufthansa Cargo zurück. Im Passagiergeschäft hätte die Arbeit ab morgen für zwei Tage niedergelegt werden sollen und bei Lufthansa Cargo sogar für drei Tage. Im Zuge des Streikaufrufs erhob die VC schwere Vorwürfe und behauptete unter anderem, dass man kein nachgebessertes Angebot erhalten habe. Der Kranich konterte verschnupft, dass man darüber verärgert ist, dass noch vor einer Verhandlungsrunde zum Streik aufgerufen wurde. Letztlich scheint man sich in den „Last-Minute-Verhandlungen“ soweit angenähert zu haben, dass die VC den Streikaufruf zurückgezogen hat. Nähere Einzelheiten zu einem möglichen Kompromiss sollen in den nächsten Stunden bzw. Tagen kommuniziert werden. „Wir freuen uns, dass ein Ergebnis am Verhandlungstisch erzielt werden konnte und dadurch weitere Nachteile für Kunden, Mitarbeiter und Unternehmen vermieden werden können“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik, „heute wurden wichtige erste Schritte in Richtung einer nachhaltigen Zusammenarbeit erzielt“

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Lufthansa geht in Last-Minute-Verhandlungen vor nächstem Streik

Vor der Drohkulisse einer zweiten Streikwelle nehmen die AUA-Mutter und die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) noch einen Anlauf zur Lösung des Konflikts. Man treffe sich heute zu Verhandlungen, bestätigten beide Seiten in der Früh. Die VC hatte in der Nacht eine zweite Streikwelle ab morgen angekündigt, die nur durch ein „ernstzunehmendes Angebot“ der Lufthansa verhindert werden könne. Unterdessen kündigte die Airline an, in großem Umfang Personal aufbauen zu wollen. Die Verhandlungen haben demnach um 10.00 Uhr begonnen. Bis spätestens 12.00 Uhr müsse entschieden werden, ob für die angedrohten Streiktage ab Mittwoch Flüge gestrichen werden. Dem neuerlichen Streikaufruf zufolge sollen die Abflüge der Lufthansa-Passagiermaschinen aus Deutschland morgen und Donnerstag bestreikt werden. Bei der Frachttochter Lufthansa Cargo ist der Streik von morgen bis Freitag geplant. Bei der ersten Streikwelle am Freitag hatte die Lufthansa das gesamte Programm ihrer Kernairline abgesagt. Mehr als 800 Flüge mit 130.000 betroffenen Passagieren fielen aus und das Unternehmen erlitt nach eigener Aussage einen wirtschaftlichen Schaden von 32 Millionen Euro. Lufthansa will 20.000 Mitarbeiter einstellen Aus rechtlichen Gründen kann die VC nur Arbeitnehmer in Deutschland zum Arbeitskampf aufrufen. Bestreikt werden daher ausschließlich die Abflüge der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie der Lufthansa Cargo von deutschen Flughäfen. Die Tochtergesellschaften Eurowings, Lufthansa Cityline und Eurowings Discover sind von dem Arbeitskampf nicht betroffen. Inmitten des laufenden Streiks gab der Konzern Pläne für einen großen Personalaufbau bekannt. „Fast 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden wir bis Ende nächsten Jahres einstellen, das heißt ganz grob 1.000 Mitarbeiter pro Monat“, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei einem Pressegespräch. Dabei

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VC ruft Lufthansa-Piloten erneut zum Streik auf

Die Vereinigung Cockpit ruft ihre Mitglieder bei Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo ab Mittwoch erneut zum Streik auf. Diesmal soll bei der Passagierfluggesellschaft zwei Tage lang die Arbeit niedergelegt werden. Die Pilotengewerkschaft teilte mit, dass man von der Arbeitgeberseite „ungeachtet anderslautender Ankündigungen“ bislang kein neues Angebot erhalten habe. Die Vereinigung Cockpit hält das Verhalten für „absolut unverständlich“. Daher ruft man die Lufthansa-Flugzeugführer ab Mittwoch zum zweitägigen Streik auf. Bei der Frachttochter soll die Arbeit gar drei Tage lang niedergelegt werden. „Um auch in dieser Lage nichts unversucht zu lassen, haben wir dennoch einen Verhandlungstermin für Dienstag angeboten. Dieser wird dem Vernehmen nach stattfinden. Klar muss jedoch sein, der angekündigte Streik kann nur durch ein ernstzunehmendes Angebot des Unternehmens abgewendet werden“, so VC-Pressesprecher Matthias Baier. In der vergangenen Woche ging die erste Streikrunde der Lufthansa-Piloten über die Bühne. Der Carrier musste einen Großteil des Flugangebots streichen. Betroffen waren auch Verbindungen zwischen Österreich und Deutschland. Sollte zwischen der VC und der Kranich-Konzern nicht zuvor Tauwetter eintreten, ist neuerlich mit erheblichen Auswirkungen auf den Flugbetrieb zu rechnen. „Wir hätten es uns anders gewünscht“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC, „doch leider sind die Beharrungskräfte bei der Lufthansa erheblich. Es ist jetzt wichtig, dass die Parteien schnell und mit dem gebotenen Ernst am Verhandlungstisch zueinander finden.“

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Bundeskartellamt: Lufthansa muss für Condor Zubringerflüge durchführen

In Sachen der Condor-Zubringerflüge hat Lufthansa eine Schlappe vor dem deutschen Bundeskartellamt erlitten. Die Entscheidung der Behörde erweitert sogar den Spielraum des Ferienfliegers. Gegen den Bescheid kann der Kranich-Konzern jedoch noch ein Rechtsmittel einlegen. Vor einiger Zeit hat Lufthansa den langjährigen Vertrag über Zubringerdienstleistungen aufgekündigt. Dagegen ging Condor vor und legte eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ein. Der Kranich-Konzern hat die Kooperation dann mehrfach, jedoch befristet verlängert. Nun hat die Behörde in der Hauptsache entschieden. Lufthansa wurde die Beendigung des so genannten Special-Prorate-Agreements untersagt. Weiters ordnete die Behörde an, dass Condor Zugang zu weiteren Zubringern nach München, Frankfurt und Düsseldorf eingeräumt werden muss. Auch stehen dem Ferienflieger aufgrund des Beschlusses der Wettbewerbshüter weitere Buchungsklassen zu. Das Bundeskartellamt berücksichtigte in der Entscheidung auch, dass Lufthansa über ein besonders dichtes Zubringernetz verfügt und aufgrund des Umstands, dass dieser Carrier die überwiegende Mehrheit der Slots belegt, es Condor fast unmöglich wäre eigene Feeder aufzuziehen. Demnach habe Lufthansa eine marktbeherrschende Stellung und „unterfällt der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht und hat daher gegenüber anderen Marktteilnehmern besondere Pflichten“. Der Beschluss der deutschen Behörde geht deutlich über die bloße Fortführung des Vertrages hinaus, denn „Condor wird durch die Verfügung Zugang zu mehr Buchungsklassen als bisher erhalten. Zudem wird Condor die Möglichkeit haben, immer dann Plätze buchen zu können, soweit die Zubringerflüge noch erhebliche freie Kapazitäten haben“. Lufthansa darf künftig keine Vorgaben mehr machen, die „die Buchungs- und Preissteuerung für Condor einschränkt“. Hinter dem Streit, der nun durch eine Verfügung des Bundeskartellamts vorläufig gelöst scheint, steckt der Umstand, dass Lufthansa mit

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FFP2-Maske (Foto: Pixabay/NightRainer).

Deutschland: Branchenverband BARIG lehnt Verschärfung der Maskenpflicht ab

In Deutschland hegt sich in der Luftfahrtbranche zunehmender Widerstand gegen die noch immer praktizierte und gar zur Verschärfung anstehende Maskenpflicht in Verkehrsflugzeugen. Das Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) fordert die Abschaffung. Der Beschluss des Bundeskabinetts sieht vor, dass künftig in Flugzeugen, die von/nach Deutschland verkehren sowie in Fernzügen FFP2-Masken getragen werden müssen. Damit geht die Bundesrepublik einen einsamen Sonderweg, denn in Europa haben nahezu alle Staaten die Maskenpflicht abgeschafft. Lufthansa läuft mittlerweile Sturm dagegen und sieht sogar Wettbewerbsnachteile. Der Branchenverband BARIG sieht das Vorhaben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kritisch. Generalsekretär Michael Hoppe erklärt unter anderem: „Der Plan der Bundesregierung ist für uns nicht nachvollziehbar. Es gibt keine epidemiologische Grundlage für einen solchen Schritt. Wie appellieren an Bundestag und Bundesrat, den Gesetzesvorschlag nachzubessern“. Auch verweist der Funktionär darauf, dass Deutschland einen einsamen Sonderweg gehen würde und es bereits seit mehreren Monaten an deutschen Airports keine Maskenpflicht mehr gibt. „Es ist daher vollkommen unstimmig, dass Fluggäste, sobald sie ein Flugzeug von oder nach Deutschland betreten, zum Tragen einer FFP2-Maske verpflichtet sind. Der Luftverkehrsstandort Deutschland würde durch eine solche, unbegründet scharfe Regulierung im internationalen Wettbewerb erheblich benachteiligt“, so der Verband. Eine Verschärfung der Maskenpflicht im Luftverkehr ist auch vor dem Hintergrund unangemessen, dass im Flugzeug nur ein sehr geringes Infektionsrisiko besteht. Dies hat sich die letzten zwei Jahre eindrucksvoll gezeigt und ist auch wissenschaftlich belegt. Leistungsstarke HEPA-Filter und ein regelmäßiger kompletter Luftaustausch in der Kabine tragen erheblich dazu bei. So hatten auch schon im Mai 2022 das Europäische Zentrum für

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Linz: Winterflugplan 2022/23 mit Fokus auf Ägypten

Im Winterflugplan 2022/23 wird es ab dem oberösterreichischen Flughafen Linz-Hörsching wieder einige Ferienflüge geben. Besonders häufig werden Charterflüge in Richtung Ägypten angeboten. Diese sind unter anderem über Reiseveranstalter buchbar. Bis zu vier wöchentliche Umläufe bieten die Fluggesellschaften FlyEgypt und Corendon zwischen dem oberösterreichischen Airport und Hurghada an. Am Verkehrstag Freitag wird der ägyptische Carrier fliegen. An Donnerstagen und Sonntagen kommen Maschinen von Corendon Europe zum Einsatz. Eine weitere Feriendestination, die im Linzer Winterflugplan 2022/23 zu finden ist: Las Palmas. Dieses Ziel wird von Corendon Europe jeweils am Verkehrstag Samstag angeboten. Tickets können unter anderem bei Veranstaltern gebucht werden. Auf der Linie bietet die italienische Lufthansa-Tochter Air Dolomiti weiterhin Nonstopflüge nach Frankfurt am Main an. Diese ermöglichen auch Umstiege auf Flüge des Kranichs und seiner Star-Alliance-Partner. Eurowings verbindet die oberösterreichische Landeshauptstadt mehrmals wöchentlich mit Düsseldorf.

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Lufthansa muss nahezu alle Flüge von und nach Frankfurt und München für Freitag streichen

Der von der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) angekündigte Streik für den 2. September im Zeitraum von 00:01 Uhr bis 23:59 Uhr MESZ führt zu massiven Auswirkungen des Flugbetriebs – und das in der Hauptrückreisezeit zum Ende der Schulferien in mehreren Bundesländern. Betroffen sind Lufthansa und Lufthansa Cargo Abflüge an deutschen Flughäfen. Lufthansa muss an den Drehkreuzen in Frankfurt und München für Freitag 800 Flüge streichen, vereinzelt werden auch Flüge bereits am heutigen Donnerstag gestrichen, wie der Carrier in einer Aussendung mitteilt. Betroffen seien voraussichtlich 130.000 Fluggäste. Mit Blick auf das kommende Wochenende, das Ferienende in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland arbeitet Lufthansa mit Hochdruck daran, den Flugbetrieb wieder so schnell wie möglich zu normalisieren. Dennoch können die Auswirkungen des Streiks auch am Samstag und Sonntag noch zu einzelnen Flugausfällen oder Verspätungen führen. Von Streichungen betroffene Fluggäste werden heute umgehend informiert und nach Möglichkeit auf alternative Flüge umgebucht. Eurowings und Eurowings Discover sind von dem Streikaufruf nicht betroffen und sollen planmäßig stattfinden. „Uns fehlt jedes Verständnis für den Streikaufruf der VC. Die Arbeitgeberseite hat ein sehr gutes und sozial ausgewogenes Angebot gemacht – trotz der nachwirkenden Lasten der Corona Krise und unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft. Diese Eskalation geht zu Lasten vieler Tausend Kundinnen und Kunden“, so Michael Niggemann, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Lufthansa AG. Konkret hat der Konzern ein Angebot mit 18-monatiger Laufzeit vorgelegt, bei dem Piloten der Lufthansa und Lufthansa Cargo in zwei Stufen insgesamt 900 Euro mehr Grundvergütung pro Monat bekommen. Ein Berufseinsteiger als Copilot bzw. Copilotin

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Freitag: Vereinigung Cockpit ruft Lufthansa-Piloten zum Streik auf

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft ihre Mitglieder bei Lufthansa und Lufthansa Cargo für Freitag, 2. September 2022 zum ganztägigen Streik auf. Zuvor sollen laut Arbeitnehmer die Verhandlungen zu den Vergütungstarifverträgen erneut gescheitert sein. Die Arbeitsniederlegungen sollen zwischen 00 Uhr 01 und 23 Uhr 59 über die Bühne gehen. Da sehr viele Kranich-Piloten in der VC organisiert sind, ist mit einer hohen Beteiligung zu rechnen. Daher sind erhebliche Auswirkungen auf die Flugbetriebe von Lufthansa und ihrer Frachttochter Lufthansa Cargo zu erwarten. „Im Bewusstsein unserer Verantwortung für Unternehmen und Gäste wollten wir nichts unversucht lassen und haben trotz unzureichendem Angebot und gescheiterten Verhandlungen einen weiteren Verhandlungstermin angeboten. Wir haben auch heute kein ausreichendes Angebot erhalten. Das ist ernüchternd und eine vertane Chance. Der Arbeitgeber hat den gestrigen Verhandlungstermin zwar wahrgenommenen, aber nicht genutzt, um sich mit einem verbesserten Angebot auf die Forderungen der Gewerkschaft zuzubewegen. Daher bleibt uns nur, mit einem Arbeitskampf unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen“, so VC-Sprecher Matthias Baier. „Um Arbeitskämpfe abzuwenden, muss Lufthansa ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen“, so Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik der VC. „Aktuell liegen wir zu weit auseinander. Neben dem Ausgleich des Reallohnverlustes, brauchen wir jetzt vor allem eine zukunftsfähige Lösung für die Vergütungsstruktur in allen Berufsgruppen.“ Für Lufthansa erklärt Personalvorstand Michael Niggemann: „Uns fehlt jedes Verständnis für den Streikaufruf der VC. Die Arbeitgeberseite hat ein sehr gutes und sozial ausgewogenes Angebot gemacht – trotz der nachwirkenden Lasten der Corona Krise und unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft. Diese Eskalation geht zu Lasten vieler Tausend Kunden.“

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