
Grünes Licht für TAP-Privatisierung: Portugals Regierung treibt Verkauf voran
Die portugiesische Regierung hat einen entscheidenden Schritt zur Privatisierung der nationalen Fluggesellschaft TAP Air Portugal getan. Präsident Marcelo Rebelo de Sousa unterzeichnete ein Dekret, das den Weg für den Verkauf von 49,9 Prozent der Anteile frei macht. Die Regierung beabsichtigt, 44,9 Prozent an einen oder mehrere strategische Investoren zu veräußern, während die restlichen fünf Prozent den Angestellten der Fluggesellschaft angeboten werden sollen. Mit diesem Schritt hofft Portugal, seine Investitionen aus der Coronazeit, die sich auf rund 3,2 Milliarden Euro beliefen, zumindest teilweise wieder hereinzuholen. Das offizielle Verkaufsverfahren, das nun eingeleitet wird, gibt potenziellen Käufern 60 Tage Zeit, um ihr Interesse zu bekunden. Die Entscheidung markiert einen Wendepunkt in der Zukunft der Fluggesellschaft, die sich zu einem der begehrtesten Übernahmeziele Europas entwickelt hat. Ein langer Prozeß nimmt Fahrt auf: Die Hintergründe der Privatisierung Die Pläne zur Privatisierung von TAP Air Portugal reichen bis ins Jahr 2023 zurück, wurden jedoch im März dieses Jahres durch den Kollaps der damaligen Minderheitsregierung unterbrochen. Die im Mai neu ins Amt gekommene Koalitionsregierung hat den Verkauf der Fluggesellschaft zur Priorität erklärt. Das nun unterzeichnete Dekret ist das Ergebnis eines Ministerratsbeschlusses vom Juli 2025 und bildet die rechtliche Grundlage für den formellen Verkaufsprozeß. Die Regierung hofft, den Prozeß bis Mitte 2026 abschließen zu können. Das Land hat genaue Vorstellungen davon, was es von einem strategischen Partner erwartet. Die Regierung ist zuversichtlich, daß es eine Vielzahl von Interessenten geben wird, darunter auch Fluggesellschaften, die nicht aus der Europäischen Union stammen. Präsident Rebelo de Sousa zeigte sich erfreut über








