Pilotenausbildung

Weitere Artikel aus der Rubrik

Pilotenausbildung

Zunahme militärischer Flugbewegungen am Flughafen Kassel-Calden

Der Flughafen Kassel-Calden verzeichnet eine Verschiebung seiner operativen Schwerpunkte. Während das touristische Passagieraufkommen jahreszeitlich starken Schwankungen unterliegt, entwickelt sich die militärische Nutzung zu einer stabilen Größe im Flugbetrieb. Laut Flughafengeschäftsführer Lars Ernst im Gespräch mit der HNA wird für das laufende Jahr 2026 mit rund 700 militärischen Flugbewegungen gerechnet. Dies stellt eine Fortsetzung des kontinuierlichen Anstiegs der letzten Jahre dar: Von lediglich 53 Bewegungen im Jahr 2020 steigerte sich die Zahl über 374 im Jahr 2024 auf 585 im vergangenen Jahr. Bis Ende April 2026 wurden bereits 239 Starts und Landungen von Militärmaschinen registriert. Die vorhandene Infrastruktur des nordhessischen Flughafens ist für ein breites Spektrum an militärischen Luftfahrzeugen ausgelegt. Neben kleineren Einheiten nutzen schwere Transportmaschinen wie der Airbus A400M der Luftwaffe den Standort regelmäßig für Trainingsflüge und die Pilotenausbildung. Auch internationale Kapazitäten wie der Airbus A330 MRTT der Nato oder die Lockheed C-130 Hercules können in Calden abgefertigt werden. Die strategische Bedeutung wird durch die Nähe zum Heeresfliegerstandort Fritzlar sowie die Kooperation mit Airbus Helicopters verstärkt, da am Flughafen zahlreiche Hubschrauber der Bundeswehr gewartet werden. Diese Werkstattflüge sind in den genannten Statistiken noch nicht einmal enthalten. Finanziell profitiert der Flughafen von dieser Entwicklung durch Start- und Landeentgelte, Sonderleistungen bei der Abfertigung sowie Erlöse aus dem Verkauf von Kerosin. Das Hessische Finanzministerium stellt klar, dass die Infrastruktur primär für behördliche Bedarfe wie Hilfs- oder Abschiebeflüge zur Verfügung steht, wobei fachliche Notwendigkeiten der Ministerien die Standortwahl bestimmen. Parallel dazu intensiviert die Flughafengesellschaft die Abstimmungen mit der Nato, um den Airport als festen

weiterlesen »

Air Astana Group erweitert Ausbildungskapazitäten durch zweiten Airbus-Simulator

Die Air Astana Group hat ihre Position als führender Akteur in der zentralasiatischen Luftfahrt durch den Ausbau ihres Trainingszentrums in der kasachischen Hauptstadt Astana gefestigt. Mit der Inbetriebnahme eines zweiten Full Flight Simulators (FFS) für die Airbus-A320-Familie erweitert die Gruppe die Kapazitäten für die Aus- und Weiterbildung ihres Flugpersonals erheblich. Bei dem neuen Gerät handelt es sich um das Modell Reality7e des Herstellers L3Harris (vertrieben durch Acron Aviation), das für seine präzise Simulation von Flugphysik und Systemlogik bekannt ist. Diese technische Aufrüstung folgt auf die erfolgreiche Einführung des ersten Simulators dieser Bauart im Jahr 2023, an dem bereits über 600 Piloten ihre regelmäßigen Qualifikationschecks absolviert haben. Ein wesentliches Merkmal des neuen Ausbildungssystems ist die duale Zertifizierung durch die europäische Luftfahrtbehörde EASA sowie die nationale kasachische Luftfahrtbehörde. Damit ist Air Astana die erste Fluggesellschaft des Landes, die internationale Standards für Flugsimulationen in diesem Umfang direkt vor Ort erfüllt. Der Simulator nutzt eine Bewegungsplattform mit sechs Freiheitsgraden, um dynamische Flugzustände und Bodenmanöver exakt abzubilden. Durch die lokale Verfügbarkeit dieser Hochtechnologie reduziert die Unternehmensgruppe ihre Abhängigkeit von externen Trainingszentren im Ausland, was die operativen Abläufe beschleunigt und die logistische Planung für die mehr als 60 Flugzeuge umfassende Flotte optimiert. Die Expansion des Trainingszentrums steht im Kontext eines ambitionierten Wachstumsplans der Air Astana Group, die seit Anfang 2026 verstärkt in die Modernisierung ihrer Infrastruktur investiert. Neben der Kernmarke Air Astana profitiert auch der Low-Cost-Carrier FlyArystan von der erweiterten Kapazität, da beide Airlines auf Maschinen der Airbus-A320-Serie setzen. Die Gruppe, die an den Börsen in

weiterlesen »

Sicherheitsrückkehr eines KM Malta Airlines Fluges aufgrund fehlerhafter Besetzungsplanung

Ein Flug der KM Malta Airlines auf dem Weg nach Paris musste kurz nach dem Start zum Malta International Airport zurückkehren, nachdem eine Unregelmäßigkeit bei der Zusammensetzung der Cockpit-Besatzung festgestellt worden war. Etwa 30 Minuten nach dem Abheben von Flug KM478 identifizierte der verantwortliche Kapitän, dass ein an Bord befindlicher Pilot in Ausbildung (Kadett) ohne die erforderliche Aufsicht durch einen speziell qualifizierten Ausbildungskapitän eingesetzt wurde. Gemäß den strengen internen Ausbildungsrichtlinien der Fluggesellschaft hätte der Flugschüler nur unter Anleitung eines Fluglehrers (LPC/Line Pilot Check-Kapitän) operieren dürfen, was in diesem Fall nicht gegeben war. Um das maximale Landegewicht nicht zu überschreiten, kreiste das Flugzeug für kurze Zeit in der Nähe von Sizilien, um Treibstoff zu verbrennen, bevor es sicher wieder auf Malta landete. Die Fluggesellschaft betonte in einer offiziellen Stellungnahme, dass es sich um eine rein prozedurale Vorsichtsmaßnahme handelte. Das Flugzeug sei zu jedem Zeitpunkt voll flugtauglich gewesen, und alle beteiligten Piloten verfügten über die grundsätzlich erforderlichen Lizenzen für ihren jeweiligen Rang. Eine Gefahr für die Passagiere oder die Sicherheit des Fluggeräts habe laut Unternehmen zu keinem Zeitpunkt bestanden. Hintergrund des Vorfalls war ein administrativer Fehler bei der Dienstplanerstellung. Der Kadett wurde fälschlicherweise einem regulären Kapitän zugewiesen, der jedoch nicht über die zusätzliche Qualifikation als Ausbilder verfügte. KM Malta Airlines hat umgehend eine interne Untersuchung eingeleitet, um die genauen Ursachen für diesen Planungsfehler in der Crew-Einteilung zu ermitteln und künftige Wiederholungen auszuschließen. In der Luftfahrtbranche gelten hochspezialisierte Vorschriften für das Training im Linienbetrieb, die sicherstellen sollen, dass angehende Verkehrspiloten unter der Aufsicht

weiterlesen »

Erste Bundesheer-Piloten schließen Ausbildung auf der Embraer C-390 ab

Das österreichische Bundesheer hat einen entscheidenden Schritt zur Erneuerung seiner Lufttransportkapazitäten vollzogen. Nach einer intensiven, mehrwöchigen Ausbildungsphase am Hauptsitz des Flugzeugherstellers Embraer im brasilianischen São José dos Campos haben die ersten vier Piloten der Luftstreitkräfte die offizielle Flugberechtigung für das Transportflugzeug C-390 erhalten. Dieser Erfolg markiert den personellen Auftakt für den Systemwechsel von der veralteten C-130 Hercules Flotte hin zu einem der modernsten militärischen Transportmittel der Gegenwart. Die Ausbildung, die komplexe theoretische Grundlagen, Sprachkurse und hochmoderne Simulatortrainings umfasste, bereitet das Personal auf die für das Jahr 2028 geplante Indienststellung der ersten Maschinen vor. Laut Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ist die Qualifikation des Personals die notwendige Basis, damit die neuen Systeme ihre volle Wirkung für die nationale Sicherheit entfalten können. Mit der Beschaffung von insgesamt vier Maschinen dieses Typs reiht sich Österreich in eine wachsende Gruppe europäischer Staaten ein, die auf die technologische Überlegenheit und Vielseitigkeit des brasilianischen Jets setzen, um den Anforderungen moderner Einsatzszenarien gerecht zu werden. Struktur und Ablauf der Pilotenausbildung in Brasilien Die Vorbereitung auf den technologischen Quantensprung begann bereits in Österreich mit einer spezialisierten Sprachausbildung. Da die technische Dokumentation und die Kommunikation mit dem Hersteller in Brasilien spezifische Sprachkenntnisse erforderten, absolvierten die Piloten zunächst Kurse am Sprachinstitut des Bundesheeres. Darauf folgte ein dreiwöchiger theoretischer Block, der die aerodynamischen Besonderheiten und die komplexe Avionik der C-390 behandelte. Der praktische Teil der Ausbildung fand im Zentrum der brasilianischen Luftfahrtindustrie in São José dos Campos statt. Hier konnten die österreichischen Offiziere in hochmodernen Full-Flight-Simulatoren Notfallverfahren und taktische Flugmanöver trainieren, bevor die

weiterlesen »

Modernisierung der indonesischen Luftstreitkräfte: Großauftrag für Schweizer Pilatus-Flugzeuge beschlossen

Das indonesische Verteidigungsministerium hat eine weitreichende Entscheidung zur Erneuerung seiner Luftfahrtflotte getroffen und setzt dabei maßgeblich auf Technologie aus der Schweiz. Im Rahmen einer umfassenden Beschaffungsstrategie wurde der Pilatus PC-24 Super Versatile Jet als künftiges Rückgrat für die Ausbildung von Transportpiloten sowie für Verbindungs- und Logistikmissionen ausgewählt. Ein entsprechender Vertrag über die Lieferung von zunächst zwölf Maschinen wurde mit dem autorisierten Partner PT E-System Solutions Indonesia unterzeichnet. Dieser Kontrakt umfasst nicht nur die Flugzeuge selbst, sondern auch Optionen für weitere Einheiten, umfangreiche bodenbasierte Ausrüstung, Ersatzteile sowie ein dediziertes Schulungsprogramm direkt vom Hauptsitz des Herstellers in Stans. Ergänzt wird dieses Geschäft durch eine Absichtserklärung über die Lieferung von 24 PC-21 Trainingsflugzeugen, was die strategische Partnerschaft zwischen Jakarta und dem Schweizer Flugzeugbauer auf eine neue Ebene hebt. Für Indonesien, einen Inselstaat mit über 17.000 Inseln und oft rudimentärer Infrastruktur in abgelegenen Gebieten, stellt die Beschaffung einen signifikanten Sprung in der operativen Flexibilität dar, da der PC-24 speziell für den Einsatz unter schwierigen Bedingungen konzipiert wurde. Strategische Bedeutung für den indonesischen Archipel Die Wahl des PC-24 durch die indonesische Luftwaffe ist eng mit der geografischen Beschaffenheit des Landes verknüpft. Mit einer Ausdehnung, die fast die Breite der Vereinigten Staaten erreicht, steht Indonesien vor der permanenten Herausforderung, militärische und staatliche Präsenz auf tausenden Inseln sicherzustellen. Viele dieser Gebiete verfügen über Landepisten, die für herkömmliche Jet-Flugzeuge ungeeignet sind. Hier setzt das Alleinstellungsmerkmal des Schweizer Jets an: Er ist weltweit der einzige Businessjet, der serienmäßig für den Betrieb auf unbefestigten Pisten, wie Gras, Sand oder Schotter,

weiterlesen »

SunExpress eröffnet eigenes Trainingszentrum mit Flugsimulator in Antalya

Die Fluggesellschaft SunExpress hat an ihrem Hauptsitz in Antalya einen bedeutenden Schritt zur Erweiterung ihrer internen Ausbildungsinfrastruktur vollzogen. Mit der Inbetriebnahme des ersten eigenen Flugsimulators reagiert das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines auf den wachsenden Bedarf an qualifiziertem Cockpitpersonal. Ziel dieser Investition ist der Aufbau eines autarken Trainings-Ökosystems, um die Abhängigkeit von externen Schulungszentren im Ausland zu reduzieren und die operativen Abläufe bei der Pilotenausbildung effizienter zu gestalten. Die Anlage ist darauf ausgelegt, monatlich bis zu 500 Trainingsstunden zu absolvieren, was sowohl der regelmäßigen Fortbildung erfahrener Crews als auch der Ausbildung von Nachwuchspiloten dient. Bei der technischen Ausstattung setzt SunExpress auf eine Kooperation mit dem türkischen Rüstungs- und Technologiekonzern Havelsan. Zum Einsatz kommt ein Boeing-737-NG-Simulator des Typs FTD (Flight Training Device) Level 2. Dieses Gerät ist die erste Anlage ihrer Art in der Türkei, die eine entsprechende Zertifizierung durch die Luftfahrtbehörden erhalten hat. Der Simulator bildet das Cockpit der Boeing 737 Next Generation detailgetreu ab und ermöglicht realistische Flugmanöver sowie die Simulation komplexer Notfallverfahren. Durch die lokale Verfügbarkeit dieser Hochtechnologie entfallen für die Airline aufwendige Reisen der Besatzungen zu internationalen Trainingsstandorten, was die Planungssicherheit im Flugbetrieb erhöht. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass dieser Ausbau Teil einer größeren Wachstumsstrategie ist. SunExpress plant in den kommenden Jahren eine massive Vergrößerung der Flotte auf bis zu 150 Flugzeuge, wofür ein stetiger Zustrom an geschultem Personal notwendig ist. Das neue Trainingszentrum in Antalya soll perspektivisch nicht nur den Eigenbedarf decken, sondern auch Kapazitäten für Drittkunden und Partnergesellschaften bereitstellen. Damit positioniert sich der Standort Antalya

weiterlesen »

Bundesheer zieht Bilanz zur Luftraumüberwachung im Jahr 2025

Die Aufrechterhaltung der Sicherheit im österreichischen Luftraum stellte das Bundesheer im vergangenen Jahr vor vielseitige operative Herausforderungen. Wie aus dem aktuellen Jahresbericht hervorgeht, wurde die Luftwaffe im Jahr 2025 insgesamt 55 Mal aktiv, um die Kontrolle über das Staatsgebiet sicherzustellen. Ein wesentlicher Teil dieser Einsätze entfiel auf sogenannte Alarmstarts, bei denen Abfangjäger des Typs Eurofighter Typhoon in kürzester Zeit aufstiegen, um potenzielle Verletzungen der Lufthoheit oder unklare Situationen im Flugverkehr zu klären. Insgesamt wurden 19 solcher scharfen Starts registriert, wobei allein der Jänner 2026 bereits mit drei weiteren Einsätzen an die hohe Intensität des Vorjahres anknüpfte. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte die Notwendigkeit dieser permanenten Bereitschaft als zentralen Pfeiler der staatlichen Souveränität. Neben den aktiven Abfangmissionen bildet die bürokratische und technische Überprüfung von über 5.000 Überflügen ausländischer Militärmaschinen einen Schwerpunkt der täglichen Arbeit. Um die Einsatzfähigkeit langfristig zu gewährleisten, investiert das Bundesheer zudem massiv in die Ausbildung seines Personals, wobei Kooperationen mit internationalen Partnern wie Italien eine Schlüsselrolle spielen. Die Bilanz verdeutlicht, dass die militärische Luftraumüberwachung in einem geopolitisch volatilen Umfeld eine unverzichtbare Sicherheitsgarantie für die Bevölkerung darstellt. Operative Details der aktiven Luftraumüberwachung Die Luftraumüberwachung in Österreich basiert auf einem mehrstufigen System, das radargestützte Identifizierung und physische Interzeption kombiniert. Von den 55 dokumentierten Aktivitäten im Jahr 2025 stellten die 19 Alarmstarts die höchste Eskalationsstufe dar. Solche Einsätze werden ausgelöst, wenn zivile oder militärische Luftfahrzeuge keinen Funkkontakt zur Flugsicherung halten, von ihrem Flugplan abweichen oder ohne gültige Einfluggenehmigung in den österreichischen Luftraum eindringen. Die Reaktionszeit der Alarmrotte, die auf dem Fliegerhorst Hinterstoisser

weiterlesen »

Brasilianische Regierung plant Erleichterungen bei Flugzeugfinanzierungen

Der brasilianische Minister für Häfen und Flughäfen, Silvio Costa Filho, hat eine Initiative gestartet, um die Kreditbedingungen für die heimische Luftfahrtindustrie signifikant zu verbessern. In einem offiziellen Schreiben an das Finanzministerium fordert das Ressort eine umfassende Reform des nationalen Zivilluftfahrtfonds FNAC. Dieser Fonds soll demnach Darlehen in Höhe von rund vier Milliarden Real – umgerechnet etwa 650 Millionen Euro – bereitstellen, um die Liquidität der Branche zu sichern. Ziel der Maßnahme ist es, den Zugang zu Kapital für die großen nationalen Fluggesellschaften wie Latam, Azul und Gol zu erleichtern, die unter hohen operativen Kosten und einer starken Verschuldung leiden. Ein zentraler Punkt des Reformvorschlags ist die Ausweitung der Verwendungsmöglichkeiten der Fondsmittel. Während die Kredite bislang primär auf den Erwerb von in Brasilien hergestellten Flugzeugen und Ersatzteilen beschränkt waren, sollen die Mittel künftig auch für die Ausbildung von Piloten und technischem Luftfahrtpersonal eingesetzt werden dürfen. Darüber hinaus schlägt Costa Filho vor, die Finanzierungsobergrenze für förderfähige Güter massiv anzuheben. Statt der bisherigen zehn Prozent sollen bis zu 30 Prozent des Flugzeugwerts über den FNAC finanziert werden können. Diese Anpassung wird in Branchenkreisen als direkte Unterstützung für den nationalen Flugzeugbauer Embraer gewertet, da dessen Absatz im Inland durch attraktivere Leasing- und Kaufkonditionen gestärkt würde. Zusätzlich zu den finanziellen Erleichterungen sieht der Plan eine Lockerung der regulatorischen Auflagen für den Regionalverkehr vor. Um in den Genuss der Fördergelder zu kommen, mussten Fluggesellschaften ihre Flugfrequenzen in entlegenen Gebieten wie der Amazonas-Region oder dem Nordosten Brasiliens bislang jährlich um 30 Prozent steigern. Dieser Wert soll nun

weiterlesen »

Lufthansa Aviation Training nimmt ersten Boeing 777-9 Simulator in Frankfurt in Empfang

Lufthansa Aviation Training (LAT) hat am 19. Februar 2026 einen bedeutenden logistischen und strategischen Erfolg erzielt. Am frühen Donnerstagmorgen erreichte der weltweit erste Boeing 777-9 Full-Flight-Simulator, der an eine Airline-Gruppe ausgeliefert wurde, das Trainingszentrum in Frankfurt am Main. Das technische Gerät wurde vom kanadischen Hersteller CAE in Montréal gefertigt und via Antwerpen per Schwerlasttransport nach Deutschland überführt. Die Installation des Simulators beginnt unmittelbar, um die geplante Inbetriebnahme für das Training der Piloten bis Ende Mai 2026 sicherzustellen. Dieser Schritt erfolgt deutlich vor der eigentlichen Auslieferung der Flugzeuge, die nach aktuellen Verzögerungen seitens des Herstellers Boeing erst für Mitte 2027 erwartet wird. Die technische Ausstattung des neuen Simulators entspricht dem modernsten Industriestandard und ist präzise auf die Konfiguration der künftigen Lufthansa-Maschinen zugeschnitten. Zu den integrierten Systemen gehören das Rockwell Collins EP 8100 Visualsystem sowie hochauflösende Projektoren und eine realistische Rauchsimulation für Notfalltrainings. Ergänzt wird die Anlage durch spezialisierte Briefing-Stationen, die eine detaillierte Analyse der Flugstunden ermöglichen. Durch die frühzeitige Verfügbarkeit dieser Trainingstechnologie kann die Lufthansa Group sicherstellen, dass das Cockpitpersonal bereits vor der Ankunft der ersten Realmaschinen vollständig auf dem neuen Muster geschult ist. Die Boeing 777-9 ist das künftige Flaggschiff der Lufthansa-Langstreckenflotte und zeichnet sich durch eine enorme Spannweite sowie neue Triebwerkstechnologien aus. Da sich die Zertifizierung des Flugzeugtyps mehrfach verschoben hat, nutzt die Lufthansa Group die Zeit, um die Ausbildungskapazitäten proaktiv aufzubauen. Matthias Spohr, CEO von Lufthansa Aviation Training, betonte die Bedeutung der engen Kooperation mit CAE, um diesen technologischen Vorsprung zu realisieren. Der Simulator ermöglicht es, komplexe Flugmanöver

weiterlesen »

Strategischer Ausbau des Luft- und Raumfahrtstandorts Mönchengladbach

Der Flughafen Mönchengladbach (MGL) hat seine Position als bedeutendes Innovationszentrum in Nordrhein-Westfalen durch einen hochrangigen Besuch aus der Landespolitik unterstrichen. Staatssekretär Paul Höller aus dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie der ehemalige Astronaut und Raumfahrtbotschafter Reinhold Ewald informierten sich vor Ort über die technologische Entwicklung des Standorts. Im Fokus standen dabei die Vernetzung von Industrie und Forschung sowie die Ansiedlung spezialisierter Hochtechnologieunternehmen, die den Flughafen über den klassischen Flugbetrieb hinaus als „Zukunftslabor“ etablieren sollen. Ein zentraler Pfeiler der wirtschaftlichen Stabilität am MGL ist die Rheinland Air Service GmbH (RAS), die als größter Arbeitgeber am Platz umfassende Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für die internationale Luftfahrt erbringt. Ergänzt wird dieses Portfolio durch junge Technologieunternehmen wie The Exploration Company. Das Unternehmen nutzt am Standort additive Fertigungsverfahren, um hochleistungsfähige Metallkomponenten und Legierungen für die Raumfahrt herzustellen. Diese Spezialisierung auf Hochtechnologieanwendungen verdeutlicht den Wandel des Flughafens vom reinen Verkehrslandeplatz hin zu einem integrierten Technologiecluster. Seit die Stadt Mönchengladbach den Flughafen im Jahr 2018 vollständig übernahm, verzeichnete der Standort eine dynamische Entwicklung. Die Zahl der Arbeitsplätze stieg um rund 43 Prozent auf aktuell 829 Beschäftigte in 47 ansässigen Unternehmen. Neben der technologischen Fertigung bleibt die Ausbildung ein Kerngeschäft: Mit über 40.000 Flugbewegungen pro Jahr, sechs Flugschulen und elf Flugsimulatoren gehört der MGL zu den führenden Ausbildungsstätten für Verkehrspiloten in Deutschland. Die Geschäftsführung betont, dass die Kombination aus klassischer Business Aviation und neuen Raumfahrtanwendungen die Basis für die künftige Wertschöpfung bildet. Die Landesregierung misst dem Flughafen eine hohe strategische Bedeutung für die regionale Wirtschaftspolitik zu.

weiterlesen »