
Brasilianische Regierung plant Erleichterungen bei Flugzeugfinanzierungen
Der brasilianische Minister für Häfen und Flughäfen, Silvio Costa Filho, hat eine Initiative gestartet, um die Kreditbedingungen für die heimische Luftfahrtindustrie signifikant zu verbessern. In einem offiziellen Schreiben an das Finanzministerium fordert das Ressort eine umfassende Reform des nationalen Zivilluftfahrtfonds FNAC. Dieser Fonds soll demnach Darlehen in Höhe von rund vier Milliarden Real – umgerechnet etwa 650 Millionen Euro – bereitstellen, um die Liquidität der Branche zu sichern. Ziel der Maßnahme ist es, den Zugang zu Kapital für die großen nationalen Fluggesellschaften wie Latam, Azul und Gol zu erleichtern, die unter hohen operativen Kosten und einer starken Verschuldung leiden. Ein zentraler Punkt des Reformvorschlags ist die Ausweitung der Verwendungsmöglichkeiten der Fondsmittel. Während die Kredite bislang primär auf den Erwerb von in Brasilien hergestellten Flugzeugen und Ersatzteilen beschränkt waren, sollen die Mittel künftig auch für die Ausbildung von Piloten und technischem Luftfahrtpersonal eingesetzt werden dürfen. Darüber hinaus schlägt Costa Filho vor, die Finanzierungsobergrenze für förderfähige Güter massiv anzuheben. Statt der bisherigen zehn Prozent sollen bis zu 30 Prozent des Flugzeugwerts über den FNAC finanziert werden können. Diese Anpassung wird in Branchenkreisen als direkte Unterstützung für den nationalen Flugzeugbauer Embraer gewertet, da dessen Absatz im Inland durch attraktivere Leasing- und Kaufkonditionen gestärkt würde. Zusätzlich zu den finanziellen Erleichterungen sieht der Plan eine Lockerung der regulatorischen Auflagen für den Regionalverkehr vor. Um in den Genuss der Fördergelder zu kommen, mussten Fluggesellschaften ihre Flugfrequenzen in entlegenen Gebieten wie der Amazonas-Region oder dem Nordosten Brasiliens bislang jährlich um 30 Prozent steigern. Dieser Wert soll nun








