
Rückgang im Januar-Geschäft dämpft Wachstumserwartungen der Reisebranche
Der traditionell buchungsstärkste Monat des Jahres hat für die deutsche Tourismuswirtschaft einen unerwarteten Dämpfer gebracht. Laut aktuellen Daten der Marktforscher von Travel Data + Analytics (TDA) sanken die Umsätze für Urlaubsreisen im Januar 2026 spürbar. Während das Volumen für Sommerreisen um fünf Prozent zurückging, mussten im Bereich der Winterreisen sogar Einbußen von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingenommen werden. Insgesamt gaben die Bundesbürger im Januar rund 3,2 Milliarden Euro für stationär oder online gebuchte Reisen aus. Experten führen diesen Rückgang jedoch nicht auf eine generelle Konsumflaute zurück, sondern auf eine zeitliche Verschiebung des Buchungsverhaltens: Viele Urlauber nutzten bereits extrem frühe Angebote im Spätherbst, wodurch der klassische „Januar-Peak“ zunehmend an Bedeutung verliert. Trotz der schwächeren Dynamik zum Jahresbeginn bleibt die Gesamtbilanz für die laufenden Saisons positiv. Die kumulierten Umsätze für den Winter 2025/26 liegen weiterhin vier Prozent über dem Vorjahr, wobei bereits rund 90 Prozent des erwarteten Gesamtumsatzes gesichert sind. Besonders Kreuzfahrten erweisen sich mit einem Plus von zehn Prozent als stabiler Wachstumstreiber. Auch die Zahl der Reisenden liegt mit einem Zuwachs von zwei Prozent leicht über dem Niveau der Vorsaison. Analysten beobachten zudem einen Trend zur langfristigen Planung: Ein signifikanter Teil der aktuellen Buchungen entfällt bereits auf weit entfernte Zeiträume bis hin zur Wintersaison 2026/27, was auf ein hohes Sicherheitsbedürfnis der Kunden hindeutet. Im Sommergeschäft macht sich die Abkühlung im Januar deutlicher bemerkbar, da diese Saison normalerweise massiv von den Frühbuchern im ersten Monat des Jahres profitiert. Das bisherige kumulierte Plus halbierte sich binnen eines Monats auf nunmehr sieben







