2024

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2024

Streikrecht: Vereinigung Cockpit kritisiert Politiker-Forderungen

In den letzten Tagen haben zahlreichende Politiker die jüngsten Streiks im deutschen Verkehrswesen heftig kritisiert. Einige haben gefordert, dass es künftig klare Regeln geben soll. Die Vereinigung Cockpit warnt davor, dass dies zu einem Eingriff ins Streikrecht führen könne. „Das Streikrecht ist als Grundrecht elementarer Bestandteil für den gesellschaftlichen Interessenausgleich“, sagt VC-Präsident Stefan Herth. „In Richtung der Arbeitgeber kann ich nur sagen: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus. Es steht den Arbeitgebern immer offen, in konstruktiven Gesprächen gute Lösungen für alle Seiten zu finden. Als Beschäftigte der Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen schaffen wir einen enormen Mehrwert für dieses Land und die Gesellschaft. Wenn Arbeitgeber diesen Wert nicht würdigen, werden die Gewerkschaften unnötigerweise in Konflikte bis hin zu Streiks getrieben. Leider stellen wir seit Jahren die Tendenz fest, dass die so gern beschworene Sozialpartnerschaft nur noch dann gelten soll, wenn es um Einschnitte bei den Beschäftigten geht. Bei vielen Arbeitgebern sehen wir außerdem eine immer unzuverlässigere Verhandlungsführung. Was wir stattdessen bräuchten, sind eine viel stärkere Lösungsorientierung und ein echtes Miteinander. Das würde wirklich die Anzahl von Streiks reduzieren!“

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Embraer oder Airbus: Lot will Regio-Flotte modernisieren

Polens Staatscarrier Lot beabsichtigt ihre Regionalflotte zu erneuern. Momentan besteht diese überwiegend aus Maschinen des Herstellers Embraer. Dass dies auch in Zukunft so bleibt, ist nicht in trockenen Tüchern, denn man verhandelt auch mit dem Airbus-Konzern. Beide Flugzeugbauer buhlen um eine Order, die aus voraussichtlich 84 Exemplaren bestehen sollen. Im Rennen sind die E2-Reihe von Embraer sowie die A220-Familie von Airbus Canada. Regierungsangaben nach sollen in Kürze die beiden Hersteller zur Abgabe von Angeboten eingeladen werden. Derzeit ist es noch völlig offen welcher der beiden Anbieter die besseren Karten hat. Für Embraer spricht, dass Lot bereits 43 Einheiten dieses Herstellers betreibt. Es handelt sich um die E1-Serie, denn den Nachfolger E2 hat man noch nicht in der Flotte. Für Airbus wäre es aber auch aus einem anderen Grund durchaus von Prestige die Order zu gewinnen, denn Lot gilt als treuer Boeing-Kunde. Mit dem A220 hat man ein Modell, das man für passender hält als die Flugzeuge der brasilianischen Konkurrenz. Bei Lot dürfte es aber nicht nur um solche Dinge gehen, sondern auch darum wer schneller liefern kann. Immerhin will das Unternehmen bis zum Jahr 2030 stark wachsen und sowohl bei Airbus als auch bei Embraer sind bestimmte Lieferslots nur schwer verfügbar, weil von anderen Kunden bereits ausgebucht. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass sich Lot bei Leasinggeber bedienen könnte. Es ist branchenbekannt, dass Lessoren gerne „auf Vorrat“ bestellen, um genau dann, wenn die Nachfrage hoch ist, kurzfristig an Kunden liefern zu können. Das hat aber seinen Preis, denn solche Verträge

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Play-Großaktionär übernimmt die Geschäftsführung selbst

Bei der isländischen Billigfluggesellschaft Play ist es zu einem überraschenden Führungswechsel gekommen, denn der bisherige Firmenchef Birgir Jónsson hat das Unternehmen verlassen. Laut Mitteilung habe er am 17. März 2024 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Die Führung des Billigfliegers liegt nun in den Händen von Einar Örn Ólafsson, der gleichzeitig auch der größte Einzelaktionär des Luftfahrtunternehmens ist. Bislang gehörte er dem Verwaltungsrat an, jedoch zog er seine Kandidatur für die Wiederwahl zurück, um den Posten als CEO von Play Airlines zu übernehmen. Dazu Örn Ólafsson: „Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe. Nach einer großartigen Aufbauphase in den letzten Jahren unter Birgirs starker Führung befindet sich das Unternehmen nun an einem Wendepunkt. Als größter Anteilseigner des Unternehmens möchte ich meine Investition zu Ende führen. Ich bin mit dem Betrieb und den Mitarbeitern von Play sehr gut vertraut und sehe für die Zukunft zahlreiche Möglichkeiten und spannende Projekte. Ich bin dem Play-Verwaltungsrat für sein Vertrauen in mich dankbar und möchte die Gelegenheit nutzen, Birgir für seinen Beitrag zu Play und für unsere angenehme und produktive Zusammenarbeit in den letzten Jahren zu danken“. Sein Vorgänger Jónsson sagte anlässlich seines Abtritts: „Eine wettbewerbsfähige Landschaft in der Luftfahrtindustrie wird zu niedrigeren Flugpreisen, einer vielfältigen Auswahl an Zielen und wertvollen ausländischen Touristen führen, was für eine Insel wie uns besonders wichtig ist. Dieser Wettbewerb ist im Interesse aller Isländer. Deshalb verlasse ich mein Amt mit großem Stolz. Play hat nun seine Kinderstube verlassen und ist zu einer reifen Fluggesellschaft herangewachsen. Ich hatte eine gute und enge

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Easyjet mit neuen Sommerstrecken ab Berlin

Im Sommerflugplan 2024 wird die Billigfluggesellschaft Easyjet ab Berlin auch Flüge nach Antalya, Birmingham, Izmir, Salerno und Toulouse anbieten. Diese werden schrittweise seit Mitte März 2024 aufgenommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir unser Streckennetzwerk am BER diesen Sommer nochmal ausweiten und unsere Fluggäste so in ihren wohlverdienten Sommerurlaub bringen können – ganz gleich, ob unsere Passagiere Europa mit einer Städtereise erkunden oder sich bei einem entspannten Strandurlaub erholen wollen. Mit unseren neuen Destinationen nach Antalya, Izmir, ins italienische Salerno, nach Toulouse sowie nach Birmingham erweitern wir unser einzigartiges Netzwerk als Heimatairline der Hauptstadtregion und bieten so noch mehr Möglichkeiten für einen Kurztrip oder den Sommerurlaub. Zusammen mit unserem hauseigenen Pauschalreiseanbieter easyJet holidays behalten wir die Nachfrage nach neuen Destinationen stets im Blick und passen unser Streckennetz fortlaufend an, um geeignete Reiseziele für all unsere Kunden anbieten zu können“, so Country-Manager Stephan Erler. Die neuen Routen auf einen Blick:

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Ukraine: Skyup erlangt IOSA-Safety-Audit

Die ukrainische Billigfluggesellschaft Skyup Airlines konnte ungeachtet des Krieges, der momentan im Heimatland des Carriers wütet, das so genannte IOSA-Safety-Audit erlangen. Dieses gilt als Goldstandard und ist für die Zusammenarbeit mit anderen Luftfahrtunternehmen von hoher Bedeutung. Es gibt einige Konzerne, beispielsweise die Lufthansa Group, die im Regelfall nur mit Unternehmen, die über dieses international anerkannte Audit verfügen, Kooperationen eingehen. Das gilt für Interling-, Codeshare- und Wetlease-Zusammenarbeit. Das hat auch seinen guten Grund, denn nur so ist sichergestellt, das Sicherheitsstandards eingehalten werden. Das gegenseitige Auditieren wird durch das Vorhandensein des IOSAs erheblich vereinfacht. Skyup Airlines war vor dem kriegerischen Überfall der russischen Armee gegen die Ukraine auf eine aufstrebende Billigfluggesellschaft. immer wieder hatte man mal Ärger mit den Flughafenbehörden bzw. der Flugsicherung der Ukraine, jedoch ging es dabei stets ums Geld und nicht um sicherheitsrelevante Aspekte. Der Carrier war dafür bekannt, dass man nicht jeden Gebührenbescheid kommentarlos bezahlt hat, sondern sich durchaus zur Wehr gesetzt hat, wenn man sich ungerecht behandelt gefühlt hat. Wie in der Luftfahrt fast branchenüblich: Den einen oder anderen Rückstand hatte man auch „rein zufällig“ angehäuft. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Ukraine International Airlines oder Bees Airlines konnte Skyup Airlines davon profitieren, dass Leasinggeber verlangt haben, dass die Flugzeuge außer Landes gebracht werden. Das Skyup-Management machte sich sofort auf die Suche nach ACMI- und Wetlease-Aufträgen. Eigentlich hätte man als Nicht-EU-Carrier gar nicht innerhalb der Europäischen Union für andere Fluggesellschaften fliegen dürfen, jedoch wurden großzügig Sondergenehmigungen erteilt. Das Luftfahrtunternehmen konnte sich nicht nur in der Luft halten, sondern

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Bundesheer hat neues Kommunikationssystem übernommen

Am Montag, den 18. März 2024, fand die Übergabe des neuen Kommunikationssystems „Tactical Communication Network“ (TCN) statt. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner übergab im Beisein von Generalmajor Harald Vodosek und Generalmajor Hermann Kaponig das neue System an die Führungsunterstützungsschule. Durch das Kommunikationssystem werden wesentliche Voraussetzungen für die Digitalisierung geschaffen. Zudem wurde erstmals der Nachfolger des Fernmelde-Pinzgauers, der IVECO Multirole Utility Vehicle (MUV) „Noriker“ vorgestellt. Von diesem sollen 185 Stück in unterschiedlichen Variationen bis 2025 übergeben werde. Die ersten 55 Stück sind bereits bei der Truppe. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Die Kommunikation und Digitalisierung sind zwei wesentliche Faktoren, auf die wir ein großes Augenmerk legen müssen. Daher ist es umso wichtiger, in ein ausgezeichnetes System mit militärischer Robustheit zu investieren. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Übergabe des neuen Kommunikationssystems ‚Tactical Communication Network‘ weitere Voraussetzungen für die Digitalisierung und damit für ein modernes Bundesheer geschaffen haben. Und mit dem neuen Fahrzeug IVECO MUV ‚Noriker‘ haben wir einen einzigartigen Ersatz für unsere Pinzgauer gefunden. Das ist ein Quantensprung für unser Bundesheer!“ Das „Tactical Communication Network“ ist ein neues verlegbares Kommunikationssystem. Das System erfüllt die Anforderungen einer modernen Daten- und Sprachkommunikation, die auf militärische Robustheit basiert. Es bildet ein digitales Führungsnetz, welches verzugslos Informationen und Befehle bereitstellt sowie ein aktuelles Lagebild bietet. Für die Übertragungselemente wurden 388 Sätze beschafft. Diese werden in Wechselaufbauten, Sheltern und Containern eingebaut sowie in Betriebs-, Transport- und Lagerboxen verwendet. Nachfolger des Pinzgauers präsentiert Neben dem TCN wurde erstmals der Nachfolger des Fernmelde-Pinzgauers, der IVECO Multirole Utility Vehicle (MUV) „Noriker“

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Discover Airlines startet neues Catering-Konzept

Die Ferienfluggesellschaft Discover Airlines startet auf ihren Kurz- und Langstreckenflügen ein neues Catering- und Getränke-Konzept. Eigenen Angaben nach soll dies auch Teil des Markenwechsels von Eurowings Discover auf Discover Airlines sein. Unternehmensangaben nach sollen an Bord der Airbus-Flotte künftig Klassiker aus der deutschen Küche, aber auch internationale Spezialitäten serviert werden. Beispielsweise will Discover Airlines in der Business-Class traditionelle Rinderrouladen mit Klößen und Rosenkohl auftischen. Ebenfalls auf der Menükarte zu finden: Oryxantilopen-Gulasch aus Windhoek oder eine mit vegetarischer Mole gefüllte Poblano Chili aus Cancún. Auf der Langstrecke können Fluggäste weiters aus 20 verschiedenen Cocktails und Longdrinks wählen. Teilweise soll es auch alkoholfreie Alternativen geben. In allen Reiseklassen stehen fleischhaltige und vegetarische Optionen zur Wahl. Bis zu 48 Stunden vor Abflug können besondere Menüvariationen wie vegan, koscher und glutenfrei kostenfrei über das Discover Airlines Service Center vorbestellt werden. Laut Erklärung der Fluggesellschaft habe man das neue Konzept aufgrund von Kundenumfragen, die regelmäßig durchgeführt worden sein sollen, entworfen. „Wir möchten an Bord unserer Flüge nicht nur für Urlaubsfreude, sondern auch für Gaumenfreude sorgen. Dazu arbeiten wir eng mit unseren internationalen Catering-Partnern zusammen, sodass wir unsere Gäste alle vier Monate beim Menüwechsel mit neuen Kreationen überraschen können,“ sagt Patrick Door, verantwortlich für das Bordprodukt bei Discover Airlines. Erst Anfang des Jahres hat Discover Airlines ihre Premium Economy Class auf der Langstrecke weiter aufgewertet. Speisen und Getränke werden dort jetzt auch auf Porzellan und in Gläsern serviert, genau wie in der Business Class.

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Flughafen Wien und Helga Krismer mit erneutem Schlagabtausch

Die niederösterreichische Politikerin Helga Krismer-Huber (Grüne) und die Flughafen Wien AG haben sich neuerlich einen Schlagabtausch über Medienaussendungen geliefert. So forderte die Grüne gemeinsam mit einem Landtagskollegen, dass der Rechnungshof den größten Airport Österreichs überprüfen solle. Der Airport konterte prompt und war den beiden Abgeordnete vor, dass diese eine „beschämende Unkenntnis“ haben sollen. Die Beteiligung der öffentlichen Hand wäre zu gering, um eine Zuständigkeit des Rechnungshofs auszulösen. Weiters: „So ist im Regierungsprogramm von Grünen und ÖVP (Seite 20) aus guten Gründen vereinbart, dass börsennotierte Aktiengesellschaften, an denen die öffentliche Hand weniger als 50% aber mehr als 25% hält, nicht vom Rechnungshof geprüft werden dürfen. Die Forderung der beiden grünen Abgeordneten nach Rechnungshofprüfung der mehrheitlich privaten Flughafen Wien AG widerspricht also eindeutig dem eigenen Regierungsprogramm, die beiden verlangen also den Bruch des grün-türkisen Regierungsprogramms. Laut Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes liegt bei der Flughafen Wien AG keine tatsächliche Beherrschung durch die öffentlichen Aktionäre vor und beträgt die öffentliche Beteiligung nur 40%, weshalb der Rechnungshof nicht prüfzuständig ist. Daraus die Behauptung abzuleiten, die Gesellschaft wäre nicht ausreichend kontrolliert, offenbart eine geradezu groteske Unkenntnis des Aktienrechts und der tatsächlichen Verhältnisse“.

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Lufthansa: Weiterhin schwache Green-Fare-Nachfrage

Eigenen Angaben nach habe die Lufthansa Group innerhalb eines Jahres etwa eine Million Tickets im so genannten „Green Fare“ verkaufen können. Lediglich etwa drei Prozent der Passagiere haben sich damit für dieses Angebot entschieden. Laut einer Aussendung von Lufthansa soll innerhalb der Business-Reisenden der Anteil etwas höher sein als der allgemeine Durchschnitt: Elf Prozent der „C“-Passagiere sollen sich für die so genannten „grünen Tarife“ entschieden haben. Während der Kranich-Konzern die „Green Fares“ als großen Erfolg feiert, scheint angesichts des Umstands, dass nur drei Prozent der Reisenden binnen eines Jahres diese gebucht haben, die Nachfrage eher schwach zu sein.

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