November 5, 2025

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November 5, 2025

Turkish Technic und Pegasus Airlines vertiefen Partnerschaft für A320neo-Flotte

Turkish Technic, ein global führendes Unternehmen in der Flugzeugwartungs-, Reparatur- und Überholungsindustrie (MRO), und Pegasus Airlines, die zweitgrößte Fluggesellschaft der Türkei, haben ihre langjährige Zusammenarbeit durch die Unterzeichnung von zwei neuen Verträgen für die Airbus A320neo-Flotte von Pegasus signifikant ausgeweitet. Die Vereinbarungen umfassen die Fahrwerksüberholung (Landing Gear Overhaul) über einen Zeitraum von sechs Jahren sowie die Basiswartungsdienste (Base Maintenance). Diese Vertragsunterzeichnung unterstreicht die gegenseitige Wertschätzung und das Vertrauen zwischen den beiden zentralen Akteuren der türkischen Luftfahrtindustrie. Ziel ist die Gewährleistung der operativen Effizienz und Zuverlässigkeit der schnell wachsenden Flotte von Pegasus Airlines und gleichzeitig die Stärkung der Position der Türkei im globalen MRO-Markt. Die Kooperation wird von beiden Seiten als wichtiger Beitrag zur globalen Wettbewerbsfähigkeit der türkischen Luftfahrt bewertet. Langfristige Wartungssicherung für moderne Jets Die neuen Verträge konzentrieren sich auf das moderne Rückgrat der Pegasus-Flotte, die Airbus A320neo-Familie. Diese Flugzeuge, bekannt für ihre Technologie, stellen hohe Anforderungen an spezialisierte Wartungs- und Überholungsdienstleistungen: Die Sicherung dieser Dienstleistungen durch Turkish Technic ermöglicht es Pegasus Airlines, ihre geplanten Wachstums- und Betriebsziele mit minimalen Unterbrechungen durch Wartungsausfälle zu verfolgen. Strategische Bedeutung der Inlandszusammenarbeit Die Partnerschaft zwischen Turkish Technic und Pegasus Airlines geht über eine reine Dienstleistungsbeziehung hinaus; sie wird als strategische Inlandszusammenarbeit interpretiert, die zur allgemeinen Stärkung der türkischen Luftfahrtindustrie beiträgt. Mikail Akbulut, CEO und Vorstandsmitglied von Turkish Technic, äußerte sich zur Vertragsunterzeichnung: „Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit Pegasus Airlines durch diese neuen Vereinbarungen zu festigen. Seit 20 Jahren erweitern wir unser Leistungsspektrum, um Pegasus Airlines die qualitativ hochwertigsten Wartungsdienste zu bieten. Wir

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Korean Air und Condor schließen Partnerschaft: Bessere Anbindung von Korea nach Deutschland

Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air hat ein neues Special Prorate Agreement (SPA) mit der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor Airlines unterzeichnet. Diese Kooperation stellt einen wichtigen Schritt zur Wiederherstellung und Verbesserung nahtloser Reiseverbindungen zwischen Korea und Deutschland dar. Das Abkommen trat am 1. November 2025 in Kraft. Durch die neue Vereinbarung können Korean Air Passagiere, die die Langstreckenverbindung zwischen dem Incheon International Airport in Seoul (ICN) und dem Frankfurter Flughafen (FRA) nutzen, nun bequem auf das umfangreiche Inlandsnetz von Condor umsteigen. Dies ist die erste Partnerschaft von Korean Air seit über zehn Jahren, die wieder integrierte Inlandsverbindungen innerhalb Deutschlands anbietet und damit die Erreichbarkeit wichtiger deutscher Städte für koreanische Reisende deutlich verbessert. In der Startphase ermöglicht die Kooperation Flugverbindungen über Frankfurt zu den Metropolen Berlin (BER), Hamburg (HAM) und München (MUC). Im kommenden Sommerflugplan 2026 ist die Erweiterung des Codeshare-Abkommens auf zusätzliche Ziele im Streckennetz von Condor vorgesehen. Ein wesentlicher Vorteil für die Kunden ist der erhöhte Reisekomfort: Passagiere, die mit Korean Air fliegen, können ihr Gepäck gemäß den geltenden Tarifbestimmungen bis zu ihrem Endziel durchchecken. Dies vereinfacht den Transit am Drehkreuz Frankfurt erheblich, da das Gepäck nicht neu aufgegeben werden muss. Experten sehen in der neuen Partnerschaft eine Win-Win-Situation. Korean Air erhält durch das Feeder-Netz von Condor eine breitere Kundenbasis in Deutschland, während Condor von den Langstreckenpassagieren aus Korea profitiert. Die neue Verbindung ergänzt die starke Präsenz von Korean Air in Europa, insbesondere in Deutschland, wo die Airline historisch enge Beziehungen zu Frankfurt pflegt. Korean Air zielt mit diesem Schritt darauf

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Tchibo kehrt mit Exklusivpartner Berge & Meer ins Reisegeschäft zurück

Knapp zwei Jahre nach seinem vollständigen Rückzug aus der Touristik meldet sich das Handelsunternehmen Tchibo auf dem Reisemarkt zurück. Die Wiederaufnahme des Geschäfts erfolgt in einer exklusiven Partnerschaft mit dem etablierten Reiseveranstalter Berge & Meer. Zum Start im November 2025 wird das gemeinsame Portfolio über die Shops und digitalen Kanäle unter dem Namen „Tchibo Travel“ vermarktet. Die Rückkehr des Konsumgüterkonzerns in das Reisegeschäft, das in früheren Jahren signifikante Umsätze generierte, gilt als strategischer Versuch, die Kundenbindung über den Handel hinaus zu vertiefen. Tchibo tritt dabei, wie bereits in der Vergangenheit, ausschließlich als Reisemittler auf. Die gesamte operative Abwicklung, von der Organisation bis zum Kundenservice, wird vom Partner Berge & Meer übernommen. Die anfängliche Auswahl umfasst sechs „eigene“ Tchibo-Reisen, darunter Fernreisen sowie Aktiv- und Naturerlebnisse, die durch das reguläre Portfolio von Berge & Meer ergänzt werden. Exklusive Kooperation nach früherer Diversität Die Partnerschaft zwischen Tchibo und Berge & Meer ist für den Neustart im Reisegeschäft als exklusive Kooperation angelegt. Berge & Meer war bereits vor dem zwischenzeitlichen Abschied von Tchibo aus dem Reisemarkt Ende 2023 ein wichtiger Partner, damals jedoch nicht der einzige. Zu den früheren Kooperationspartnern zählten unter anderem auch BigXtra und Eurotours. Die neue, exklusive Ausrichtung dürfte eine intensivere Abstimmung von Produkt und Vertrieb ermöglichen. Für den Reiseveranstalter Berge & Meer, mit Sitz in Rengsdorf, ist die Wiederaufnahme der Kooperation ein Grund zur Freude, da Tchibo in der Vergangenheit ein umsatzstarker Vertriebskanal war. Geschäftsführer Marcel Mayer kommentierte die Entscheidung positiv und hob die „langjährige, erfolgreiche Partnerschaft“ hervor. Robert Pauly,

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Lufthansa Aviation Training präsentiert digitalen Notfalltrainer in Virtueller Realität

Die Lufthansa Aviation Training (LAT), die Ausbildungstochter des Lufthansa Konzerns, hat den ersten Virtual-Reality (VR) Prototyp ihres Forschungsprojekts „D-CEET“ vorgestellt. Die Abkürzung steht für Digital Cabin Emergency Evacuation Trainer und markiert einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des Sicherheits- und Notfalltrainings für Flugpersonal. Ziel ist es, die Ausbildung effizienter und realistischer zu gestalten. Der nun präsentierte VR-Prototyp simuliert das Szenario einer Boden-Evakuierung. Dieses ist eines von insgesamt 15 digitalen Trainingsmodulen des vollständig virtuellen und modular aufgebauten Systems. Die weiteren Module werden dynamische Notfallszenarien abdecken, die von der Kabinenbesatzung beherrscht werden müssen, darunter der Abfall des Kabinendrucks und die Brandbekämpfung an Bord. Das D-CEET-Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem geoGAZElab der ETH Zürich, der Fluggesellschaft Edelweiss und PACE Aerospace Engineering entwickelt. Die Forschungsinitiative wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im Rahmen der mFUND-Initiative mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert und ist auf drei Jahre angelegt. Ein wesentliches Merkmal des neuen VR-Trainings ist seine Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Das modulare System erlaubt die Einstellung variabler Schwierigkeitsgrade und die genaue Anpassung der Szenarien an die fluggesellschaftsspezifischen Verfahren und das Markenbild der jeweiligen Airline. Dadurch kann ein hohes Maß an Realitätsnähe erreicht werden. Ergänzt wird die VR-Umgebung durch eine mobile App, die ein personalisiertes Lernen unterstützt und das Training in ein digitales Lern-Ökosystem integriert. Die wissenschaftliche Begleitung durch die ETH Zürich soll die Kompetenzziele validieren und Parameter wie situative Aufmerksamkeit und kognitive Belastung messen, um die Trainingsqualität zu objektivieren. Mit dem VR-Trainer zielt die Lufthansa Aviation Training darauf ab, die aufwendigen und kostenintensiven

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Sicherheitsbedenken im US-Luftraum: US-Regierung droht bei anhaltendem Stillstand mit Schließung des gesamten Flugverkehrs

Angesichts des seit nunmehr über einem Monat andauernden Regierungsstillstands in den Vereinigten Staaten (Shutdown) und der damit verbundenen dramatischen Personalengpässe in der Flugsicherung droht die US-Regierung unter Präsident Donald Trump mit einem beispiellosen Schritt: der vorübergehenden Schließung des gesamten nationalen Luftverkehrssystems. US-Verkehrsminister Sean Duffy erklärte in einem Interview am 3. November 2025, dass die Sicherheit oberste Priorität habe. „Wenn wir der Meinung wären, dass das Reisen unsicher ist, würden wir den gesamten Luftraum schließen. Soweit sind wir noch nicht, aber es kommt zu erheblichen Verspätungen.“ Der Shutdown, der am 1. Oktober 2025 begann, hat sich zu einem eskalierenden Streit zwischen dem Kongress und dem Präsidenten entwickelt, primär über die Finanzierung von Gesundheitsvorsorgemaßnahmen und die allgemeinen Bundesausgaben. Die unmittelbare Folge ist ein wachsendes Chaos im Flugbetrieb, das sich in flächendeckenden Verspätungen und Ausfällen an den größten US-Flughäfen manifestiert. Allein am 2. November 2025 wurden landesweit mehr als 5.000 Flüge verspätet, und Flughäfen wie Newark (EWR), Chicago O’Hare (ORD) und New York JFK verzeichneten Hunderte von Verspätungen täglich. Die Regierung warnt, dass das „rollende Chaos“ durch das gesamte System zieht. Der Engpass bei den Fluglotsen spitzt die Krise zu Der Hauptgrund für die zunehmenden operativen Probleme und die daraus resultierenden Sicherheitsbedenken ist der akute Personalmangel in der Federal Aviation Administration (FAA), der durch den Regierungsstillstand noch verschärft wird. Verkehrsminister Duffy wies darauf hin, dass der FAA bereits 3.000 Fluglotsen fehlen – ein chronisches Problem, das seit Jahren besteht und eine „langfristige Auswirkung“ auf die Leistungsfähigkeit des US-Luftverkehrssystems hat. Der Shutdown hat diesen

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Ryanair streicht Verbindung Wien-Split nach Abzug weiterer Flugzeuge

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair setzt ihre Reduzierung der Präsenz am Flughafen Wien-Schwechat fort. Im Zuge der geplanten Verkleinerung der Basis in der österreichischen Hauptstadt wird die saisonale Verbindung zwischen Wien und Split (Kroatien) eingestellt. Die Strecke wurde bisher während der Sommersaison dreimal wöchentlich bedient. Die Entscheidung zur Streichung der Route nach Split steht im direkten Zusammenhang mit dem Abzug von zwei weiteren Flugzeugen aus der Wiener Basis, die für den Sommer 2026 angekündigt wurde. Diese jüngste Kürzung folgt auf einen bereits im September 2025 erfolgten Abzug von drei Flugzeugen für den Winterflugplan 2025/2026, wodurch insgesamt drei andere Strecken (Billund, Santander und Tallinn) eingestellt und Frequenzen auf weiteren Routen reduziert wurden. Ryanair begründet die massiven Kürzungen mit den ihrer Ansicht nach zu hohen Luftverkehrssteuern in Österreich und überhöhten Flughafengebühren am Wiener Flughafen. Ryanair-Chef Michael O’Leary hatte mehrfach öffentlich kritisiert, dass Österreich aufgrund einer Ticketabgabe von zwölf Euro pro Passagier sowie hoher Entgelte nicht wettbewerbsfähig sei. Die Fluggesellschaft drohte bereits mit dem Abzug weiterer Maschinen, sollte die österreichische Regierung nicht auf ihre Forderungen zur Senkung der Abgaben reagieren. Diese Entwicklung in Wien ist Teil eines breiteren Trends, bei dem Billigfluglinien wie Wizz Air ihre Basen in Österreich bereits ganz geschlossen oder ihre Kapazitäten stark reduziert haben. Die Strecke Wien-Split wurde erst im Rahmen des Sommerflugplans 2024 neu aufgenommen und hätte Reisenden aus dem österreichischen Einzugsgebiet eine direkte Verbindung zur kroatischen Adriaküste geboten. Split wird jedoch auch weiterhin von anderen Fluggesellschaften wie Austrian Airlines bedient. Die kontinuierliche Reduzierung der Ryanair-Kapazitäten in Wien, die

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Hamburg Airport meldet Jahreshöchstwert: Knapp 59.000 Passagiere am 19. Oktober 2025

Der Flughafen Hamburg Helmut Schmidt (HAM) hat während der diesjährigen Herbstferien in Hamburg und Schleswig-Holstein einen deutlichen Reiseansturm verzeichnet. In dem ausgewerteten Zeitraum vom 17. Oktober bis zum 2. November nutzten rund 861.000 Fluggäste den Airport für ihre An- und Abreise. Höhepunkt war der 19. Oktober 2025, an dem der bisherige Jahreshöchstwert an Passagieren registriert wurde. Der 19. Oktober 2025 war mit 58.860 an- und abreisenden Passagieren der verkehrsreichste Tag des Jahres am Hamburger Flughafen. Eine Sprecherin des Airports bestätigte, dass es sich hierbei um den bisherigen Tages-Rekordwert des laufenden Jahres handelt. Die hohe Frequentierung während der Herbstferien, die traditionell eine wichtige Reisezeit im Norden darstellen, bestätigt die anhaltend starke Nachfrage nach Flugreisen. Die Passagierzahlen des gesamten Jahres 2024 zeigten bereits eine deutliche Erholung des Luftverkehrs und lagen bei rund 14,8 Millionen Fluggästen. Um das hohe Aufkommen in Spitzenzeiten zu bewältigen, hatte der Flughafen seine Kapazitäten und die Öffnungszeiten der Terminals angepasst. Trotz der hohen Passagierzahlen funktionierten die Betriebsabläufe, insbesondere an den Sicherheitskontrollen, reibungslos, was auf die Vorbereitungen des Managements hindeutet. Im Gegensatz zu manchen anderen deutschen Flughäfen konnte Hamburg den Stresstest der Ferienzeiten in der Vergangenheit gut meistern, wobei auch der Einsatz von Self Bag Drop-Automaten zur Beschleunigung der Gepäckaufgabe beiträgt. Der Flughafen Hamburg bietet derzeit Verbindungen zu rund 120 Direktzielen an, die von etwa 55 Fluggesellschaften bedient werden. Die Herbstferienpassagiere reisten primär zu warmen Urlaubszielen in Südeuropa und Nordafrika sowie zu Familienbesuchen. Die Zahlen unterstreichen die wichtige Rolle des Airports als zentrales Tor für Norddeutschland und zeigen die

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Norwegen und NHIndustries legen NH90-Hubschrauberprogramm ad acta

Nach einem mehr als dreijährigen, hochkarätigen Beschaffungsstreit haben sich Norwegen und das Herstellerkonsortium NHIndustries (NHI) auf eine gütliche Einigung geeinigt und alle Differenzen im Zusammenhang mit dem beendeten NH90-Hubschrauberprogramm beigelegt. Die Parteien gaben am 3. November 2025 in einer gemeinsamen Erklärung bekannt, dass alle Gerichtsverfahren abgeschlossen und der Konflikt formell beendet sei. Im Rahmen der erzielten Vereinbarung wird NHIndustries alle bereits an Norwegen gelieferten NH90-Hubschrauber zurücknehmen, einschließlich Ersatzteilen, Werkzeugen und der missionsspezifischen Ausrüstung. Im Gegenzug leistet NHI eine Zahlung von 305 Millionen Euro an Norwegen. Hinzu kommen rund 70 Millionen Euro, die bereits durch Bankgarantien gezahlt wurden. Die Gesamtsumme der Zahlungen beläuft sich somit auf etwa 375 Millionen Euro. NHIndustries übernimmt die volle Eigentümerschaft an den zurückgewonnenen Vermögenswerten und plant, diese in das breitere NH90-Programm zu reintegrieren, um Teile und Ausrüstung anderen Betreibern zur Verfügung zu stellen. Die Einigung beendet einen der profiliertesten Beschaffungsstreitigkeiten in der jüngeren europäischen Verteidigungsgeschichte, der das Verhältnis zwischen Norwegen und dem Konsortium, zu dem Airbus Helicopters, Leonardo und Fokker gehören, schwer belastet hatte. Vom Abbruch zur außergerichtlichen Lösung Der Konflikt begann im Juni 2022, als Norwegen, frustriert über chronische Lieferverzögerungen, gravierende Wartungsprobleme und eine extrem niedrige operative Verfügbarkeit, den Vertrag für die Beschaffung von 14 NH90-Hubschraubern gekündigt hatte. Norwegen hatte das Programm 2001 initiiert, um ältere Helikopter zu ersetzen, musste jedoch feststellen, dass die vereinbarte Einsatzbereitschaft für die küstennahen und arktischen Missionen nicht erreicht wurde. Als Reaktion auf die Kündigung forderte Oslo eine Schadensersatzsumme von 2,8 Milliarden Euro vom Herstellerkonsortium. Norwegen argumentierte, dass NHIndustries seinen

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Fraport: Gerichtsstreit eskaliert – Betriebsratswahl droht die Absage

Am Frankfurter Flughafen eskaliert der seit Langem schwelende Machtkampf um die Betriebsratswahl beim Betreiber Fraport. Das Landesarbeitsgericht Hessen muss in einem Eilverfahren über die Durchführung der bereits für diesen Dienstag angesetzten Wahl für die über 16.000 Beschäftigten entscheiden. Grund ist ein tiefer Konflikt zwischen den Gewerkschaften Verdi und Komba, der durch den Ausschluss der Verdi-Liste vom Wahlvorgang ausgelöst wurde. Der Konflikt wird von einer starken Rivalität zwischen den beiden Gewerkschaften angetrieben. Während Verdi traditionell stark in der Fraport-Muttergesellschaft verankert ist, hat die Konkurrenzgewerkschaft Komba eine große Anhängerschaft in der Tochtergesellschaft Fraport Ground Services (ehemals FraGround). Bereits die letzten gemeinsamen Betriebsratswahlen im Jahr 2024 endeten für Verdi, die einst die Mehrheit stellte, in einem Debakel: Komba gewann damals überraschend 31 von 39 Sitzen, was bei Verdi zu Irritationen führte, da dieses Ergebnis nicht die zahlenmäßigen Verhältnisse der Belegschaft in den jeweiligen Unternehmensbereichen widerspiegelte. Im Nachgang dieser Wahl folgten Strafanzeigen und bis heute laufende Ermittlungen wegen des Verdachts der Wahlmanipulation. Die aktuelle Situation spitzte sich zu, als der Wahlvorstand, der von Komba dominiert wird, die gesamte Liste von Verdi von der diesjährigen Wahl ausschloss. Obwohl Verdi gerichtlich erfolgreich gegen diesen Ausschluss vorging und das Landesarbeitsgericht Hessen die Zulassung der Liste anordnete, wurde die Weisung nicht rechtzeitig umgesetzt. Da die Wahlunterlagen bereits ohne die Verdi-Liste gedruckt und versandt wurden, wären Verdi-Kandidaten bei einer planmäßigen Durchführung der Wahl an diesem Dienstag faktisch nicht wählbar. Dies führte zu einer erneuten gerichtlichen Intervention: Das Arbeitsgericht entschied auf Antrag von Verdi per einstweiliger Verfügung den Abbruch der

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Malediven: Weltweit erstes generationsübergreifendes Rauchverbot tritt in Kraft

Die Malediven, ein Inselstaat im Indischen Ozean, haben als weltweit erstes Land ein dauerhaftes Rauchverbot für eine sogenannte „tabakfreie Generation“ in Kraft gesetzt. Seit dem 1. November 2025 ist es allen Personen, die am oder nach dem 1. Januar 2007 geboren wurden, untersagt, auf den Malediven Tabakprodukte – einschließlich E-Zigaretten – zu kaufen, zu konsumieren oder zu verkaufen. Die Regelung gilt ausdrücklich und ohne Ausnahmen auch für Touristen, die das beliebte Reiseziel besuchen. Das Gesundheitsministerium des Landes betonte die Tragweite des Schritts: Das Verbot umfasse „alle Formen von Tabak“ und markiere einen „historischen Meilenstein“ auf dem Weg zu einer Zukunft ohne Nikotinabhängigkeit. Mit dieser rigorosen Anti-Tabak-Politik setzen die Malediven ein deutliches gesundheitspolitisches Zeichen und positionieren sich als Vorreiter in der globalen Debatte um generationsübergreifende Rauchverbote. Detaillierte Regelung und empfindliche Strafen Die neue Gesetzgebung, die von Präsident Mohamed Muizzu initiiert wurde, verpflichtet alle Einzelhändler auf den Malediven, das Alter der Käufer vor dem Verkauf strengstens zu prüfen. Die Konsequenzen bei Verstößen sind empfindlich: Die Einhaltung des Verbots wird von den maledivischen Behörden streng überwacht. Die Tatsache, dass das Verbot auch für die zahlreichen internationalen Besucher des Inselstaates gilt, erfordert von den Reiseveranstaltern und Resorts eine klare Kommunikationsstrategie, um die Einhaltung der Gesetze durch die betroffenen Jahrgänge sicherzustellen und unangenehme Überraschungen bei der Einreise oder während des Aufenthalts zu vermeiden. Globale Vorreiterrolle nach Neuseelands Kehrtwende Die Malediven übernehmen die Rolle des weltweiten Vorreiters zu einem Zeitpunkt, als andere Nationen, die ähnliche Gesetzesinitiativen verfolgten, auf erhebliche politische Widerstände stießen oder ihre Pläne revidieren

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