
Flughafenverband ADV weist Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Luftverkehrs zurück
Der deutsche Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) hat eine aktuelle Publikation der Nichtregierungsorganisation Transport & Environment (T&E) scharf kritisiert, welche die wirtschaftliche Bedeutung des europäischen Luftverkehrs infrage stellt. Laut ADV halten die Behauptungen der T&E-Studie, die den Zusammenhang zwischen Luftverkehrswachstum und Wirtschaftswachstum nur in etwa einem Drittel der untersuchten europäischen Regionen sieht, einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand und führen zu irreführenden Schlussfolgerungen. Die T&E-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Dämpfung des Luftverkehrswachstums ratsam sei, um die europäische Wirtschaft nicht zu beeinträchtigen. Der ADV hat diese Analyse jedoch einer fachlichen Prüfung unterzogen und sie mit Erkenntnissen renommierter wissenschaftlicher Institute, wie der aktuellen SEO/ACI-Studie von 2024, verglichen. Das Ergebnis dieser Gegenüberstellung ist ein klarer Widerspruch: Die empirische Evidenz belege eindeutig, dass die Konnektivität des Luftverkehrs ein zentraler und unverzichtbarer Standortfaktor sei, der die Wettbewerbsfähigkeit, die Produktivität, die Innovationskraft und den internationalen Handel maßgeblich stärke. Der ADV argumentiert, dass die T&E-Analyse erhebliche methodische Schwächen aufweise. Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel kritisiert, dass die Studie den Vernetzungscharakter des Luftverkehrs ignoriere, indem sie 274 Regionen isoliert betrachte. Der ökonomische Nutzen des Luftverkehrs entstehe jedoch primär durch Hub-Strukturen, Umsteigeverbindungen und globale Wertschöpfungsketten. Zudem setze T&E Konnektivität ausschließlich mit Passagierzahlen gleich – ein Ansatz, der praxisfern sei. Für wirtschaftliche Entscheidungen und die Standortattraktivität seien vielmehr Reichweite, Frequenz, Netzstruktur und Frachtkapazitäten entscheidend, was in der Studie unberücksichtigt bleibe. Die wissenschaftliche Gegenstudie zeige hingegen, dass 10 Prozent mehr direkte Konnektivität langfristig zu rund 0,5 Prozent höherem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf führen, und das gerade auch in hochentwickelten Metropolregionen. Der Flughafenverband








