November 21, 2025

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November 21, 2025

Flughafenverband ADV weist Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Luftverkehrs zurück

Der deutsche Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) hat eine aktuelle Publikation der Nichtregierungsorganisation Transport & Environment (T&E) scharf kritisiert, welche die wirtschaftliche Bedeutung des europäischen Luftverkehrs infrage stellt. Laut ADV halten die Behauptungen der T&E-Studie, die den Zusammenhang zwischen Luftverkehrswachstum und Wirtschaftswachstum nur in etwa einem Drittel der untersuchten europäischen Regionen sieht, einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand und führen zu irreführenden Schlussfolgerungen. Die T&E-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine Dämpfung des Luftverkehrswachstums ratsam sei, um die europäische Wirtschaft nicht zu beeinträchtigen. Der ADV hat diese Analyse jedoch einer fachlichen Prüfung unterzogen und sie mit Erkenntnissen renommierter wissenschaftlicher Institute, wie der aktuellen SEO/ACI-Studie von 2024, verglichen. Das Ergebnis dieser Gegenüberstellung ist ein klarer Widerspruch: Die empirische Evidenz belege eindeutig, dass die Konnektivität des Luftverkehrs ein zentraler und unverzichtbarer Standortfaktor sei, der die Wettbewerbsfähigkeit, die Produktivität, die Innovationskraft und den internationalen Handel maßgeblich stärke. Der ADV argumentiert, dass die T&E-Analyse erhebliche methodische Schwächen aufweise. Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel kritisiert, dass die Studie den Vernetzungscharakter des Luftverkehrs ignoriere, indem sie 274 Regionen isoliert betrachte. Der ökonomische Nutzen des Luftverkehrs entstehe jedoch primär durch Hub-Strukturen, Umsteigeverbindungen und globale Wertschöpfungsketten. Zudem setze T&E Konnektivität ausschließlich mit Passagierzahlen gleich – ein Ansatz, der praxisfern sei. Für wirtschaftliche Entscheidungen und die Standortattraktivität seien vielmehr Reichweite, Frequenz, Netzstruktur und Frachtkapazitäten entscheidend, was in der Studie unberücksichtigt bleibe. Die wissenschaftliche Gegenstudie zeige hingegen, dass 10 Prozent mehr direkte Konnektivität langfristig zu rund 0,5 Prozent höherem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf führen, und das gerade auch in hochentwickelten Metropolregionen. Der Flughafenverband

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Bremen Airport reagiert auf Reiselust mit zusätzlichen Flügen zu Weihnachten

Der Flughafen Bremen stockt pünktlich zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel sein Flugangebot zu drei besonders gefragten Zielen auf. Die Airlines Ryanair und SunExpress reagieren damit auf die ungebrochen hohe Reiselust der Menschen in Nordwestdeutschland und bieten zusätzliche Kapazitäten für Urlauber und Familienbesuche. Diese Frequenzerhöhungen betreffen die Strecken nach Palma de Mallorca, London Stansted und Antalya. Konkret erweitert der irische Billigflieger Ryanair sein Angebot um sieben zusätzliche Abflüge nach Palma de Mallorca (Spanien), einem der Spitzenreiter unter den Flugzielen ab Bremen. Zudem kommen vier weitere Flüge in die britische Hauptstadt London-Stansted hinzu, eine Verbindung, die ohnehin täglich bedient wird. Die türkische Fluggesellschaft SunExpress ergänzt den Winterflugplan um vier zusätzliche Starts zum beliebten Ferienziel Antalya an der Türkischen Riviera. Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer am Flughafen Bremen, hob hervor, dass diese Erweiterungen die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Partner-Airlines unterstreichen. Die zusätzlichen Abflüge bestätigen demnach die Erholung und den Aufwärtstrend in der Luftverkehrsbranche in der Region. Die Reaktivierung und Erweiterung von Strecken durch Low-Cost-Carrier wie Ryanair spielen eine Schlüsselrolle in der Wachstumsstrategie des Flughafens, der im Jahr 2024 ein Passagierwachstum von vier Prozent auf 1,89 Millionen Fluggäste verzeichnete. Der Flughafen Bremen, der als wichtigster kombinierter Luft- und Raumfahrtstandort in Europa gilt, profitiert von seinem Einzugsgebiet von 13 Millionen Menschen und der Anbindung an sechs internationale Drehkreuze (Frankfurt, München, Istanbul, Amsterdam, Zürich und Wien). Die zusätzlichen Flüge zu den Warmwasser- und Metropolenzielen tragen dazu bei, die Position des Airports in der bevorstehenden Hochsaison zu stärken.

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Großprojekt Stuttgart 21: Eröffnungstermin 2026 wankt nach Problemen im Digitalbetrieb

Das milliardenschwere und seit Langem umstrittene Bauvorhaben Stuttgart 21 steht erneut vor einer signifikanten Verzögerung. Aktuellen Berichten zufolge ist die bislang für Dezember 2026 festgesetzte Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs nicht mehr haltbar. Die Deutsche Bahn (DB) begründet die abermalige Verschiebung mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Einführung des sogenannten Digitalen Knotens Stuttgart, einem zentralen Pilotprojekt zur Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik. Diese Entwicklung, die von Bahn-Chefin Evelyn Palla intern bereits kommuniziert worden sein soll, wie Medien berichten, markiert einen weiteren kritischen Punkt in der langen Geschichte des Großprojekts. Die Ursachen für die aktuellen Probleme werden von der DB primär bei einem externen Auftragnehmer sowie im Prozess der Planungsfreigabe verortet. Der Aufsichtsrat des Unternehmens ist nun mit der Bewertung der Gesamtlage befasst, um einen neuen, realistischen Zeitplan zu erarbeiten. Die fortlaufende Verzögerung wirft erneut Fragen hinsichtlich der Termin- und Kostenkontrolle bei derartigen komplexen Infrastrukturvorhaben auf. Digitale Herausforderung als Stolperstein Der zentrale Engpass für die pünktliche Eröffnung des neuen Tiefbahnhofs liegt demnach in der Digitalisierung des Eisenbahnknotens Stuttgart. Dieses Vorhaben, bekannt als „Digitaler Knoten Stuttgart“ (DKS), ist das erste große Pilotprojekt zur Einführung des European Train Control System (ETCS) in Deutschland, kombiniert mit Digitalen Stellwerken (DSTW). Ziel des DKS ist es, die Kapazität des hochfrequentierten Bahnknotens durch eine präzisere und dichtere Zugfolge zu steigern. Die Technologie von ETCS ermöglicht es, Züge nicht mehr über Lichtsignale am Gleis zu steuern, sondern über digitale Anzeigen direkt im Führerstand. Dies erfordert eine hochkomplexe Integration von Software, Hardware und Kommunikationstechnologie über das gesamte Streckennetz. Die DB

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Flydubai sichert Flottenausbau mit 75 zusätzlichen Boeing 737 Max

Die Fluggesellschaft Flydubai, mit Sitz in Dubai, hat auf der Dubai Airshow 2025 eine Absichtserklärung (MoU) mit Boeing über die Bestellung von 75 Flugzeugen des Typs 737 Max unterzeichnet. Die Vereinbarung, die Optionen für 75 weitere Maschinen umfasst und einen Wert von 13 Milliarden US-Dollar nach Listenpreis hat, soll die zukünftige Wachstumsstrategie der Airline und die Vision Dubais für den Luftfahrtsektor unterstützen. Die Flugzeuge der Max-Familie – darunter die Modelle 737-8, 737-9 und 737-10 – sollen zur Erweiterung des Streckennetzes und zur Ersetzung bestehender Flugzeuge dienen. Die Ankündigung erfolgte nur einen Tag, nachdem Flydubai, die traditionell ausschließlich Boeing-Flugzeuge betreibt, mit der Unterzeichnung eines Vertrags über 150 Airbus A321neo – plus 100 Optionen – für eine Überraschung gesorgt hatte. Die A321neo-Bestellung, die ab 2031 ausgeliefert werden soll und einen Wert von 24 Milliarden US-Dollar hat, markierte den erstmaligen Einstieg der Airline in das Airbus-Lager und sorgte für Aufsehen in der Branche. Flydubai wird somit künftig auf eine gemischte Flotte aus Boeing 737 Max und Airbus A321neo setzen, was eine strategische Neuausrichtung darstellt. Seine Hoheit Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Vorsitzender von Flydubai, betonte bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung mit Boeing-Chefin Stephanie Pope die Notwendigkeit einer vorausschauenden Flottenplanung, um die steigende Nachfrage nach Flugreisen zu bedienen. Die Zuverlässigkeit der Flugzeuge und die pünktliche Lieferung seien für das Wachstum des Unternehmens essentiell. Die Airline betreibt derzeit eine Flotte von 96 Boeing 737, darunter 66 Boeing 737 Max 8 und 3 Boeing 737 Max 9. Mit den beiden Großaufträgen auf der Dubai Airshow

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Latam Brasil erwartet ab Ende 2026 Auslieferung von zwölf Embraer E195-E2

Die Latam Airlines Group plant eine signifikante Flottenerneuerung und -erweiterung ihrer brasilianischen Tochtergesellschaft. Latam Brasil rechnet im Jahr 2026 mit der Auslieferung von insgesamt zwölf modernen Regionalflugzeugen des Typs Embraer E195-E2. Wie der CEO der brasilianischen Sparte, Jerome Cadier, mitteilte, wird die Übergabe der ersten Maschinen voraussichtlich Ende Oktober des kommenden Jahres erfolgen. Die Bestellung umfasst insgesamt 24 Flugzeuge des brasilianischen Herstellers Embraer, wobei die verbleibenden zwölf Maschinen im Jahr 2027 erwartet werden. Nach derzeitigem Planungsstand sind die ersten zwölf Flugzeuge eindeutig für den Einsatz bei Latam Brasil vorgesehen, die gemessen am Marktanteil die größte Fluggesellschaft des Landes ist. Über den Einsatzort der zweiten Tranche von zwölf Flugzeugen ist noch keine Entscheidung gefallen; diese könnten möglicherweise an andere Töchter der Latam Group in Chile, Kolumbien, Ecuador oder Peru vergeben werden, um deren lokale Operationen zu stärken. Der Einsatz der neuen Embraer E195-E2 zielt darauf ab, das regionale Streckennetz innerhalb Brasiliens weiter zu verdichten und neue, profitable Inlandsrouten zu erschließen. Aktuell bedient Latam Brasil 59 Inlandsziele, plant jedoch, diese Zahl in Kürze auf 63 zu erhöhen, noch bevor die neuen Embraer-Maschinen eintreffen. Die E195-E2, bekannt für ihre Betriebseffizienz auf kürzeren Strecken, wird eine wichtige Ergänzung zur bestehenden Flotte darstellen, die derzeit hauptsächlich aus Airbus-Schmalrumpfflugzeugen für den Kurz- und Mittelstreckenverkehr sowie Boeing-Großraumflugzeugen für Langstreckenverbindungen besteht. Die Flotteninvestition erfolgt vor dem Hintergrund einer positiven Geschäftsentwicklung der Latam Group, die nach eigenen Angaben eine „ausgezeichnete Situation“ erlebt, die die Aufnahme neuer Routen erlaubt. Das internationale Streckennetz von Latam Brasil umfasst derzeit 28 Routen und

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Ghanas ehrgeiziger Plan zur Neugründung einer nationalen Fluggesellschaft

Die Regierung Ghanas unternimmt einen entschlossenen neuen Versuch, eine eigene nationale Fluggesellschaft zu gründen. Das Vorhaben wird von einem zehnköpfigen Sonderausschuss vorangetrieben, dessen Aufgabe es ist, die notwendigen Schritte zur Etablierung eines neuen Flag-Carriers zu beschleunigen. Der Verkehrsminister Ghanas, Joseph Bukari Nikpe, bestätigte in einem Gespräch mit der Zeitung Business & Financial Times am Rande einer Transport- und Logistikmesse in Accra, dass das Team an einem wettbewerbsfähigen und auf die langfristigen wirtschaftlichen Ziele des Landes ausgerichteten Geschäfts- und Managementmodell arbeitet. Die Initiative zielt darauf ab, die Position Ghanas als zentrales Luftfahrtdrehkreuz in der westafrikanischen Region signifikant zu stärken. Die strategische Bedeutung eines Flag-Carriers Für Ghana ist die Wiederbelebung einer staatlich unterstützten Fluggesellschaft mehr als nur eine Frage des Prestiges. Es handelt sich um ein strategisches Element zur Nutzung der geografischen Vorteile und der bestehenden Infrastruktur. Minister Nikpe hob hervor, dass das Land seine Investitionen in die Infrastruktur des Hauptflughafens in Accra sowie seine vorteilhafte Lage als „Tor zu Afrika“ nutzen müsse. Die Etablierung einer nationalen Fluggesellschaft gilt als entscheidend, um direkte Flugverbindungen zu schaffen, den Handel zu erleichtern und den Tourismussektor zu fördern. Der internationale Flughafen Kotoka in Accra ist bereits einer der verkehrsreichsten und modernsten Flughäfen Westafrikas. Die Regierung sieht hierin eine ungenutzte Kapazität, die durch eine starke lokale Fluggesellschaft, die sowohl internationale als auch regionale Verbindungen bedient, voll ausgeschöpft werden könnte. Solche Verbindungen sind essenziell für die wirtschaftliche Integration Ghanas in die Region und darüber hinaus. Eine effektive Luftverkehrsanbindung kann die Kosten für Geschäftsreisen senken, die Lieferketten verbessern

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Emirates stockt Airbus-Bestellung auf 73 A350 auf

Die Fluggesellschaft Emirates hat auf der Dubai Airshow 2025 die Bestellung von acht zusätzlichen Airbus A350-900 bekannt gegeben. Der Auftrag für die Großraumflugzeuge, die mit Rolls-Royce Trent XWB84-Triebwerken ausgestattet werden, beläuft sich nach Listenpreis auf 3,4 Milliarden US-Dollar. Mit dieser Nachbestellung erhöht sich das gesamte A350-Auftragsbuch von Emirates auf 73 Maschinen. Die Auslieferung der nun zusätzlich georderten Einheiten wird für das Jahr 2031 erwartet. Die jüngste Order ist Teil einer umfassenden Flottenstrategie, die Emirates auf der Luftfahrtmesse in Dubai demonstrierte. Wenige Tage zuvor hatte die Airline bereits eine signifikante Bestellung über 65 zusätzliche Boeing 777-9 bekannt gegeben. Der Gesamtwert der auf der Airshow in Auftrag gegebenen Flugzeuge beläuft sich auf rund 41,4 Milliarden US-Dollar nach Listenpreis. Das gesamte Auftragsbuch von Emirates umfasst damit nun 375 moderne Großraumflugzeuge, darunter 270 Boeing 777X, 73 Airbus A350-900, 35 Boeing 787 sowie zehn Boeing 777-Frachter. Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive der Emirates Airline and Group, hob die Bedeutung des A350 hervor, der seit der ersten Auslieferung im November des Vorjahres Kapazitäten geschaffen und die neuesten Bordprodukte, einschließlich der Premium Economy-Sitze, eingeführt hat. Die Airline verfolgt mit diesen Investitionen das Ziel, ihr globales Streckennetz weiter auszubauen und die Flotte langfristig zu modernisieren. Die A350-Flugzeuge kommen bei Emirates bereits auf Routen im Nahen Osten, in Europa und Asien zum Einsatz, unter anderem auf Verbindungen nach Tunis, Amman und Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Großbestellung bei Airbus sichert nicht nur die langfristige Flottenplanung von Emirates, sondern trägt auch zur Stabilität in der europäischen Fertigungsindustrie bei.

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German Airways erwägt Umrüstung von Embraer E190-Jets zu Frachtern

Die deutsche Fluggesellschaft German Airways, eine Spezialistin im ACMI- und Chartergeschäft, prüft in den kommenden Jahren eine strategische Diversifizierung ihres Geschäftsfelds durch die Umrüstung von bis zu fünf ihrer Embraer E190 Passagierflugzeuge in Frachtmaschinen. Dies erklärten die Geschäftsführer Maren Wolters und Wolfram Simon-Schröter am Rande der Generalversammlung des europäischen Regionalverbandes ERA in Estoril, Portugal. Trotz der Überlegungen bleibt der Passagierverkehr das Kerngeschäft der Airline. Die Fluggesellschaft sieht eine Marktlücke für eine solche Frachtkonversion der E1-Serie (Embraer E-Jet der ersten Generation). Die umgerüstete E190 würde sich nach Einschätzung der Airline zwischen den größeren Boeing 737-Frachtern und den kleineren Turboprop-Frachtern der ATR-Serie positionieren. Durch ihre Reichweite eigne sich das Flugzeugmuster gut für Expressfrachtdienste innerhalb Europas. Eine endgültige Entscheidung über die Umrüstungen stehe zwar noch aus, da auch Alternativen wie die Zerlegung der Maschinen geprüft würden, jedoch hänge die Wahl stark von der wirtschaftlichen Bewertung der Frachtumrüstung und der zukünftigen Flottenstrategie ab. Wolfram Simon-Schröter verwies darauf, dass die Entscheidung unter anderem vom Marktgeschehen und insbesondere von der Verfügbarkeit und den Problemen der Triebwerke abhänge. Bei einer anhaltend hohen Nachfrage nach Passagiermaschinen des Typs E1 und einer guten Auslastung könnte die Umrüstung entfallen. Sollte es jedoch zu Frachtumbauten kommen, plant German Airways, die Flotte an Passagierflugzeugen durch gleichwertige neue Maschinen zu ersetzen. Parallel zu den langfristigen Frachtüberlegungen plant German Airways kurzfristig ein Flottenwachstum um ein bis zwei weitere Flugzeuge noch in diesem Winter. Die Herkunft dieser zusätzlichen Maschinen ist noch unbestimmt; die Airline erwägt sogar den Kauf anstatt des Leasings. Maren Wolters betonte, dass

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Namibias ehrgeiziger Neuanfang in der Luftfahrt: Staatliche Namibia Air soll ab dem nächsten Geschäftsjahr fliegen

Die namibische Regierung treibt die Gründung einer neuen nationalen Fluggesellschaft voran. Das Kabinett hat den Namen des künftigen staatlichen Unternehmens als Namibia Air (Pty) Ltd. bestätigt, wie der Minister für Bauwesen und Verkehr, Veikko Nekundi, mitteilte. Die Fluggesellschaft wird sich zu 100 Prozent in Staatsbesitz befinden und soll planmäßig im kommenden Geschäftsjahr den Betrieb aufnehmen. Dieses Vorhaben ist ein zentraler Bestandteil des Implementierungsplans des Regierungsprogramms der regierenden South West African People’s Organisation (SWAPO), die sich seit 2022 für einen Nachfolger der 2021 liquidierten Air Namibia eingesetzt hat. Der Neustart zielt darauf ab, die nationale Anbindung zu stärken, die regionale Integration in Afrika zu fördern und zugleich die finanziellen Fehler der Vergangenheit konsequent zu vermeiden. Lehren aus dem Zusammenbruch der Vorgängergesellschaft Die Neugründung von Namibia Air erfolgt vor dem Hintergrund der schmerzhaften Liquidierung des früheren staatlichen Flag-Carriers Air Namibia. Die Vorgängergesellschaft hatte über drei Jahrzehnte hinweg staatliche Beihilfen in Höhe von rund 8 Milliarden Namibischen Dollar (etwa 467 Millionen US-Dollar) erhalten, ohne jemals profitabel zu arbeiten. Am Ende führten ein untragbarer Schuldenberg von geschätzt über 3 Milliarden Namibischen Dollar, unrentable Leasingverträge für Flugzeuge wie die A330-200, Ineffizienzen in der Personalstruktur und defizitäre Langstreckenverbindungen, insbesondere nach Frankfurt am Main, zum endgültigen Aus im März 2021. Die Regierung sah sich gezwungen, die staatliche Unterstützung einzustellen, um die nationalen Finanzen zu entlasten und Mittel für andere dringende Prioritäten wie das Gesundheitswesen und das Bildungswesen freizumachen. Die endgültige Liquidation wurde von Gläubigern wie der Namibia Airports Company (NAC) vorangetrieben, der Air Namibia hohe Gebühren schuldete.

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Abschaffung der Flugabgabe: FPÖ-Antrag an den Verkehrsausschuss verwiesen

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat im Nationalrat einen Antrag auf ersatzlose Abschaffung der österreichischen Flugabgabe eingebracht. Die Abgabe, die derzeit 12 Euro pro Passagier beträgt, bei Kurzstreckenflügen unter 350 Kilometern sogar 30 Euro, wurde von der FPÖ und dem Digitalisierungssprecher Gerhard Deimek als „Urlaubssteuer“ und „Strafsteuer für Mobilität“ scharf kritisiert. Die Flugabgabe führe zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil für österreichische Flughäfen, mindere die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts und schade dem regionalen Tourismus. Nach der Ersten Lesung wurde die Forderung nun zur weiteren Beratung an den Verkehrsausschuss verwiesen. Somit ist es noch zu keiner Abstimmung im Nationalrat gekommen. Die FPÖ argumentiert, die Abgabe verursache einen starken Rückgang des Flugverkehrs und führe zur Verlagerung von Flügen und Arbeitsplätzen in Nachbarstaaten wie die Slowakei, Ungarn und Italien, die ihre nationalen Luftverkehrssteuern bereits abgeschafft oder Gebühren gesenkt haben. Die Abschaffung der Steuer würde nach Auffassung der Antragsteller die Kostenbelastung der Passagiere reduzieren, Regionalflughäfen entlasten und die internationale Anbindung sowie den Tourismusstandort Österreich stärken. Die aktuell generierten Einnahmen der Abgabe von unter 160 Millionen Euro pro Jahr stünden in keinem Verhältnis zu den befürchteten Milliardenverlusten durch entgangene Tourismuseinnahmen. Die Position der FPÖ wird von der Fluggesellschaft Ryanair nachdrücklich unterstützt. Europas nach Passagierzahlen größte Fluglinie begrüßte den parlamentarischen Antrag und forderte die österreichische Regierung auf, die „schädliche“ Abgabe bis zum 31. Dezember 2025 abzuschaffen. Ryanair-Vertreter kritisierten die Regierung scharf dafür, dass sie tatenlos zusehe, wie der Flugverkehr in Österreich zurückgehe und der Standort unwirtschaftlich werde. Sie betonen, dass die Abschaffung der Steuer Wachstum und Beschäftigung ankurbeln würde.

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