2025

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2025

Hotelbewertungen an Europas Flughäfen: Holidaycheck-Studie zeigt große Unterschiede

Das Bewertungsportal Holidaycheck hat in einer aktuellen Analyse die Qualität von über 135 Hotels im Umkreis der 30 verkehrsreichsten Flughäfen in Europa untersucht. Die Studie, die Gästebewertungen, Zimmergröße und Preise berücksichtigt, kommt zu dem Ergebnis, daß das einst schlechte Image von Flughafenhotels größtenteils der Vergangenheit angehört. Die durchschnittliche Bewertung liegt demnach bei 4,91 von 6 Sternen. Besonders gut schneiden laut Holidaycheck Hotels an norditalienischen und deutschen Flughäfen ab. An der Spitze der Rangliste steht Mailand-Malpensa mit 5,55 Sternen, gefolgt von München (5,5 Sterne) und Bergamo (5,47 Sterne). Auch andere deutsche Flughäfen wie Düsseldorf (5,3 Sterne) und Frankfurt (5,05 Sterne) bestätigen die positiven Ergebnisse. Hotels in beliebten Städtereisezielen wie Rom, Dublin und Barcelona erhielten dagegen deutlich schlechtere Bewertungen. Die Studie von Holidaycheck vergleicht zudem Preise und Zimmergrößen. Am günstigsten ist eine Übernachtung in Alicante (78 Euro), während Athen mit 433 Euro pro Nacht am teuersten ist. Athen punktet jedoch mit den geräumigsten Zimmern (28 Quadratmeter), gefolgt von Düsseldorf (27,5 Quadratmeter) und Kopenhagen (26,5 Quadratmeter). Demgegenüber bieten Palma de Mallorca (14,2 Quadratmeter) und Budapest (16 Quadratmeter) die kleinsten Zimmer. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis finden Reisende demnach in Spanien und Osteuropa. So bietet Alicante Zimmer für 78 Euro bei einer Bewertung von 4,78 Sternen. Deutsche Flughäfen positionieren sich im Premium-Segment, mit hohen Bewertungen und großen Zimmern, was sich jedoch in höheren Preisen niederschlägt. Reisebüroexperten empfehlen Hotels wie das Hilton Munich Airport oder das Hilton Frankfurt Flughafen wegen ihrer direkten Anbindung an die Terminals, sowie günstigere Optionen wie das Motel One am Hamburger Flughafen oder

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Comair und Boeing erzielen Einigung: Verhandlung über B737 Max-Klagen beigelegt

In einem juristischen Schritt haben der Flugzeugbauer Boeing und die Insolvenzverwalter der inzwischen liquidierten südafrikanischen Fluggesellschaft Comair einen jahrelangen Rechtsstreit beigelegt. Der Fall, in dem die Comair-Masse Schadensersatz in Höhe von 83 Millionen US-Dollar gefordert hatte, endete mit einer außergerichtlichen Einigung. Die Bedingungen dieser Einigung, die vor einem US-Bundesgericht verhandelt wurden, sind streng vertraulich. Die Beilegung des Rechtsstreits markiert einen wichtigen Abschluß für die Comair-Gläubiger, deren Zahlungskonto maßgeblich vom Ausgang des Verfahrens abhing. Gleichzeitig ist es ein weiterer Schritt für Boeing, die rechtlichen Folgen der globalen Krise um die Boeing B737 Max zu bewältigen. Der Hintergrund: Eine Klage wegen Betrugs und Vertragsbruchs Die Klage von Comair gegen Boeing, die im Februar 2023 eingereicht wurde, war das Ergebnis einer komplexen Kette von Ereignissen, die zur Liquidation der 76 Jahre alten südafrikanischen Fluggesellschaft führten. Comair, die als Franchisenehmer von British Airways und Eigentümer der Billigflugmarke Kulula Air operierte, hatte acht Boeing B737 Max 8-Flugzeuge bestellt. Sie hatte bereits Vorauszahlungen in Höhe von 45 Millionen US-Dollar für sieben Maschinen geleistet und eine bereits ausgelieferte B737 Max vollständig bezahlt. Die Probleme begannen mit den tragischen Abstürzen von Lion Air im Jahre 2018 und Ethiopian Airlines im Jahre 2019, bei denen insgesamt 346 Menschen ums Leben kamen. Untersuchungen ergaben, daß das automatisierte Manoeuvring Characteristics Augmentation System (MCAS) der B737 Max die Flugzeuge aufgrund fehlerhafter Sensordaten in einen Sinkflug zwang. Die Piloten hatten keine ausreichenden Informationen über das System erhalten, um es zu kontrollieren. Nach den beiden Abstürzen wurde der Flugzeugtyp weltweit für 20 Monate gegroundet,

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Swiss bringt neue Langstreckenkabine auf A350 an den Start

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines plant, im kommenden Herbst ihre neue Langstreckenkabine „Swiss Senses“ einzuführen. Das neue Interieur kommt erstmals in einem fabrikneuen Airbus A350-900 zum Einsatz. Der erste interkontinentale Flug mit der neuen Kabine soll im Laufe des Winters in die US-amerikanische Metropole Boston führen. Buchungen für Reisen ab dem 1. Januar 2026 sind bereits möglich. Zuvor wird der neue Langstreckenflieger auf europäischen Strecken eingesetzt, um das Personal zu schulen. Die Swiss Senses-Kabine wurde bereits im Frühjahr 2023 angekündigt. Sie umfaßt Neuerungen in allen Reiseklassen, ausgenommen der Premium Economy. Insbesondere wurden die neuen Sitze in der First und Business Class überarbeitet. Wie ihre Muttergesellschaft Lufthansa mit der „Allegris“-Kabine, wird auch Swiss künftig Suiten in der First Class anbieten. Diese bieten den Passagieren ein Höchstmaß an Privatsphäre und Komfort. Die neu bestellten Flugzeuge des Typs Airbus A350 werden direkt ab Werk mit dem neuen Interieur ausgeliefert. Ab Anfang 2026 soll das Kabinenprodukt schrittweise auch in die bestehende Langstreckenflotte der Fluggesellschaft integriert werden. Geplant ist die Umrüstung der Airbus A330– sowie der Boeing 777-Maschinen. Mit der Einführung der neuen Kabine verfolgt Swiss das Ziel, den Service und das Reiseerlebnis für die Kunden zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit auf den Langstrecken zu stärken. Die strategische Entscheidung zur Flottenmodernisierung und zur Einführung eines neuen Kabinenkonzepts ist eine Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb, insbesondere auf lukrativen Langstrecken. Swiss reagiert damit auf die Angebote anderer Premium-Fluggesellschaften, die ebenfalls in neue Kabinenkonzepte investieren, um sich im Marktsegment der gehobenen Reiseklassen zu positionieren.

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Stuttgart 21: Gerichtsbeschluss zementiert Milliardenlast für die Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn hat in einem langwierigen Rechtsstreit um die finanzielle Verantwortung für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 eine juristische Niederlage erlitten. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg in Mannheim lehnte einen Antrag der Bahn auf Zulassung einer Berufung ab. Mit dieser unanfechtbaren Entscheidung steht nun fest, daß die Bahn die milliardenschweren Mehrkosten des Großprojekts allein tragen muß. Das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart, das die Klagen der Bahn gegen das Land Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart und den Flughafen Stuttgart abwies, ist damit rechtskräftig. Dieser Gerichtsbeschluß beendet vorerst den verwaltungsrechtlichen Weg in diesem Kostenstreit und hat weitreichende finanzielle Konsequenzen für den Konzern. Der Kern des Konflikts: Ein Finanzierungsvertrag und seine Grenzen Das Bahnprojekt Stuttgart 21, das den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof und die Anbindung an den Flughafen vorsieht, ist eines der größten und teuersten Infrastrukturprojekte in Deutschland. Bereits seit Beginn der Planungen war das Vorhaben von massiven Kostensteigerungen begleitet. Während der Finanzierungsvertrag aus dem Jahre 2009 nur eine Kostenverteilung bis zu einer Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro regelte, beziffert die Deutsche Bahn die Gesamtkosten mittlerweile auf über 11 Milliarden Euro, mit einem zusätzlichen Risikopuffer von 500 Millionen Euro. Die Differenz zwischen den ursprünglich vertraglich vereinbarten Kosten und den tatsächlichen Ausgaben, die derzeit bei mindestens 6,5 Milliarden Euro liegt, war der zentrale Gegenstand des Rechtsstreits. Die Deutsche Bahn hatte versucht, ihre Projektpartner – darunter das Land Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart, den Verband Region Stuttgart und den Flughafen Stuttgart – an diesen Mehrkosten zu beteiligen. Die Klagen der Bahn wurden

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USA führen Kaution für Einreise mit Visum ein

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat ein neues Pilotprogramm angekündigt, das ab dem 20. August 2025 in Kraft tritt. Im Rahmen dieser Maßnahme können von ausgewählten Reisenden eine Kaution von bis zu 15.000 US-Dollar verlangt werden. Betroffen sind Visumsinhaber aus Ländern, die ein erhöhtes Risiko für die Überziehung ihrer Aufenthaltsgenehmigung aufweisen. Das Ziel der Maßnahme ist es, die Einhaltung der Visumsauflagen zu fördern. Die Auswahl der betroffenen Länder basiert auf dem sogenannten „Overstay Report“ des US-Heimatschutzministeriums. Dieser Bericht für das Jahr 2023 nannte Länder wie der Tschad, Laos und Haiti mit besonders hohen Quoten an Visaüberziehungen. Absolut gesehen kamen die meisten Überziehungen aus Mexiko, Kolumbien, Brasilien, Haiti, Venezuela und der Dominikanischen Republik. Die konkrete Liste der betroffenen Länder soll spätestens 15 Tage vor Beginn des Programms vom US-Außenministerium veröffentlicht werden. Die Höhe der Kaution wird individuell festgelegt und kann 5.000, 10.000 oder 15.000 US-Dollar betragen. Konsularbeamte entscheiden über die Höhe der Kaution anhand von persönlichen Kriterien wie dem Reisezweck, dem Einkommen, dem Beruf und der Bildung des Antragstellers. Von den Betroffenen wird zudem verlangt, nur über festgelegte Einreisepunkte in die USA ein- und auszureisen. Das auf zwölf Monate befristete Pilotprogramm soll zunächst die administrative und technische Umsetzbarkeit der Kaution testen. Der Schritt der US-Regierung stößt auf gemischte Reaktionen. Während Befürworter die Maßnahme als notwendiges Instrument zur Sicherung der Einreiseprozesse sehen, kritisieren Menschenrechtsorganisationen die Kaution als diskriminierend und unpraktisch für viele Reisende aus einkommensschwachen Ländern. Schätzungen zufolge überziehen jährlich etwa ein bis zwei Prozent der Nicht-Einwanderungsreisenden ihre Visa, aber sie machen

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Vorfälle bei Spirit Airlines: Verhafteter Pilot und eine Welle von Fehlverhalten an Bord

Eine Verhaftung am Louis Armstrong New Orleans International Airport (MSY) hat ein Schlaglicht auf eine Reihe von Vorfällen geworfen, die die amerikanische Fluggesellschaft Spirit Airlines in den Fokus rücken. Der 40-jährige Pilot Dominic Cipolla wurde am 17. Juni 2025 verhaftet, kurz bevor er seinen planmäßigen Flug antreten sollte. Die Verhaftung erfolgte auf der Grundlage eines Haftbefehls wegen mutmaßlicher Verfolgung, die er in Kansas begangen haben soll. Obwohl die Anschuldigungen nicht im Zusammenhang mit seinen beruflichen Pflichten als Pilot stehen, wirft der Vorfall Fragen nach den Sicherheitsstandards und der Auswahl des Personals in der Luftfahrtindustrie auf. Ein Pilot unter Verdacht: Der Fall Dominic Cipolla Dominic Cipolla, der seit 2022 für Spirit Airlines flog und nach Angaben des britischen „Guardian“ ein ehemaliger Angehöriger des US-Militärs ist, wurde als flüchtiger Verdächtiger festgenommen. Die ihm zur Last gelegten Vergehen, darunter schwere Straftaten („felony offenses“), sollen sich in der Stadt Olathe im Bundesstaat Kansas ereignet haben. Die genauen Details zu den Anschuldigungen wurden bisher nicht veröffentlicht. Allerdings deuten öffentliche Polizeiauskünfte darauf hin, daß die mutmaßlichen Opfer des Piloten 12 und 17 Jahre alt sind. Auf die Anschuldigungen drohen ihm Haftstrafen von ein bis drei Jahren, zusätzlich zu möglichen Geldstrafen für leichtere Vergehen („misdemeanor charges“). Nach seiner Verhaftung wurde Cipolla gegen eine Kaution von 12.500 US-Dollar freigelassen und wartet nun auf seine Gerichtsverhandlung, die am 12. August 2025 stattfinden soll. Die Fluggesellschaft Spirit Airlines reagierte umgehend. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, man sei über den Vorfall informiert und habe den Piloten „vom Dienst entfernt, bis unsere

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Lufthansa Group zieht sich aus Air Europa-Beteiligung zurück

Die Lufthansa Group hat ihre Gespräche über eine Minderheitsbeteiligung an der spanischen Fluggesellschaft Air Europa offiziell beendet. Nach „detaillierten Analysen und intensiven Verhandlungen“ habe man sich entschieden, von einer Kapitalbeteiligung abzusehen. Damit folgt Lufthansa dem Beispiel von Air France-KLM, die sich bereits zuvor aus dem Bieterverfahren zurückgezogen hatte. Die Absicht der spanischen Tourismusgruppe Globalia, Muttergesellschaft von Air Europa, die Kontrolle über die Fluggesellschaft zu behalten und externe Beteiligungen auf maximal 25 Prozent zu begrenzen, erschwerte die Verhandlungen für beide europäischen Konzerne. Der Rückzug von Lufthansa macht Turkish Airlines zum aussichtsreichsten Bewerber für eine Minderheitsbeteiligung. Die türkische Fluggesellschaft, die vom türkischen Staat unterstützt wird, bestätigte bereits im Juni Gespräche mit Air Europa. Ein Investment von bis zu 25 Prozent wird geprüft, wobei strategische Synergien und die mögliche Integration von Langstreckenflugzeugen des Typs Airbus A330neo im Vordergrund stehen. Auch die Fluggesellschaft Etihad Airways aus Abu Dhabi soll weiterhin Interesse an einer Beteiligung haben, die den Einfluß der Gründerfamilie Hidalgo nicht gefährdet. Die britisch-spanische IAG, der bereits 20 Prozent an Air Europa gehören, verfolgt die aktuellen Entwicklungen. IAG hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht, die Fluggesellschaft vollständig zu übernehmen, scheiterte aber an kartellrechtlichen Hürden. Ob IAG erneut aktiv wird, sei von der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit künftiger Schritte abhängig. Das Interesse mehrerer großer Airlines an Air Europa verdeutlicht die strategische Bedeutung der spanischen Fluggesellschaft im europäischen Luftverkehr. Mit ihrem Streckennetz, insbesondere nach Lateinamerika, ist Air Europa ein attraktiver Partner für Konzerne, die ihre Position in diesen Märkten stärken wollen. Die Entscheidung von Lufthansa und

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Rasantes Passagierwachstum überfordert Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) sieht sich mit einem ungewöhnlich starken Passagierwachstum konfrontiert, das bundesweit Aufsehen erregt. In der Folge kommt es zu erheblichen Engpässen bei der Passagierabfertigung und den Sicherheitskontrollen. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart (RPS) wurden die Kapazitätsgrenzen des kleinen Regionalflughafens bereits erreicht oder gar überschritten. Reisende müssen sich auf lange Wartezeiten einstellen, was vermehrt dazu führt, daß Flüge verpaßt werden. Die Verantwortlichen haben zwar erste Maßnahmen angekündigt, um die Situation zu verbessern, doch der Druck auf den Baden-Airpark und die politisch Verantwortlichen wächst. Explosives Wachstum: Ein bundesweit atypischer Trend Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden hat in den vergangenen Monaten eine bemerkenswerte Entwicklung erlebt, die ihn von vielen anderen deutschen Regionalflughäfen unterscheidet. Nach Berechnungen des Regierungspräsidiums Stuttgart (RPS), die das Verkehrsministerium in einer Antwort auf einen Antrag der CDU-Landtagsabgeordneten Cornelia von Loga mitteilte, sind für das laufende Jahr 27 Prozent mehr Flüge geplant als im Vorjahr. Die Zahl der Passagiere könnte demnach um 25,5 Prozent auf knapp 2,3 Millionen steigen. Dieses explosive Wachstum stellt den Flughafen vor immense Herausforderungen. Die Infrastruktur und das Personal, das ursprünglich für ein geringeres Passagieraufkommen ausgelegt war, stoßen nun an ihre Grenzen. Das Regierungspräsidium Stuttgart konstatiert, daß die „Grenze der in angemessener Zeit kontrollierbaren Fluggäste erreicht beziehungsweise teils überschritten“ sei. Infolgedessen werden die Passagiere aufgefordert, sich frühzeitig am Flughafen einzufinden, um ihre Flüge nicht zu verpassen. Konkret wird Reisenden empfohlen, mindestens 90 bis 120 Minuten vor Ende des Boardings – und nicht erst vor dem Abflug – an der Sicherheitskontrolle zu sein. Das Problem verschärft sich

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Flughafen Hamburg erweitert Angebot für Familien

Der Flughafen Hamburg hat im Rahmen seines Modernisierungsprogramms „HAM Upgrade“ fünf neue Kinderspielecken eröffnet. Die neuen Spielbereiche sollen Familien das Flughafenerlebnis verbessern und die Wartezeit bis zum Abflug für die jüngsten Passagiere attraktiver gestalten. Laut Erik Hohberger, Projektleiter Hochbau am Hamburg Airport, sei der erste „Stresstest“ in den Sommerferien erfolgreich verlaufen und die Spielecken würden von den Kindern gut angenommen. Die Gestaltung der Spielbereiche wurde so konzipiert, daß sie die Sinne und die Kreativität der Kinder anregen. Es gibt vier verschiedene Themenwelten: „Flora“ (Kletterbäume), „Fauna“ (Dschungelambiente mit Tiermotiven), „Wind“ (wissenschaftliches Konzept mit Flugsimulator und Tower) und „Ocean“ (Kletterlandschaft aus stilisierten Containerkisten). Die Spielecken sind an verschiedenen Gates im Abflugbereich zu finden und wurden mit naturnahen Materialien sowie schallschluckendem Boden ausgestattet. Die Einführung der Spielecken ist Teil des umfangreicheren Modernisierungsprogramms HAM Upgrade, in das der Flughafen bis 2027 insgesamt rund 20 Millionen Euro investiert. Zu den Zielen des Programms gehört es, den Aufenthalt für alle Passagiere komfortabler zu gestalten. So wurden bereits neue Sitzbereiche und praktische Services wie kostenlose Wasserspender und Massagesessel eingeführt. Zudem setzt der Flughafen auf innovative Techniklösungen wie das Reservierungssystem „Slot & Fly“ und neue „Smart Gates“, um den Weg zur Sicherheitskontrolle zu beschleunigen. Die Investitionen in die Familienfreundlichkeit sind Teil der Bestrebungen von Flughäfen weltweit, sich von reinen Transportzentren zu Service- und Aufenthaltsorten zu entwickeln. Diesen Trend, bei dem Flughäfen wie Frankfurt und München ebenfalls auf familienfreundliche Angebote setzen, umfaßt auch die Verbesserung der Gastronomie und des Einzelhandels. Mit den neuen Spielecken hofft der Hamburger Flughafen, seine

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Russen suchen Partner: Äthiopien im Fokus russischer Luftfahrtstrategie

Die russische Luftfahrtindustrie, die unter den Auswirkungen globaler Sanktionen leidet, hat eine unerwartete Annäherung an Äthiopien gesucht. Eine hochrangige russische Delegation reiste nach Addis Abeba, um mit der äthiopischen Zivilluftfahrtbehörde (ECAA) über eine vertiefte Zusammenarbeit zu verhandeln. Im Zentrum der Gespräche standen das sogenannte „Wet-Leasing“ von Flugzeugen der Ethiopian Airlines sowie die Zusammenarbeit im Bereich der Flugzeugwartung. Der Vorstoß der Russen, der von der ECAA in einer mittlerweile gelöschten Stellungnahme öffentlich gemacht wurde, hat jedoch umgehend eine Kontroverse ausgelöst. Während Rußland nach Wegen sucht, seine Luftfahrtindustrie aufrechtzuerhalten, sieht sich Äthiopien in einer Zwickmühle zwischen lukrativen Geschäftsangeboten und dem Risiko, den Zugang zu westlichen Märkten zu verlieren. Russische Avia-Diplomatie: Eine Suche nach Lösungen Die Luftfahrtindustrie in Rußland steht seit Beginn des Krieges in der Ukraine vor erheblichen Herausforderungen. Aufgrund der internationalen Sanktionen ist es russischen Fluggesellschaften verwehrt, neue Flugzeuge von westlichen Herstellern wie Boeing oder Airbus zu erwerben oder Ersatzteile zu beschaffen. Diese Situation hat die russische Luftfahrtindustrie, die stark auf westliche Technik angewiesen ist, in eine schwierige Lage gebracht. Um die Flugsicherheit und den Betrieb aufrechtzuerhalten, haben sich die russischen Verantwortlichen nun auf eine diplomatische Offensive begeben. Unter der Leitung des Handelskommissars Yaroslav V. Tarasyuk traf eine russische Delegation am 29. Juli 2025 mit Yohannes Abera, dem Generaldirektor der ECAA, in Addis Abeba zusammen. Laut der ursprünglichen Stellungnahme der äthiopischen Zivilluftfahrtbehörde wurden dabei mehrere Vorschläge unterbreitet: Die russische Delegation nutzte das Treffen auch, um um Unterstützung für Rußlands Wiederwahl in den Rat der Mitgliedsstaaten der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zu werben.

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