2025

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2025

Swiss-Erstflug des ersten Airbus A350 in Toulouse

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines hat am Mittwoch, den 6. August 2025, einen bedeutenden Meilenstein in der Modernisierung ihrer Langstreckenflotte erreicht. Der erste Airbus A350-900 mit dem Namen „Lausanne“ startete um 11:27 Uhr vom Flughafen in Toulouse zu seinem Erstflug. Während des mehrstündigen Testfluges prüfen Spezialisten von Airbus die Aerodynamik, die Steuerung, die Kabinensysteme sowie weitere technische Komponenten. Das Flugzeug mit der Seriennummer MSN 737 ist das erste von insgesamt zehn bestellten Maschinen dieses Typs, die bis 2031 ausgeliefert werden sollen. Dieser Erstflug markiert den Beginn eines umfassenden Testprogramms, das bereits mit Bodenprüfungen und einem simulierten Startabbruch bei hoher Geschwindigkeit begonnen hat. Die Testflüge dienen dazu, die zentralen Sicherheitssysteme des Flugzeugs wie Fahrwerk, Treibstoffsysteme und Elektronik zu überprüfen und die Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Erst nach Abschluß dieser Tests und der formellen Übergabe an Swiss Anfang Oktober 2025 wird das Flugzeug die Schweizer Kennzeichnung HB-IFA erhalten. Bis dahin fliegt die Maschine unter der französischen Registrierung F-WZHI. Die neuen Airbus A350-900 werden die alternden Airbus A340-300 und einige der Airbus A330-300 der Swiss-Flotte ersetzen. Die Flugzeuge werden mit der neuen „Swiss Senses“-Kabine ausgestattet sein, die ein neues Kabinenkonzept mit einem stärkeren Fokus auf den Komfort der Reisenden verspricht. Die erste Langstreckendestination des neuen A350 wird voraussichtlich Boston in den Vereinigten Staaten sein. Die Fluggesellschaft plant, die ersten Flüge ab Januar 2026 anzubieten. Der neue A350 wurde von Airbus in den letzten Monaten in Toulouse fertiggestellt, einschließlich der Montage von Rumpf, Flügeln und Triebwerken. Das Flugzeug trägt eine spezielle Lackierung mit

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Air Canada droht Streik: Flugbegleiter fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen

Die Fluggesellschaft Air Canada sieht sich mit der drohenden Gefahr eines Streiks konfrontiert. Mehr als 10.000 Flugbegleiter von Air Canada und der Tochtergesellschaft Air Canada Rouge bereiten sich auf eine mögliche Arbeitsniederlegung im August 2025 vor, um gegen „unbezahlte Arbeit und Armutslöhne“ zu protestieren. Nach monatelangen, ergebnislosen Verhandlungen stimmten die Gewerkschaftsmitglieder mit überwältigender Mehrheit von 99,7 Prozent für einen Streik, sollte keine Einigung mit der Unternehmensleitung erzielt werden können. Die Flugbegleiter, vertreten durch die Air Canada-Sparte der kanadischen Gewerkschaft für öffentliche Angestellte (CUPE), beklagen, daß ihre Gehälter trotz der Milliardengewinne des Konzerns stagnieren. Die Airline betont derweil, daß sie an fairen Verhandlungen interessiert sei, um eine Störung der Reisepläne von hunderttausenden Passagieren zu vermeiden. Das Votum: Ein Zeichen tiefer Frustration Die Entscheidung für einen Streik ist der Höhepunkt einer langen Phase der Frustration bei den Flugbegleitern von Air Canada. Das überwältigende Votum von 99,7 Prozent, das in einer Gewerkschaftsabstimmung erzielt wurde, spiegelt die „tiefe Unzufriedenheit“ der Mitarbeiter wider. Laut der Gewerkschaft liegt die Schuld bei der Fluggesellschaft, die sich „weigert, in den Kernfragen fair zu verhandeln“. Wesley Lesosky, der Präsident der Air Canada-Sparte der CUPE, erklärte in einer Stellungnahme, daß die Airline die Verhandlungen unnötig in die Länge ziehe, anstatt sich auf die Anliegen der Mitarbeiter einzulassen. „Jetzt haben die Flugbegleiter Gelegenheit bekommen, sich zu äußern und dem Unternehmen mitzuteilen, daß es an der Zeit ist, ernsthaft zu verhandeln“, so Lesosky. Das Hauptaugenmerk der Gewerkschaft liegt dabei auf zwei zentralen Punkten: der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen. Die Verhandlungen über einen

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Edelweiss tauft zweiten Airbus A350 auf den Namen „Piz Palü“

Die Schweizer Fluggesellschaft Edelweiss hat am Mittwoch ihren zweiten Airbus A350 am Flughafen Zürich feierlich auf den Namen „Piz Palü“ getauft. Damit trägt das moderne Langstreckenflugzeug den Namen eines imposanten Gipfels im Engadin. Bereits der erste Airbus A350, der im März in die Flotte aufgenommen wurde, erhielt den Namen „Piz Bernina“. Die Namensgebung unterstreicht die traditionelle Praxis von Edelweiss, ihre Flugzeuge nach Schweizer Regionen, Ortschaften oder Bergen zu benennen, die in Verbindung mit der Alpenblume Edelweiss stehen. David Birrer, der Chief Operating Officer von Edelweiss, hob hervor, daß der Airbus A350 eine „neue Ära“ für die Fluggesellschaft einläute, da er besonders komfortabel und effizient sei. Die Wahl eines weiteren Namens aus dem Engadin sei kein Zufall, da die Region für natürliche Schönheit und Weitblick stehe – Eigenschaften, die auch das neue Flugzeug verkörpere. Die symbolische Namensgebung soll zudem die tiefe Verwurzelung der Airline mit ihrer Heimat betonen. Die Namensgebung wurde auch in der Region Engadin positiv aufgenommen. Emilio Bianchi, Verwaltungsrat von Corvatsch Diavolezza Lagalb, äußerte seinen Stolz darüber, daß ein weiteres Flugzeug den Namen eines Engadiner Gipfels trägt. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte die Region Edelweiss ein Bild des Piz Palü vom Naturfotografen Romano Salis. Die Flugzeuge der Edelweiss werden oft nach Schweizer Orten oder bekannten Bergen getauft, um die Verbundenheit mit der Heimat zu demonstrieren. Der Airbus A350 „Piz Palü“ wird auf den Langstreckenrouten von Edelweiss eingesetzt und fliegt dabei Reisende zu verschiedenen Zielen weltweit. Die Flotte der Edelweiss besteht derzeit aus Maschinen der Typen Airbus A320, Airbus A340

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Rätselhaftes Verschwinden: Wanderer finden möglicherweise Wrack verschollenes chilenischen Bombers nach 63 Jahren

Nach mehr als 63 Jahren der Ungewissheit könnte eines der hartnäckigsten Luftfahrträtsel Chiles gelöst sein. Eine Gruppe von Wanderern hat in der abgelegenen Region Antofagasta auf dem Berg Cerro Moreno das mutmaßliche Wrack eines chilenischen Militärflugzeugs entdeckt. Die gefundenen Überreste, darunter korrodierte Rumpfteile, Fensterrahmen und verwitterte Stoffreste, deuten darauf hin, daß es sich um den verschollenen B-26 Bomber der chilenischen Luftwaffe handelt, der am 10. Mai 1962 während eines Trainingsfluges mit drei Besatzungsmitgliedern verschwand. Der Fund könnte den Familien der Piloten nach Jahrzehnten der Suche endlich Gewißheit bringen. Ein Flug ins Ungewisse: Der Verschollene Bomber und das „Cerro Moreno Dreieck“ Die Geschichte des verschwundenen Bombers Douglas B-26 Invader, mit der Kennnummer 838, ist eine von vielen Legenden, die sich um die raue und unwirtliche Landschaft Nordchiles ranken. Am 10. Mai 1962 startete das Flugzeug mit einer dreiköpfigen Besatzung zu einem Routine-Trainingsflug. An Bord befanden sich Leutnant Mario Sepúlveda Zúñiga, Oberleutnant Gracián Figueroa Navarrete und Oberleutnant Pedro Gutiérrez Araya. Kurz nach dem Start verlor die Flugverkehrskontrolle den Kontakt zur Maschine, die zuletzt über einer Gegend gesehen wurde, die in der lokalen Folklore als das „Cerro Moreno Dreieck“ bekannt ist. Dieser Name, der an das berühmte Bermudadreieck erinnert, entstand aufgrund mehrerer rätselhafter Flugzeug-Verschwinden in der Region. Trotz einer intensiven, wochenlangen Suchaktion von Seiten der chilenischen Luftwaffe und ziviler Freiwilliger konnte das Flugzeug nie gefunden werden. Die Angehörigen der Besatzung mußten ohne eine endgültige Antwort auf das Schicksal ihrer Liebsten zurückbleiben. Über die Jahre hinweg gab es immer wieder Spekulationen und Gerüchte über

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Sicherheitslücke bei Swiss: Unbefugter Zugriff auf Pilotendaten

Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines hat eine Sicherheitslücke geschlossen, durch die sensible Personaldaten aus Piloten-Assessments über einen Zeitraum von rund zwei Monaten unberechtigt zugänglich waren. Ein interner Fehler bei den Berechtigungseinstellungen der Datenablage war die Ursache für das Datenleck, von dem Bewerbungsunterlagen, Testergebnisse und Gutachten betroffen waren. Das Unternehmen wurde am 1. August von einem Mitarbeiter auf den Vorfall aufmerksam gemacht und sperrte den Zugriff umgehend. Laut Swiss waren rund 70 Zugriffe auf die Daten zu verzeichnen. Betroffen waren ehemalige Piloten-Bewerber sowie externe Personen, für die Swiss im Auftrag von Partnerfirmen Assessments durchgeführt hatte. Die Fluggesellschaft betonte, daß keine Passagierdaten oder Daten anderer Mitarbeiter gefährdet waren. Das Unternehmen sprach von einem menschlichen Versehen eines Mitarbeiters und entschuldigte sich für den Vorfall. Es stellte klar, daß es sich nicht um einen Hackerangriff handelte. Nach Bekanntwerden des Datenlecks hat Swiss die betroffenen Daten auf eine andere, sichere Plattform verschoben, verschlüsselt und mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen versehen. Die Personen, die auf die Daten zugegriffen haben, wurden kontaktiert und aufgefordert, diese zu löschen. Auch die zuständigen Datenschutzbehörden und Partnerorganisationen wurden zeitnah informiert. Swiss hat den Vorfall genau analysiert und leitet konkrete Maßnahmen ab, um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Das Unternehmen versicherte, die Prozesse zum Schutz sensibler Daten zu überprüfen und zu stärken. Datenpannen, wie sie auch bei anderen Unternehmen immer wieder vorkommen, sind oft auf menschliche Fehler oder fehlerhafte Konfigurationen in komplexen Systemen zurückzuführen. Der Fall bei Swiss zeigt, wie wichtig regelmäßige Überprüfungen der Zugriffsberechtigungen sind, um die Vertraulichkeit von Personalinformationen zu

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Cathay Pacific stärkt Flotte mit weiterer Boeing 777-9 Bestellung

Die in Hongkong ansässige Cathay Pacific Airways hat ihre Flottenmodernisierung weiter vorangetrieben und 14 zusätzliche Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 777-9 bestellt. Mit dieser neuen Order, die die Ausübung einer bestehenden Kaufoption darstellt, erhöht sich die Gesamtzahl der fest bestellten Maschinen dieses Typs auf 35. Die Auslieferungen sollen in den kommenden Jahren beginnen und sich bis 2034 erstrecken. Damit wird Cathay Pacific der größte Betreiber der Boeing 777-9 in der Region Asien-Pazifik. Die Bestellung ist Teil der Unternehmensstrategie, das Drehkreuz Hongkong als globalen Knotenpunkt weiter zu stärken und die Flotte zu erneuern. Dies erklärte Ronald Lam, der Geschäftsführer der Cathay Group, in einer Mitteilung. Die Boeing 777-9, das größte zweistrahlige Passagierflugzeug der Welt, soll dazu beitragen, die Kapazitäten auf den Langstreckenverbindungen auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit der Fluggesellschaft zu sichern. Das Flugzeugmodell verfügt über eine Reichweite von 13.510 Kilometern. Boeing, der Hersteller der Maschinen, wertet den Auftrag als Bestätigung für die Marktstärke der 777X-Familie. Weltweit liegen derzeit mehr als 550 Bestellungen für die 777X vor. Allerdings hatte das Programm in den vergangenen Jahren mit erheblichen Verzögerungen zu kämpfen. Die Erstauslieferung, deren ursprünglicher Termin im Jahr 2019 lag, wurde mehrfach verschoben und wird nun von Boeing frühestens im zweiten Halbjahr 2026 erwartet. Lufthansa soll als Erstkundin die erste Maschine erhalten. Cathay Pacific hatte im vergangenen Jahr auch 30 Flugzeuge des Typs Airbus A330neo bestellt, um ältere A330-300 zu ersetzen. Mit diesen strategischen Investitionen in ihre Flotte unterstreicht die Cathay Group ihre Absicht, die Position Hongkongs als wichtiges internationales Luftfahrtzentrum zu festigen und das

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Iberia leitet Untersuchung nach antisemitischem Vorfall ein

Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat eine interne Untersuchung eingeleitet, nachdem handschriftliche antisemitische Parolen auf den Essensverpackungen jüdischer Passagiere auf einem Flug von Buenos Aires nach Madrid entdeckt wurden. Auf den als koscher gekennzeichneten Mahlzeiten befand sich unter anderem die Aufschrift „Free Palestine“. Ein Foto der Verpackung wurde von der jüdischen Dachorganisation Argentiniens, Daia, veröffentlicht, die eine umfassende Aufklärung des Vorfalls forderte. Iberia bestätigte den Vorfall und erklärte, die Flugzeugbesatzung habe umgehend auf die Beschwerden reagiert und den Kapitän informiert. Dieser habe sich daraufhin persönlich bei den betroffenen Reisenden entschuldigt. Die Airline teilte mit, sie lehne jede Form von Diskriminierung und Haßrede ab und arbeite eng mit ihren Catering-Dienstleistern zusammen, um die Verantwortlichen zu ermitteln. Die Untersuchung konzentriert sich darauf, wie die Aufschriften auf die Mahlzeiten gelangen konnten. Solche Vorfälle sind in der Luftfahrtindustrie, insbesondere in den letzten Jahren, vermehrt aufgetreten. Fluggesellschaften und die Sicherheitsbehörden an Flughäfen haben ihre Protokolle verschärft, um solche Vorkommnisse zu verhindern. Die Catering-Firmen, die Mahlzeiten für Fluggesellschaften zubereiten, unterliegen strengen Sicherheits- und Qualitätskontrollen, um sicherzustellen, daß die Lebensmittel intakt und unverändert ausgeliefert werden. Die jüdische Dachorganisation Argentiniens Daia hat den Vorfall scharf verurteilt und die schnelle Reaktion von Iberia gelobt, fordert aber gleichzeitig weitreichende Konsequenzen. Es ist noch unklar, ob die Aufschriften von einem Mitarbeiter der Catering-Firma oder von einem anderen Angestellten stammen. Der Vorfall unterstreicht die Sensibilität in Bezug auf politische und religiöse Themen in der internationalen Reisebranche.

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Gewerkschaften in Italien protestieren gegen ITA-Geschäftsplan

Nur wenige Monate nach dem Einstieg der Lufthansa Group bei ITA Airways regt sich in Italien gewerkschaftlicher Widerstand gegen den neuen Geschäftsplan der Fluggesellschaft. Die Gewerkschaften der Luftfahrtbranche kritisieren, daß der strategische Kurswechsel hin zu einem stärkeren Fokus auf Langstreckenflüge ohne ausreichende Abstimmung mit den Sozialpartnern erfolgt sei. Sie bemängeln, daß die Pläne für die Flottenerweiterung nicht ausreichten, um die globale Anbindung Italiens zu sichern. Der Verwaltungsrat von ITA Airways hat am 30. Juli den neuen Fünfjahresplan für die Jahre 2026 bis 2030 verabschiedet. Dieser sieht vor, die Marktposition der Fluggesellschaft zu stärken, das Streckennetz und die Flotte auszubauen und die Integration in den Lufthansa-Konzern zu vertiefen. Kern der Strategie ist der Ausbau des Langstreckengeschäfts, insbesondere ab dem Drehkreuz Rom-Fiumicino nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Die Flotte, die bis 2030 rund 100 Flugzeuge umfassen soll, soll jährlich um ein neues Langstreckenflugzeug erweitert werden. Der Unmut der Gewerkschaften steht im Gegensatz zu früheren Äußerungen, in denen sie den Einstieg der Lufthansa Group noch begrüßt hatten. Damals sahen die Arbeitnehmerorganisationen in dem Zusammenschluß eine Chance zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der europäischen Luftfahrt. Die jetzige Kritik richtet sich nicht grundsätzlich gegen die Partnerschaft, sondern gegen die konkrete Ausgestaltung des neuen Geschäftsplans und die Anzahl der geplanten Flugzeuge. Die Gewerkschaften haben angekündigt, ab Herbst auf eine stärkere Mitsprache bei den strategischen Entscheidungen zu drängen. Die Proteste verdeutlichen die anhaltenden Spannungen, die in der italienischen Luftfahrtbranche seit der Liquidation von Alitalia und der Gründung von ITA Airways bestehen. Bereits damals

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Künstliche Intelligenz und Flugpreise: US-Regierung untersucht KI-basierte Preisgestaltung bei Airlines

Die Diskussion um den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Luftfahrtindustrie erreicht eine neue Ebene. US-Verkehrsminister Sean Duffy hat eine offizielle Untersuchung zum Einsatz von KI bei der individuellen Preisgestaltung von Flugtickets angekündigt. Diese Ankündigung folgt auf Bedenken, die von demokratischen US-Senatoren geäußert wurden. Sie befürchten, daß Fluggesellschaften KI nutzen könnten, um Preise bis zum „persönlichen Schmerzpunkt“ der Verbraucher zu erhöhen. Während Fluggesellschaften wie Delta Air Lines dementieren, KI für die individuelle Kundenpreisgestaltung einzusetzen, haben die jüngsten Entwicklungen eine Debatte über die Ethik und die Regulierung von KI-gesteuerten Preissystemen im Flugverkehr ausgelöst. Die Situation ist angespannt und könnte zu neuen gesetzlichen Regelungen führen, die den Einsatz dieser Technologie einschränken. Die Debatte um den „persönlichen Schmerzpunkt“: Eine Sorge der Politik Der aktuelle Konflikt entzündete sich, als drei demokratische US-Senatoren Ende Juli ihre Besorgnis über die KI-Strategie von Delta Air Lines äußerten. Sie befürchteten, daß die Fluggesellschaft KI-Technologie einsetzen könnte, um die Zahlungsbereitschaft einzelner Passagiere zu analysieren und die Ticketpreise entsprechend zu optimieren. Das Ziel wäre, den Preis so weit zu steigern, wie es der Kunde gerade noch akzeptiert – der sogenannte „persönliche Schmerzpunkt“. Eine solche personalisierte Preisgestaltung, die auf der Analyse von Kundendaten basieren würde, würde die traditionellen Modelle der dynamischen Preisgestaltung in der Luftfahrt über den Haufen werfen. Bisher haben Fluggesellschaften seit über dreißig Jahren dynamische Preisgestaltung verwendet, die Faktoren wie die aktuelle Nachfrage, die Treibstoffpreise und die Preise der Konkurrenz berücksichtigt. Der Einsatz von KI würde die Preissetzung jedoch auf eine neue, mikroskopische Ebene heben, indem sie potenziell Daten

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Flughafen Nürnberg nimmt große Solaranlage in Betrieb

Der Flughafen Nürnberg hat eine neue, 1,7 Kilometer lange Solaranlage in Betrieb genommen, die den Flughafen an sonnigen Tagen autark von der externen Stromversorgung machen soll. Die Anlage, die sich über 60 Meter Breite erstreckt, wurde im Rahmen eines Transformationsplans zur Energieerzeugung errichtet. Laut Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe ist die Anlage ein zentraler Baustein, um den erzeugten Strom größtenteils direkt vor Ort zu nutzen, wofür in den nächsten Jahren Speichersysteme ergänzt werden sollen. Die Photovoltaikanlage erreicht eine Spitzenleistung von 13,4 Megawatt Peak (MWp) und soll jährlich rund 13,4 Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugen. Die bayerische Landesregierung, vertreten durch Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, würdigte das Projekt als ein „kraftvolles Signal“ und betonte die Vorreiterrolle Bayerns bei der Nutzung von Solarenergie. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König begrüßte ebenfalls das Engagement des Flughafens als Ergänzung der städtischen Energie-Strategie. Technisch wurden für die Anlage 22.854 Solarmodule verbaut, die in Ost-West-Ausrichtung installiert sind. Dies soll eine Blendung des Flugverkehrs verhindern und den Stromertrag in den Morgen- und Abendstunden maximieren. Die Anlage wird von der Flughafen Nürnberg Energie GmbH betrieben und wurde von dem Unternehmen Greenovative umgesetzt. Der Geschäftsführer von Greenovative, Bernd Fuchs, bezeichnete das Projekt als ein „Leuchtturmprojekt“, das die regionale Kompetenz im Bereich der Technologien demonstriere. Die neue Solaranlage ist der jüngste Schritt des Flughafens, um die Energieversorgung zu modernisieren. Bereits seit 2017 betreibt der Flughafen kleinere Solaranlagen, unter anderem auf einer Flugzeughalle und dem Parkhaus P4. Das neue Großprojekt soll nun einen weiteren Schritt in Richtung einer autarken Energieversorgung darstellen.

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