2025

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2025

Das kurze Kapitel von Hello Airlines: Aufstieg und Fall eines schweizerischen Ferienfliegers

Die schweizerische Fluggesellschaft Hello, die einst als ambitionierter Ferienflieger den Markt betrat, schrieb ein kurzes, aber ereignisreiches Kapitel in der europäischen Luftfahrtgeschichte. Im Frühjahr 2004 aus den Überresten der insolventen Balair ins Leben gerufen, versprach Hello, den schweizerischen Passagieren kostengünstige und komfortable Reisen zu beliebten Urlaubsdestinationen zu ermöglichen. Mit einer modernen Flotte von Airbus A320-Flugzeugen und dem Fokus auf Charterflüge schien Hello zunächst vielversprechend positioniert zu sein. Doch trotz anfänglicher Erfolge und einer raschen Expansion sah sich die Airline zunehmend mit einem harten Wettbewerb, operativen Herausforderungen und einer sich wandelnden Marktdynamik konfrontiert. Am 21. Oktober 2012 mußte Hello Airlines den Flugbetrieb abrupt einstellen und Insolvenz anmelden, ein Scheitern, das tiefe Einblicke in die Fallstricke des europäischen Charterfluggeschäfts bietet. Die Geburt aus der Asche: Firmengeschichte und Gründungsidee Die Geschichte von Hello Airlines ist untrennbar mit dem Schicksal der schweizerischen Fluggesellschaft Balair verbunden. Balair, eine traditionelle Charterfluggesellschaft und Tochtergesellschaft der Swissair, geriet in den Strudel der Luftfahrtkrise nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und der darauffolgenden Insolvenz der Swissair im Jahre 2002. Als Balair im Jahre 2004 ihren Betrieb einstellte, entstand eine Lücke im schweizerischen Charterflugmarkt. Diese Lücke sollte die neu gegründete Hello Airlines füllen. Zwar wurde aus Balair dann Belair, die später von Air Berlin übernommen wurde und mit dieser untergegangen ist, jedoch waren die Flotten unterschiedlich. Die Fluggesellschaft wurde im Frühjahr 2004 von Moritz Suter ins Leben gerufen, einem bekannten Namen in der schweizerischen Luftfahrt, der bereits die Crossair erfolgreich aufgebaut hatte. Suters Vision war es, einen effizienten und

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Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen München und Österreich im August 2025

Bahnreisende, die in den ersten Augustwochen von München in Richtung Österreich unterwegs sind, müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Zwischen dem 1. und dem 18. August 2025 führt die Deutsche Bahn an mehreren Abschnitten der Strecken Rosenheim–Salzburg und Rosenheim–Kufstein Bauarbeiten durch. Diese umfassen unter anderem die Erneuerung von Oberleitungen und Schienen, wie das Unternehmen mitteilte. Für Reisende im Nahverkehr wird die Bayerische Regiobahn (BRB) abschnittsweise einen Ersatzverkehr mit Bussen einrichten, um die Beeinträchtigungen zu minimieren. Im Fernverkehr kommt es zu weiträumigen Umleitungen und Teilausfällen. Züge in und aus Richtung Wien werden bis zum 11. August, 6 Uhr morgens, größtenteils über Passau umgeleitet. Verbindungen in und aus Richtung Klagenfurt entfallen laut Bahn auf Teilabschnitten. Ab dem 11. August ist zudem eine Mehrzahl der Züge zwischen München und Venedig beziehungsweise Bologna betroffen und entfällt. Die Deutsche Bahn bittet alle Fahrgäste dringend, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Fahrpläne und mögliche Alternativen zu informieren. Die Bahn begründet die Notwendigkeit der Bauarbeiten mit der starken Beanspruchung der Infrastruktur auf den betroffenen Strecken, welche derzeit anfällig für Störungen sei und häufig zu Verspätungen führe. Die jetzigen Baumaßnahmen sollen langfristig zu einem stabileren und pünktlicheren Zugverkehr beitragen. Diese kleineren Arbeiten sind Vorboten einer umfassenderen Generalsanierung der Strecken München–Rosenheim und Rosenheim–Salzburg, die für das Jahr 2027 geplant ist. Die Region um Rosenheim ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt im südöstlichen Oberbayern, der den Verkehr von und nach Österreich sowie weiter in den Süden leitet. Baumaßnahmen in diesem Bereich wirken sich daher auf eine Vielzahl internationaler und nationaler Verbindungen aus.

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Herausforderungen im Flugreiseverkehr: Wenn Passagierrechte „rein theoretisch“ gelten

Der Flugreiseverkehr, insbesondere während der sommerlichen Hochsaison, stellt für viele Reisende eine beliebte und effiziente Möglichkeit dar, ferne Ziele zu erreichen oder geliebte Menschen zu besuchen. Doch die steigende Passagierzahl und die Komplexität des globalen Luftfahrtnetzes bergen auch eine Vielzahl von Herausforderungen, die zu erheblichen Unannehmlichkeiten für Flugreisende führen können. Verspätungen, Annullierungen und verweigerte Beförderungen sind keine Seltenheit und können die sorgfältig geplante Reise jäh trüben. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Probleme, mit denen Passagiere konfrontiert werden, erklärt detailliert die ihnen zustehenden Rechte gemäß der Europäischen Union und bietet praktische Ratschläge für den Ernstfall, selbst wenn Fluggesellschaften ihren Pflichten nicht unmittelbar nachkommen. Häufige Ärgernisse im Flugreiseverkehr der Hochsaison Die Sommermonate sind traditionell die verkehrsreichste Zeit für den Flugreiseverkehr. Urlaub, Schulferien und die allgemein bessere Witterung führen zu einer Explosion der Buchungszahlen. Diese hohe Auslastung bringt jedoch auch eine Reihe von Problemen mit sich, die für Passagiere zu echten Belastungsproben werden können. Eine der häufigsten Schwierigkeiten sind erhebliche Flugverspätungen. Diese können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter technische Probleme an Flugzeugen, ungünstige Wetterbedingungen am Abflug- oder Zielort, Engpässe in der Flugsicherung oder auch Streiks des Bodenpersonals oder der Piloten. Eine Verspätung von wenigen Minuten ist meist noch tolerierbar, doch wenn sich der Abflug um mehrere Stunden verzögert, können Anschlussflüge verpaßt werden, wichtige Termine platzen oder wertvolle Urlaubszeit verloren gehen. Eng verwandt mit den Verspätungen sind Flugannullierungen. Ein Flug kann gänzlich gestrichen werden, oft aus ähnlichen Gründen wie bei Verspätungen, manchmal aber auch aufgrund mangelnder Rentabilität, falls beispielsweise nicht genügend

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MSC Cruises stellt neues Flaggschiff MSC World Asia vor: Neues Unterhaltungsangebot ab 2026

Die Reederei MSC Cruises hat ihr neuestes Flaggschiff, die MSC World Asia, vorgestellt, welche ab Dezember 2026 im Mittelmeer in See stechen soll. Das Schiff wird ein umfangreiches und neuartiges Unterhaltungsangebot für seine Gäste bereithalten. Reisende dürfen sich auf eine Mischung aus neuen Entertainment-Locations und bewährten Klassikern freuen, die das Kreuzfahrterlebnis bereichern sollen. Zu den Neuerungen an Bord gehört „The Clubhouse“, ein lebendiger, von retro-inspirierten Elementen geprägter Treffpunkt. Dieser Bereich ist für Familien konzipiert und bietet Spiel und kreative Aktivitäten wie Gesellschaftsspiele, die LEGO Family Zone, Autoscooter und Rollschuhlaufen. Die Luna Park Arena präsentiert sich in einem neu gestalteten Design als vielseitig einsetzbare Location über zwei Decks. Hier werden interaktive Gameshows und Themenpartys durch LED-Wände, Deckenprojektionen, dynamisches Licht und beeindruckenden Sound zum Leben erweckt. Tagsüber dient sie der Jugendunterhaltung, abends wandelt sie sich zur zentralen Party-Location mit DJ-Sets und einer neu gestalteten Bar. „The Harbour“ kehrt auf der MSC World Asia mit einem eleganten, asiatisch inspirierten Design zurück. Dieser weitläufige Outdoor-Bereich bietet spektakuläre Attraktionen wie den „Cliffhanger“, eine Überwasserschaukel in 50 Metern Höhe, sowie die mit 81,3 Metern und 12 Decks längste Trockenrutsche auf See, den „Tree of Life @The Spiral“. Familien erwartet zudem ein Hochseilgarten, Wasserrutschen und ein Spielplatz. Für das leibliche Wohl sorgt die „Harbour Bar & Bites“ mit kostenlosen Snacks. Das Schiff wird über 40 Bars, Lounges und Restaurants verfügen, darunter sechs Spezialitätenrestaurants wie die Klassiker „Butcher’s Cut“, „Kaito Sushi & Teppanyaki“ sowie „Hola! Tacos & Cantina“. Auch neue Restaurantkonzepte sind in Planung. Darüber hinaus bietet die

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Europäischer Luftverkehr wächst, Deutschland hinkt hinterher

Der europäische Luftverkehr zeigt im zweiten Halbjahr 2025 ein robustes Wachstum beim Sitzplatzangebot. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) wird ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erwartet, womit das Gesamtniveau sieben Prozent über dem von 2019 liegt. Dieser Anstieg wird maßgeblich von europäischen Punkt-zu-Punkt-Airlines wie Ryanair und Easyjet getragen, die ihr Angebot gegenüber der Zeit vor der Corona-Krise um 25 Prozent steigerten und nun einen Marktanteil von 40 Prozent halten. Auch touristische Fluggesellschaften wie Condor und Sun Express sowie außereuropäische Netzwerk-Airlines verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse. Deutschland kann mit dieser positiven Entwicklung nicht Schritt halten. Obwohl das Angebot hierzulande ebenfalls um sechs Prozent wächst, erreicht es lediglich 93 Prozent des Vorkrisenniveaus. Besonders auffällig ist der Rückstand bei den Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, deren Marktanteil mit 27 Prozent deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegt und nur eine Erholung von 86 Prozent aufweist. Im Gegensatz dazu zeigt der touristische Verkehr im deutschen Markt Wachstum und übertrifft das Sitzplatzangebot von 2019 deutlich um 35 Prozent. Der innerdeutsche Markt bleibt weiterhin schwach. Das Sitzplatzangebot stagniert bei lediglich 52 Prozent des Wertes von 2019. Noch gravierender ist die Situation im dezentralen Verkehr abseits der großen Drehkreuze Frankfurt und München, wo das Angebot nur noch 20 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht – ein Rückgang um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die beiden Drehkreuze Frankfurt und München zeigen sich hingegen stabiler und erreichen jeweils 91 Prozent des 2019er-Niveaus, mit einem Wachstum von fünf bzw. sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf der Kurz- und Mittelstrecke liegt das Angebot aus

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Tui sichert sich 250 Millionen Euro über Schuldscheindarlehen

Der Reisekonzern Tui hat erfolgreich ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 250 Millionen Euro am Markt platziert. Die Erlöse aus dieser Emission sollen dazu dienen, Flugzeug-Leasingverträge vorzeitig abzulösen und die entsprechenden Vermögenswerte in das Eigentum des Konzerns zu überführen. Dies ist ein Schritt zur Optimierung der Unternehmensfinanzen und zur Erhöhung der operativen Flexibilität. Die platzierte Emission umfaßt fest und variabel verzinsliche Tranchen mit Laufzeiten von drei und fünf Jahren. Die durchschnittliche Laufzeit des Darlehens beträgt 3,6 Jahre, bei einer Verzinsung von rund vier Prozent. Tui erklärte, mit den Erlösen eine Senkung der Finanzierungskosten, eine Steigerung der operativen Effizienz und eine Verbesserung des Cashflows anzustreben. Die Transaktion sei zudem Nettoschulden-neutral, was bedeutet, daß sich die Gesamtverschuldung des Unternehmens durch diese Maßnahme nicht erhöht. Die letzte Schuldscheinemission von Tui erfolgte im Jahre 2018. Von dieser Emission stehen aktuell noch 32,5 Millionen Euro aus, die bis zum Jahre 2028 fällig werden. Die Wahl eines Schuldscheindarlehens als Finanzierungsinstrument unterstreicht das Vertrauen des Marktes in Tui und seine Geschäftsstrategie. Derartige Darlehen sind eine bewährte Form der Unternehmensfinanzierung, die eine Alternative zu klassischen Bankkrediten oder Anleihen darstellt und oft von institutionellen Anlegern gezeichnet wird. Der Börsenkurs des Unternehmens, der innerhalb eines Jahres um knapp ein Drittel zulegen konnte, zeigte am Donnerstag kaum Veränderungen und lag am späten Nachmittag bei 7,98 Euro pro Aktie. Dies deutet darauf hin, daß die Nachricht über die erfolgreiche Platzierung des Schuldscheindarlehens vom Kapitalmarkt positiv aufgenommen oder bereits eingepreist wurde.

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Wizz Air will deutlich weniger A321XLR

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air sieht sich nach einem rasanten Wachstumskurs zu einer strategischen Neuausrichtung gezwungen. Betriebsbedingte Schwierigkeiten und ein erheblicher Gewinneinbruch haben das Unternehmen dazu veranlaßt, die Expansion zu verlangsamen und sich auf Kernmärkte zu konzentrieren. Der Betriebsgewinn der Airline brach im letzten Geschäftsjahr, das am 31. März endete, um 62 Prozent auf 167,5 Millionen Euro ein. Dies spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der derzeit auf Tiefstständen notiert. Wesentlicher Grund für die Schwierigkeiten ist laut Medienberichten der sogenannte GTF-Rückruf, der die Triebwerke betrifft und dazu führte, daß Wizz Air zuletzt 42 Airbus A320neo Maschinen nicht nutzen konnte. Dies hatte einen Anstieg der Stückkosten um 20 Prozent zur Folge. Als Reaktion darauf zieht das Management die Notbremse: In den nächsten zwei bis drei Jahren plant Wizz Air, den Angebotsausbau auf 10 bis 12 Prozent pro Jahr zu begrenzen. Zuvor hatte die Fluggesellschaft eine jährliche Kapazitätssteigerung von rund 20 Prozent angestrebt. Im Zuge dieser Neuausrichtung wird Wizz Air auch ihren Außenposten in Abu Dhabi mit eigenem AOC (Air Operator Certificate) aufgeben. Das Unternehmen erklärte, man werde sich verstärkt auf die mittel- und osteuropäischen Kernmärkte sowie auf ausgewählte westeuropäische Länder wie Österreich, Italien und Großbritannien konzentrieren. Da zwölf Flugzeuge aus Abu Dhabi abgezogen werden und das Wachstumstempo insgesamt gedrosselt wird, benötigt die Airline absehbar weniger neue Flugzeuge. Entsprechend plant Wizz Air, Neuauslieferungen von Airbus bis 2030 um bis zu zwei Jahre zu strecken. Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg kündigte Wizz Air CEO József Váradi zudem Nachjustierungen an der Flottenstrategie an. Die Fluggesellschaft

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Kroatiens lebendiges Erbe: Eine Reise durch die Tiefen traditionellen Handwerks

Jenseits der sonnenverwöhnten Küsten und der historischen Städte verbirgt sich in Kroatien ein reiches Geflecht kultureller Traditionen, das über Generationen hinweg sorgfältig bewahrt und weitergegeben wurde. Dieses immaterielle Kulturerbe entfaltet ein beeindruckendes Spektrum an handwerklichem Können, das tief in der Geschichte und im alltäglichen Leben des Landes verwurzelt ist. Von der filigranen Nadelarbeit der Pager Spitze über das farbenfrohe Holzspielzeug aus Hrvatsko Zagorje bis hin zu den kunstvoll verzierten Lebkuchenherzen und der uralten Kunst des Trockenmauerbaus – diese Ausdrucksformen regionaler Identität und kreativer Vielfalt sind nicht nur Zeugnisse vergangener Zeiten, sondern lebendige Bestandteile der kroatischen Gegenwart. Viele dieser Traditionen haben internationale Anerkennung gefunden und wurden von der UNESCO als besonders schützenswert in ihre Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Sie bieten Besuchern einzigartige Einblicke in die Seele Kroatiens und die Bedeutung, die diesem kulturellen Reichtum bis heute beigemessen wird. Kunstvolle Handarbeit: Die geschätzte Spitzenherstellung Die Spitzenherstellung in Kroatien ist ein immaterielles Kulturerbe, das seit Jahrhunderten in verschiedenen Regionen des Landes gepflegt wird. Diese feine Handarbeit ist ein Symbol für Geduld, Präzision und künstlerisches Geschick. Besonders hervorzuheben sind die Spitzen aus drei spezifischen Orten: Pag, Lepoglava und Hvar. Jede dieser Regionen hat ihre eigene, überlieferte Technik und verwendet unterschiedliche Materialien, was die Vielfalt dieses Handwerks unterstreicht. Die Pager Spitze, deren Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, wird in einer äußerst filigranen Nadeltechnik gefertigt. Sie zeichnet sich durch ihre feine Struktur und ihre komplexen Muster aus, die oft von der Natur inspiriert sind. Die hohe Qualität dieser Spitze war einst sogar

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Warnung an Touristen: Systematische Abzocke am Flughafen Hurghada

Reisende, die am Internationalen Flughafen Hurghada in Ägypten ankommen, werden mit einer Vielzahl von systematischen Betrugsmaschen konfrontiert, die den Urlaub bereits kurz nach der Landung trüben können. Der Flughafen, ein wichtiges Einfallstor für Touristen zum Badeort am Roten Meer, scheint ein Hotspot für dubiose Praktiken zu sein, die von den lokalen Behörden und dem Flughafenbetreiber geduldet werden. Eine der bekanntesten Maschen ist der „hilfsbereite“ Mann vor den Toiletten, der sich als Reinigungskraft ausgibt und Trinkgelder für saubere Sanitäreinrichtungen erwartet, obwohl er in Wahrheit ein Café-Angestellter ist. Noch dreister geht es beim Visumantrag zu: In einer dafür vorgesehenen Halle lauern Männer, die sich als Mitarbeiter großer Reiseveranstalter wie Alltours, Coral Travel oder Schauinsland Reisen ausgeben. Sie fordern für das Visum 35 US-Dollar, obwohl der offizielle Preis nur 25 US-Dollar beträgt und der tatsächliche Visumschalter unauffällig platziert ist. Diese Taktiken sind darauf ausgelegt, erschöpfte Touristen zu täuschen, die schnellstmöglich zu ihren Unterkünften gelangen möchten. Auch ein angebotener VIP-Service zur schnelleren Passkontrolle entpuppt sich als Falle; er beschleunigt die Wartezeit auf das Gepäck nicht. Berichte in Online-Foren von Reisenden schildern zudem aufdringliche Händler, fehlerhafte SIM-Karten, Ablenkungsmanöver durch uniformierte Personen, um Handgepäck zu durchsuchen und Wertgegenstände zu entwenden, sowie betrügerische Taxifahrer, die absichtlich am falschen Terminal absetzen oder erfundene Flughafengebühren kassieren. Es wird kritisiert, daß deutsche Reiseanbieter ihre Gäste nicht ausreichend vor diesen Praktiken warnen. Trotz der Probleme am Flughafen ist Hurghada weiterhin ein äußerst beliebtes Reiseziel und lockt über eine Million Urlauber pro Jahr an. Dies liegt vor allem an den zahlreichen All-Inclusive-Resorts,

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Nachtzüge: Eine kritische Betrachtung der Energiebilanz und ihrer Auswirkungen

Die Wiederauferstehung der Nachtzüge wird oft als Triumph der Schiene über andere Reisemittel gefeiert, insbesondere im Lichte angeblicher geringerer Belastung für unsere Umwelt. Während die Romantik des Reisens im Schlaf und die Bequemlichkeit, ausgeruht am Ziel anzukommen, unbestreitbar sind, lohnt sich eine nüchterne und faktenbasierte Analyse der Energiebilanz und der tatsächlichen Auswirkungen von Nachtzügen. Entgegen weitverbreiteter Annahmen und den Behauptungen interessierter Kreise offenbaren sich bei genauerer Betrachtung erhebliche Mängel in der Argumentation der vermeintlichen Umweltfreundlichkeit. Dieser Artikel beleuchtet die komplexen Zusammenhänge des Bahnstroms, die Rolle von Diesel in europäischen Schienennetzen und die ungelösten Probleme atomarer Energieerzeugung, um ein umfassendes Bild der wahren Belastungen durch Nachtzüge zu zeichnen. Der elektrische Strom: Eine verborgene Belastung Die vermeintliche Umweltfreundlichkeit des elektrischen Bahnverkehrs beruht auf der Annahme, daß der Strom emissionsfrei erzeugt wird. Diese Annahme ist jedoch in vielen europäischen Ländern weit von der Realität entfernt. Der Bahnstrom, der die elektrischen Lokomotiven antreibt, stammt keineswegs ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen. In zahlreichen europäischen Staaten, darunter auch Deutschland, wird ein erheblicher Anteil des Stroms, der ins Netz eingespeist wird und somit auch den Bahnstromspeisern zugute kommt, nach wie vor in Kohlekraftwerken erzeugt. Die Verbrennung von Kohle, insbesondere Braunkohle, ist mit einem massiven Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) verbunden, einem Haupttreiber des Klimawandels. Zudem werden bei der Kohleverbrennung Schwefeldioxide, Stickoxide und Feinstaub freigesetzt, welche die Luftqualität erheblich beeinträchtigen und zu saurem Regen und Atemwegserkrankungen führen können. Selbst wenn eine Bahnstromtrasse direkt mit erneuerbaren Energien versorgt wird, muß bedacht werden, daß dies oft zu einer Verlagerung der Stromerzeugung führt,

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