2025

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2025

Lufthansa Aviation Training setzt Kooperation mit Schweizer Luftwaffe fort

Die Lufthansa Aviation Training (LAT) setzt ihre bewährte Zusammenarbeit mit der Schweizer Luftwaffe fort. Ein neuer Fünfjahresvertrag, der bis Mitte 2030 gültig ist, sieht vor, daß die zivile fliegerische Grundausbildung für Militärpiloten vollständig in der Schweiz durchgeführt wird. Laut Angaben der Flugschule umfaßt das Abkommen ein maßgeschneidertes Trainingspaket, das speziell auf die Bedürfnisse der Schweizer Streitkräfte zugeschnitten ist. Das Trainingsprogramm wird als Frozen-ATPL-Programm (Airline Transport Pilot License) bezeichnet und kombiniert zivile sowie militärische Ausbildungselemente. Die Dauer der Ausbildung beträgt 43 Wochen und ist in vier spezifische Bereiche gegliedert. Diese Struktur soll eine umfassende und effiziente Ausbildung der zukünftigen Militärpiloten gewährleisten, indem sie sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Flugfertigkeiten vermittelt. Ein zentraler Bestandteil der Kooperation ist die Aufgabenteilung bei der Schulung. Die Lufthansa Aviation Training übernimmt die gesamte theoretische Ausbildung sowie das Multi-Engine-Training, welches auf dem Flugzeugtyp DA42 stattfindet. Parallel dazu wird die Schweizer Luftwaffe das Single-Engine-Training auf der PC-7 durchführen. Ergänzt wird die Ausbildung durch einen Multi-Crew Cooperation Course (MCC), der die Zusammenarbeit im Cockpit unter verschiedenen Szenarien trainiert. Diese partnerschaftliche Ausgestaltung der Ausbildung unterstreicht die enge Verflechtung ziviler und militärischer Standards in der Pilotenschulung. Die Fortsetzung dieser Zusammenarbeit zeigt das Vertrauen der Schweizer Luftwaffe in die Expertise von Lufthansa Aviation Training. Es sichert den Militärpiloten eine hochqualifizierte Ausbildung nach internationalen Standards, welche sowohl die Anforderungen der zivilen Luftfahrt als auch die spezifischen Bedürfnisse des Militärs berücksichtigt.

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Absurde Fracht: Ein Sammelsurium der kuriosesten Funde an Flughäfen

Der Flugverkehr, Inbegriff moderner Mobilität und globaler Vernetzung, ist untrennbar mit strengen Sicherheitsbestimmungen verbunden. Was für die meisten Reisenden eine Routineprüfung darstellt, entpuppt sich für andere als unerwarteter Schauplatz bizarrer Funde. Jahr für Jahr konfiszieren Sicherheitskräfte an Flughäfen weltweit eine erstaunliche Palette an Gegenständen, die weit über das übliche Repertoire von Nagelscheren und Wasserflaschen hinausgehen. Diese Funde reichen von skurril bis potentiell gefährlich und werfen ein Schlaglicht auf die erfindungsreichen, manchmal auch unfreiwillig komischen Versuche von Passagieren, das Unerlaubte durch die Kontrollen zu schmuggeln. Dieser Artikel taucht ein in die Welt der verbotenen Kuriositäten, die im Laufe der Jahre an Flughäfen sichergestellt wurden, und beleuchtet die Hintergründe dieser außergewöhnlichen Geschichten. Von lebenden Tieren bis zu tödlichen Waffen: Eine bunte Sammlung des Unerlaubten Die Liste der konfiszierten Gegenstände ist lang und vielfältig, sie zeugt von menschlicher Unberechenbarkeit und dem manchmal erstaunlichen Mangel an Bewusstsein für Sicherheitsvorschriften. Während Schusswaffen und Sprengstoffe zu den offensichtlich gefährlichen Gütern zählen, deren Fund stets alarmierend ist, gibt es eine Fülle anderer Objekte, die weniger bedrohlich, dafür aber umso bizarrer anmuten. So fanden sich in den Gepäckstücken von Reisenden bereits lebende Tiere. Die Motive für solche Tier-Schmuggelfälle sind vielfältig und reichen von illegalem Tierhandel bis hin zum schlichten Wunsch, das geliebte Haustier mit in den Urlaub zu nehmen, ohne die dafür vorgesehenen Bestimmungen zu beachten. Hier sind einige der bemerkenswertesten Funde, die an Flughäfen weltweit Schlagzeilen machten: Wenn die Phantasie keine Grenzen kennt: Verstecke und Verkleidungen Die Kreativität mancher Passagiere, verbotene Gegenstände zu verstecken, ist bemerkenswert. Nicht

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Wizz Air kehrt nach 13 Jahren an Flughafen Warschau-Modlin zurück

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air wird im Dezember 2025 ihren Betrieb am Flughafen Warschau-Modlin wieder aufnehmen. Nach einer 13jährigen Abwesenheit plant die Airline, elf neue Routen in acht Länder zu starten. Dafür sollen zwei Flugzeuge des Typs Airbus A321neo in Modlin stationiert werden, wodurch jährlich über 500.000 Sitzplätze angeboten und mehr als 80 Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden. Die neuen Verbindungen werden gestaffelt eingeführt. Ab dem 1. Dezember 2025 sollen Flüge nach Athen, Barcelona und Bergen starten. Am 2. Dezember folgen Bergamo, Chisinau und Paphos. Mitte Dezember, vom 15. bis 16. Dezember, werden Routen nach Malta, Sofia, Brindisi und Palermo aufgenommen. Eine weitere Verbindung nach Alghero auf Sardinien ist für den 31. März 2026 vorgesehen. Die meisten Routen sollen drei- bis fünfmal wöchentlich bedient werden, wobei Bergamo täglich und Malta im Winter sechsmal pro Woche angeflogen wird. Wizz Air hat sich für Modlin aufgrund seiner Nähe zu Warschau entschieden und diesen Standort dem Flughafen Radom vorgezogen. Die Fluggesellschaft strebt an, ihre Sitzplatzkapazität in Polen im Jahre 2025 um fast 20 Prozent zu steigern. Damit will Wizz Air ihre Position als zweitgrößter Anbieter im polnischen Markt mit einem Marktanteil von 25 Prozent festigen. Die Rückkehr von Wizz Air nach Modlin erfolgt zu einem Zeitpunkt, da der Flughafen eine erhöhte Aktivität verzeichnet. Zuvor hatte bereits Ryanair eine umfangreiche Expansion in Modlin angekündigt, welche 25 neue Routen und eine erwartete Steigerung auf fünf Millionen Passagiere jährlich bis 2030 umfaßt. Auch Air Arabia plant, im Dezember Flüge von Sharjah nach Modlin aufzunehmen. Der Flughafen

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Lithium-Batteriebrand an Bord von Virgin Australia Flugzeug

Ein Brand, verursacht durch eine Lithium-Batterie, ist am Montagmorgen an Bord eines Flugzeuges der Virgin Australia auf dem Flug VA1528 von Sydney nach Hobart ausgebrochen. Der Vorfall auf der Boeing 737-800 (Registrierung VH-YID) führte zur Rauchentwicklung in der Kabine und löste bei den Passagieren zunächst Unruhe aus. Das Flugzeug konnte jedoch sicher landen. Das Feuer entzündete sich gegen 9:00 Uhr Ortszeit während des Sinkfluges nach Hobart. Die Besatzung entdeckte dabei ein brennendes Gerät in einem Gepäckfach über den Sitzen. Erste Löschversuche mit den an Bord befindlichen Feuerlöschern blieben ohne Erfolg. Letztlich gelang es jedoch der Flugzeugbesatzung und Passagieren, die Flammen mittels Wasserflaschen unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Videoaufnahmen zeigten, wie Passagiere aufgefordert wurden, sich in den hinteren Bereich des Flugzeuges zu begeben, während sich der Rauch ausbreitete. Nach der sicheren Landung in Hobart bestiegen Feuerwehrleute das Flugzeug, um das Gepäckstück mit der Lithium-Batterie zu entfernen. Ein Passagier wurde wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung medizinisch versorgt. Die Besatzungsmitglieder wurden ebenfalls ärztlich untersucht und für dienstfähig befunden. Virgin Australia lobte das „schnelle und professionelle“ Handeln ihrer Besatzung und bestätigte, daß für den Rückflug nach Sydney ein Ersatzflugzeug bereitgestellt wurde. Die Fluggesellschaft nahm zudem Kontakt zu Passagieren auf, die in der Nähe des Brandes saßen, um weitere Betreuung anzubieten. Dieser Vorfall reiht sich ein in ähnliche Ereignisse, die in der Vergangenheit durch Lithium-Batterien verursacht wurden. Bereits Anfang des Jahres gab es einen vergleichbaren Zwischenfall auf einem südkoreanischen Flug. Solche Ereignisse werfen erneut Fragen zur Sicherheit von tragbaren elektronischen Geräten im Handgepäck

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Delta Air Lines Pilot in Stockholm nach Alkoholtest festgenommen

Ein Pilot der Fluggesellschaft Delta Air Lines ist am Dienstagmorgen, den 22. Juli 2025, am Flughafen Stockholm Arlanda festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte nach einer routinemäßigen Vorflugkontrolle, bei der ein Alkoholtest ein positives Ergebnis zeigte. Der Vorfall betrifft den für New York vorgesehenen Flug DL205, wie die schwedische Zeitung „Aftonbladet“ berichtete. Gegen 09:15 Uhr Ortszeit bestieg die schwedische Polizei das Flugzeug und nahm den Piloten fest, nachdem ein Alkoholtest das Vorhandensein von Alkohol im System anzeigte. Nadya Norton, eine Polizeisprecherin, bestätigte die Festnahme und erklärte: „Der Pilot wurde positiv getestet und zur weiteren Untersuchung mitgenommen. Die Person befindet sich nun in Gewahrsam, verdächtigt der luftfahrtbezogenen Trunkenheit.“ Solche Vorfälle sind in der Luftfahrtindustrie äußerst selten, da Piloten strengen Vorschriften bezüglich des Alkoholkonsums unterliegen und regelmäßigen Kontrollen unterzogen werden, um die Sicherheit des Flugbetriebes zu gewährleisten. Offizielle Angaben zur Identität, Nationalität oder dem Alter des Piloten wurden von den Behörden bislang nicht gemacht. Online-Quellen berichten jedoch, daß es sich bei der festgenommenen Person um eine weibliche Pilotin aus den Vereinigten Staaten handeln soll. Der Flughafenbetreiber Swedavia verwies sämtliche Anfragen an die schwedische Polizei. Fluggesellschaften haben strenge Richtlinien für den Alkoholkonsum ihrer Piloten, die weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen. Im Allgemeinen gilt für Flugzeugführer eine Null-Toleranz-Politik oder sehr niedrige Grenzwerte, oft kombiniert mit einer strikten „bottle-to-throttle“-Regel, die eine bestimmte Zeitspanne ohne Alkoholkonsum vor Dienstbeginn vorschreibt. Delta Air Lines hat sich zu dem Vorfall bisher nicht öffentlich geäußert. Derartige Ereignisse können weitreichende Konsequenzen für das betroffene Personal haben, einschließlich des Entzugs der Fluglizenz.

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Konflikt um Dublins Flughafen: Ryanair kritisiert Wachstumsbremsen, Regierung verteidigt Lärmschutzmaßnahmen

Eine zunehmende Spannung prägt derzeit die irische Luftfahrtlandschaft. Ryanair, eine der größten Fluggesellschaften Europas, hat die irische Regierung scharf kritisiert, nachdem neue Beschränkungen für Nacht- und frühmorgendliche Flüge am Dublin International Airport eingeführt wurden. Die Airline warnt davor, daß diese Auflagen Investitionen behindern, Kapazitäten begrenzen und letztlich der nationalen Wirtschaft schaden könnten. Die irische Regierung verteidigt die Entscheidung jedoch als notwendigen Kompromiß zwischen dem Wachstum des Flughafens und den Belangen der Anwohner. Der Disput verdeutlicht den komplexen Interessenausgleich, der zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Lärmschutz in einer zunehmend dicht besiedelten Umgebung gefunden werden muß. Ryanairs scharfe Kritik: „Idiotisch“ und wirtschaftsschädlich Ryanair hat die Entscheidung von An Coimisiún Pleanála – einer unabhängigen, quasi-gerichtlichen Instanz, die über Berufungen gegen Planungsentscheidungen lokaler Behörden in Irland entscheidet – als „idiotisch“ bezeichnet. Im Kern der Kritik steht die Einführung einer jährlichen Obergrenze von 35.672 Flugbewegungen während der Nachtstunden am Dublin International Airport. Diese Beschränkung gilt für den Zeitraum zwischen 23:00 Uhr und 07:00 Uhr Ortszeit, was effektiv etwa 98 Flugbewegungen pro Nacht entspricht. Ryanair befürchtet, daß diese Schwelle bereits in diesem Jahr erreicht werden wird, was zu einer drastischen Einschränkung des Flugbetriebs führen würde. Insbesondere die früh morgendlichen Transatlantik-Ankünfte und Kurzstreckenflüge nach Europa wären von diesen Kürzungen betroffen. Die Fluggesellschaft argumentiert, daß diese Restriktionen das Wachstum des Dubliner Flughafens jenseits seiner aktuellen Verkehrsniveaus verhindern werden. Dies steht in starkem Kontrast zur Auslegung der erst kürzlich in Betrieb genommenen Nordpiste des Flughafens, die darauf ausgelegt ist, bis zu 60 Millionen Passagiere jährlich zu unterstützen. Die aktuellen Passagierzahlen

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Sundair nimmt neue Winterflugverbindung von Nürnberg nach Beirut auf

Die Fluggesellschaft Sundair hat eine neue Flugverbindung ab Nürnberg für den Winterflugplan 2025/2026 angekündigt. Ab dem 28. Oktober 2025 wird die Airline die fränkische Metropole direkt mit Beirut im Libanon verbinden. Dies teilte der deutsche Flughafen mit. Die Strecke soll einmal pro Woche, jeweils dienstags, bedient werden. Die Einführung dieser neuen Route erweitert das Flugangebot vom Flughafen Nürnberg und schafft eine direkte Anbindung an eine wichtige Stadt im Nahen Osten. Beirut, die Hauptstadt des Libanon, ist ein bedeutendes Zentrum für Wirtschaft, Kultur und Tourismus in der Region und zieht sowohl Geschäftsreisende als auch Besucher mit Interesse an Geschichte und mediterranem Flair an. Eine Direktverbindung bietet den Reisenden aus der Region Nürnberg und Nordbayern eine bequeme Option für Reisen in den Libanon. Sundair, eine deutsche Charter- und Linienfluggesellschaft, baut mit dieser Verbindung ihr Streckennetz gezielt aus. Der Winterflugplan sieht oft Anpassungen vor, um den saisonalen Nachfragen und den Präferenzen der Passagiere gerecht zu werden. Die Wahl von Beirut als neues Ziel deutet auf eine erwartete Nachfrage hin, die möglicherweise durch eine größere libanesische Diaspora in Deutschland oder durch das Interesse an Besuchen bei Familie und Freunden sowie touristischen Reisen getragen wird. Die Aufnahme einer solchen Verbindung trägt zur Stärkung der Rolle des Flughafens Nürnberg als regionaler Verkehrsknotenpunkt bei und bietet Reisenden mehr Auswahlmöglichkeiten. Für den Libanon ist eine zusätzliche europäische Anbindung von Bedeutung, um den Austausch mit Deutschland zu fördern.

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Sicherheitsstandards an Flughäfen im Fokus: Der VC-Flughafencheck 2025 mit neuer Methodik und internationalen Akzenten

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat ihren jährlich mit Spannung erwarteten Flughafencheck für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die diesjährige Ausgabe präsentiert sich mit einer grundlegend neuen Bewertungsmethodik, die einen verstärkten Fokus auf die tatsächliche Sicherheitswirksamkeit von Maßnahmen legt. Ziel des Checks ist es, Flughäfen in ihren Bemühungen zur Verbesserung der Sicherheitsstandards zu unterstützen, insbesondere bei der Vermeidung von gefährlichen Vorfällen auf den Pisten wie Runway Incursions und Excursions sowie beim Ausbau moderner, GPS-basierter Anflugsysteme, ohne dabei die bewährten konventionellen Anflugsysteme zu vernachlässigen. Erstmals erstreckt sich die Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit der Schweizer Pilotenvereinigung Aeropers erfolgte, auch auf Flughäfen in der Schweiz und bietet somit eine breitere, international vergleichbare Perspektive auf die Sicherheit im europäischen Luftverkehr. Neue Bewertungsmethodik: Risikoorientiert, transparent und international vergleichbar Die Vereinigung Cockpit, Deutschlands Berufsverband der Piloten, führt ihren jährlichen Sicherheitscheck deutscher Verkehrsflughäfen bereits seit 1978 durch. Ab 1996 wurden auch Regionalflughäfen in die Untersuchung einbezogen. Die Ausgabe 2025 markiert jedoch eine Zäsur durch die Einführung eines neuen, risikobasierten Bewertungsansatzes. Anstelle des bisherigen, oft kritisierten Schulnotensystems basiert die Bewertung nun auf einem detaillierten Punktesystem, das prozentuale Ergebnisse liefert und diese anschließend in Noten umwandelt. Diese Methodik gewährleistet eine präzisere und transparentere Einschätzung der Sicherheitsleistungen der Flughäfen. Thomas Steffen, Pilot und Flugsicherheitsexperte der AEROPERS, der Schweizer Pilotenvereinigung und Partner der VC bei diesem Projekt, erklärt die Neuerungen: „Erstmals kommt ein risikobasierter Bewertungsansatz zum Einsatz, der Maßnahmen nach ihrer tatsächlichen Sicherheitswirksamkeit gewichtet.“ Das bedeutet, daß besonders effektive Sicherheitsvorkehrungen, wie daueraktive Stopbars (Lichter am Boden, die ein Halten signalisieren, um Kollisionen

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Diskussion über Kontrolllücken an deutschen Flughäfen bei Sekundärmigration

Mehrere Tausend bereits in Griechenland anerkannte Flüchtlinge sind in diesem Jahre nach Deutschland weitergereist und haben dort erneut Asyl beantragt. Nach Informationen der Funke Mediengruppe reisen viele dieser anerkannten Flüchtlinge per Flugzeug aus Griechenland nach Deutschland ein. Diese Praxis, bei der Personen, die bereits in einem EU-Land Schutz erhalten haben, in einen anderen Mitgliedstaat weiterreisen, wird als Sekundärmigration bezeichnet und ist Gegenstand einer anhaltenden Debatte innerhalb der Europäischen Union. Die Gewerkschaft der Polizei (GDP) äußert Bedenken hinsichtlich unzureichender Kontrollen an deutschen Flughäfen. Andreas Roßkopf, GDP-Vorsitzender für Bundespolizei und Zoll, wies darauf hin, daß die Bundespolizei an den Binnengrenzen zu Polen oder Österreich umfassende Kontrollen auf Autobahnen und Landstraßen durchführe, um irreguläre Einreisen von Migranten und Schutzsuchenden zu verhindern. Roßkopf bezeichnete die Situation an den Flughäfen als „Lücke“ und als „absurd“. Er fordert für die Bundespolizei „dringend mehr Befugnisse zur Kontrolle und auch zur Zurückweisung der sogenannten Sekundärmigration“. Die Problematik der Sekundärmigration innerhalb der EU ist seit langem ein Thema in der europäischen Migrationspolitik. Das Dublin-System sieht vor, daß Asylanträge in dem EU-Land gestellt und bearbeitet werden sollen, in dem der Flüchtling zuerst europäischen Boden betreten hat. Die Weiterreise und erneute Antragstellung in einem anderen Mitgliedstaat stellt eine Umgehung dieses Prinzips dar und führt zu Diskussionen über die Effektivität und Durchsetzung der bestehenden Regelungen. Insbesondere Staaten wie Griechenland, die an den Außengrenzen der EU liegen, verzeichnen eine hohe Zahl von Erstanträgen, während Deutschland häufig als Zielland für die Sekundärmigration dient. Die Forderungen der Polizeigewerkschaft spiegeln die Herausforderungen wider, denen sich die

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